28.02.2005

TSUNAMIDas schwarze Loch

Immer noch weiß niemand, wie viele Menschen am 26. Dezember wirklich gestorben sind auf den Andamanen und Nikobaren. Die Inselgruppe ist ein Außenposten Indiens fernab der Zivilisation im Ozean, nicht weit entfernt vom Zentrum des Erdbebens.
Car Nicobar, Andamanen und Nikobaren, 6.30 Uhr (8.00 Uhr Sumatra-Zeit)
Alle haben getrunken gestern. Sylvanus nicht. Alle schlafen. Sylvanus ist wach.
Weihnachten ist für die meisten Menschen in Kimious auf Car Nicobar ein Volksfest, und darum feiern sie vier Wochen lang Weihnachten. Mit Gesang, mit Tanz, mit Wettpaddeln und mit ziemlich viel Alkohol. Und besonders heftig feiern sie immer am 24. und 25. Dezember, und am zweiten Weihnachtstag erholen sie sich, darum schläft das Dorf noch, 800 Menschen, nur der Pfarrer hat schon die Messe vorbereitet.
Sylvanus Wilfred, ein kleiner Mann vom Stamm der Nikobarer, 47 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist vor eineinhalb Stunden aufgestanden. Er zog sich Jeans und T-Shirt an und ging einmal durch dieses Dorf, dessen Hirte er ist. Der Kapitän, so wird der Bürgermeister genannt, und der Pfarrer bestimmen, Widerspruch gibt es nicht: So sind die 16 Dörfer von Car Nicobar organisiert.
Das Dorf war ruhig. Ein paar Hunde auf den sandigen Wegen. Sonst nichts. 400 Häuser stehen hier, alle nahe am Wasser, kein Mensch war draußen. Sylvanus ging zurück zur Dorfmitte, zur Kirche, St. Peter's Church heißt sie, er mag den Namen; es ist Gottes Haus und Sylvanus' Kirche: Er hat sie gebaut, aus hellem Holz, auf dem Turm ein kleines Kreuz.
Dann ging er zu seinem Haus, gleich neben der Kirche, zwei Etagen. Er weckte Demar, seine Frau, und jetzt, um halb sieben, will er seine Kinder wecken.
Foby, die Große, Emerson, den Mittleren, und Joeline, das Baby, sechs Monate alt. Sylvanus Wilfred, Pfarrer von Kimious auf Car Nicobar, öffnet den Vorhang zum Zimmer seiner drei Kinder.
Der Vorhang wackelt. Der Türrahmen wackelt. Das Haus wackelt.
Indonesien, Sundagraben am Epizentrum, 8.00 Uhr
Der Boden bebt jetzt seit über einer Minute. Das Beben bewegt in seiner ersten Phase eine Fläche von etwa 180 mal 450 Kilometern, in der zweiten weitere 60 000 Quadratkilometer noch dazu. Als ob man ein Blech mit einem Hammer traktierte, so schwingt der Boden, es bilden sich Beulen und Vertiefungen. Der Boden hebt und senkt sich.
Direkt am Epizentrum ist die Bewegung noch relativ klein, hier ruckt der Boden ein bis zwei Meter in die Höhe. Weiter im Westen, schon gute 250 Kilometer vom Epizentrum entfernt, gibt es den größten Anstieg, den heftigsten Schwung nach oben: Auf einer Fläche von mehr als hundert Quadratkilometern steigt der Meeresboden um fünf Meter in die Höhe.
Östlich davon, längs einer Linie, die parallel zur Küste verläuft, bricht der Boden auf gut zweihundert Kilometern nach unten weg, zwei Meter tief, vielleicht etwas mehr. Das ist der Geburtsort eines Killers.
Die Region hat schon ein paar Tsunamis erlebt, und auch das Beben vom 26. Dezember ist nicht das erste schwere Beben vor Sumatra. In der Bruchzone bebte die Erde allein im vergangenen Jahr 85-mal mit einer Stärke von mindestens 4,5; in den vergangenen zehn Jahren zählten Seismologen 40 Beben, die mindestens die Stärke 5,5 erreichten. Allerdings: Seit Menschengedenken hat es in dieser Gegend kein Beben der Stärke 9,0 gegeben. Das letzte große Beben vor dem 26. Dezember tötete im Juni 2000 117 Menschen, es hatte eine Magnitude von 7,9.
Dies ist das erste schwere Beben seit langer Zeit, das sich Richtung Norden bewegt. Und seit dem ersten Schlag sind jetzt zwei Minuten vergangen, und noch immer rast der Bruch mit dreifacher Tornadogeschwindigkeit in nördlicher Richtung auf die Inselgruppe der Nikobaren zu.
Port Blair, Hauptstadt der Andamanen und Nikobaren, 6.30 Uhr (8.00 Uhr Sumatra-Zeit)
Samir Kohli, 41, Lieutenant Commander der Marine des glorreichen Staates Indien und stellvertretender, über Weihnachten geschäfteführender Direktor der Schifffahrtsbehörde und Hafenverwaltung von Port Blair, schläft. Das Erdbeben spürt er, aber es wird Teil seines Traums, etwas reißt an ihm, etwas zupft, etwas schaukelt, dann ist er wach.
