19.03.1979

„Nachts kommt das KZ zurück“

Manfred Ludwig Kopp war 18, als ihn die Gestapo holte, "wegen Verbreitung marxistischer Tendenzen Sein Vater, fanatischer Nazi und Kartonagenfabrikant in Augsburg, hatte die Maßnahme erbeten.
In Buchenwald wurde Kopp von der 55 zusammengeschlagen und ausgepeitscht, im Steinbruch von Mauthausen geschunden, in Afrika bei der "Bewährungstruppe 999" mußte er Minen räumen. Als der Krieg vorbei war, war Kopp kaputt.
1952 schickte ihn ein Ost-Berliner Gericht noch einmal aus politischen Gründen, wegen angeblicher Boykotthetze, für drei Jahre hinter Gitter. Heute ist Kopp, sagt einer seiner Ärzte, ständig "dem Zusammenbruch nahe". Seine Frau hat ihn verlassen, er lebt isoliert, arbeiten kann er längst nicht mehr.
Immer mal wieder, sagt Kopp, "setzt"s plötzlich aus". Aber bislang mochte ihm das Landesentschädigungsamt in Bayern, wo er seit 1954 wieder lebt, keine vollständige materielle Wiedergutmachung gewähren: Kopps Leiden, so die behördliche Argumentation, könnten schließlich zum Teil auch aus der DDR-Haft stammen, und außerdem sei er weniger als ein Jahr im KZ gewesen; ein Jahr lang aber muß einer schon im Konzentrationslager gewesen sein, damit eine 25prozentige Erwerbsminderung von Amts wegen als "verfolgungsbedingt" und damit als rentenwürdig anerkannt wird.
Aber Verfolgung bedeutete nicht immer Haft oder KZ. Für die Gruppe jener, die trotzdem bis heute für ihren Widerstand zahlen, steht der Heidebauer Johannes Renken, 84. Anfang der dreißiger Jahre Abgeordneter für den konservativen Christlich-sozialen Volksdienst im Reichstag, war Renken in seinem Heimatdorf Insel bei Soltau ein unerschütterlicher Warner vor den Nazis.
Sein lokaler Widersacher, der spätere Kreisbauernführer Hermann Lütjens, hatte sich zum Ziel gesetzt, den orthodoxen Lutheraner, dem das Kreisblatt bereits 1933 "Eignung für ein Konzentrationslager" attestiert hatte, "runter vom Hof" zu bringen. 1939 war es soweit. Er wurde für "nicht bauernfähig" erklärt und mußte den 139 Hektar großen Helkenhof verkaufen.
Durch drei Instanzen versuchte er bis heute Wiedergutmachung zu erlangen, denn von dem in 39 Teile zerstückelten Besitz konnte er lediglich den Resthof mit 56 Hektar zurückkaufen. Das Oberlandesgericht Celle ermahnte Renken, endlich "einzusehen, daß er den Hof nicht durch NS-Verfolgungsmaßnahmen, sondern aus tatsächlichen Gründen" verloren habe. Tatsächlich wurde der Verlust 1940 durch andere Celler Richter -- am damaligen Landeserbhofgericht -- bestätigt.
Als von 1953 an der Nachkriegs-Rechtsaußen Hans-Christoph Seebohm den Wahlkreis Harburg-Soltau in Bonn für die Deutsche Partei vertreten durfte und längst Minister war, empfing er den inzwischen zum Kreisjägermeister demokratisierten Lütjens schon gern mal zum Gespräch. Damals verließ Renken die von ihm in Soltau mitbegründete CDU, aber, sagt er noch heute beinahe hilflos, "irgendwo mußten die Nazis doch hin, man konnte sie ja nicht alle erledigen".
Man konnte es wirklich nicht, So blieb "KZler" den Deutschen ein suspektes Wort auch nach dem Kriege, und eine "Anti-Nazi-Vergangenheit" -- so empfindet der Münchner Rechtsanwalt Fritz J. Berthold, der im polnischen wie im französischen Widerstand war -- werte hierzulande einen Menschen fast immer ab.
Für die Mehrheit der Deutschen heißt immer noch "Zusammenbruch", was die Minderheit dieser "KZler" 1945 als Befreiung erlebte -- etwa durch Sowjetsoldaten am 27. Januar in Auschwitz, durch die Briten am 15. April in Bergen-Belsen oder durch US-Truppen am 29. April in Dachau.
Diskriminiert, wenigstens scheel angesehen fühlen sich die meisten, die das Dritte Reich als Verfolgte überlebt haben. Manches daran mag nervlicher Überreizung und schicksalsbedingter Verfolgungspsychose zuzuschreiben sein -- das meiste ist erlebt und immer wieder als Kränkung erfahren worden.
