21.06.2004

MANAGERCordes ist Favorit bei Mercedes-Benz

Bei DaimlerChrysler läuft zwar noch immer der interne Wettlauf um die Nachfolge von Mercedes-Benz-Chef Jürgen Hubbert. Die meisten Kandidaten haben aber nur noch geringe oder gar keine Chancen. Forschungschef Thomas Weber, vergangene Woche als möglicher neuer Chef genannt, könne die Marke nicht ausreichend repräsentieren und habe ein zu geringes Profil, sagen Vertraute von Konzernchef Jürgen Schrempp. In der engeren Wahl war dagegen Smart-Boss Andreas Renschler, doch gegen den hat Betriebsratsvorsitzender Erich Klemm Bedenken. Und gegen den Widerstand des einflussreichen Arbeitnehmervertreters will Schrempp den wichtigen Posten nicht besetzen. Chrysler-Chef Dieter Zetsche würde gern das Steuer bei Mercedes-Benz übernehmen. Aber Schrempp verdächtigt ihn, den Aufstand der Vorstände gegen ein weiteres Engagement bei Mitsubishi angestachelt zu haben. Deshalb hat Zetsche kaum eine Chance auf den begehrten Posten. Eckhard Cordes hingegen, der ebenfalls Interesse signalisiert hat, kann er kaum verwehrt werden. Cordes hat die Nutzfahrzeugsparte erfolgreich saniert und ist einer der wenigen Manager, denen Schrempp im Vorstand noch vertraut. Bei der Abstimmung über Mitsubishi, bei der sich acht Vorstände gegen weitere Engagements ausgesprochen hatten, war Cordes einer von zweien, die sich auf Schrempps Seite geschlagen hatten.

DER SPIEGEL 26/2004
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