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23. August 2004 Betr.: Titel

Kaum ein Gebäude der Nazi-Zeit hat so viel Interesse auf sich gezogen wie der Führerbunker in Berlin, in dem Adolf Hitler seine letzten Wochen verbrachte. Hier heiratete der Diktator neun Tage vor Kriegsende seine Geliebte Eva Braun, kurz darauf brachten sich die beiden um. Die ersten Bunkertouristen waren die Soldaten der Siegermächte. Auch der britische Premier Winston Churchill stieg in die Betongruft hinab. 1947 sprengten die Sowjets Teile der Anlage; die SED ließ 1988 die Reste fast vollständig entsorgen. Für seinen Spielfilm über das Ende des "Dritten Reichs" ("Der Untergang"), der am 16. September anläuft, musste Filmproduzent Bernd Eichinger, 55, Hitlers Quartier neu errichten. Major Bernd Freiherr Freytag von Loringhoven, 1945 oft Teilnehmer der Lagebesprechungen im Bunker, war "überrascht von der Genauigkeit des Nachbaus", wie er Titel-Autor Klaus Wiegrefe, 39, versicherte. Wiegrefe sprach auch mit Hitlers Leibwächter Rochus Misch, 87, dem Einzigen, der noch über die letzten Stunden des Diktators Auskunft geben kann: "Er wirkte sehr gefasst" (Seite 52).


DER SPIEGEL 35/2004
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