Es ist ein Fall, der Deutschlands Steinzeitforscher noch eine Weile beschäftigen könnte: Der Frankfurter Anthropologe Reiner Protsch von Zieten soll jahrelang Knochenfunde falsch datiert haben, wie der SPIEGEL berichtet hatte. Nun hat die Universität Frankfurt reagiert und am gestrigen Dienstag offiziell eine interne Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten beauftragt, die Causa Protsch zu untersuchen. Der Vorwurf: Der Frankfurter Forscher hatte eine Reihe wichtiger, angeblich jungpaläolithischer Fundstücke mit der so genannten C-14-Methode untersucht - und sei dabei zu falschen Ergebnissen gekommen.
DER SPIEGEL 35/2004
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