Samir Kohli, geboren in Ambala nördlich von Neu-Delhi, Sohn eines Colonels der Armee, machte seinen Universitätsabschluss in Botanik und Chemie, und weil ihn das alles furchtbar langweilte, meldete er sich am Tag nach dem Abschluss zur Marine. Er hat sein halbes Leben auf See verbracht, 22 Jahre, "du hast zwar ein Haus, irgendwo, vielleicht Familie, aber dein Zuhause ist das Meer", sagt er.
Samir Kohli war mit seinen Schiffen überall auf dem Indischen Ozean, er hat Terroristen gejagt auf den Malediven, 1988, er war mit den Friedenstruppen vor Sri Lanka, 1987, Samir Kohli kennt das Meer. Er weiß auch, was ein Tsunami ist, ein "Tsunami"-Kapitel gab es in einem dieser besonders dicken Bücher während der Grundausbildung. Als die Stelle in der Geschäftsführung der Shipping Services der Andamanen und Nikobaren ausgeschrieben war, wusste Samir Kohli nicht viel über diese Inseln, aber er machte sich schlau.
Die Andamanen und Nikobaren, 700 Kilometer strecken sie sich von der Spitze der nördlichsten bis zum Ende der südlichsten Insel, bestehen aus Sandstränden und Hügeln, Wäldern und Plantagen, aus Pinien, Kokospalmen und Mangrovenbäumen; die Andamanen und Nikobaren sind eine Welt, die sich 1947, mit der Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien, aus einer ehemaligen Strafkolonie entwickelte, eine Welt der Christen, Muslime, Hindus und Sikhs. Sie sind ein besseres Indien, ein Little India ohne Kasten.
Es gibt ein paar Regeln auf den Andamanen. Linksverkehr. Alkohol nur zwischen 18 und 22 Uhr. Kein Glücksspiel. Natürlich haben Reiseveranstalter immer wieder mal versucht, diese Regeln aufzuweichen, aber sie kamen nie weit, und deshalb gibt es auch kaum Touristen auf den Andamanen. Segler ankern in den Buchten, Taucher bleiben ein paar Tage, Aussteiger ein paar Wochen, mehr passiert hier nicht. Die Andamanen und Nikobaren sind das Ende der Welt, 1500 Kilometer von Madras, vom indischen Festland entfernt.
Die Leute auf den Andamanen und Nikobaren leben von Kaffee- und Holzproduktion. Häuser mit Betonfundamenten und ziemlich viel Holz bauen die Leute in der Hauptstadt Port Blair; und die Ureinwohner, unten im Süden, bauen ihre Hütten aus allem, was Kokospalmen hergeben:
die Wände aus Holz, die Dächer aus den langen Blättern, und die Löcher werden mit den Schalen der Nüsse gestopft. Auf Stelzen stehen die Hütten, ein Meter über dem Boden, man weiß ja nie, ob es nicht eine Flut geben kann. Niemand denkt, dass die Stelzen nicht halten würden, käme je eine Flut.
Insgesamt gibt es hier, im Golf von Bengalen, im Indischen Ozean zwischen Indien im Westen und Thailand und Burma im Osten, 572 Inseln. Es gibt einige ziemlich große Inseln, North Andaman, Middle Andaman und South Andaman, und unten im Süden, jenseits des "Zehnter-Grad-Kanals", der die Andamanen von den Nikobaren trennt, ist es Great Nicobar, knapp 200 Kilometer von Sumatra entfernt. Es gibt viele mittlere Inseln, ein paar Quadratkilometer groß, und es gibt eine Menge Sandhaufen, die gerade so aus dem Wasser gucken. Nur 32 der 572 Inseln sind bewohnt, 360 000 Menschen leben dort, als Kohli im Mai 2004 seine Stelle antritt im Hafen von Port Blair, Herr über eine Flotte von 74 Schiffen.
"Manchmal glaube ich, dass uns hier etwas ganz Besonderes bevorsteht", sagte er im Mai 2004 zu seiner Frau, "lach bitte nicht, ich meine irgendeine Prüfung."
"Durch Gott?"
"Ich weiß nicht, aber so fühlt es sich an", sagte Samir Kohli.
Das Erdbeben dauert 180 Sekunden. Samir Kohli wohnt oben auf dem Berg, am Anfang jener Bucht, in der der Hafen liegt, und jetzt ist er wach.
Er greift zum Funkgerät. "Alle raus aus dem Hafen", ruft er, "wir haben 20 Minuten, mehr nicht!"
"Was? Wie bitte?", sagt die Stimme im Funkgerät.
"Gleich kommt eine Flut, alle Schiffe müssen raus", sagt Kohli. Er überlegt, ob er duschen soll. Später, beschließt er.
Indischer Ozean, über dem Sundagraben, 8.00 Uhr
Niemand weiß genau, warum der Bruch nach Norden gerast ist, Richtung Nikobaren, auf Car Nicobar zu. Geophysiker hatten damit gerechnet, dass sich im Fall eines erneuten Bebens die Spannung eher in jenem Abschnitt der Plattengrenze entladen würde, der südlich vom Epizentrum liegt, denn dieser Teil war in der Vergangenheit eindeutig der aktivere gewesen.
Sie irrten sich. Der Bruch läuft von Simeulue aus nach Norden, er ist wahrscheinlich das, was Forscher einen Ratterbruch nennen: Weil die Platten ungleichmäßig verhakt sind, brechen sie nun stotternd, ungleichmäßig.