Vor Jahren suchte Karl Ibach, Vorsitzender des "Zentralverbandes Demokratischer Widerstandskämpfer und Verfolgtenorganisationen" (ZDWV), eine Anstellung als Versicherungsvertreter. Der Personalchef der "Colonia", mit dem er so gut wie einig war, ermahnte ihn, die Kunden möglichst nicht mit seiner Nazi-Gegnerschaft zu behelligen. Ibach lehnte den Job ab, obwohl es ihm "wirtschaftlich ziemlich mies ging".
Ibach ist mit 63 einer der jüngsten NS-Verfolgten. Mit 16 Jahren ging er zu den Sozialdemokraten, doch schon im Jahr darauf, 1932, wurde er KPD-Mitglied: "Die SPD erschien mir damals, wie so vielen, zu lau."
Das Wuppertaler Konzentrationslager Kemna, in das Ibach 1933 mit 2000 anderen Anti-Nazis aus dem Bergischen Land eingeliefert wurde, kann er heute noch vom Fenster seines Hauses sehen. Dort, erinnert er sich, "sind schlimmere Sachen passiert als bei "Holocaust"".
Der Jung-Kommunist kam damals erst noch einmal frei, ging in die Illegalität, wurde 1936 erneut verhaftet, wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Dann: Politischer Zuchthäusler mit rotem Winkel in Münster und Waldheim, "Moorsoldat" in den Emsland-Lagern, 1943 "Bewährungstruppe 999", russische Kriegsgefangenschaft.
Die Rückkehr nach Wuppertal 1948 war zunächst auch die Heimkehr zur KPD. Doch die schien ihm aus der Vergangenheit nichts gelernt zu haben. Nach einer Reise in die DDR Ende 1949 verließ er die KPD und trat in die SPD ein.
Der emotionale Hitler-Gegner Kopp, der Konservative Renken, der Linksdemokrat Ibach alle drei stehen für eine politisch heterogene Randgruppe, deren Angehörige gleichwohl eines gemein haben: Sie haben einst Opfer gebracht und sind, anders gewiß, auch Opfer geblieben.
Wo die jüdische Symbol-Familie Weiß des Fernsehfilms "Holocaust" noch einmal öffentliche Bewegung für die fünf bis sechs Millionen Ermordeten und damit für die mit Abstand größte Verfolgtengruppe, die europäische Judenheit. bewirken konnte, sprechen Kopp, Renken und Ibach, wenn man sie hören will, für die politischen NS-Gegner, die der physischen Vernichtung entgangen sind.
* Politiker und leitende Rundfunkangestellte, unter ihnen (v. l.) die SPD-Abgeordneten Heilmann und Reichspräsidentensohn Ebert, nach der Einlieferung in das KZ Oranienburg.
Schätzungen der Verfolgtenorganisationen gehen derzeit noch von rund 60 000 Überlebenden aus. Die Zeit ist absehbar, da der letzte Zeuge für das andere Deutschland weggestorben sein wird. Und "wenn es soweit ist", sagt Ibach, "werden es wenige bedauern, manche begrüßen -- den meisten wird es egal sein".
Diese Gleichgültigkeit empfinden die meisten NS-Verfolgten als schlimmsten nationalen Undank, und sie begegnen ihm überall. Auf den für Wiedergutmachung und Entschädigung zuständigen Ämtern stoßen sie inzwischen häufig auf Beamte, die Leidenskausalitäten von damals auf heute schlicht leugnen, meist restriktiv entscheiden und gerade den in seiner Gesundheit geschädigten Antragsteller von Gutachter zu Gutachter schicken.
Alfred Haag von der bayrischen Landes-"Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" (VVN), sieben Jahre Dachau und Mauthausen, weiß von "unendlich vielen Fällen", in denen die "Verfolgungsbedingtheit" (Amtsjargon) schwerer Gesundheitsschäden trotz langer Lagerhaft erfolgreich durch drei Instanzen bestritten wurde: "Viele sind an der totalen Aussichtslosigkeit ihres Falles zerbrochen."
Zwei Drittel derer, die in der NS-Haft ihre Gesundheit einbüßten, leiden nach Schätzungen von Experten an zum Teil schweren Psychosen, die sich oft erst im Alter bemerkbar machten: KZ-Träume, Verfolgungswahn, Angst, von hinten angesprochen zu werden, Depressionen bei der geringsten Erinnerung an die Vergangenheit.
"Früher kamen die Kameraden wegen ihrer Entschädigungsanträge in die Sprechstunde", berichtet Adolf Burg, langjähriger Vorsitzender des Berliner "Bundes politisch, rassisch, religiös Verfolgter", den die SS durch mehrere Gettos und Lager schleppte, "heute dagegen passiert es, daß ein alter Mann hereinstürzt und darum bittet, sofort seinen früheren KZ-Wächter zu verhaften, dem er gerade auf dem Kurfürstendamm begegnet" sei.
