06.04.1955

MUSIK / VALENTE Stimme wie ein Instrument

Mit voller Kraft schlug der Filzhammer auf den Bronzebuckel, es gongte gewaltig, und ein kleines Schallbeben durchzitterte den Saal. Der künstliche Kanonenschlag, abgefeuert auf einer der größten Rundfunkbühnen Hollywoods vor den gierigen Mikrophonen eines der größten amerikanischen Sendernetze, war der Schallpunkt, der einen Riesenerfolg akustisch flxierte: Der Schlager "The Breeze and I" wurde mit diesem Ritual funköffentlich und feierlich zum "großen kommenden Hit" (Erfolgs-Schlager) erklärt.
Der Gongschlag markierte drastisch und alarmierend den Höhepunkt eines für die Begriffe amerikanischer Schlagerindustrieller unerhörten Geschehens: der künftige "Schlager-Schlager", dem er galt, kam aus Deutschland; ein deutsches Orchester - Werner Müller vom Rias Berlin - hatte die Platte bespielt und eine paßdeutsche Sängerin hatte sie besungen: Caterina Valente.
Die 24jährige, beim Mannheimer Meldeamt als Bürgerin der Stadt registrierte Caterina Valente war irgendwo unerkannt unter den Zuschauern und -hörern im Sendesaal, als Disc-Jockey*) Peter Potter seine in Amerika millionenfach gehörte "Hit-Sitzung" eröffnete. Bei solchen Hit-Sitzungen werden im Sendesaal besonders erfolgversprechende Schlager vor einer Jury aus Fachleuten vorgespielt. Der Beifall des Publikums wird elektroakustisch gemessen, die Jury gibt ihren fachlichen Kommentar. Zu dem Kollegium, das über das neueste Stimm-Produkt der Amerika-Besucherin Valente zu Gericht saß, gehörten auch Ella Fitzgerald, die berühmte Jazz-Sängerin, und der Meister des "progessiven" Jazz, Stan Kenton (SPIEGEL 38/1953).
Als Kenton die deutsche Aufnahme gehört hatte, war er - und mit ihm das Publikum - offenkundig begeistert. Die große Ella Fitzgerald faßte ihr Urteil über "The Breeze and I" in die schlichte Formel: "Mir gefällt das." Disc-Jockey Potter wollte Genaueres wissen: "Warum?" Und Ella: "Weil ich gute Sängerinnen liebe."
Das war, aus dem Munde einer fast schon sagenhaften Gestalt des Jazz, wie eine Dekoration von allerhöchster Hand für die Valente, von der weder Publikum noch Jury wußten, daß sie im Sendesaal war. Erst nach ihrem Hit-Sieg wurde sie unter großem Hallo aufs Fernseh-Podium geholt und von Stan Kenton sofort mit der Frage nach seinem "guten alten Freund Edelhagen" (SPIEGEL 43/1952) begrüßt.
Die amerikanische Schallplattenfirma Decca, die über die amerikanischen Rechte der Valente-Produktion verfügt, startete sofort eine Publicity-Kampagne für "The Breeze and I". Dabei konnte sich die Decca an einen anderen, den ersten Valente-Erfolg in Amerika anhängen: an "Malaguena", eine gleichfalls in Deutschland produzierte Aufnahme, von der die Decca in ganz kurzer Zeit über 400 000 Stück verkauft hat.
Das ist im amerikanischen Schlagergeschäft noch keine besonders außergewöhnliche Verkaufszahl. Das Überraschende an diesem Erfolg war weniger die Zahl der verkauften Platten als vielmehr
die Tatsache, daß es sich um eine deutsche Produktion handelte, mit einer Sängerin, die in Amerika bis dahin überhaupt keinen Namen hatte und auch in Deutschland erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit bekannt ist. Am erstaunlichsten aber war, daß hinter diesem "hit", diesem Großerfolg im Schlagergeschäft, nicht - wie sonst brancheüblich - die massierte Reklamemacht stand, sondern daß die Aufnahme gegen die Passivität der amerikanischen Schlagerindustriellen, die für deutsche Stars bisher wenig taten, sozusagen aus eigener Kraft das Interesse des Publikums auf sich zog. Die Vorgeschichte des "Malaguena"-Erfolges macht das ganz deutlich.
Der deutsche Musik-Verleger und Schlager-Autor Ralph Maria Siegel hatte seinem amerikanischen Vertragspartner, dem Verleger Herbert E. Marks, bei einem Besuch eine Schallplatte der deutschen Plattenfirma Polydor mitgebracht. Es handelte sich um die von Siegel betextete, von Caterina Valente gesungene Melodie "Malaguena" aus der Suite "Andalucia" des kubanischen Komponisten Ernesto Lecuona. Marks lancierte die Aufnahme mit Hilfe einiger einflußreicher Disc-Jockeys in mehrere Rundfunk-Programme.
