Von Küng, Hans
Die Lage der katholischen Kirche ist ernst. Der Papst ist todkrank und verdient alles Mitleid. Aber die Kirche soll leben. Doch sie bedarf - im Hinblick auf die Papstwahl - der Diagnose, einer ungeschönten Insider-Analyse. Über die Therapie wird später zu reden sein.
Manche bewundern die Durchhaltekraft dieses höchst gebrechlichen, teils gelähmten, trotz aller Medikamente kaum noch sprechfähigen Kirchenoberhaupts - eine Bewunderung, die man etwa einem amerikanischen Präsidenten oder deutschen Bundeskanzler in solchem Zustand nie zollen würde. Andere fühlen sich abgestoßen von einem eigensinnigen Amtsträger, der, statt sich christlich in seine Endlichkeit zu fügen, in einem wenig demokratischen System sich mit allen Mitteln an die Macht klammert.
Auch für viele Katholiken ist dieser ans Ende seiner Kräfte gekommene Papst, der seine Macht nicht abgeben will, das Symbol einer "potemkinschen" Kirche, die hinter glänzender Fassade verknöchert und altersschwach geworden ist.
Von der Hochstimmung zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) ist nichts übrig geblieben. Der Horizont der konziliaren Erneuerung, ökumenischen Verständigung und Öffnung zur Welt erscheint verhangen und die Zukunft düster. Viele haben resigniert, sich gar verzweifelt abgewandt von dieser um sich selbst kreisenden Hierarchie. So werden viele Menschen vor die Irrsinnsalternative gestellt: "Mitmachen - oder sich verabschieden". Neue Hoffnung wird erst dann wieder aufkeimen, wenn man sich in Rom und im Episkopat neu nach dem Kompass des Evangeliums richtet.
Erfreulich nur, dass der Papst eindeutig gegen den Irak-Krieg und überhaupt gegen den Krieg Stellung genommen hat! Die Rolle des polnischen Papstes beim Zusammenbruch des Sowjetimperiums wird ebenfalls zu Recht hervorgehoben. Sie wird aber von Papst-Propagandisten erheblich übertrieben. Denn das Sowjetregime ging nicht am Papst zugrunde (bevor Gorbatschow kam, erreichte er so wenig wie zurzeit in China), sondern implodierte wegen der wirtschaftlich-sozialen Widersprüche des Sowjetsystems selbst.
Für mich ist Karol Wojtyla nicht der größte, wohl aber der widersprüchlichste Papst des 20. Jahrhunderts. Ein Papst vieler großer Gaben und vieler falscher Entscheidungen! Vereinfacht auf einen Nenner gebracht: Seine "Außenpolitik" verlangt von aller Welt Bekehrung, Reform, Dialog. Im krassen Widerspruch dazu aber seine
"Innenpolitik", die auf Restauration des Status quo ante Concilium, Reformverhinderung, Verweigerung des innerkirchlichen Dialogs und absolute römische Herrschaft abzielt. In vielen Problemfeldern zeigt sich diese Widersprüchlichkeit. Ich anerkenne damit ausdrücklich die positiven Seiten dieses Pontifikats, die indes von offizieller Seite seit je zur Genüge hervorgehoben werden, und konzentriere mich auf die neun wesentlichsten Widersprüche:
MENSCHENRECHTE: Johannes Paul II. vertritt die Menschenrechte nach außen, aber verweigert sie nach innen Bischöfen, Theologen, den Frauen vor allem.
Der Vatikan - früher entschiedener Feind der Menschenrechte, heutzutage aber gern bereit, in Europas Politik mitzumischen - unterzeichnet die Menschenrechtserklärung des Europarats nach wie vor nicht; allzu viele Kanones des mittelalterlich-absolutistischen römischen Kirchenrechts müssten zuvor geändert werden. Gewaltenteilung - Grundlage jeder modernen Rechtspraxis - ist in der römisch-katholischen Kirche unbekannt. Keine Spur von fairen Verfahren: In Streitfällen fungiert ein und dieselbe vatikanische Behörde als Gesetzgeberin, Anklägerin und Richterin.