Seismologen behaupten hinterher, die Energie dieses Bebens entspreche mehreren tausend Atombomben, sie schätzen die Energie auf 475 000 Kilotonnen TNT, das entspricht rund 35 000 Hiroshima-Bomben.
Es ist ein vager Vergleich, weil die Energie einer Atombombe, anders als bei einem Erdbeben, nur von einem Punkt ausgeht, und ein Ausdruck von Hilflosigkeit ist es überdies: Der Versuch des Menschen, eine Vorstellung von etwas zu bekommen, das unvorstellbar ist. Das Hauptbeben jedenfalls setzt rund 30 000-mal mehr Energie frei als jenes Beben, das ein Jahr zuvor die iranische Stadt Bam zerstörte.
Car Nicobar, 8.01 Uhr Sumatra-Zeit
Sylvanus Wilfred, Pfarrer von St. Peter in Kimious auf Car Nicobar, steht auf der Türschwelle des Kinderzimmers, als die Erde wackelt. Er trägt seine Armbanduhr rechts, er sieht nach, wie spät es ist, und das wirkt, als wollte er irgendwie die Kontrolle behalten. Als ließe sich das, was geschieht, ordnen und sortieren.
"Ein Erdbeben - und ich schaue auf die Uhr", sagt Sylvanus, der ein kleiner Mann ist, 1,60 Meter groß, ein Mann mit braunen Augen und dünnen, kaum sichtbaren Brauen, ein Mann mit schief stehenden Zähnen, weil kein Mensch sich Spangen leisten kann auf den Nikobaren, ein Mann mit dichten schwarzen Haaren, die er nach rechts aus der Stirn kämmt.
Kurz nach halb sieben ist es auf Car Nicobar, das sieht Sylvanus auf seiner Armbanduhr.
Car Nicobar, 127 Quadratkilometer groß und 278 Kilometer südlich von Port Blair, ist eine flache Insel. Sehr flach. Der höchste Punkt von Car Nicobar liegt etwa zehn Meter über dem Meeresspiegel. Man kann sich vor Überschwemmungen nicht schützen auf Car Nicobar, und darum bauen die Menschen hier ihre Hütten auf Pfählen. Vor die Hütten stellen sie diese geschnitzten Figuren, die ziemlich finster aussehen und mit Speeren bewaffnet sind. "Kareau" heißen die Figuren, sie halten böse Geister und Überschwemmungen fern.
Es gibt nicht oft Überschwemmungen hier, hin und wieder mal einen Sturm, einen Zyklon, aber niemand erinnert sich jedenfalls, dass es schon mal wirklich schlimm gewesen wäre. Es ist tropisch auf Car Nicobar, nicht extrem, weil immer ein leichter Wind weht, es ist zwischen 21 und 31 Grad warm, zwölf Monate lang.
Car Nicobar, Umfang 45 Kilometer, ist die wichtigste Insel der Nikobaren, jener südlichen Hälfte der Inselgruppe. Wichtig
ist Car Nicobar, weil im Süden der Insel die Militärbasis liegt, die der Überwachung des Indischen Ozeans dient. Daneben liegt ein Dörfchen namens "Headquarters", hier sind das Krankenhaus, die Busstation, die Verwaltung. Und in den 16 Dörfern, alle an der Küste, leben rund 32 000 Menschen, viele Ureinwohner.
Die Leute von Car Nicobar sagen, dass sie gern feiern. Gern und ständig. Sie feiern Hochzeiten, Geburten, Begräbnisse. Wenn sie feiern, tanzen sie, und sie singen und ringen und essen. Wildbret und Schildkrötensuppe sind die Spezialitäten von Car Nicobar.
Das letzte Volksfest war am 3. Dezember, das Programm hängt am schwarzen Brett, ein "Gruppenlied" aus Capathy, ein "Gruppenvolkstanz" aus Tapoiming; Rauchen und das Kauen lokaler Drogen sind untersagt. Im Stadion steht eine Tafel, die mitteilt, wer im Fußball siegt. Car Nicobar gewann 9:0 gegen Little Andaman, das war der erste Spieltag der neuen Saison, er brachte Car Nicobar die Tabellenführung.
Der Pfarrer Sylvanus Wilfred kann wenig mit Fußball anfangen, Kultur, "unsere Kultur", ist ihm wichtiger. Er meint die Kultur der Ureinwohner, der sechs Stämme der Andamanen und Nikobaren. Eine Kultur ist das, die die Natur immer einbezog.
Eine Flut hat Sylvanus noch nicht erlebt. Es gibt hier immer wieder mal Erdbeben, aber noch nie hat Sylvanus ein Erdbeben wie dieses erlebt.
Nach einer Minute hat sein Haus kein Dach mehr. Die Wände reißen auf und fallen zusammen. Töpfe krachen zu Boden, der Wandschrank bricht auseinander, die Kinder schreien.
Foby, 19 Jahre alt, groß, dunkelhaarig, Foby geht in die zehnte Klasse. Emerson, zweieinhalb Jahre alt. Joeline, sechs Monate alt. Sie sind wach, alle drei. Sylvanus entscheidet schnell. Foby ist alt genug, sie muss sich selbst retten. Demar, 35, die Mutter, muss Emerson an die Hand nehmen, Sylvanus hebt Joeline von der Decke, und nun rennen sie. Aus der Tür, fort vom Wasser, ins Landesinnere. Nach jedem Erdbeben steigt der Meeresspiegel, das glaubt Sylvanus.
