22.01.1979

Diese Woche im Fernsehen

Montag, 22. 1.
20.15 Uhr. ZDF. Aus Forschung und rechnik
In Beiträgen über "Anfang und Ende des Weltalls" äußern sich amerikanische Wissenschaftler, darunter die Nobelpreisträger und "Urknall"-Forscher Arno A. Penzias und Robert W. Wilson, über neue astronomische Theorien.
21.00 Uhr. Alle III. Programme. Holocaust (1)
start der fragwürdigen amerikanischen Fernseh-Serie (Photo) über Hitlers Judenvernichtung (SPIEGEL 3/1979).
Die Fortsetzungen werden am 23., 25. und 26. Januar, jeweils um 21.00 Uhr, ausgestrahlt.
21.15 Uhr. ARD. Rechts schwenkt marsch
ARD-Korrespondent Horst Hano über die heutige Situation der portugiesischen Armee "nach Kolonialkrieg und Revolution".
21.20 Uhr. ZDF. Denken heißt zum Teufel beten
Fernsehspiel von Wolfgang Kirchner (Buch) und Nathan Jariv (Regie) über ein junges Mädchen, das sich von einer Sekte einfangen läßt.
23.00 Uhr. ARD. Bis zum Ende der Straße
Kanadischer Spielfilm (1970) um die Großstadt-Enttäuschungen zweier provinzierischer Hilfsarbeiter und Asphalt-Cowboys. Regie: Donald Shebib. Deutsche Erstaufführung.
Dienstag, 23. 1.
19.30 Uhr. ZDF. Damals (sw) Zarah-Leander-Film von 1943. Das klischeereiche Kriminalmelodram, eine der populärsten Ufa-Produktionen' inszenierte Arztfilme-Spezialist Rolf Hansen.
20.15 Uhr. ARD. Klimbim Ulk von Michael Pfleghar. 21.00 Uhr. ARD. Panorama
Hauptthema: "Was ist Stamokap? -- Ist der Staat Reparaturbetrieb des Kapitalismus?" Dazu Interviews mit den Professoren Karl Schiller, Detlev Albers und Erhard Kantzenbach. Sowie: "Schadenersatz für Grohnde -- Müssen wenige für viele zahlen?"
21.20 Uhr. ZDF. Wie sie wurden, was sie sind
Aus einem "sozialpsychologischen Ansatz" analysiert ZDF-Autor Ruprecht Eser "Terroristen-Lebensläufe'~. Die Sendung, die mit Hilfe des Bundeskriminalamts entstand und Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Bundesinnenministeriums verwendet, will klären, warum Susanne Albrecht, Rolf Heißler und Christian Klar "auf die andere Seite des Flusses" gingen. Alle drei hätten sich in ihrer Jugend durch "Sensibilität, soziales Engagement und ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden" ausgezeichnet: das beschreiben in Interviews Susanne Albrechts Professor, Rolf Heißlers Cousin und Christian Klars Vater.
22.10 Uhr. ZDF. Apropos Film Das Kino-Magazin berichtet über Werner Herzogs "Nosferatu" und eine Welle neuer Horrorfilme.
Mittwoch, 24. 1.
19.30 Uhr. ZDF. Der Sport-Spiegel Ein Porträt des Trainers der bundesdeutschen Handball-Weltmeister-Mannschaft, Vlado Stenzel.
20.15 Uhr. ARD. Appartement für drei Amerikanische Boulevardkomödie von Nick Hall, in einer deutschen TV-Inszenierung von Georg Marischka, mit Uschi Glas.
20.15 Uhr. ZDF. Bilanz
Zum Schwerpunkt-Thema Energiepolitik in der Bundesrepublik Interviews mit den Chefs von BP, Ruhrkohle und VEW.
21.00 Uhr. Nord III. Immer weiter links -- und rechts?
Fragestunde mit dem Bremer Senats-Präsidenten Hans Koschnick (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg (CDU). 21.45 Uhr. ARD. Bilder aus der Wissenschaft
Beiträge zum Thema "Bionik" -- Biologie als Ideenlieferant für die Technik. 22.05 Uhr. ZDF. "Nichts ist verblüffender als die Wahrheit"
Walther Schmieding porträtiert den "rasenden Reporter" Egon Erwin Kisch (1885 bis 1948). In Interviews erinnern sich an den berühmten literarischen Journalisten Kollegen und Freunde, darunter Arthur Koestler und Manès Sperber.
22.05 Uhr. Nord III. Sugarland Express
In seinem Spielfilm-Debüt (1974) schildert Hollywoods erfolgreichster Jungfilmer Steven Spielberg ("Der weiße Hai", "Unheimliche Begegnung die tragikomischen Bonnie-und-Clyde-Abenteuer eines jungen Paares in Texas. Photo: Goldie Hawn.
22.05 Uhr. West III. Katzenmenschen (sw)
Unkonventioneller amerikanischer Horrorfilm (1942). Regie: Jacques Tourneur.