Folgen: Ein serviler Episkopat und unhaltbare Rechtszustände. Wer als Pfarrer, Theologe oder Laie mit der höheren kirchlichen Instanz in einen Rechtsstreit gerät, hat kaum eine Chance, Recht zu bekommen.
ROLLE DER FRAUEN: Der große Marienverehrer predigt hehre Frauenideale, aber zugleich verbietet er den Frauen die Pille und verweigert ihnen die Ordination.
Folgen: Es gibt einen Zwiespalt zwischen äußerem Konformismus und innerer Gewissensautonomie. Dieser führt dazu, dass sich, wie etwa in der Auseinandersetzung um die Schwangerschaftskonfliktberatung, auch römisch gesinnte Bischöfe von den Frauen entfremden. Die Konsequenz daraus ist ein wachsender Exodus der bisher noch kirchentreuen Frauen.
SEXUALMORAL: Dieser Papst predigt gegen Massenarmut und Elend in der Welt, macht sich aber gleichzeitig mit seiner Einstellung zur Geburtenregelung und Bevölkerungsexplosion an diesem Elend mitschuldig.
Auf seinen vielen Reisen und auch gegenüber der Uno-Bevölkerungskonferenz in Kairo 1994 nahm Johannes Paul II. gegen Pille und Kondome Stellung und dürfte deshalb mehr als jeder Staatsmann mitverantwortlich sein für ein unkontrolliertes Bevölkerungswachstum in manchen Ländern und die Aids-Ausbreitung in Afrika.
Folgen: Selbst in traditionell katholischen Ländern wie Irland, Spanien und Polen lehnt man offen oder schweigend die rigoristische päpstliche Sexualmoral ab und wehrt sich gegen römisch-katholischen Moralrigorismus.
PRIESTERZÖLIBAT: Karol Wojtyla propagiert ein traditionelles zölibatäres männliches Priesterbild und trägt damit die Hauptverantwortung für den katastrophalen Priestermangel, den Zusammenbruch der Seelsorge in vielen Ländern und die nicht mehr vertuschbaren Pädophilie-Skandale im Klerus.
Männern, die sich zum priesterlichen Dienst an den Gemeinden bereit erklärt haben, wird noch immer die Ehe verboten. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie auch dieser Papst sich über die Lehre der Bibel und die große katholische Tradition des ersten Jahrtausends, die kein Zölibatsgesetz für Amtsträger kannten, hinwegsetzt. Wenn man von Amts wegen zu einem Leben ohne Frau und Kinder gezwungen wird, ist das Risiko groß, dass eine gesunde Integration der Sexualität misslingt, was beispielsweise zu pädophilen Akten führen kann.
Folgen: Die Kader haben sich ausgedünnt, der Nachwuchs bleibt aus, in Bälde werden nicht nur im deutschen Sprachraum fast zwei Drittel der Pfarreien ohne ordinierte Seelsorger und regelmäßige Eucharistiefeiern sein, was auch der (bald versiegende) Priester-Import - allein in Deutschland 1400 aus Polen, Indien und Afrika - und die von den Gläubigen wenig geschätzte Zusammenlegung von Pfarreien
zu "Seelsorgeeinheiten" nicht mehr verschleiern können. Die Zahl der Neupriester in Deutschland ist von 366 im Jahr 1990 auf 161 im Jahr 2003 gesunken - das Durchschnittsalter der aktiven Priester liegt bei über 60 Jahren.
ÖKUMENE: Gern präsentiert sich der Papst als Lobredner der Ökumene. Zugleich aber belastet er stark die Beziehungen zu den orthodoxen wie den reformatorischen Kirchen und verhindert die Anerkennung ihrer Ämter und die Abendmahlsgemeinschaft.