Aber noch nie stieg er so. Sylvanus ist für ein, zwei Sekunden ganz starr, als er die Welle sieht, so schwarz, so hoch, so weit weg, so schnell, so nah, und dann rennt er weiter. Hinter seiner Frau her. Wo Foby, seine Älteste, ist, weiß er nicht, er kann sie nirgendwo sehen. Sie wollten zusammenbleiben, aber dafür ist es zu spät.
Das Baby bewegt sich nicht, und es schreit nicht mehr. Gut. Der Vater kann es besser halten, wenn es nicht zappelt, Joeline ist nicht schwer. Der Vater rennt.
Indischer Ozean, am Epizentrum, 8.03 Uhr
Nicht jedes Erdbeben unter dem Ozean lässt einen Tsunami entstehen. Nur wenn der Meeresboden sich hebt, dann steigt auch die Wassersäule darüber an. Bei diesem Beben ist das seit ein paar Minuten der Fall, und zwar in einer Größenordnung, die man sich kaum vorstellen kann. Allein in der ersten Phase des Bebens bewegen sich ungefähr 6 mal 1013 Kubikmeter Wasser - eine Sechs mit dreizehn Nullen.
Diese gewaltigen Massen, eben von der Kraft der Erdstöße leicht schräg nach oben gedrückt, sinken nun nicht einfach wieder herab. Der Berg teilt sich und rutscht in alle Richtungen auseinander. Jedes einzelne Stück der Wassersäule sackt hinab, unter den ursprünglichen Wasserpegel hinunter, verdrängt das nebenliegende Wasser und schwappt schließlich wieder hoch.
Es ist ein langsames Fluten, das erste Anheben dauert zwei Minuten, das Meer erhebt sich ja auf einer ungeheuer großen Fläche. Die Macht des Tsunami liegt nicht allein darin, wie hoch und wie schnell das Wasser gedrückt wurde. Es ist auch die schiere Menge, die dem Tsunami seine Kraft gibt: Billionen Tonnen Wasser, auf Hunderten Quadratkilometern verdrängt, wollen nun zurückfließen.
Port Blair, 8.13 Uhr Sumatra-Zeit
Samir Kohli, stellvertretender Direktor des Hafens von Port Blair, fährt vom Berg hinunter zum Hafengelände, und seine Mitarbeiter laufen ihm entgegen. Seine Kapitäne brüllen ins Funkgerät, hektisch, durcheinander. Was sollen wir tun?, rufen sie.
"Alle raus, und wenn keiner mehr da ist, um die Leinen loszuwerfen, dann schneidet sie durch und fahrt raus", ruft Kohli.
Es ist eine Seefahrerregel, gegen alle menschlichen Instinkte: Wenn das Meer zur Bedrohung wird, sollten Kapitäne nicht den nächsten Hafen anlaufen, denn dort können sie von der Wucht des Wassers an Land geworfen und zerschmettert oder zerrieben werden; in Momenten wie diesem müssen Kapitäne sehen, dass sie 100 Meter zwischen Schiff und Meeresgrund bringen. 100 Meter gelten als sicher.
Car Nicobar, 8.19 Uhr Sumatra-Zeit
Es gibt zwei parallele Gesellschaften hier: die Dörfer der Einheimischen, das ist Armut, das ist unten, und der Militärstützpunkt ist oben. Die Soldaten der indischen Armee sind stark, sie bestimmen, sie haben Geld, und wenn sie Spaß daran haben, jagen sie mit ihren Jeeps durch den Dschungel, und dann müssen die Ureinwohner zur Seite springen.
Es gibt sechs Stämme auf den Andamanen und Nikobaren. Die Briten ließen 1901 eine Volkszählung durchführen, und sie registrierten damals 625 Große Andamaner, 672 Onge, 468 Jarawa und 117 Sentinelesen. Heute sind die 25 Großen Andamaner, die 200 Onge, die etwa 250 Jarawa und die 70 Sentinelesen eher im Norden beheimatet, sie alle zählen zu negroiden Rassen; sie sind kleinwüchsig, zwischen 1,30 und 1,60 Meter groß und ähneln den Ureinwohnern Australiens; die 32 000 Nikobarer und die etwa 200 Shompen sind mongoloid.
Die Onge sind ziemlich angepasst und die Großen Andamaner auch. Nur noch die Jarawa und die Sentinelesen wehren sich gegen die Moderne, manchmal tun sie das so, dass man glaubt, es mache ihnen Spaß. Es kam schon vor, dass die Männer indischen Regierungsbeamten auf die Schuhe pinkelten, und die Frauen spritzten mit Milch aus ihren Brüsten, und dann lachten sie alle, Männer und Frauen, und die Regierungsbeamten gingen halt wieder.
Die Soldaten wohnen in dreistöckigen Häusern, beige und grau sind die Dächer, gelb und rot leuchtet die Offiziersmesse.
Die Ureinwohner sind die Unterschicht, jedenfalls aus der Perspektive der Soldaten. Die Soldaten von Car Nicobar haben die beste Aussicht. Sie haben sich die südlichste Bucht ausgesucht, und der Kommandeur wohnt direkt am Strand, Blickrichtung Sumatra.