Wenige Tage später meldeten zahlreiche Schallplattenhändler starke Nachfrage nach einer Sängerin Caterina Valente, von der bis dahin niemand aus der Branche etwas gehört hatte. Erst dadurch wurde die Decca aufmerksam. Sie entsann sich, daß die Valente zu den Künstlern ihres deutschen Vertragspartners Polydor gehört, und warf in kürzester Frist über hunderttausend blitzgepreßte "Malaguenas" auf den Markt.
Die Decca mußte schleunigst nachpressen, die Nachfrage hielt unverändert stark an. Sie liegt heute mit einer Verkaufszahl von annähernd einer halben Million Stück in der Größenordnung der absoluten Best-Seller auf dem deutschen Schlagermarkt.
Wie dieses plötzliche Interesse ausgerechnet an einer Aufnahme aus dem Land der "Schnulzen" mit seinem lange Zeit unerreicht niedrigen Schlager-Niveau zustande kam, läßt sich heute zumindest teilweise erklären. Den Amerikanern imponierten an der Aufnahme zunächst einmal die natürlichen Hall-Effekte, die mit den sonst meist allein verwendeten, in Studio-Hallräumen technisch erzeugten Hall-Effekten gemischt wurden. Deshalb wurde die Platte unter dem neuesten Slogan "Hi-Fi" rubriziert ("High Fidelity": soviel wie "naturgetreue Wiedergabe").
Dazu kommt der besondere Klang des Rias-Tanzorchesters. Werner Müllers Streicher haben die amerikanischen Spezialisten auf diesem Gebiet außer Fassung gebracht. Ein Fachmann wie Stan Kenton, ein abenteuerlustiger Klang-Experimentator also, tippte darauf, daß mindestens hundert Mann musizieren müßten, um einen derart voluminösen, intensiven Streicherklang zu erzielen. Er vertippte sich schwer: Werner Müller hat nicht viel mehr als dreißig Streicher in seinem Orchester. Aber er produziert verschiedene Streicherparts und kopiert sie dann übereinander auf ein einziges Tonband.
Damit erzielt er einen - von der natürlichen Hallwirkung noch verstärkten - Effekt, der in Amerika als "new sound", als der ständig gesuchte neue Klang empfunden wurde. Die amerikanische Musikindustrie leidet seit etwa einem dreiviertel Jahr an einer "Produktionsschwäche": es fehlt ein neuer "sound". Die deutsche "Malaguena" stieß also mit ihrem "sound" in ein Vakuum hinein.
Die Decca bestellte auf den "Malaguena"-Erfolg hin bei der deutschen Polydor sofort vier weitere, im "sound" ähnliche Valente-Aufnahmen mit dem ausdrücklichen Wunsch nach dem Streicher-Klang Werner Müllers. Trotzdem produzierte die Polydor nur zwei der gewünschten vier Titel mit Werner Müller - darunter die 20 Jahre alte Lecuona-Melodie "Andalucia", die unter dem englischen Titel "The Breeze and I" herauskam. Die beiden anderen - darunter Cole Porters berühmte Melodie "Begin the Beguine" - wurden mit dem Orchester Kurt Edelhagen und den Streichern des Kölner Orchesters Adalbert Luczkowski aufgenommen. Das hatte nicht zuletzt seinen Grund in der begreiflichen Anhänglichkeit Caterina Valentes an die Edelhagen-band, bei der sie ihre Laufbahn begonnen und ihren ersten Ruhm geerntet hatte.
Im Spätherbst 1953 meldete sich beim Südwestfunk in Baden-Baden, wo Kurt Edelhagen seinen festen Sitz hat, ein Mädchen mit dem gänzlich unbekannten Namen Caterina Valente zum Vorsingen. Edelhagen, der seit Jahren eine Sängerin suchte, war zwar skeptisch, sagte aber zu.
Die Bewerberin lehnte die zur Begleitung angebotene kleine Besetzung ab und bat nur um eine Gitarre. Während Edelhagen und zwei seiner Musiker in der Steuer-Kabine gewohnheitsmäßig auf "halbes Ohr" schalteten, stellte sie sich allein auf die breite leere Bühne des Unterhaltungs-Studios I und begann. Nach den ersten Takten von "All of me" waren die drei Prüfer bereits ganz Ohr und starrten erstaunt durch die trennende Glasscheibe. Am Ende des Stücks hatte sich die ganze Edelhagen-Mannschaft in der Kabine versammelt.
Edelhagen war verblüfft, aber immer noch skeptisch: das sei vielleicht eine besonders raffiniert einstudierte Nummer gewesen, meinte er und schlug dem Mädchen mit der Gitarre vor, ein paar
andere Stücke zu singen. Die Valente sang zu ganz zurückhaltend gesetzten Gitarrenakkorden alles mit der gleichen Perfektion, etwa sieben oder acht Titel. Danach wußte Edelhagen, daß er eine Sängerin entdeckt hatte, die wenige Monate später ein Star sein würde.
