21.06.2004

Franz Müntefering

Franz Müntefering , 64, SPD-Vorsitzender, ist trotz der Krise seiner Partei gern gesehener Partygast, selbst im CSU-beherrschten Bayern. Neulich erhielt der SPD-Chef eine schriftliche Einladung zum Sommerfest einer Wohngemeinschaft in der bayerischen Provinz. Die sechs jungen Leute aus Brunnhofen, alle parteilos, wollten den "Sehr geehrten Herrn Müntefering (,Münte')" mit dem Hinweis auf Feuerchen, Bier und Country Potatoes auf ihren Bauernhof locken. "Wenn Sie kommen, können wir Sie leicht am Flughafen München abholen. Bitte Schlafsack mitbringen! Zelten im Garten kein Problem", hieß es in der Einladung. Nach nur sechs Tagen flatterte Münteferings Antwort in die WG - handschriftlich: "Liebe Brunnhofener! Die Einladung zu Ihrem unglaublich tollen Sommerfest hat mich gefreut, umso trauriger bin ich, dass das Schicksal mich am 19. Juni woandershin beordert hat. Viel Spaß miteinander!" Der ebenfalls eingeladene bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber beauftragte einen Referenten mit der Absage, legte dieser allerdings - ungebeten - auch Autogrammkarten von seiner Ehefrau Karin bei. Bundeskanzler Gerhard Schröder blieb dem WG-Fest unentschuldigt fern.

DER SPIEGEL 26/2004
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