Tagsüber, so der Frankfurter Journalist Heinz Brandt, 69, Auschwitz-Häftling Nummer 69 912, "scheint man von psychischen Haftnachwirkungen völlig frei zu sein". Doch "nachts kommt das KZ regelmäßig zu mir zurück", und er schreit "aus dem Traum noch immer nach Hilfe".
Die Interdependenz ist augenfällig: Je gründlicher die Mehrheit das NS-Trauma verdrängt, desto stärker kehrt es in die Träume und ins Bewußtsein der einst verfolgten Minderheit zurück. Doch "für die jungen Leute auf den Ämtern", resigniert ein Berliner Jude, der sich geschworen hat, nie wieder eine Entschädigungsbehörde zu betreten, "sind wir die verrückten Alten".
Addiert man die Angaben der verschiedenen Verfolgtenverbände, so liegt das derzeitige Durchschnittsalter ihrer Mitglieder etwa bei 72 Jahren. Seit 1974 hat sich die Gesamtzahl der NS-Opfer um ein Viertel verringert. ZDWV-Präside Ibach nimmt an Beerdigungen nicht mehr teil: "Ich wäre sonst nur noch zu Gräbern unterwegs."
Der Durchschnittsverfolgte, nach der Altersstatistik 1906 geboren, war 1933, bei Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, 27 Jahre alt. War er ein erklärter Nazigegner, aktiver Sozialdemokrat etwa oder Kommunist, so prügelte ihn die SA oft noch im selben Jahr in ein sogenanntes Schutzhaftlager -- "zum Schutz von Volk und Staat", wie es Reichspräsident Paul Hindenburg der NSDAP durch diese Verordnung ermöglicht hatte.
Wurde er später als "besserungsfähig" entlassen, häufig mit dem Aktenvermerk "wehrunwürdig", und nahm er dann wieder Verbindung zu den Parteifreunden auf, riskierte er Gestapo-Haft und Volksgerichtshof. Ein Kontakt zur Exil-SPD in Prag galt 1936 als "Vorbereitung zum Hochverrat" und bedeutete, je nach Beweislage, zwischen zwei und zwölf Jahren Zuchthaus.
War einer Jude oder jüdischer Herkunft, so galt er von November 1935 an nicht mehr als "Reichsbürger", war von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen und durch das "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" mit hohen Strafen für "Rassenschande" bedroht. Von 1938 an war der Vorname von Amts wegen "Israel" oder "Sara", die Kennkarte trug den Aufdruck "J.". Und von Januar 1942 an war er nur noch einer von elf Millionen, für die das Regime auf der sogenannten Wannsee-Konferenz hoher SS-Führer die "Endlösung" vorgesehen hatte, die physische Vernichtung.
In die Todesmaschinerie des Dritten Reiches gerieten neben Juden bekennende Christen und Zeugen Jehovas, Homosexuelle wie Zigeuner, geistig Behinderte wie "Wehrkraftzersetzer". NS-Opfer konnte leicht werden, wer im Krieg den falschen Sender hörte oder den falschen Witz erzählte, wer als Bürger eines besetzten Landes Widerstand leistete oder wer als Deutscher menschlich blieb und Verfolgten beistand.
Und keiner, so schrieb später der Buchenwald-Häftling und Politikwissenschaftler Eugen Kogon, "ist so herausgekommen, wie er hineingegangen ist". Wer davonkam, war schon dadurch geprägt, daß er die Ermordung anderer hatte miterleben müssen. Und viele von denen, die weiterlebten, waren zerstört.
Gleichwohl, es machte einen Unterschied, in welch innerer Verfassung einer der Extremsituation des Konzentrationslagers ausgesetzt worden war. Art und Ausmaß der Schäden hingen, sofern einer der Gaskammer oder der Erschießung entging, auch davon ab, ob er das KZ als aktiver Widerständler oder als passives Opfer erlebte. Eine österreichische Untersuchung ergab beispielsweise, daß jüdische Gefangene, die das KZ überlebten, vorwiegend "depressiv", Widerstandskämpfer dagegen durchaus "aktiv und lebensfroh" gewesen seien.
Professor Paul Matussek, Leiter der Münchner Max-Planck-Forschungsstelle für Psychopathologie und Psychotherapie, bestätigt diesen Befund. In seiner Untersuchung über "Die Konzentrationslagerhaft und ihre Folgen" kommt er zum Schluß, eine "ideologische Identifizierung" habe sich "in der Belastungssituation" als "kraftspendend" erwiesen.
Zwei DDR-Psychiater, die bereits Anfang der sechziger Jahre die gesundheitliche Verfassung von 96 NS-Häftlingen -- kommunistische und sozialdemokratische Widerstandskämpfer -- untersuchten, kamen zu demselben Ergebnis: Konspirative Lager-Aktivitäten hatten die Probanden allesamt befähigt, "ungünstige Auswirkungen auf das Nervensystem weitgehend zu kompensieren".