Mit dem Orchester Kurt Edelhagen und den aus den Solisten der Big-band gebildeten "All stars" hat Caterina Valente zuerst und in der Folgezeit immer wieder Jazz gesungen. Das ist eine sehr spezielle, "instrumentale" Sing-Art, die nur von ganz wenigen Musikern beherrscht wird. Denn wer mit den Saxophonen, Trompeten oder Posaunen wettstreiten will - und gerade darauf beruht im Prinzip der Jazz-Gesang - , braucht ein möglichst bewegliches Stimm-Material, das sich ungestraft instrumental strapazieren läßt.
Diese Instrumental-Imitation zeigt sich beispielsweise in der Art des gewolltintuitiven und deshalb nur scheinbaren "Falsch" singens, der auch von den Jazz-Bläsern geübten spannungschaffenden Technik des Heranschraubens an den angezielten Ton, der erst ganz zuletzt erreicht wird. Ein weiteres Merkmal ist die mit den Instrumenten parallel laufende Vokal-Improvisation - "Scat-Vocal" genannt - , die wort- und notenfreie Variation über ein Grundthema. Erste Voraussetzung für all das ist neben der Stimme unbedingte Musikalität.
Damit kann Caterina Valente aufwarten. Wenn sie Jazz singt, kommt es immer wieder vor, daß sie über Themen improvisiert, die sie vorher noch nie gehört hat. Sie wartet dann ein oder zwei Minuten ab, bis sich ihr die Melodie eingeprägt hat, und "musiziert" danach mit ihrer Stimme ohne Text, zusammenhanglose Silben aneinanderreihend.
Dazu schrieb der international anerkannte englische Jazz-Experte Ernest Borneman: "Das ist die Art von Jazzgesang, die ich nur von Ella Fitzgerald kenne - aber Caterina steht ihr nicht viel nach. Sie ist eine der großen Entdeckungen, die ich in Deutschland gemacht habe. ...Ich habe - abgesehen von sechs oder sieben amerikanischen Spitzenstars - noch keine Sängerin gehört, die so natürlich phrasiert, mit so viel ''swing'' und instrumentaler Beweglichkeit."
Durch die Südwestfunk-Sendung "Jazz-Time Baden-Baden" kam Caterina Valente zu ihrem ersten internationalen Auftritt als Jazz-Sängerin: beim Pariser "Salon International du Jazz" im Juni 1954, dem Treffen der besten Jazzmusiker des Kontinents und vieler amerikanischer Spitzenstars. Damals gab es in der Salle Pleyel, dem historischen Pariser Konzertsaal, den bisher einzigen Mißerfolg der Valente.
Der Auftritt des deutschen Orchesters Kurt Edelhagen vollzog sich in einer merkwürdig gespannten Atmosphäre. Die Toleranz der internationalen Jazzwelt hatte sich mit dem Deutschland-Ressentiment der Franzosen seltsam gemischt. Aber die Präzision der Edelhagen-Musiker siegte zunächst buchstäblich spielend über die lauernde Aversion.
Dann kam die noch ganz unbekannte Caterina Valente. (Veranstalter Charles Delaunay: "Was, Sie wollen hier Lieder singen? Sie haben aber Courage!") Sie hatte zwei Stücke zu singen. Das erste war ein schneller, swingender Blues mit wortlos aneinandergereihten Vokal-Improvisationen. Die Salle Pleyel tobte vor Begeisterung. Die Valente wollte diese Zustimmung produktiv machen und wählte deshalb als zweites ein Stück des Blues-Sängers Jimmie Rushing aus den dreißiger
Jahren, bei dem das Publikum im Wechselgesang mit der Solistin mitwirken muß.
Dadurch aber rutschte der Jazz-Charakter der Darbietung ein wenig ins Schlagermäßige ab. Das war der erste Fehler. Den zweiten machte Caterina Valente, als sie den jugendlichen Jazzfans in fließendem Französisch erklärte, daß sie, bitte, mitzusingen hätten.
Damit hatte sie die Sensation, daß ein deutsches Mädchen - und darin sehen die Franzosen zuerst allemal ein weibliches Wesen des Typs "Gretchen" - so jazzmäßig singen könne, selbst zerstört. Noch bevor die Valente das zweite Stück begann, gab es die ersten "Buh"-Rufe. Ressentiment und Komplex hatten innerhalb weniger Sekunden die Begeisterung in erbitterte Ablehnung verkehrt. Als Caterina Valente endlich zu Ende kam, war der Saal ein Hexenkessel.
"Jazz-Hot" aber, die maßgebende französische Jazz-Zeitschrift, schrieb: "Das Orchester Kurt Edelhagen hat uns in der Person von Mlle. Valente mit einer überraschenden Sängerin bekannt gemacht, die kaum ein Äquivalent auf dem Kontinent haben dürfte." Die in Scharen zum "Salon du Jazz" nach Paris gekommenen Experten überschütteten die Valente noch unter den "Buh"-Rufen der Jungfranzosen mit Lobeshymnen und mit Vertragsangeboten.