Ungefähr 500 Soldaten leben hier, mit Frauen und Kindern, die genaue Zahl ist Staatsgeheimnis. Die Aufgabe der Soldaten ist die Überwachung der See, ihre Aufgabe ist Kommunikation, aber sie haben keine direkte Telefonleitung nach Neu-Delhi, das Internet hat Car Nicobar noch nicht erreicht, sie können dem Ministerium nichts berichten, und sie können vom Ministerium nicht gewarnt werden. Der Kommandeur hat das mal moniert, aber da kümmerte sich das Ministerium gerade wieder um Kaschmir.
Schon die erste Welle zerstört den Militärstützpunkt. Die Zahlen werden variieren, aber wahrscheinlich sterben hier in wenigen Sekunden 105 indische Soldaten.
Kein Mensch in Neu-Delhi weiß, was auf Car Nicobar geschieht. Die Andamanen und Nikobaren sind das schwarze Loch des 26. Dezember 2004.
Car Nicobar, 8.20 Uhr Sumatra-Zeit
Sylvanus Wilfred, der Pfarrer, weiß, dass das Wasser aus dem Osten kommt, er dirigiert seine Frau und rund 200 Menschen aus seinem Dorf nach Westen, aber nun kommt das Wasser von unten. Aus dem Erdboden. Der Fluss, die Galatia, tritt über die Ufer, die Fliehenden haben keine Richtung mehr, das Wasser ist überall.
Das war die erste Welle. Es werden weitere kommen, das wissen sie alle, nur die Kinder wissen es nicht.
Und doch, eine Richtung haben sie noch. Nach oben. Auf die Bäume. Die Palmen biegen sich in der Flut, auf Palmen kann man kaum klettern, aber die Stämme der Mangrovenbäume sehen stabil aus. Sylvanus klettert, das Baby zappelt. Wo seine Frau ist und mit ihr der kleine Emerson, weiß Sylvanus nicht. Keine Spur auch von seiner Ältesten, er sah seine Große zum letzten Mal, als sie das Haus verließen, wie lange ist das her?
Nur das Baby ist noch übrig. Und er, Ehemann und Vater von drei Kindern. Foby. Emerson. Und Joeline.
Port Blair, 8.50 Uhr Sumatra-Zeit
Es kam keine Welle, es kam nur eine Flut nach Port Blair. Der Wasserspiegel stieg in einer halben Minute um fünf, sechs Meter an und dann immer weiter. Die ersten Boote wurden auf die Piers gedrückt, die ersten Autos ins Meer gerissen.
Es ist nicht ganz so schlimm wie anderswo, weil Port Blair eine Stadt auf Hügeln ist, also geschützt, die Küste fällt steil ab. Vor Port Blair bilden sich keine Wellen, weil sich hier kein Wasser staut. Der Hafen ist einer der schönsten Naturhäfen der Welt, eine vielleicht vier Kilometer lange Bucht, darin 14 Piers, gleich dahinter die dichtbewachsenen Berge.
Fünf Schiffe sollten den Hafen verlassen, Richtung Norden und Richtung Süden, aber Samir Kohli von der Hafenverwaltung hat die Passagiere fortgejagt und die Schiffe hinaus. Die "Onge" meldet sich über Funk, "wir dürfen nicht raus, unsere Papiere sind abgelaufen, wir müssen erst zur technischen Überprüfung", sagt der Kapitän.
"Bist du wahnsinnig! Hau ab. Macht, dass ihr rauskommt", ruft Kohli.
Aber das geht nicht, der Wasserspiegel sinkt, die "Onge" wird gegen die "Pillomillow" gedrückt. "Ihr müsst es mit aller Kraft versuchen", ruft Kohli, "ihr habt 15 Minuten."
"Wieso?"
"In 15 Minuten kommt die zweite Flut. Habt ihr schon mal von einem Tsunami gehört?", sagt Kohli, der eine randlose Brille trägt und einen silbernen Kugelschreiber in der Brusttasche und ein Mobiltelefon am Gürtel und einen fetten Siegelring am linken Ringfinger. Über Funk meldet sich die "Akbar". Die "Akbar" ist ein Schiff für 1500 Passagiere, sie liegt an der Pier "Haddo 2" und kommt nicht frei, denn niemand kann die Taue loswerfen. Zwei Gangways liegen noch draußen, backbord liegt die "Nancowry" vor Anker, aber die Anker halten nicht, und die "Nancowry" wird gegen die "Akbar" gepresst.
"Ich sehe hier nichts, ich kann hier nichts dirigieren", ruft Kohli, noch sitzt er in seinem Büro, aber er springt auf, greift sich das Funkgerät, sagt im Laufen: "Leute, ihr müsst tun, was ihr könnt, um herauszukommen. Hauptsache, ihr findet blaues Wasser, so tief wie möglich. Keine Rücksicht auf Leinen oder Brücken, rettet die Schiffe. Das hier geht noch weiter, das Schlimmste kommt noch, also alle raus aus der Bucht."
Und dann rennt Kohli aus dem Hafengelände heraus, sein Auto steht unter Wasser, und den Berg hinauf, zum Hotel "Megapode Nest", weil das "Megapode Nest" auf den Klippen liegt. Es ist kein besonders gutes Hotel, Ratten laufen über das Büfett und Kakerlaken durch die Badezimmer, aber die Aussicht ist spektakulär. Hier oben auf den Klippen steht Kohli nun und überblickt den Hafen, die Schiffe, die ganze Katastrophe.