Wer nicht als bewußter Gegner, sondern nur als Opfer litt, überstand dagegen den Lagerterror selten ohne psychische Deformation. Besonders schwere Schäden trugen nach ärztlichen Feststellungen beispielsweise die wenigen jüdischen Kinder davon, die das KZ überlebten. Manche mußten noch zehn Jahre nach ihrer Befreiung in Heil- und Pflegeanstalten leben.
"Ein großer Teil" dieser KZ-Kinder, so recherchierte damals die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, war "durch KZ und Nachkrieg völlig entwurzelt"; sie stellten "ein beachtliches Kontingent" der jüdischen Gefängnisfürsorge dar, nur ein "geringer Prozentsatz hat eine Berufsausbildung nachgeholt".
Während das Kriegsende den Juden zuvörderst das ganze Ausmaß des Schrecklichen deutlich machte, das über sie gekommen war, erlebten Widerständler den Kollaps des NS-Regimes zukunftsorientiert. "Das Motiv des politischen Widerständlers" hatte ihn, wie der Kölner Mediziner Hans-Joachim Herberg, Vorsitzender des Deutschen Dokumentationszentrums für Gesundheitsschäden nach Gefangenschaft und Verfolgung, an Hand Hunderter von Gutachten feststellte, "von psychischen Belastungen eher frei" gehalten, "und er gehörte zum Schluß bewußt zu den Siegern".
Wer als Jude im besiegten Deutschland geblieben war, erlebte sehr rasch, so Herberg, "wie der Mehrheit der Deutschen die NS-Verbrechen und damit auch die Opfer lästig wurden". Und die Opfer paßten sich an: Sie tilgten, ganz ähnlich wie viele der SS-Wächter, das KZ aus ihren Biographien. Manche weigerten sich, in NS-Prozessen als Zeuge auszusagen. Viele leugneten fortan ihr Verfolgten-Schicksal wie eine Herberg-Patientin, die darauf besteht, ihre Wiedergutmachungsunterlagen in der Praxis nur in einem verschlossenen Umschlag aufbewahren zu lassen.
Wenn der Berliner Verfolgten-Sprecher Burg, dessen Verbandsmitglieder zu 80 Prozent jüdischer Herkunft sind, zu ihnen über die Nazis von damals und die Neonazis von heute reden will, spürt er "die ganze Angst und Müdigkeit derer, die immer nur Opfer gewesen" sind: "Wir wollen das nicht wissen, Burg", verweigern sie sich, "wir wollen nicht erinnert werden."
Schon das Vorfahren eines Autos oder das Klingeln an der Tür kann bei ihnen Panikreaktionen auslösen. Ihre Angstzustände, ihre Kontaktscheu, ihre Unfähigkeit, sich zu freuen, ihr "Überlebens-Syndrom" sind nach den Erfahrungen Herbergs nur äußerst schwer zu therapieren. Ihre Extremschädigung beschreibt Herbergs Kollege, der Nervenarzt Erich Kluge: "Diejenigen, die durch solche Höllen gegangen sind, sind bar jeder Dynamik. sie sind adynam im höchsten Grade, sie produzieren und entwickeln nichts. Diese Menschen reagieren nicht einmal mehr."
Für die "Politischen" dagegen trug zur Kompensation von Leidensdruck auch ihre sofortige Inanspruchnahme durch die Siegermächte bei, wenigstens in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Sie wurden als Bürgermeister und Landräte verpflichtet, erhielten von den Militärregierungen die ersten Zeitungslizenzen, fungierten als Treuhänder für beschlagnahmtes Nazi-Vermögen und schieden, dies freilich nur kurze Zeit, in den Spruchkammern die Belasteten von den Mitläufern.
Wie sehr gerade die Widerständler sich von Anfang an als politische Neugestalter begriffen, zeigt der Marsch der aus dem Zuchthaus Brandenburg-Görden Befreiten. Auf ihrem Weg nach Berlin hielten sie in märkischen Dörfern politische Versammlungen ab, predigten die Bodenreform lange vor der sowjetischen Besatzungsmacht und verteilten auf eigene Faust an die landarmen Bauern etwa von Päwesin den Grundbesitz derer von Ribbeck.
Wie breit der antifaschistische Grundkonsens unter den Verfolgten in jener Zeit war, erhellt die Zusammensetzung des im Juni 1945 gebildeten Berliner Hauptausschusses "Opfer des Faschismus" (OdF): Dort arbeitete der kommunistische Reichstagsabgeordnete Ottomar Geschke (KZ Sachsenhausen) neben dem sozialdemokratischen Verleger Otto Braß (Zuchthaus Brandenburg) und dem evangelischen Propst Heinrich Grüber (KZ Sachsenhausen), der Chemiker Robert Havemann (Zuchthaus Brandenburg) neben der Juristin Marion Yorck von Wartenburg, Witwe des in Berlin-Plötzensee hingerichteten 20.-Juli-Mannes Peter Yorck von Wartenburg.