Die hatte Caterina Valente jedoch längst von der Schlagerindustrie erhalten. Schon bald nach ihrem Baden-Badener Debüt hatte die von Edelhagen alarmierte Schallplattenfirma Polydor mit der Valente Probeaufnahmen gemacht.
Hier bestätigte sich die alte Erfahrung, daß es vom Jazz herkommende Sänger im kommerziellen Betrieb meist leichter haben; der umgekehrte Fall ist viel seltener. Die stimmtechnisch maßvollen Anforderungen der Schlagerproduktion machen den Gesangs-"Instrumentalisten" kaum Mühe. An Präzision und reiner Musikalität sind sie den "Troubadours der Liebe" ohnehin überlegen.
Bei der Valente kommt das Temperament hinzu. Nicht zufällig wurde sie in Amerika zuerst durch die "spanisch" rhythmisierte "Malaguena" bekannt. Der Valente-Typ lag zu diesem Zeitpunkt modisch richtig. Spanisch-südamerikanische Tänze, wie Rumba, Mambo und Bajo, sind im Ausland schon länger Mode als in Deutschland.
Nun mangelte es in Amerika nicht etwa an Arrangements der Malaguena-Melodie: Eine amerikanische Fachzeitschrift schrieb, daß es bereits 347 Aufnahmen dieses beliebten südamerikanischen Liedes gebe. Aber die beste sei die 348. - die mit Caterina Valente.
Die Platte erregte viel Aufsehen. "Wie international kannst du werden?" fragte bei Gelegenheit einer Valente-Besprechung die amerikanische Fachzeitschrift "Cash Box" in einem enthusiastischen Artikel, in dem die "Millionen-Streicher" des Rias-Tanzorchesters fälschlicherweise für Österreicher gehalten wurden. (Die Wiener Streicherkultur ist in der Musik ein Begriff.)
Begeisterte "Malaguena"-Kritiken veröffentlichten die beiden maßgebenden amerikanischen Musikzeitschriften "Variety" und "Billboard". Die deutsche "Malaguena"-Aufnahme mit Caterina Valente, schrieb "Billboard", falle ganz aus dem Rahmen des in Amerika Gewohnten. "Variety" drückte sich noch deutlicher aus: "''Malaguena'' möge den amerikanischen Plattenmarkt ''reinfegen''".
Damit öffnete sich für die Valente der Weg nach Amerika. Die Millionen-Zeitschrift "Life" schickte einen ihrer Starphotographen, der sie drei Tage lang auf Schritt und Tritt verfolgte und mehr als 500 Aufnahmen machte. In Mannheim wurde speziell für den amerikanischen Photographen ein öffentliches Auftreten Caterina Valentes organisiert, damit der "Life"-Mann sie auch auf der Bühne und vor dem Publikum photographieren konnte.
Inzwischen liefen die ersten verlockenden Kontrakt-Angebote aus Übersee ein, zunächst auf seltsame Art. Eines Abends rief
in der Mannheimer Wohnung der Valente eine gewisse Margit Bieler aus New York an, wie sich später herausstellte, ein 20jähriges Mädchen. Die Bieler offerierte ohne Umschweife eine Amerika-Tournee, wurde aber an den Valente-Agenten Lorenz K. W. Reich verwiesen.
Doch Margit Bieler wollte ihre Geschäfte direkt mit Caterina Valente machen. Sie rief immer wieder von neuem aus New York an und bot jedesmal höhere Summen. Diese Hartnäckigkeit imponierte sogar dem erfahrenen Konzertunternehmer Reich. Vor allem imponierte die absolute Sicherheit, mit der Miß Bieler von dem Amerika-Erfolg der Valente überzeugt war. Miß Bielers Anrufe ereigneten sich nämlich noch vor dem "Malaguena"-Erfolg, als noch niemand in Amerika auch nur Caterina Valentes Namen kannte. "Ihr Riecher ist phänomenal", kommentierte Reich die Fähigkeiten des managenden Mädchens Margit.
Als es der Bieler schließlich gelang, entsprechende Referenzen und Garantien vorzuweisen, begann Reich, das Angebot ernst zu nehmen. Drei Möglichkeiten standen zur Auswahl: ein Vertrag über 10 000 Dollar wöchentlich für ein Gastspiel in einem Millionärs-Klub von Las Vegas, ein 5000-Dollar-Kontrakt des fashionablen Waldorf-Astoria-Hotels in New York und ein 2500-Dollar-Gebot für einen Zehn-Minuten-Fernseh-Auftritt bei der mächtigen National Broadcasting Company (NBC) in Hollywood.
