Das ehemalige Gefallenenehrenmal Unter den Linden, das imSowjetsektor der Stadt liegt und dessen metallener Ehrenkranz mit den Bronzeleuchtern in der ersten Nachkriegszeit von Schrottdieben gestohlen wurde, soll jetzt von den kommunistischen Behörden wiederhergestellt werden. Ebenso sollen neben der Staatsoper Unter den Linden und am Wilhelmplatz, der von den Kommunisten heute "Ernst-Thälmann-Platz" genannt wird, die 1945 abgebauten Denkmäler von Feldherren der Freiheitskriege wieder aufgestellt werden. Im Zuge der Bemühungen der Kommunisten, sich die preußische Tradition für ihre Zwecke nutzbar zu machen, wurden in den Ostberliner Unterkünften der Volkspolizei schon vor längerer Zeit Bilder von Scharnhorst, Gneisenau, Blücher und Schinkel, der den "Preußischen Stil" Berlins geformt habe, aufgehängt.
DER SPIEGEL 6/1956
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