Der OdF-Ausschuß verteilte in den ersten beiden Nachkriegsjahren Bekleidung, Lebensmittel und Wohnungen an die zurückkehrenden NS-Verfolgten. Er organisierte einen eigenen Suchdienst, gründete Sanatorien und Erholungsheime und brachte Aufklärungsbroschüren wie "Die Toten den Lebenden" (90 000 Stück) und "Wir klagen an" (23 000 Stück) unters ausgebombte Volk.
Zugleich betrieben seine Mitglieder die Prüfung und Anerkennung individueller Verfolgung. Als ordentliche deutsche Dienststelle ließen sie Fragebogen drucken und Prüfungskommissionen einrichten, deren Aufgabe es war, Kriminelle und in die Widerständler-Tarnung geschlüpfte SS-Leute auszusieben. Wer aktive Résistance nachweisen konnte, erhielt einen Ausweis mit dem Aufdruck "Kämpfer", der bei den anderen fehlte.
Lokale Komitees ähnlich dem Berliner vertraten in den vier Besatzungszonen eine Viertelmillion anerkannter NS-Verfolgter. Deren 130 Repräsentanten, die insgesamt 454 Jahre Hitlerkerker hinter sich hatten, gründeten im März 1947 in Frankfurt am Main den Gesamtdeutschen Rat der damals einzigen Verfolgten-Vereinigung VVN.
Die Einheitsfront überdauerte keine fünf Jahre. Jene Pakte, die noch in den Konzentrationslagern und Zuchthäusern zwischen Sozialdemokraten, Kommunisten und Bürgerlichen geschlossen worden waren, hielten kaum länger als die Anti-Hitler-Koalition der Alliierten. Der erste SPD-Vorsitzende und Dachau-Häftling Kurt Schumacher nannte Kommunisten alsbald wieder "rotlackierte Nazis". Und der Kommunist Franz Dahlem, der nach der Befreiung zusammen mit SPD-Häftlingen in der sogenannten "Mauthausener Abschiedserklärung" beschworen hatte, "einen gemeinsamen Weg" gehen zu wollen, zieh die "rechten SPD-Führer" der "Spaltungspolitik".
In demselben Maße, wie Deutschland-Ost und Deutschland-West politisch auseinanderdrifteten, verflüchtigte sich der politische Impetus des Antifaschismus, wie ihn die Verfolgten verkörperten. In Westdeutschland kam das Wort schnell außer Mode, in Ostdeutschland schrumpfte es zum kommunistischen Schlagwortkürzel "Antifa".
Während in der DDR der Widerstand gegen den Hitlerismus allmählich zur alleinigen KPD-Domäne umgefälscht wurde und Bürgerliche wie Sozialdemokraten bald erneut einsaßen, brachte in der Bundesrepublik das KPD-Verbot von 1956 viele NS-Verfolgte abermals hinter Gitter, zumeist auch Mitglieder der von Kommunisten dominierten VVN.
Die Folge war zwangsläufig eine organisatorische Zersplitterung der Verfolgten, für die heute jeder, je nach Lager, unterschiedliche Gründe nennt. DKP-Mitglied Kurt Baumgarte etwa, 66, aus Hannover, zehn Jahre Haft wegen "Vorbereitung zum Hochverrat", sieht, wie anders, die Schuld bei den Sozis: "Bei manchen von denen war schon bald der Antikommunismus größer als die Hitler-Gegnerschaft." Auch an der Saar kennt der Verfolgten-Vorsitzende Horst Bernard einen alten KP-Kameraden, der wegen "der verratenen Volksfront" so viel "Horror vor der SPD" habe, daß man ihn wegen regelmäßiger Wutausbrüche gar nicht öffentlich auftreten lassen könne.
Werner Koch, 68, als Pfarrer der Bekennenden Kirche im KZ Sachsenhausen und nach dem Kriege Mitglied im VVN-Hauptausschuß, erinnert dagegen "reine SED-Herrschaft"; er habe damals seinen "Hut genommen, weil andere sich da nicht mehr durchsetzen konnten".
Der Flensburger Regierungsinspektor Leonhard Schwarz, 57, hält die Reihen seines "Verbandes demokratischer Widerstandskämpfer und Verfolgter" fest geschlossen: "Wir nehmen jeden, der sich zu unseren Zielen bekennt -- nur keine Kommunisten,"
Bei Sozialdemokraten wie dem Hannoveraner Albert Hoff, 71, im Dritten Reich Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe und seit 1968 in der SPD, ist die Berührungsangst schon aus biographischen Gründen geringer: Der im Kalten Krieg aufbrechende Ost-West-Gegensatz habe die Verfolgten-Einheit auch zerstört, "weil bestimmte Sozialdemokraten aus Angst vor Volksfront eine Ansteckung fürchten".