Reich wählte für die Valente die zwar niedrigstdotierte, aber solideste Möglichkeit aus: den Fernseh-Auftritt. Denn das bedeutete, daß seine Sängerin im beliebtesten aller amerikanischen Fernseh-Programme auf einen Schlag von 50 bis
60 Millionen Menschen gesehen würde. Das Programm war die sogenannte "Comedy Hour" der Zahnpasta-Firma Colgate*).
Diese "Comedy Hour" ist eines der wenigen "Coast-to-Coast" (von Küste zu Küste) -Programme, die zwischen Pazifik und Atlantik von sämtlichen Fernsehstationen des Riesen-Sendernetzes der NBC ausgestrahlt werden. Sendezeit: Sonntag, abends 20 Uhr. Weil aber die Zeitdifferenz zwischen Hollywood und New York mehrere Stunden beträgt, muß das Programm in Wirklichkeit von den einzelnen Sendern des NBC-Netzes ausgestrahlt werden. So konnte Caterina Valente nach ihrer Show in Hollywood aus dem Studio ins Hotel fahren und sich dort selbst auf dem Bildschirm sehen.
Das war am 20. März dieses Jahres. Es war das erstemal, daß eine deutsche Sängerin für einen einzigen kurzen Auftritt im Rundfunk oder im Fernsehen aus Deutschland über den Atlantik geholt worden war. Selbst die an Sensationen gewöhnten Amerikaner empfanden das Außergewöhnliche der Situation. "Deutsche Sängerin reist 14 000 Meilen, um 10 Minuten zu singen" hieß eine oft variierte Schlagzeile.
Die Show, in der außer der Valente noch andere Solisten mitwirkten, kostete mehr als 120 000 Dollar: rund eine halbe Million Mark für 60 Fernseh-Minuten. Davon geht allerdings nur ein ganz geringer Teil als Gage an die Künstler. Die "Comedy Hour" ist so beliebt, daß sich selbst berühmte Stars erbieten, umsonst zu singen, nur um dabeizusein. Die an Caterina Valente außer den Reisespesen gezahlten 2500 Dollar liegen weit über allen anderen Honoraren,
die bisher von der "Comedy Hour" gezahlt wurden.
Bei ihrem Auftritt in der "Comedy Hour" sang die Valente zunächst ihre Erfolgs-Melodie "Malaguena" zu einer getreu nach der deutschen Aufnahme kopierten Orchesterbegleitung. Dazu tanzte ein Ballett spanisch-südamerikanische Rhythmen, und auch Caterina Valente produzierte sich zwischendurch tänzerisch. Ihre zweite Nummer war "The Breeze and I", gleichfalls aus der Andalucia-Suite von Lecuona, die dritte schließlich ein italienisches Lied, dessen Noten Caterina Valente erst wenige Stunden vor der Fernseh-Show erhalten hatte.
Obendrein war das Arrangement dieses Liedes noch zwei Minuten vor ihrem Auftritt geändert worden. Der Valente die Änderung zu erklären, war keine Zeit mehr geblieben. Zwar ging alles gut, aber die deutschen Gäste wiesen den Orchesterchef nach der Sendung darauf hin, daß es unverantwortlich sei, eine Änderung ohne Probe vorzunehmen. "Ich hätte es auch bei keiner anderen Sängerin gewagt", antwortete der Kapellmeister, der die Valente erst am Morgen desselben Tages kennengelernt hatte.
Er war nicht der einzige Fachmann, den die Valente durch ihre universale Musikalität verblüffte. Der schwarze John Bubbles, Lehrmeister von Fred Astaire und anderen Tänzern der amerikanischen Spitzenklasse, verglich ihr Step-Tanztalent mit dem von Eleanor Powell. Bubbles hat
mit Caterina Valente die Tänze für ihren neuesten Film "Ball im Savoy" einstudiert.
Die Valente ist das, was man in der Fachsprache einen idealen "Performer" nennt. Die Fachleute in Hollywood wunderten sich über die Sicherheit der Valente vor der Kamera. Von Sängerinnen ist man im allgemeinen gewöhnt, daß sie über dem Singen alles andere vergessen. Die Valente aber ist auch im Auftritt so wie ihr Stimmtyp: kühl, unsentimental, kontrolliert. "Sie ist in jedem Augenblick da!" staunte ihr amerikanischer Fernseh-Regisseur. "So etwas habe ich noch nicht erlebt."
Das Phänomen erklärt sich leicht. Der Conférencier der "Comedy Hour", der in Amerika sehr bekannte Sänger Gordon McRae, konnte die Valente ohne Waschzettel-Übertreibung als "singende Verkörperung der Vereinten Nationen" ankündigen: deutscher Staatsangehörigkeit, in Paris geboren, italienischer Abstammung, in Spanien aufgewachsen, sechs Sprachen beherrschend (Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Schwedisch).
