DER SPIEGEL



Ruhe fand ich, wenn ich breit war

Von Dallach, Christoph und Höbel, Wolfgang

Der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre, 29, über seinen Absturz in die Drogensucht, die Anfeindungen seiner Gegner und sein neues Buch "Remix 2"

SPIEGEL: Herr Stuckrad-Barre, Sie wurden bekannt als von vielen jungen Fans angehimmelter, von vielen Kritikern verrissener Pop-Literat und als schrille Medienfigur. Muss man sich jetzt Sorgen um Sie machen, nachdem Sie in einem Zeitungsartikel unter dem Titel "German Psycho" porträtiert wurden?

Stuckrad-Barre: Als vor sechs Jahren mein Buch "Soloalbum" erschien, hieß es: Als Journalist ist er ja okay, aber als Schriftsteller ist er schlecht. Als ich dann bei MTV eine Büchersendung gemacht habe, hieß es: Na ja, schreiben kann er ja, aber im Fernsehen ist er ganz furchtbar. Und jetzt heißt es, die Bücher waren früher mal gut, schade, dass er inzwischen verrückt geworden ist.

SPIEGEL: Stimmt es, dass Sie längere Zeit in Suchtkliniken verbracht haben?

Stuckrad-Barre: Ich war in drei verschiedenen Kliniken in Behandlung. Wegen Essstörungen und Kokainsucht. Als ich langsam begann diese Probleme als Krankheit wahrzunehmen, habe ich mich zunächst in Arbeit geflüchtet, und dann kollabierte alles. In eine Klinik ging ich erst, als ich bemerkte, dass ich nicht mehr gehen konnte.

SPIEGEL: Wie ist das passiert?

Stuckrad-Barre: Ich litt unter starken Depressionen und begann zu begreifen, dass das etwas grundlegend anderes ist als eine schlechte Laune. Ich lag eines Morgens auf dem Bett, weinte nur noch, zitterte am ganzen Körper und konnte schlichtweg nicht mehr aufstehen. Da begab ich mich zum ersten Mal in stationäre Behandlung, ein zweiter Klinikaufenthalt folgte, jedoch war mir selbst da noch nicht das Ausmaß meiner Erkrankung bewusst. Ich brauchte lange für das, was man Krankheitsannahme nennt. Beides waren Privatkliniken inmitten schöner Landschaft, noch dazu im Sommer - es fühlte sich immer an wie Urlaub.

SPIEGEL: Und die Ärzte haben Ihnen vermutlich erklärt, dass sich mit dieser Einstellung nichts an Ihrer Lage ändern wird?

Stuckrad-Barre: Nachdem ich die zweite Klinik verlassen hatte, bekam ich von dort einen dezidierten Befund, aus dem hervorging, dass ich im Grunde erledigt bin. Ich erinnere mich noch genau, wie ich in meiner Wohnung in Berlin saß, diesen Brief öffnete und, so empfand ich es, mein Todesurteil las. Daraufhin beschloss ich: Jetzt schieße ich mich komplett ab. Wenn es kein Entkommen gab, konnte ich auch weitermachen.

SPIEGEL: Sie kamen in der Berliner Szenewelt offenbar nicht gut zurecht.

Stuckrad-Barre: Ich will mich nicht diffus bei anderen beschweren über das, was mir widerfahren ist, ich habe es selbst so gesteuert und musste auch selbst da wieder rauskommen. Aber meine Flucht in die Krankheit wurde befeuert durch ein Gefühl des dauernden und aus allen Richtungen kommenden Angefeindetwerdens. Ich wurde ja vom ersten Buch an verrissen, wie es nicht normal ist. Sogar dort, wo ich selbst als Autor tätig bin oder gewesen war, hat man mich mitunter auf mieseste Art angegriffen - und als selbst "Die Zeit" über ein Buch von mir schrieb, der Autor sehe so aus, dass man ihm nicht nachts im Park begegnen möchte, da wurde es dann irgendwann bodenlos.

SPIEGEL: Sie fühlten sich verfolgt?

Stuckrad-Barre: Man wird durch so was tatsächlich konkret angreifbar, wenn man privat herumstreunt: Klar gibt''s Mädchen, die einen trotzdem toll finden, immerhin kennen sie einen ja aus MTV; aber eben auch Idioten, die ihre Komplexe offenbar auf jemand projizieren müssen, den sie aus dem Fernsehen oder aus der Zeitung kennen: "Ha, da kommt das Arschloch, kann nicht schreiben, der Penner." Das habe ich irgendwann nicht mehr ausgehalten und bin nach Zürich gezogen.

SPIEGEL: Es gab doch auch jede Menge Zustimmung. Harald Schmidt pries Sie als Hochbegabten, Ihre Bücher schafften riesige Auflagen. Half der Erfolg nicht als Schutzschild gegen Anfeindungen?