Selbst Ludwig Linsert, 71, ehemaliger DGB-Chef in Bayern und Sprecher der Münchner "Arbeitsgemeinschaft politisch verfolgter Sozialdemokraten" (AVS), macht rückblickend das "Phlegma der Sozialdemokraten" dafür verantwortlich, daß Mitte der fünfziger Jahre die einstmalige Geschlossenheit in der VVN verlorenging. Untätig habe die Partei zugesehen, wie die Kommunisten fast alle Positionen übernahmen, und "dann hat alle Welt geschrien, da gehen wir raus, da sind zu viele Kommunisten drin".
Ob sie nun drinblieben oder rausgingen -- die Organisationen verkümmerten allesamt. Diejenigen Gruppen, die sich zur Abgrenzung von der seither kommunistisch geprägten VVN einen anderen Namen mit dem Beiwort "demokratisch" gaben, sind untereinander längst auch wieder zerstritten und mögen nicht einmal Gedenktage gemeinsam feiern.
Insgesamt 16 Gruppierungen gehören einem der beiden Dachverbände an, die mehr gegen- als miteinander arbeiten:
* der "Zentralverband Demokratischer Widerstandskämpfer und Verfolgtenorganisationen" (ZDWV) mit Sitz in Bonn, 1954 als antikommunistische VVN-Alternative gegründet, und
* die "Union Deutscher Widerstandskämpfer- und Verfolgtenverbände" (UDWV) mit Sitz in Frankfurt, 1963 von abtrünnigen hessischen ZDWV-Mitgliedern, versprengten Anhängern des alten "Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold" und früheren katholischen Jugendbündlern ins Lehen gerufen.
Verbandsquerelen und Desinteresse haben regional bereits völligen Schwund bewirkt. Der ZDWV beispielsweise ist in Hessen überhaupt nicht mehr präsent, die Überlebenden von Hamburg haben schon vor Jahren in Schleswig-Holstein unterschlüpfen müssen. Und in Nordrhein-Westfalen, sagt Vorsitzender Ibach, "sind die Kreis- und Ortsebenen längst zusammengebrochen".
In Niedersachsen steckte die sozialdemokratische AVS schon vor Jahren auf; ihr früherer Landesgeschäftsführer Fritz Wulfert: "Albern, so was mit Gewalt hochzuziehen." In Baden-Württemberg hielt sich neben den jüdischen Kultusgemeinden nur die VVN.
Allein in München existiert noch eine aktive "Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Verfolgtenorganisationen" (ABV), der fünfzehn Verbände angehören -- von der VVN auf der linken bis zur "Freiheitsaktion Bayern" (FAB), wo eher monarchistische Traditionen gepflegt werden.
Sonst, urteilt Pfarrer Koch, der selbst nur noch beim "Sachsenhausen"-Komitee mittun mag, seien "die Organisationen der NS-Verfolgten heute meistens eher Briefkasten-Firmen". Bei den Sachsenhausern arbeitet Koch als Präsidiumsmitglied mit Kommunisten zusammen, wegen deren Übergewicht er vor über dreißig Jahren die VVN verließ. Die Mitgliedschaft dieses Komitees entspricht freilich noch
* Abtransport festgenommener Funktionäre in Düsseldorf.
am ehesten der soziologischen Struktur, wie sie einst im Lager bestand: Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen und Bürgerliche -- in dieser Reihenfolge.
Die vier Gruppen stellten in Sachsenhausen je einen Lagerältesten und hatten sich, unbemerkt von der SS, illegal organisiert. Heinz Junge, 64, der damals zur Leitung der Lager-KPD gehörte, ist heute Sekretär des Komitees.
Im Dortmunder Arbeiterviertel Barop, wo Junge in seiner Sozialwohnung die Sachsenhausen-Kartei führt, verwahrt er die eine oder andere Reliquie aus dem Lager. Ein Stück Stacheldraht, bei einem späteren Besuch aufgelesen, ein handgeschriebenes und in der Lager-Werkstatt heimlich gebundenes KZ-Liederbuch, das, hätte es seinerzeit die 55 entdeckt, für einen Genickschuß gut gewesen wäre.
Oder schließlich ein blau-weißes Fähnchen mit aufgenähtem roten Winkel und der Nummer 16036 -- "Das war die Nummer von unserem Heinz Bartsch, der war kommunistischer Lager-Altester und ist erschossen worden."
Nebenan im Kleiderschrank hängt, wohl konserviert, der KZ-Drillich von damals, den Junge bei der Befreiung trug und in dem er sich quer durch Deutschland bis nach Dortmund durchgeschlagen hat. Bei demonstrativen Gelegenheiten kleidet sich der ehemalige Konzentrationär in eine nachgeschneiderte blau-weiße Montur, die alte würde nicht mehr passen.