Caterina Valente stammt aus einer alten Artisten-Familie. Ihre Mutter Maria Valente ist heute noch ein Star, in Fachkreisen bekannt als "der Welt bester weiblicher Clown", als "weiblicher Grock". Der Vater, ein in Italien geborener Spanier, trat unter dem Künstlernamen "di Zazzo" als Akkordeon-Virtuose auf.
Auch die anderen Mitglieder der Familie haben Zirkusblut: Caterinas Bruder Pietro ist in Varietékreisen als einer der "zwei Willings" bekannt; er trat zusammen mit seiner klavierspielenden Schwester Nina auch als Geiger auf. Der andere Bruder, Silvio, ist musikalisch so polyglott wie Mama, die sich rühmt, 33 Instrumente zu spielen.
Die Valentes reisten jahrelang als artistisches Familienunternehmen in einem riesigen umgebauten Cadillac durch die Lande. Die Mutter steuerte resolut nicht nur die pompöse Tourneekutsche, sondern auch alle anderen Angelegenheiten der Ihren. Caterina besuchte schon im vierten Lebensjahr eine russische Ballettschule in Paris, produzierte sich mit fünf Jahren auf der Hawaii-Gitarre und wirkte als Gitarristin im Familien-Sextett.
Dabei war die Mama der eigentliche Star, alle anderen Familienmitglieder hatten sie zu unterstützen.
Dieses matriarchalisch organisierte Unternehmen geriet nur durch die Kriegsereignisse etwas in Unordnung. 1943 wurden die Valentes im Berliner Wintergarten ausgebombt. 1944 wurden Papa und Bruder Silvio als Bauarbeiter kriegsdienstverpflichtet. Schwester Nina kam in ein Rüstungswerk, während Mama Maria und Tochter Caterina als Hausfrau und -tochter reklamiert wurden.
In Essen kam die größtenteils kriegsdienstverpflichtete Familie wieder zusammen. Dort arbeitet die 13jährige Caterina zwischendurch als Dienstmädchen. Durch einen Freund entkamen die Valentes schließlich nach Breslau, wo die "totale Mobilmachung" noch nicht ausgerufen und artistische Arbeit noch erlaubt war. Als sich die Russen näherten, wurde auch in der Festung Breslau "produktive Arbeit" verlangt. Mutter Maria und Tochter Caterina wurden Garderobenfrauen, Vater Josef verkaufte Zigaretten aus einem Bauchladen und Bruder Silvio leistete sonstige Dienste - alle im selben Restaurant.
Als dann die Russen da waren, betätigten sich Maria und Caterina Valente als Krankenschwestern in einem Ausländerlager. Sie bestanden darauf, nach Frankreich zurücktransportiert zu werden. Man pferchte sie in einen Zug, der sie nach Odessa bringen sollte. Von dort sollte es dann per Schiff nach Frankreich weitergehen. In der Ukraine ging die Lokomotive "kaputt".
Ein riesiges Lager wurde aus dem Boden gestampft. Die Valente-Familie, der es wiederum gelungen war, beisammen zu bleiben, organisierte sofort ein Lager-Theater. Bald spielten sie auch vor russischem Publikum und erhielten - trotz ihrer jazzdurchtränkten Auftritte - ausgezeichnete Angebote, ständig in Rußland zu bleiben. Aber sie wollten nach Frankreich.
Drei Monate später war die Lokomotive "wieder in Ordnung". Der Zug fuhr dieselbe Strecke zurück bis nach Breslau. Von dort schlugen sich die Valentes schließlich nach Paris durch und begannen unverzüglich wieder das alte Artisten-Leben in den Varietés Frankreichs und bald auch wieder
der anderen Länder Europas. Wieder war Mama ein Weltstar. Für Caterina, die schmächtige Statistin im Akt des "weiblichen Grock" Maria Valente, interessierte sich niemand - ausgenommen der Jongleur Erik van Aro.
Van Aro hatte die Valentes bei einem gemeinsamen Engagement im Hamburger Hansa-Varieté-Theater kennengelernt. Im November 1952 heiratete Caterina Valente gegen den ausdrücklichen Wunsch ihrer Mutter den Erik van Aro. Sie wechselte zu dessen Jonglier-Akt über, war Eriks "Assistentin", wie der artistische Fachausdruck lautet, warf ihm in den Vorstellungen die Bälle und die Reifen zu, sorgte für die Requisiten und wurde wiederum von niemandem beachtet. Nicht einmal ihr Name stand im Programm.
Schließlich gelang es Erik van Aro, den Künstler-Agenten Lorenz K. W. Reich von den Fähigkeiten seiner Frau zu überzeugen. Aro und Reich bemühten sich fortan gemeinsam, ihr zu einem Start zu verhelfen. Es ist bezeichnend für die Stargläubigkeit der deutschen Veranstalter, daß sie damit lange Zeit keinen Erfolg hatten.