Stuckrad-Barre: Für lange leider nicht. Das habe ich schmerzhaft lernen müssen. Manchmal habe ich mich nachts hingesetzt und habe bei Google die Stichwörter "Stuckrad" und "Arschloch" eingegeben. Da findet man einiges - und wird natürlich schnell sehr, sehr traurig.

SPIEGEL: Haben Sie sich nicht oft selbst ziemlich mies benommen und in Ihren Texten alle möglichen Leute beleidigt?

Stuckrad-Barre: Ja, ich bin einige Male zu weit gegangen: Ich habe zum Beispiel mal die damalige Frau des Pur-Sängers Hartmut Engler belauscht, als die am Nebentisch saß und über ihren Mann lästerte. Ich habe das aufgeschrieben, weil ich das lustig fand, ohne Skrupel. Als der dann ganz zu Recht wütend auf mich war, habe ich mich schriftlich entschuldigt und daraus gelernt. Diese Größe sollte man schon aufbringen können.

SPIEGEL: Aber zeugt es wirklich von besserem Benehmen, wenn Sie Elke Heidenreich erst neulich bescheinigten, sie leide unter "partieller Geistesverrottung"?

Stuckrad-Barre: Das ist was anderes. Denn da geht es um ihre Sendung, nicht um sie als Privatperson.

SPIEGEL: Sehr seltsam war Ihr öffentlicher Umgang mit Ihrer Liebesaffäre mit Anke Engelke: Erst haben Sie alle Journalisten beschimpft und verhöhnt, die darüber schrieben, dann haben Sie sich plötzlich doch zueinander bekannt.

Stuckrad-Barre: Durch diese Geschichte wurde für mich der Rest an Privatem weggesprengt. Mein privates Leben existierte plötzlich nicht mehr. Sie hatte mich überredet, das öffentlich zu machen, um Gerüchte einzudämmen. Und dann hieß es, komm, wir gehen gemeinsam ganz offiziell zum Deutschen Filmball oder so, dann haben die ein Foto - und fertig. Sie kann damit besser umgehen, sie irritiert diese permanente Verstellung und Verzerrung nicht weiter. Als sie auf der Berlinale als Reporterin war und jeden Tag im Frühstücksfernsehen auftrat, da hat sie dann zum Beispiel gesagt, dass sie ja mit ihrem Freund da sei und wie toll es uns gehe - ich saß vor dem Fernseher und habe nur gestaunt. Ich konnte mich nicht mehr spüren, bin dann einfach abgehauen und habe mir explizit vorgenommen, jetzt fahr ich das vor die Wand. Ich hab es nicht mehr ausgehalten. Im Kopf den schönen Satz: Wer sieht, muss saufen.

SPIEGEL: Also haben Sie öffentlich verkündet, es sei aus zwischen Ihnen, fleißig weitergetrunken und Drogen genommen. Was gab den Ausschlag, dass Sie sich dann doch ernsthaft zum Entzug entschlossen haben?

Stuckrad-Barre: So komisch das klingt: vor allem das Zusammentreffen mit Udo Lindenberg. Den hatte ich schon als Kind sehr gemocht, und als ich ihn persönlich kennen lernte, habe ich sogar eine Weile bei ihm im Hotel in Hamburg gewohnt. Er hat mir den Arzt empfohlen, der auch ihm geholfen hat, mit dem Trinken aufzuhören. Dann haben Udo und dieser Arzt mich dazu gebracht, in eine Klinik in einem Hamburger Vorort zu gehen. Seitdem lebe ich vollkommen abstinent. Und fühle mich stark genug, das durchzuhalten.

SPIEGEL: Haben nicht Ihre Familie und Ihre Freunde Sie auch zum Entzug gedrängt?

Stuckrad-Barre: Von all denen hatte ich mich zunehmend isoliert. Die kamen mir in der Sucht nur lästig vor. Man ist ein richtig ekelhafter Mensch, wenn man süchtig ist. Ich habe mich zwar geschämt, aber ich wollte lange Zeit einfach nicht aufhören. Und wenn man sich Menschen offenbart, die einem nahe stehen, dann muss daraus etwas folgen. Dazu war ich lange nicht bereit.

SPIEGEL: Hat Lindenberg Sie in der Klinik besucht?

Stuckrad-Barre: Ja. Manchmal hat er mich nachts mit seinem Auto abgeholt, und dann sind wir mit zehn Stundenkilometern über die Reeperbahn gecruist. Udo zeigte auf die Eingänge irgendwelcher Kellerkneipen und sagte: "Schau mal - alles langweilig!"

SPIEGEL: Was haben Sie nach Ihrer Entlassung angestellt?

