24.05.2004

TV-STARS

Verblassender Bohlen

Die Medienkarriere von Dieter Bohlen befindet sich nach einem Allzeithoch im vergangenen Jahr offenbar im Sinkflug: Vor allem mit seiner Dauerfernsehpräsenz bei RTL in seiner Rolle als Juror und Musikproduzent von "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS") hatte Bohlen sich ein neues Image als "Pop-Titan" verpassen lassen und gern verkündet: "Fernsehen ist mein Medium." Das sieht man bei RTL offenbar nicht mehr so: Es befindet sich kein Show-Projekt mit Bohlen in konkreter Entwicklung. Schon gar nicht ist von dem einst geplanten Bohlen-TV die Rede. "Das Thema Bohlen ist durch", heißt es bei RTL. Festhalten wird der Sender an einem Bohlen-Zeichentrickfilm, den die Kölner co-produzieren, allerdings herrscht senderintern Skepsis über die Erfolgschancen des Projekts. Zugleich schwindet auch der musikalische Einfluss Bohlens: Sogar Alexander Klaws, Gewinner der ersten "DSDS"-Staffel, setzt nicht mehr allein auf Bohlen: Ein norwegisches Team produzierte seine im Juni erscheinende neue Single. Am neuen Album, das wenig später erscheinen und facettenreicher als der Vorgänger klingen soll, arbeiten verschiedene Autoren und Produzenten. Auch Elli Erl, die Gewinnerin der von Michelle Hunziker moderierten zweiten "DSDS"-Staffel, hatte klar gemacht, dass sie mit Bohlen nicht zusammenarbeiten will: Sie hat sich nun mit dem Produzenten der deutschen Erfolgs-Rocker Guano Apes zusammengetan.


DER SPIEGEL 22/2004
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