Erst 1953 gelang es den beiden, Frau Caterina im Zirkus Grock unterzubringen. Grock, der noch eine weibliche Nummer im Programm brauchte, lud sie zum Vorsingen ein und engagierte sie. Es war ihr erstes großes Einzel-Engagement.
Der Erfolg kam für alle unerwartet. In der Schweiz sang Caterina Valente selbst die besten Artisten des Zirkus-Programms an die Wand. Das war sensationell, denn in einem Zirkus haben Sänger und Sängerinnen von vornherein schlechtere Chancen als etwa Komiker und Akrobaten.
Damals, unmittelbar vor ihrer eigentlichen Entdeckung durch Kurt Edelhagen, zeigte sich zum erstenmal ihre universelle musikalische Begabung, die sich auf vielfache Art äußert. Allerdings führte ihre Musikalität sie zuerst zum Jazz, weil er musikalischer ist als der Schlager und weil ihr Temperament sich hier echter auswirken konnte.
Sie hatte in den Nachkriegsjahren vor amerikanischen Besatzungssoldaten viel Jazz gesungen, sich im übrigen aber ihre
Technik von der Schallplatte hergeholt. In einem Jazz-Schallplattentest des Südwestfunks, bei dem an Hand von Platten die Jazz-Kenntnisse der Teilnehmer geprüft wurden, stellte sie mit ihren sachverständigen Kommentaren selbst die nun wirklich beschlagenen Musiker des Edelhagen-Orchesters in den Schatten. Als Vorbild verehrt sie übrigens nicht so sehr Ella Fitzgerald, die heute von fast allen Jazz-Sängern zum Vorbild genommen wird, als vielmehr Billie Holliday, die in den dreißiger Jahren die wichtigste Jazz-Sängerin war.
Damals herrschte im Jazz der Swing-Stil. Merkmal: einfache unkomplizierte Melodielinien und streng tonale Akkorde über einem vitalen Rhythmus. Caterina Valentes Sing-Stil ist bis heute davon beeinflußt, nicht nur wenn sie Jazz singt, sondern auch in ihren Tanzmusik- und Schlageraufnahmen.
Allerdings wehrte sich Caterina Valente anfangs heftig dagegen, "merkantil" singen zu müssen. Schlagerkönig Kurt Feltz, der ihre erste Erfolgsplatte "O Mama" für die Polydor aufnahm, hatte einigen Widerstand zu überwinden; die Valente war gewohnt zu improvisieren. Dazu Kurt Feltz: "Es ist klar, daß ein Urtalent wie die Valente sich gegen meine Disziplin sträubt, wenigstens am Anfang. Aber sie hat gemerkt, daß ich ihr genug Freiheit lasse.
"Es gilt beim Schlager, auf den Punkt zu produzieren, das heißt: die Möglichkeiten einer Stimme und eines Sängers möglichst zu konzentrieren. Mit Improvisation kommt man nicht dazu - was nicht besagt, daß die fertige Aufnahme dann nicht doch wie improvisiert klingt."
Feltz verweist dabei auf seinen anderen großen deutschen Valente-Erfolg, Cole Porters "I love Paris" mit dem deutschen Titel "Ganz Paris träumt von der Liebe": "Man muß doch spüren, daß sie das nicht nur singt, um Geld zu verdienen, sondern weil es ihr Spaß macht."
Daß sich Kurt Feltz - unmittelbar nach der Entdeckung der Valente durch Edelhagen - lebhaft für sie interessierte, war auffällig, denn Feltz gilt in der Schlagerbranche als ein Mann mit untrüglicher Witterung für kommende Dinge, freilich
auch als "Schnulzenkönig". Dazu Feltz: "Die Leute übersehen völlig, daß Hawaii-, Feld-, Wald- und Heideschnulzen höchstens noch zehn Prozent meiner Produktion ausmachen."
"Ganz Paris träumt von der Liebe", meint Feltz, sei keine "Schnulze" mehr, obwohl noch altvertraute Elemente, wie Albert Vossens Harmonika-Soli, eingebaut sind.
Für Feltz, der die nachkriegsdeutsche Schnulze "entmachten" möchte, kam der romanische Stimmtyp der Valente im rechten Moment. Als romanisch erscheint neben ihrem "instrumentalen" Stimmcharakter, der sich für rhythmisch ungepfeffertes musikalisches Schmalz schlecht eignet, vor allem ihr Formgefühl. Feltz: "Sie versingt niemals", obwohl er sie nicht mit einem Korrepetitor arbeiten läßt.
"Ein musikalisches Urviech", nennt Feltz inoffiziell die Valente. "Eine reine Rarität: als Artistenkind ist sie von früh an in ganz Europa herumgekommen, und weil sie grundmusikalisch ist, hat sie alles, was sie hörte, wie ein Schwamm in sich aufgesogen: romanische, angelsächsische und deutsche Elemente. Aber als Sängerin bleibt sie ein romanischer Typ - eine äußerst seltene, überaus glückliche Mischung."