"Alle herhören: Um halb acht geht es weiter", ruft er ins Funkgerät, Marke ICOM, ziemlich schwer und wasserfest.
Car Nicobar, 8.50 Uhr Sumatra-Zeit
Die erste Welle war etwa zehn Meter hoch. Sylvanus Wilfred, Pfarrer von St. Peter in Kimious auf Car Nicobar, sitzt in der Krone eines Mangrovenbaums, sein jüngstes Kind im linken Arm, mit dem rechten Arm hält er sich fest.
Er sieht die zweite Welle kommen. Sie ist so grau, so schwarz wie die erste. Höher als die erste. Schneller als die erste.
Sylvanus sieht, wie das Wasser zuerst die Palmen aus dem Boden reißt und dann die Mangrovenbäume. Er sieht, wie die Menschen stürzen, seine Menschen, er muss doch auf sie aufpassen, er ist ihr Pfarrer. Er sieht, wie sie weggerissen werden. Er sieht Hunderte sterben. Menschen, die erschlagen werden von Dächern, Bäumen, Steinen. Eltern, denen im letzten Moment ihres Lebens ihre Kinder aus den Armen gerissen werden - und dann ertrinken sie selbst. Er sieht seine Frau. Dort hinten, im Wasser. Sie schwimmt, sie hält sich fest, sie bekommt den Stamm eines Mangrovenbaums zu fassen, sie klettert hinauf, aber wo ist Emerson, sein Sohn? Und wo ist Foby, die Älteste?
Das Baby in seinem Arm, Joeline, seine Jüngste, zittert jetzt, windet sich, weint, und Sylvanus beruhigt sie. Redet auf sie ein. Sein Baum steht nun mitten im Meer. Sylvanus ist etwa sechs Meter über dem Boden, aber das Wasser erreicht seine Füße. Er sieht, dass noch fünf, sechs Bäume stehen in dieser Bucht, der Rest ist entwurzelt. Einfach weg. Er sieht Menschen im Meer, sie strampeln, schreien, versinken und tauchen nicht wieder auf.
Er ist ihr Pfarrer, er müsste sie retten, er sieht sie sterben. Und dann stürzt er. Er wird mitgerissen, in Strudel gezogen, aber er taucht wieder auf, und er hält sein Baby fest, und dann sieht er einen Baum, der noch steht, einen Mangrovenbaum, er tritt auf einen menschlichen Körper, als er sich abstößt, und klettert hinauf.
Er glaubt, dass er es nicht schaffen wird, als er die Wasserwand näher kommen sieht. Höher als die erste, höher als die zweite. Aber er schafft es. Das Wasser stürzt über ihn hinweg, er kann sich festhalten, sein Baby rutscht ihm aus dem Arm. Er kann es halten. Seine linke Hand hält den Arm des Babys. Er hört die Schreie. Das Schreien des Babys. Seine Schreie. Aber er hält es fest.
Ein Baum fliegt heran, ein Stamm, von rechts. Der Baum schlägt auf seinen linken Arm, auf sein Handgelenk, Sylvanus spürt es krachen, und er hört das Splittern. Der Baum ist längst weiter und weg, als Sylvanus versteht, was geschehen ist. Dass er allein ist.
Dass der Baum die Hand brach, die sein Kind hielt. Nein, er konnte seine Tochter nicht halten, wie sollte das gehen, mit gebrochenem Handgelenk.
Port Blair, 9.10 Uhr Sumatra-Zeit
Samir Kohli, der Hafendirektor, sieht, dass seine Kapitäne gut sind. Sie beherrschen ihre Schiffe. Wer sich befreien kann, lässt sich mit der Strömung hinausziehen, und nun, als die Flut kommt, versuchen die meisten, mit Ankern gegenzuhalten, sie machen das ziemlich geschickt.
"Um acht Uhr will ich kein einziges Schiff mehr im Hafen sehen", ruft Kohli, und ein Kapitän antwortet: "Sir, Sie müssen uns hier und heute nicht erziehen, Sie müssen das nicht ständig wiederholen, wir wissen alle, was zu tun ist." Die Kapitäne achten Kohli, weil er ein guter Seemann ist, aber sie mögen ihn nicht, weil er sich aufbläst, selbst heute.
Car Nicobar, 9.30 Uhr Sumatra-Zeit
Sylvanus Wilfred, Pfarrer von St. Peter, weiß, dass es zu früh ist, um vom Baum herunterzuklettern, es könnte noch eine weitere Welle kommen. Aber da unten sind seine Frau und seine drei Kinder, irgendwo.
Er klettert hinab, schwimmt, läuft, sobald er den Boden berührt, und jetzt spürt er auch die Schmerzen in seiner linken Hand. Er kann sehen, dass sie gebrochen ist, die Hand, die sein Kind nicht halten konnte. Er findet, dass die Hand es verdient, gebrochen zu sein, es ist ihre Strafe, weil sie das Baby nicht halten konnte.
Sylvanus denkt, dass er nicht mehr logisch denken kann. Er spürt, dass er Durst hat, er spürt die Erschöpfung.
Er öffnet eine Kokosnuss an einer Astgabel, so etwas lernt jedes Kind auf Car Nicobar. Es ist einfach, Sylvanus schlägt ein Loch in die Kokosnuss, spießt sie auf, dreht sie zur Seite, bricht sie dadurch auf. Und trinkt. Dann sucht er weiter.