Der Papst könnte, wie mehrfach von ökumenischen Studienkommissionen empfohlen und von vielen Pfarrern vor Ort praktiziert, Ämter und Abendmahlsfeiern der nichtkatholischen Kirchen anerkennen und eucharistische Gastfreundschaft erlauben. Auch könnte er den übersteigerten mittelalterlichen Machtanspruch in Lehre und Kirchenleitung gegenüber Ostkirchen und reformatorischen Kirchen zurückschrauben und auf Einsetzung römisch-katholischer Bischöfe in Gebieten der russisch-orthodoxen Kirche verzichten.
Der Papst könnte, aber Johannes Paul II. will es nicht. Er will das römische Machtsystem erhalten und ausbauen. Deshalb greift er zu einer frommen Doppelzüngigkeit: Die römische Macht- und Prestigepolitik wird verschleiert durch ökumenische Fensterreden und leere Gesten.
Folgen: Die ökumenische Verständigung wurde nach dem Konzil blockiert, die Beziehungen zu den orthodoxen und protestantischen Kirchen wurden unsäglich belastet. Das Papsttum erweist sich wie schon im 11. und im 16. Jahrhundert als das größte Hindernis für eine Einheit der christlichen Kirchen in Freiheit und Vielfalt.
PERSONALPOLITIK: Als Weihbischof, dann Erzbischof von Krakau nahm Karol Wojtyla am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Aber als Papst missachtet er die dort beschlossene Kollegialität des Papstes mit den Bischöfen und zelebriert den Triumphalismus des Papsttums auf Kosten der Bischöfe.
Dieser Papst hat in seiner "Innenpolitik" das Konzil vielfach verraten. Statt der konziliaren Programmwörter "Aggiornamento - Dialog - Kollegialität - ökumenische Öffnung" gelten wieder in Doktrin und Praxis "Restauration - Lehramt - Gehorsam - Reromanisierung". Kriterium für die Bischofsernennungen ist nicht der Geist des Evangeliums oder pastorale Aufgeschlossenheit, sondern unbedingte römische Linientreue - vor der Ernennung anhand eines kurialen Fragenkatalogs gründlich auf Konformität getestet und in der Bischofsweihe sakral besiegelt durch einen uneingeschränkten Gehorsamseid auf den Papst persönlich, dem Eid auf den "Führer" vergleichbar.
Die Papst-Freunde unter den Bischöfen im deutschen Sprachraum wie der Kölner Kardinal Joachim Meisner, der verstorbene Bischof von Fulda Johannes Dyba, der wegen des Vorwurfs, er habe früher Zöglinge sexuell missbraucht, 1995 als Wiener Kardinal zurückgetretene Hans Hermann Groër und der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn, der erst jüngst sein Amt verlor, nachdem in seinem Priesterseminar ein Sexskandal bekannt geworden war, sind nur die spektakulärsten Fehlgriffe dieser pastoral verheerenden Personalpolitik, die das moralische, intellektuelle und pastorale Niveau des Episkopats gefährlich absinken ließ.
Folgen: Ein weithin mediokrer, stockkonservativer und serviler Episkopat ist die vielleicht schwerste Hypothek dieses überlangen Pontifikats. Die Massen von Jubelkatholiken bei bestens inszenierten Papst-Manifestationen sollten nicht darüber hinwegtäuschen: Millionen haben unter diesem Pontifikat "Kirchenflucht" begangen oder sich in die innere Emigration zurückgezogen.
KLERIKALISMUS: Der Papst aus Polen wirkt als glaubensstarker Repräsentant eines christlichen Europas, aber seine triumphalistischen Auftritte und seine reaktionäre Politik fördern wider Willen die Kirchenfeindlichkeit, bewirken gar eine Aversion gegen das Christentum.
