Nikotinpflaster und ähnliche Ersatzprodukte sollen den Rauchern beim Aufhören helfen. Dabei haben Männer offenbar bessere Chancen als Frauen. Das haben Forscher der Texas-A&M-Universität in College Station bei Houston herausgefunden. Sie untersuchten die Rückfallquoten von ehemaligen Rauchern, die sich zuvor einer Nikotin-Ersatz-Therapie unterzogen hatten, und stellten fest, dass nach einem Jahr deutlich mehr Männer standhaft geblieben waren als Frauen. Zunächst ließ der Erfolg der Therapie bei beiden Geschlechtern gleich stark nach. Drei bis zwölf Monate nach Ende der Therapie griffen jedoch deutlich mehr Frauen wieder zur Zigarette. Frühere Studien haben gezeigt, dass Frauen weniger wegen der Wirkung des Nikotins qualmen, sondern vielmehr, weil sie sich vom Rauchen Vorteile versprechen, etwa dass dadurch Sozialkontakte erleichtert werden. Die Wissenschaftler raten Frauen deshalb, Nikotin-Ersatzprodukte mit einem Anti-Raucher-Seminar zu verbinden. Diese sind darauf angelegt, weit verbreitete Ansichten wie "Rauchen hält schlank" oder "Rauchen beruhigt" zu widerlegen.
DER SPIEGEL 35/2004
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