Port Blair, 10.00 Uhr Sumatra-Zeit
Samir Kohli, der Hafendirektor, weiß, dass sie gut reagiert haben im Hafen von Port Blair. Die "Teal" war nicht zu retten, sie lag im Trockendock, das macht zwölf Millionen Rupien Verlust. Die "Kalapani" ist gesunken. Die "Mohid", sein VIP-Boot, das Luxusgefährt aus Fiberglas, wurde an Land geworfen und in der Mitte durchgebrochen.
Die Wasserleitungen sind zerstört, die Stromleitungen, und zerstört sind all die Maschinen und Docks und 11 seiner 14 Piers. Zerstört, das weiß Kohli schon jetzt, sind 65 000 Liter Diesel, denn die lagerten unten am Wasser. Er weiß, dass sie 200 bis 300 Millionen Rupien verloren haben, und natürlich weiß er, dass Versicherungen nur zahlen, wenn Passagiere an Bord der Schiffe sind, er fand diese Klausel schon immer absurd. Er weiß, dass 71 gerettete Schiffe etwa zwei Milliarden Rupien wert sind.
"Die Schiffe sind das Wichtigste, wichtiger als einzelne Menschen", sagt er.
Aber sie haben auch keine Menschen verloren. Kohli kann sehen, dass die unterste Reihe der Häuser in der Bucht von Port Blair zerstört ist. Oder verschwunden. Leichen schwimmen in der Bucht. Aber den 2000 Dockarbeitern hatte er freigegeben wegen Weihnachten, und die anderen waren schnell genug, und die Kapitäne und ihre Mannschaften waren gut genug.
"Wir haben das hier bestanden", sagt er, "es gab keine Panik, und alle sind meinen Befehlen gefolgt."
Es gibt Menschen in Port Blair, die darin ein Wunder sehen. Die Nikobaren im Süden haben sich durch das Erdbeben gesenkt, sagen sie, man kann es daran sehen, dass Teile des Uferbereichs jetzt unter Wasser liegen. Indira Point, der südlichste Punkt Indiens, ist im Meer versunken. Die Insel Trinket, unbewohnt, ist in drei Teile zerbrochen. Auf Great Nicobar haben der Tsunami und die Erdrutsche, die er auslöste, die einzige Straße der Insel zerstört. Und Chaura Island ist nun verlassen, nachdem die letzten Einwohner evakuiert worden sind; die Flut war so gewaltig, dass sie Gräber öffnete und Särge auf dem Wasser trieben.
Auf der anderen Seite haben sich die Andamanen im Norden gehoben, viele Mangrovenbäume ragen selbst bei Hochwasser mit ihren Wurzeln in die Luft. Das wäre ein gutes Zeichen, sagen Geologen: Hätten sich die Andamanen nicht in die Höhe bewegt, dann könnte das bedeuten,
dass den Inseln hier der Bruch noch immer bevorsteht. Wenn die Menschen Recht haben, dann wäre Port Blair, ungefähr in der Mitte gelegen, der ruhende Punkt bei dieser Schaukelbewegung - vielleicht eine Erklärung dafür, weshalb es vergleichsweise wenig Opfer gab.
Wissenschaftler bezweifeln diese Erklärung. Unzweifelhaft ist, dass die Inseln sich verschoben haben, um ein paar Zentimeter nach Südwesten.
Car Nicobar, 10.05 Uhr Sumatra-Zeit
Sylvanus Wilfred, Pfarrer von St. Peter, ruft. Er schwimmt, er läuft, er weiß nicht, in welche Richtung. Er ruft vier Namen: Joeline, Emerson, Foby, Demar. Und wieder von vorn.
Dort hinten. Da steht eine Frau. Sie winkt. Sylvanus kennt sie, er kennt sie gut, aber ihr Name fällt ihm nicht ein. Sie habe Demar gesehen, seine Frau, 100 Meter entfernt, das sagt die bekannte Fremde, und Sylvanus schwimmt und rennt hin.
Demar lebt. Sie liegt auf einem Baumstamm, sie liegt auf dem Bauch, klammert sich fest und zittert.
Sylvanus legt ihr die Hand auf den Rücken, und sie blickt hoch. Sie fragen sich nicht: Was ist mit den Kindern? Sie sagen nichts. Sie nehmen sich nicht in den Arm. Sie sehen sich ein paar Sekunden lang in die Augen, mehr tun sie nicht.
Port Blair, 11.30 Uhr Sumatra-Zeit
Nach dem 26. Dezember wird es auf den Andamanen und Nikobaren Menschen wie N. G. Ruccess geben, Vertreter der Regierung, "Rocky" wird er genannt. Diese Menschen werden eine Legende verbreiten. Rocky wird sagen, dass die Menschen der Andamanen und Nikobaren "wie die Tiere" seien, sie "hören auf Instinkte, und als sie spürten, dass das Wasser kam, flohen sie. Darum ist niemand gestorben".
In den Verwaltungsgebäuden von Port Blair werden Listen mit vielen Zahlen aushängen. 1310 Tote wird dort stehen. 4657 Vermisste. Es werden brutale Zahlen sein, weil sie gelogen sind. Die indische Regierung wird internationale Hilfe ablehnen. Sie will stolz sein, stark, unabhängig. Sie will in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, Indien will Weltmacht sein.
