Schimon Peres , 81, ehemaliger israelischer Premier und vielfacher Minister, zeigt als Parlamentsabgeordneter nur noch gebremsten Einsatz. Beim jüngsten offiziellen Bericht über den Arbeitseifer der Parlamentarier rangiert der Politiker mit einer der längsten Karrieren in Israel unter den eher müßigen Abgeordneten. Seit Beginn der Parlamentsperiode im Februar 2003 reichte er nur einen einzigen Antrag ein. Auch seine Anwesenheitsquote von gerade mal 69 Prozent der Sitzungszeiten gehört zu den niedrigsten in der ganzen Knesset. Der als guter und ausdauernder Rhetoriker geschätzte Parteichef der Arbeitspartei brachte es im Plenum zwar auf 26 Reden - damit liegt er aber weit hinter den Spitzenreitern zurück, dem arabischen Abgeordneten Abdulmalik Dehamsche mit 330 Reden und dem ultraorthodoxen Schas-Politiker Nissim Zeev mit 288.
DER SPIEGEL 35/2004
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