Rund 600 bundesdeutsche Mitglieder zählt die Sachsenhauser Lagergemeinschaft heute noch, und "laufend kommen Verlustmeldungen" (Junge). "Wenn ich Todesanzeigen aufnehmen würde", sagt Karl Ibach, der für seinen Zentralverband die Monatszeitschrift "Freiheit und Recht" herausgibt, wäre "immer die Hälfte des Heftumfangs dafür weg."
Treffen werden immer seltener. "Sind ja alles alte Leute, mehr als einmal im Jahr auf Landesebene ist nicht mehr drin", klagt Ibach. Da läuft die Kommunikation "mehr und mehr über die Zeitung".
Adolf Burg vom Berliner "Bund politisch, rassisch, religiös Verfolgter" hat die alljährliche Festlichkeit im "Hilton" schon vor Jahren aufgegeben. Wenn er wie immer im Frühjahr zur Gedenkstunde auf dem Güterbahnhof Grunewald einlädt, von wo einst die Güterzüge in die Vernichtungslager fuhren, werden die Aktiven von Jahr zu Jahr weniger: "Es ist", sagt Burg, "nicht zu ändern, und wenn wir aussterben, sterben wir eben aus."
Noch drastischer formuliert es Hans Alfken, 79, von der niedersächsischen ZDWV-Sektion "Bund der Verfolgten des Naziregimes": "Bei uns sind nur noch 200 alte Leute, die langsam am Abkratzen sind."
Eine Überlebensstrategie glaubt allein die VVN gefunden zu haben, die ihren Mitgliederstand mit 15 000 angibt und der zehn Landesverbände, drei sogenannte Lagergemeinschaften und die Organisation der republikanischen Spanienkämpfer angehören; 1971 öffnete sie sich als "Bund der Antifaschisten" für junge Mitglieder --
* Festakt zum 30. Jahrestag der Gründung der VVN, 1977, in Frankfurt.
ein kommunistischer Traditionsverein gewissermaßen. Verfolgte und Nachgeborene halten sich dadurch laut VVN-Geschäftsführer Hans Jennes, 68, "gegenwärtig die Waage, mit leichtem Übergewicht der Alten".
Das neue Miteinander-Füreinander stilisieren VVN-Funktionäre gern zur harmonischen Antifa-Idylle. "Ein zweiter Frühling", freuen sich jung und alt beispielsweise im Hamburger Landesverband. Aber es ist auch da nicht mehr wie früher: Von ehemals 27 Hamburger Ortsvereinigungen existieren nur noch 14.
Und doch: Für einen Moment scheint die gesellschaftliche Randgruppe der Verfolgten noch einmal gefragt. Seit 20 Millionen Bundesdeutsche sich der NS-Vergangenheit auf amerikanisch konfrontiert sahen, durch die TV-Serie "Holocaust", wundert sich beispielsweise der Düsseldorfer Jude und Kommunist Werner Stertzenbach: "Jeden Tag sitzt jemand bei mir im Sessel und sagt, er wollte schon immer mal mit mir reden."
Nach Beobachtungen des Lehrers Gerrit Marsen, Jung-Mitglied im Hamburger Vorstand, hat "der "Holocaust"-Effekt vor allem Schüler dazu gebracht, sich zu fragen, wo in ihrer Nachbarschaft vielleicht noch einer der wenigen lebt, die Widerstand geleistet haben".
Überall sind derzeit die noch Rüstigen unter den Verfolgten unterwegs: um, wie in Berlin, an Schüler-Diskussionen über den Nationalsozialismus teilzunehmen, um, wie in Düsseldorf oder Clausthal-Zellerfeld, Ausstellungen über ihren Widerstand zu organisieren oder, wie in Hamburg, sich als Stadtführer zu den Orten hanseatischer Gegenwehr zu betätigen.
Doch die emotionale Betroffenheit der Fernseh-Volksgemeinschaft über das Schicksal der "Holocaust"-Familie Weiß werde, so fürchten die Überlebenden, die Verdrängung nicht verdrängen können. Das sei "nicht mehr als ein Strohfeuer", meint Karl Ibach, und das sei nicht einmal einmalig: Vor zwanzig Jahren habe das "Tagebuch der Anne Frank" schon einmal das Stichwort "Bewältigung der Vergangenheit" geliefert -- und "wenig, armselig wenig hat es bewirkt".
Was immer die NS-Verfolgten heute politisch trennen mag, ob sie sich dem erwählten Volk zurechnen oder auf die klassenlose Gesellschaft warten fast alle eint die große Bitterkeit, verdiente Anerkennung in dieser Gesellschaft nicht gefunden zu haben. Jene Nachkriegshoffnung, "daß die NS-Verfolgten und Widerständler eine prägende Kraft beim wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau sein würden", konstatiert der Berliner Soziologieprofessor Theo Pirker, "hat sich nicht erfüllt".
