Wolkenkratzer haben auch nach den Terroranschlägen auf das New Yorker World Trade Center (WTC) am 11. September 2001 kaum an Attraktivität verloren. Das ergab eine interne Langzeitbefragung von Hochhausmietern durch die Münchner Allianz-Versicherung. Danach bevorzugen 80 Prozent der Befragten auch nach dem WTC-Einsturz, der allein in New York 1200 Unternehmen lahm legte und 150 000 Beschäftigte zeitweise oder dauerhaft den Job kostete, weiterhin den Standort Hochhaus gegenüber normalen Bürogebäuden. Als Gründe wurden bevorzugte Lage und gutes Image angegeben. Auch die Tatsache, dass erst seit der WTC-Katastrophe die Versicherer den totalen Einsturz von Hochhäusern bei der Kalkulation der Versicherungsprämien berücksichtigen, hält den Drang in die Höhe vor allem im asiatischen Raum nicht auf. Dabei ist nach Meinung der Versicherer die Gefahr des Totalverlusts trotz höheren Risikobewussteins aller Beteiligten nicht gesunken. Terroristische Angriffe wie am 11. September in New York, so die Sicherheitsexperten des Allianz-Zentrums für Technik, "lassen sich durch aktive oder passive Bau- und Sicherheitsmaßnahmen generell nicht verhindern".
DER SPIEGEL 35/2004
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