Stuckrad-Barre: Ich habe erst mal Udo Lindenberg auf einer Tournee begleitet. Das war natürlich eine enorme Bewährungsprobe. Im Rock wird halt gekifft und gesoffen, sobald irgendwelche Verstärker auf eine Bühne gestellt werden. Aber ich fühlte mich sicher, weil eben Udo dabei war.

SPIEGEL: Machen Partys Ihnen jetzt auch ohne Rausch Spaß?

Stuckrad-Barre: Die sind viel besser. Die Kommunikation gewinnt erstaunlich an Qualität, wenn man nüchtern bleibt, und man hält viel länger durch. Ich gehe oft bis sechs Uhr morgens aus. Wenn es dann irgendwo heißt: "Hey, nur einen Wodka zur Feier des Tages!", dann sag ich eben: "Danke nein", und das Thema ist durch.

SPIEGEL: Zuletzt waren Sie im Fernsehen bei der nationalen Vorauswahl zum Schlager-Grand-Prix zu sehen, wo Sie so aufgedreht wirkten, als wären Sie von allen guten Geistern verlassen. Waren Sie da nüchtern?

Stuckrad-Barre: Ja. Von Kindheit auf ist bei mir so eine natürliche Grundübersteigertheit angelegt. Ich konnte früher nicht mal ins Kino gehen, ohne dass meine Beine angefangen haben zu kitzeln, ich konnte nicht still sitzen. Ich habe oft nur getrunken, damit ich endlich ruhig wurde, und auch Drogen hatten bei mir diese beruhigende Wirkung, merkwürdigerweise. Wenn ich dann total breit war und eben Ruhe fand, dachten viele, sie träfen mich zum ersten Mal nüchtern.

SPIEGEL: Werden Sie künftig noch den Mut zur Peinlichkeit zeigen, der Sie etwa dazu brachte, sich fröhlich mit der "Bild"-Zeitung einzulassen und dort öffentlich Ihre Plattensammlung zu versteigern?

Stuckrad-Barre: Ich möchte es mir weiter rausnehmen, mit verschiedenen Formen des Auftritts zu experimentieren. Das wird manchmal nix, aber es hat auch tolle Ergebnisse gegeben. Zugleich ist mir bewusst, dass ich klarere Grenzen ziehen muss. Das habe ich spätestens gemerkt, als ich in der Hamburger Klinik gerade aus einer Therapiesitzung kam, mit Tränen in den Augen, und plötzlich ein Drehteam von "RTL exklusiv" vor mir stand und sagte: "Herr von Stuckrad, Sie sind hier in der Psychiatrie, wie geht''s Ihnen denn?" Da hat der Chefarzt mir geholfen und die aus dem Haus gewiesen. Kurz danach rief die "Bild am Sonntag" an. Sie hätten da so Fotos, die mich auf einem Klinikgelände zeigten.

SPIEGEL: Nun reden Sie aber mit uns und in dieser Woche auch bei Beckmann in der ARD über Ihre Drogensucht. Fürchten Sie

nicht den Vorwurf, dass Sie selbst aus dem Versuch, von Koks und Alkohol loszukommen, eine Show machen?

Stuckrad-Barre: Diese Krisenzeit gehört zu meiner Geschichte, gerüchteweise und zumindest zwischen den Zeilen war hier und dort etwas darüber zu lesen, und wenn ich nun auf Lesereise gehe und das neue Buch herauskommt, wollte ich zuerst das Wort dazu ergriffen haben. Gibt ja schon schöne Fotos, wie gesagt. Und ich wollte nicht lügen und sagen, ich war halt eine Weile im Urlaub. Das Sprechen über meine Krankheit ist kein Zu-Kreuze-Kriechen. Suchttherapeutisch ist es so eine Art Rückversicherung, die es mir schwer macht, mit den Drogen irgendwann doch weiterzumachen. Aber schon als ich in "Livealbum" über Bulimie schrieb, hieß es in Rezensionen, jetzt hat er auch noch das Modethema Ess- und Brechsucht für sich entdeckt.

SPIEGEL: Die Fotografin Herlinde Koelbl hat einen Dokumentarfilm über Sie gedreht, der Ihre Krise ausführlich abbildet und Anfang Juni im WDR läuft.

Stuckrad-Barre: Ja, das ist für mich ein Erkenntnisinstrument, mit meiner Krankheit umzugehen. Ich habe Frau Koelbl kennen gelernt, als sie ein Foto von mir machen sollte. Wir haben uns sofort gut verstanden, und ich hatte das Gefühl, dass ich ihr merkwürdigerweise Sachen mitteilen konnte, die ich mir selbst noch nie eingestanden hatte. Ich habe sie dann aus der dritten Klinik mal angerufen, und wir haben uns verabredet. Sie hat dann dort ihre Apparate aufgebaut und mich gefilmt und fotografiert. Wir haben uns so regelmäßig getroffen, wie es eben geht mit einem Suchtkranken, sie war in sehr finsterer Zeit zugegen und auch, als es mir wieder besser ging.