Mit ihr hofft Feltz, dem deutschen Schnulzengeschmack beikommen und zugleich weitere Einbrüche in die amerikanische Schlager-Autarkie erzielen zu können. ("Einige deutsche Gesangsstars werden schon unruhig. Sie fragen sich: Was geht hier vor?") Das wird allerdings ein Unternehmen auf lange Sicht sein. Doch die vertraglichen Voraussetzungen sind gegeben: Die Polydor, für die Feltz produziert, hat Caterina Valente noch bis 1958 fest unter Vertrag.
Das klärte wenigstens teilweise die geschäftliche Situation in Amerika. Denn Caterina Valentes Fernseh-Erfolg hatte für sie ungemein strapaziöse Folgen. Wenige Stunden nach der Sendung liefen die ersten Angebote ein. 20th-Century-Fox und Metro-Goldwyn-Mayer wollten sie für den Film verpflichten, der Millionärs-Klub von Las Vegas, der schon vier Wochen zuvor eine Wochengage von 10 000 Dollar geboten hatte, erhöhte sein Angebot auf 30 000 Dollar. London bot eine Rolle in der Cole Porter-Revue "Cancan", aus Paris kam ein Angebot des berühmten Revuetheaters "Folies Bergères". "Und Fernseh-Angebote", sagt Agent Reich, "bekamen wir so viel, daß wir uns kaum mehr retten konnten."
Auch Margit Bieler bemühte sich wieder heftig um die Valente. Sie sah die Chance ihres Lebens und war auf einen mehrjährigen Exklusiv-Vertrag aus.
Reich ist bisher auf keines der Angebote eingegangen: "Wir überlegen das, wenn wir in Europa sind", war seine stereotype Antwort. Die Schwierigkeit für die Valente liegt nämlich jetzt darin, daß sie durch ganze Bündel von Verträgen langfristig gebunden ist. Diese Verträge galten noch vor fünf Wochen als ausgesprochen günstig, heute sind sie überholt. Niemand - auch nicht Erik van Aro, der zuerst auf die Begabung seiner Frau setzte - hatte einen so schnellen Erfolg vorausgesehen.
Am 24. März kam Caterina Valente völlig erschöpft aus Amerika zurück. Sie traf um 17.15 Uhr auf dem Hamburger Flughafen ein, raste von Fuhlsbüttel nach Celle
und trat wenige Stunden später in einem bunten Abend der Konzertdirektion Hoffmeister auf. "Was du machst, ist Selbstmord", sagt ihr Mann. Aber die Verträge waren schon vor dem Blitzbesuch in Amerika abgeschlossen worden.
Bis Ende März war Caterina Valente mit der Hoffmeister-Tournee unterwegs. Vom 1. bis 20. April unternimmt sie eine Europa-Tournee für die "Allied Army Forces". Am 21. und 22. April kann sie zwei Schallplatten-Produktionstage für Trick-Aufnahmen bei Feltz einlegen.
Vom 23. bis 28. April hat sie eine Verpflichtung in Hannovers Aegi-Palast, anschließend eine weitere auf dem Messegelände der Niedersachsenhauptstadt. In den ersten Mai-Tagen folgen weitere Schallplatten-Aufnahmen, dann ist Caterina Valente für die "Jazz-Time Baden-Baden" verpflichtet, fährt anschließend nach Paris, soll dann zu einer weiteren Colgate-Hour nach Amerika und filmt vom 15. Mai bis zum 31. Juli bei der Berliner CCC. Es wird - unter dem wenig verlockenden Arbeitstitel "Große Starparade 1955" - der erste Film, in dem die Valente eine Hauptrolle spielt. Unmittelbar nach Schluß der Dreharbeiten könnte unter Umständen eine weitere Amerika-Verpflichtung zu einer großen Fernseh-Show "von Küste zu Küste" folgen.
Caterina Valente will aber auf keinen Fall für immer nach Amerika. Ihr Agent Lorenz K. W. Reich sagt dazu: "Europa bleibt bestimmt ihr ''Standort''. Mit Caterina Valente haben wir endlich auch in Deutschland eine Sängerin von dem Niveau, das etwa in Frankreich durch die besten Vertreter des Chansons oder in Amerika durch die eigentlichen Könner
des Songs garantiert ist. Schlager, wie die Valente sie singt, sind auch für das intellektuellste und anspruchvollste Publikum akzeptabel. Das schafft eine ganz neue Situation auf dem deutschen Schlagermarkt."
Gitarre genügt Mißerfolg am Anfang Die Clowns-Familie
*) Wörtlich: "Platten-Jockey", amerikanische Bezeichnung für die Schallplatten-Referenten der Sender.
*) Alle amerikanischen Fernsehprogramme werden von großen Firmen finanziert, die dabei Reklame für ihre Erzeugnisse machen

DER SPIEGEL 15/1955
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