Die päpstliche Evangelisierungskampagne, in deren Mittelpunkt eine wenig zeitgemäße Sexualmoral steht, diffamiert besonders jene Frauen, die in den umstrittenen Fragen wie Empfängnisverhütung, Abtreibung, Ehescheidung, künstliche Befruchtung anderer Meinung sind, als Förderinnen einer "Kultur des Todes". Durch Interventionen - so etwa in Deutschland gegen Politiker und Episkopat im Fall der Schwangerschaftskonfliktberatung - erweckt die römische Kurie den Eindruck, dass man die rechtliche Trennung von Staat und Kirche wenig respektiert. So versucht der Vatikan (über die Fraktion der Europäischen Volkspartei) auch auf das Europäische Parlament Druck auszuüben, indem er die Bestellung besonders Romtreuer Gutachter, etwa für Fragen der Abtreibungsgesetzgebung, fördert. Statt überall für vernünftige Lösungen in der Mitte der Gesellschaft einzutreten, stärkt die römische Kurie faktisch weltweit durch ihre Proklamationen und geheime Agitation (über Nuntiaturen, Bischofskonferenzen, "Freunde") die Polarisierung zwischen Abtreibungsgegnern und Abtreibungsbefürwortern, Moralisten und Libertinisten.
Folgen: Die klerikalistische römische Politik verstärkt die Front dogmatischer Antiklerikaler und fundamentalistischer Atheisten. Sie weckt aber darüber hinaus auch bei Gutgläubigen ein Misstrauen gegenüber dem Missbrauch der Religion zu politischen Zwecken.
NACHWUCHS DER KIRCHE: Als charismatischer Kommunikator und Medienstar wirkt dieser Papst bis ins hohe Alter besonders auf die Jugend, aber er stützt sich dabei vor allem auf die (konservativen) "neuen Bewegungen" italienischer Herkunft, das in Spanien beheimatete "Opus Dei" und ein kritikloses papsttreues Publikum - alles symptomatisch für den Umgang des Papstes mit der Laienschaft und seine Gesprächsunfähigkeit gegenüber kritischem Publikum.
Die unter Aufsicht der Hierarchie von den neuen Laienbewegungen (Focolare, Comunione e Liberazione, St. Egidio, Regnum Christi) getragenen großen regionalen und internationalen Weltjugendtreffen ziehen Hunderttausende junger Leute an, viele gutwillig, zu viele kritiklos: In Zeiten
* Paul Shanley von der Erzdiözese Boston im Februar.
des Mangels an überzeugenden Leitfiguren suchen sie vor allem den gemeinsamen "Event". Die persönliche Ausstrahlung von "Johannes Paul Superstar" ist meist wichtiger als die von ihm verkündeten Inhalte - und die Auswirkung auf das Gemeindeleben gering.
Getreu seinem Wunschbild einer uniformen Gehorsamskirche sieht der Papst die Zukunft der Kirche fast ausschließlich in jenen gut kontrollierbaren konservativen Laienbewegungen. Dazu passt der offensichtliche Vertrauensentzug gegenüber dem konziliar orientierten Jesuitenorden: Von den früheren Päpsten bevorzugt, werden die Jesuiten jetzt aufgrund ihrer intellektuellen Qualitäten, kritischen Theologie und befreiungstheologischen Optionen als Sand im Getriebe der päpstlichen Restaurationspolitik empfunden.
Stattdessen schenkte Karol Wojtyla schon als Krakauer Erzbischof sein volles Vertrauen dem finanz- und einflussmächtigen, aber undemokratischen und in der Vergangenheit mit faschistischen Regimen kompromittierten Geheimbund Opus Dei, der vor allem in Finanzwelt, Politik und Publizistik aktiv ist, den er durch einen besonderen Rechtsstatus der Aufsicht der Bischöfe entzog.