SPIEGEL: Das heißt, Sie verwerten Ihre Sucht einigermaßen bewusst als künstlerisches Material?

Stuckrad-Barre: Ich sehe schon eine gewisse perverse Logik darin, dass ich mich erst im Darübersprechen mit anschließender Verwertung meiner Sucht stellen konnte. Ich werde auch meinen nächsten Roman darüber schreiben. Und wenn der gelingt, hat es sich tatsächlich auch gelohnt. Krisen generieren Kunst, wenn man die Kurve kriegt. Ich möchte aber nicht noch mit einem Reporter von der "Bunten" in der Hollywood-Schaukel sitzen und mich drüber unterhalten, dass es, Mensch, ja eigentlich auch schön war mit den Drogen.

SPIEGEL: Haben Sie nicht mal überlegt, wie Ihr Schriftstellerkollege Christian Kracht ganz aus Europa fortzuziehen?

Stuckrad-Barre: Ich könnte nicht wie Kracht in Bangkok leben. Ich liebe den sehr und verehre ihn und sehe, wie er in seiner Art herausragt. Er ist singulär in allem, auch und besonders sein Umgang mit der Sprache. Ich habe ein paar Mal probiert, außerhalb der deutschsprachigen Welt zu leben. Es ging nicht. Ich brauche das

tägliche Spiel mit der deutschen Sprache zu sehr.

SPIEGEL: Und daher leben Sie jetzt in Zürich?

Stuckrad-Barre: Zürich ist in dieser Hinsicht ein Kompromiss: Erstens ist man hier weit weg von all dem Kladderadatsch in Deutschland, das interessiert einfach keinen, zweitens versteht man von dem, was die Leute hier reden, oft nur die Hälfte. Das erleichtert es mir, für mich zu sein.

SPIEGEL: Ihr neues 500-Seiten-Buch "Remix 2", eine Sammlung mit Arbeiten der letzten fünf Jahre, preist Ihr Verlag als "raffinierte Komposition"*. Was heißt das?

Stuckrad-Barre: Das Buch versammelt knapp 60 sehr unterschiedliche Texte, Reportagen, Tagebucheintragungen, Dokumentarisches, Gedichte, Erzählungen, Porträts. Ich bin wahnsinnig froh damit und sehr stolz, in der größtenteils harten Zeit der letzten Jahre trotz allem diese Texte geschaffen zu haben.

SPIEGEL: Würden Sie das, was Sie in den meisten dieser Texte machen, als Journalismus bezeichnen?

Stuckrad-Barre: Für mich bedeutet Journalismus gerade nicht, dass ich irgendwohin gehe, etwas abgeklärt und ironisch beobachte und dann pünktlich meine 80 Zeilen abliefere. Es intereressiert mich nicht nur, wie''s da ist, sondern auch, wie ich reagiere, ich möchte immer neu überfordert werden. Klar war es Teil der Krankheit, dass ich mich an Leute oder in Systeme gehängt habe, um das da Erlebte mitzuschreiben und etwas Interessantes zu erleben; das war Selbstflucht, da versuchte ich, vor etwas abzuhauen - sehr schnell sehr intensiv anzudocken an alles Mögliche, mich voll zu saugen und dann auch wieder zu flüchten.

SPIEGEL: Treibt Sie etwas Ähnliches zu Ihren Kooperationen mit Künstlern wie Christoph Schlingensief, Udo Lindenberg oder Marius Müller-Westernhagen, mit dem Sie demnächst ein Hörbuch herausbringen?

Stuckrad-Barre: Ich mache das mit Lindenberg und Westernhagen, obwohl es von vielen belächelt wird, weil sie die Helden meiner eigenen Jugend sind, auf die ich früher auch schon in einer Art symbolischem Vatermord eingeschlagen habe. Ich empfinde nach allem eine große Freiheit, die Reaktionen auf meine Arbeit sind mir egaler geworden. Ich mache das alles zuallererst für mich selbst.

SPIEGEL: Was kann man von älteren Rockstars lernen?

Stuckrad-Barre: Die Hauptsache ist, dass man es hinkriegt weiterzumachen. Aus Krisen zu lernen. Dass man trotz aller Fehltritte und Peinlichkeiten weiter diesen unbedingten Spaß daran hat, sich immer wieder neu hinzustellen und auszurichten - eben seine Arbeit zu tun.

SPIEGEL: Herr Stuckrad-Barre, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Das Gespräch führten SPIEGEL-Mitarbeiter Christoph Dallach und Redakteur Wolfgang Höbel. * Benjamin von Stuckrad-Barre: "Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft. Remix 2". Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln; 480 Seiten; 12,90 Euro.

DER SPIEGEL 22/2004
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DER SPIEGEL 22/2004

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