Opfer können lästig sein.
Aber die Opfer von den Andamanen und Nikobaren sind weit weg von Neu-Delhi, und sie haben keine Lobby, kein Parlament, keine Medien. Sie wählen nicht, und darum werden sie ziemlich allein sein.
Die Kapitäne der Dörfer von Car Nicobar werden errechnen, dass die Hälfte ihrer Leute gestorben ist, ungefähr 15 000 also, von 32 000. Ergibt das insgesamt, für alle Inseln, 20 000 Tote? 30 000? Mehr?
Diese Menschen starben im Süden, hier in Port Blair gab es nur steigendes Wasser, und Kohli stand oben auf seinem Berg und dirigierte seine Schiffe. Seit einer Stunde vergrößern sich die Intervalle, die Flut kommt nun im Abstand von 30 Minuten.
Man sieht sie kaum noch. Ein, zwei Meter höher steht das Wasser jetzt, und Samir Kohli weiß, dass es vorbei ist.
KLAUS BRINKBÄUMER; ANITA BLASBERG, MARIAN
BLASBERG, UWE BUSE, GEORG DIEZ, MARC FISCHER, HAUKE GOOS, RALF HOPPE, MARIO KAISER, ANSBERT KNEIP, CORDULA MEYER, ALEXANDER OSANG, MATHIEU VON ROHR, BARBARA SCHMID, ALEXANDER SMOLTCZYK, BETTINA STIEKEL, BARBARA SUPP
Von Klaus Brinkbäumer, Anita Blasberg, Marian Blasberg, Uwe Buse, Georg Diez, Marc Fischer, Hauke Goos, Ralf Hoppe, Mario Kaiser, Ansbert Kneip, Cordula Meyer, Alexander Osang, Mathieu von Rohr, Barbara Schmid, Alexander Smoltczyk, Bettina Stiekel und Barbara Supp

DER SPIEGEL 9/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 9/2005
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

TSUNAMI:
Das schwarze Loch

Video 02:49

Im Klötzchen-Universum Die irren Maschinen des Lego-Meisters

  • Video "Florida: Häftling befreit Kleinkind aus Auto" Video 02:03
    Florida: Häftling befreit Kleinkind aus Auto
  • Video "Münchner Sicherheitskonferenz: Fünf Sekunden Schweigen gegen Trump" Video 02:07
    Münchner Sicherheitskonferenz: Fünf Sekunden Schweigen gegen Trump
  • Video "Pakistanische Luftwaffe: Saudischer Prinz erhält Kampfjet-Eskorte" Video 00:41
    Pakistanische Luftwaffe: Saudischer Prinz erhält Kampfjet-Eskorte
  • Video "Stillgelegtes Kraftwerk im Ruhrgebiet: Spektakuläre Sprengung in zwei Akten" Video 02:47
    Stillgelegtes Kraftwerk im Ruhrgebiet: Spektakuläre Sprengung in zwei Akten
  • Video "Whistleblower Daniel Ellsberg: Wartet nicht, bis die Bomben fallen" Video 04:59
    Whistleblower Daniel Ellsberg: "Wartet nicht, bis die Bomben fallen"
  • Video "Gelbwesten-Proteste in Paris: Demonstranten beleidigen bekannten Philosophen antisemitisch" Video 02:24
    Gelbwesten-Proteste in Paris: Demonstranten beleidigen bekannten Philosophen antisemitisch
  • Video "Indonesien: Chaotische Evakuierung nach Flugzeug-Crash" Video 01:04
    Indonesien: Chaotische Evakuierung nach Flugzeug-Crash
  • Video "Snowkiting: Deutscher Doppelsieg auf zugefrorenem Alpensee" Video 01:25
    Snowkiting: Deutscher Doppelsieg auf zugefrorenem Alpensee
  • Video "Faszination Tauchen: Auge in Auge mit Hai, Buckelwal und Co." Video 25:33
    Faszination Tauchen: Auge in Auge mit Hai, Buckelwal und Co.
  • Video "Frankreich: Erneut Krawalle bei Gelbwesten-Protest" Video 01:26
    Frankreich: Erneut Krawalle bei "Gelbwesten"-Protest
  • Video "Rekord-Treffen: Alles voller Schlümpfe!" Video 01:30
    Rekord-Treffen: Alles voller Schlümpfe!
  • Video "Vor NBA-All-Star-Game: Diallo krönt sich zum Dunk-Champion" Video 01:58
    Vor NBA-All-Star-Game: Diallo krönt sich zum Dunk-Champion
  • Video "Filmstarts: Dann schlag mich doch K.o." Video 06:29
    Filmstarts: "Dann schlag mich doch K.o."
  • Video "Dashcam-Video: Fahrt auf zugefrorenem See endet dramatisch" Video 01:12
    Dashcam-Video: Fahrt auf zugefrorenem See endet dramatisch
  • Video "Anklage eines Fahrlehrers: Zur Unselbstständigkeit erzogen" Video 04:22
    Anklage eines Fahrlehrers: "Zur Unselbstständigkeit erzogen"
  • Video "Im Klötzchen-Universum: Die irren Maschinen des Lego-Meisters" Video 02:49
    Im Klötzchen-Universum: Die irren Maschinen des Lego-Meisters