Eine Erklärung dafür, warum die überlebenden Vertreter des anderen Deutschland zwar den Neubeginn nach draußen moralisch legitimierten" im Inneren jedoch weitgehend auf diese Alibi-Funktion beschränkt blieben, sieht Pirker in der politischen Orientierung der Adenauer-Ära: "Während mit dem 131er Gesetz mehr
oder minder stark NS-Belastete beinahe ohne jede Prüfung wieder in die Verwaltungen einziehen konnten, verschärften sich gegenüber den Verfolgten die bürokratischen Auflagen für den Nachweis ihrer Schädigung."
Die Schuld werde abgetragen in "schönen Worten", sagt Karl Ibach, "desto schöner, je höher das politische Amt des Redners". Und immer klinge es an den einschlägigen Feiertagen, als seien die Geehrten längst tot -- "Na eben die Nation gerettet, die Ehre gerettet, das kulturelle Erbe gerettet und was nicht alles."
Im nächsten Heft
Fast 60 Milliarden für Wiedergutmachung -- Keine Entschädigung für Kommunisten -- Wie die Verfolgten aus dem öffentlichen Bewußtsein verdrängt werden

DER SPIEGEL 12/1979
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 12/1979
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

„Nachts kommt das KZ zurück“

Video 02:58

Theresa Mays erbitterter Gegner Charmant, höflich, ganz schön rechts

  • Video "Schiffskollision vor Borkum: Frachter verkeilen sich - und werden getrennt" Video 01:04
    Schiffskollision vor Borkum: Frachter verkeilen sich - und werden getrennt
  • Video "Kommunikation zwischen Koalas: So laut wie ein Elefant (Bitte Ton anschalten!)" Video 00:42
    Kommunikation zwischen Koalas: So laut wie ein Elefant (Bitte Ton anschalten!)
  • Video "Flucht durch Amerika: Volles Risiko mit La Bestia" Video 12:04
    Flucht durch Amerika: Volles Risiko mit "La Bestia"
  • Video "Chaos in Sri Lankas Parlament: Sie warfen mit Stühlen und Chilipaste" Video 00:45
    Chaos in Sri Lankas Parlament: Sie warfen mit Stühlen und Chilipaste
  • Video "Rätselhaftes Unterwasser-Wesen: Feuerwalze vor Neuseeland gefilmt" Video 01:33
    Rätselhaftes Unterwasser-Wesen: "Feuerwalze" vor Neuseeland gefilmt
  • Video "Lindnern, Lauch, Verbuggt: Sprechen Sie Jugend?" Video 01:29
    "Lindnern", "Lauch", "Verbuggt": Sprechen Sie Jugend?
  • Video "Amateurvideos aus New York: Verkehrschaos durch Schneesturm" Video 01:29
    Amateurvideos aus New York: Verkehrschaos durch Schneesturm
  • Video "Überwachungsvideo: Zug kreuzt Straße" Video 00:38
    Überwachungsvideo: Zug kreuzt Straße
  • Video "Kampf um CDU-Vorsitz: Mir hat Herr Spahn gefallen - erstaunlicherweise" Video 04:57
    Kampf um CDU-Vorsitz: "Mir hat Herr Spahn gefallen - erstaunlicherweise"
  • Video "Panoramavideo aus Kalifornien: Was vom Feuer übrig blieb" Video 01:02
    Panoramavideo aus Kalifornien: Was vom Feuer übrig blieb
  • Video "Kontrollierte Detonationen: Südkorea sprengt Grenzposten" Video 01:13
    Kontrollierte Detonationen: Südkorea sprengt Grenzposten
  • Video "Revolution in der Medizin: Die Mensch-Maschinen" Video 12:36
    Revolution in der Medizin: Die Mensch-Maschinen
  • Video "Phantasy-Epos Phantastische Tierwesen 2: Wer stoppt Grindelwald?" Video 01:47
    Phantasy-Epos "Phantastische Tierwesen 2": Wer stoppt Grindelwald?
  • Video "Seltenes Lichtphänomen: Amateurfilmerin sichtet mehrere Halos" Video 00:43
    Seltenes Lichtphänomen: Amateurfilmerin sichtet mehrere "Halos"
  • Video "Nach Kritik der First Lady: Trumps Vize-Sicherheitsberaterin abgesetzt" Video 00:54
    Nach Kritik der First Lady: Trumps Vize-Sicherheitsberaterin abgesetzt
  • Video "Theresa Mays erbitterter Gegner: Charmant, höflich, ganz schön rechts" Video 02:58
    Theresa Mays erbitterter Gegner: Charmant, höflich, ganz schön rechts