Folgen: Die oft kritischeren Jugendlichen aus Verbänden und Gemeinden (außer Ministranten) bleiben den großen Treffen meist fern, die nicht organisierten "Durchschnittskatholiken" ohnehin. Katholische Jugendverbände, die nicht auf römischer Linie liegen, werden auf römi-
sches Geheiß durch Finanzentzug von Seiten der Ortsbischöfe diszipliniert und ausgehungert. Durch die wachsende Rolle des erzkonservativen und undurchsichtigen Opus Dei in vielen Einrichtungen ist ein Klima der Unsicherheit und der Verdächtigungen entstanden. Ursprünglich kritische Bischöfe schmiegten sich dem Opus Dei an, während früher engagierte Laien sich resigniert zurückzogen.
HISTORISCHE SÜNDEN: Johannes Paul II. rang sich im Jahr 2000 zu einem öffentlichen Sündenbekenntnis für Verfehlungen der Kirche in der Vergangenheit durch, doch hat er daraus kaum praktische Konsequenzen gezogen.
Das barock-bombastisch in St. Peter mit Kardinälen inszenierte Schuldbekenntnis für die kirchlichen Verfehlungen blieb vage, unspezifisch und doppelbödig. Nur für die Verfehlungen der "Söhne und Töchter" der Kirche bat der Papst um Vergebung, nicht für die der "Heiligen Väter", die der "Kirche selbst" und die der anwesenden Hierarchen.
Der Papst hat nie zur Verwicklung von Kurienstellen in mafiöse Geschäfte Stellung bezogen und hat mehr zur Verschleierung als zur Aufdeckung von Skandalen und Verbrechen beigetragen. Auch im Verfolgen der Pädophilie-Skandale von Klerikern war der Vatikan außerordentlich zögerlich.
Folgen: Das halbherzige päpstliche Schuldbekenntnis hat keine Folgen - keine Umkehr, keine Taten, nur Worte.
Für die katholische Kirche erweist sich dieses Pontifikat damit trotz seiner positiven Aspekte insgesamt als eine große
enttäuschte Hoffnung, letztendlich als ein Desaster. Denn durch seine Widersprüche hat dieser Papst die Kirche zutiefst polarisiert, ihr zahllose Menschen entfremdet und sie in eine epochale Krise gestürzt - eine Strukturkrise, die nach einem Vierteljahrhundert fatale Entwicklungsdefizite und einen enormen Reformstau offenbart.
Gegen alle Intentionen des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde das mittelalterliche römische System, ein Machtapparat mit totalitären Zügen, durch geschickte und rücksichtslose Personal- und Lehramtspolitik restauriert. Bischöfe gleichgeschaltet, Seelsorger überlastet, Theologen mit Maulkörben versehen, Laien rechtlos gehalten, Frauen diskriminiert, nationale Synoden und Kirchenvolksbegehren ignoriert, dazu Sexskandale, Diskussionsverbote, liturgische Gängelei, Predigtverbot für Laientheologen, Aufforderung zur Denunzierung, Verhinderung der Abendmahlsgemeinschaft - an all dem ist kaum "die Welt" schuld?!
So ist denn die hohe Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche aus der Zeit von Johannes XXIII. und des Zweiten Vatikanischen Konzils dahin.
Wollte der nächste Papst die Politik dieses Pontifikats weiterführen, würde er den ungeheuren Problemstau noch verstärken und die Strukturkrise der katholischen Kirche geradezu ausweglos machen. Nein, ein neuer Papst muss sich zu einem Kurswechsel entscheiden und der Kirche Mut zu Neuaufbrüchen geben - im Geist von Johannes XXIII. und in Konsequenz der Reformimpulse des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Hans Küng
gehört zu den bedeutendsten katholischen Theologen der Gegenwart. Mit der Kirchenobrigkeit liegt der in Tübingen lebende Schweizer seit Jahrzehnten in Dauerfehde. Wegen seiner kritischen Anfragen zum Papsttum entzog ihm der Vatikan 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis. Dennoch ist Küng, 75, weiterhin Priester und lehrte bis zu seiner Emeritierung 1995 an der Universität Tübingen ökumenische Theologie. Als Präsident der "Stiftung Weltethos" berät er die Uno.
DER SPIEGEL 13/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.