22.50 Uhr. ZDF. Feinde (Wh.) Maxim Gorkis Stück in einer plüschigen TV-Inszenierung von Frank Guthke.
Donnerstag, 25. 1.
20.15 Uhr. ARD. Abenteuer Scheidung
18 Monate nach Inkrafttreten des neuen Scheidungsrechts ziehen die NDR-Autoren Carl Heinz Ibe und Istvan Bury eine Zwischenbilanz, wie sich das neue Familienrecht in der Praxis bewährt. Resümee: "Es läuft. Im Jahr 1978 haben die Scheidungsziffern die Quote von 1976 erreicht. Von Abschreckung kann also gar keine Rede sein.
20.15 Uhr. West III. Jane Fonda
Porträt der US-Schauspielerin (Photo) und ehemaligen politischen Aktivistin, die ins Hollywood-Establishment zu rückgekehrt ist ("Ich verdiene ein Menge Geld").
21.20 Uhr. ZDF. Kennzeichen D
Themen: Der BND überprüft Ost West-Post und -Telephon. Korrespondenten-Erfahrungen in der DDR an Beispiel von Peter Pragal, "Süddeut sche Zeitung". Der Fall Jablonski.
22.05 Uhr. ZDF. Willi und die Kame. raden
Fernsehspiel um die Nazi-Begeisterung eines Schülers, die Autor und Regisseur Helmut Kopetzky als "lustvolle Tabu Verletzung" und als "Wunsch nach Abenteuer und Kameradschaft, Ziel und Führung" deutet. Vorbild für das TV-Stück waren Halbwüchsige in Ber lin: "bandenähnliche Zusammenschlüs se völlig unpolitischer Gassenjungen" "ohne Kontakte zur rechtsradikaler szene à la Wiking-Jugend".
23.00 Uhr. ARD. Dorothea Merz
Zweiter Teil von Tankred Dorsts lang. atmiger TV-Familienchronik. Regie: Peter Beauvais.
Freitag, 26. 1.
20.15 Uhr ARD. Einsame Gegner Der kanadische Spielfilm (1978) spielt um 1917 unter Politikern und Industriellen in Quebec und schildert die Feindschaften zwischen Anglo- und Frankokanadiern. ARD-Filmredaktion: "Eine filmisch eindrucksvolle Lektion über die Wurzeln der Konflikte", die das Land heute "zu zerreißen drohen". Regie: Lionel Chetwynd. Deutsche Erstaufführung. 22.00 Uhr. ARD. Plusminus
Mit einem Beitrag über "No-name"-Produkte, Waren ohne Namen, die zwischen 20 und 45 Prozent billiger als entsprechende Markenartikel sind. Weitere Themen: Rohstoffreserven in der Bundesrepublik und Kompensationsgeschäfte mit Ostblockstaaten.
22.20 Uhr. ZDF. Aspekte
Berichte über Peter Zadeks und Udo Lindenbergs Rock-Revue, Werner Schroeters Film "Neapolitanische Geschwister" und das Keltengrab in Württemberg.
23.05 Uhr. ZDF. All die netten Fremden (Wh.)
Harmlos-makabrer Hollywoodfilm (1974). Eine Horde verwaister Kinder zwingt ein Paar, Elternpflichten zu übernehmen. Regie: Burt Kennedy.
Samstag, 27. 1.
20.15 Uhr. ARD. Die Jubilarin Komödie von Joseph Breitbach um Intrigen zwischen zwei Warenhäusern in den zwanziger Jahren. Aufzeichnung aus dem Frankfurter Volkstheater.
20.15 Uhr. ZDF. Die Herren Dracula Gelungene französische Blutsauger-Parodie (1976) mit Christopher Lee, inszeniert von Edouard Molinaro, Regisseur von De-Funès- und Pierre-Richard-Komödien. Deutsche Erstaufführung.
23.40 Uhr. ARD. Panik in New York (sw)
Amerikanisches Science-Fiction-Spektakel (1953) Regie Eugene Lourie
Sonntag, 28. 1.
19.30 Uhr. ZDF. Südtirol -- Abschied von einem Paradies?
Filmbericht von Gottfried Kirchner über die Zerstörung Südtirols durch Massentourismus und Industrie. 20.15 Uhr. ARD. Der Fuchs im Hühnerstall
TV-Film (1978) von Ephraim Kishon, nach seinem gleichnamigen Roman. 21.30 Uhr. ZDF. Tage der Hoffnung (1)
Der englische TV-Vierteiler von Kenneth Loach ("Familienleben") zeigt -- am Beispiel zweier Bergleute, eines Grubendorfs und der Arbeitskämpfe von 1916 bis 1926 -- die entscheidenden Phasen der frühen britischen Gewerkschaftsbewegung.
21.55 Uhr. ARD. Europa im Vergleich Bericht von Jürgen Schröder-Jahn über Rentner und die Rentensysteme in Holland, Italien und der Bundesrepublik. 22.40 Uhr. ARD. Le Monde
Einen Monat lang quartierten sich Christiane Gerhards und Malte Rauch in der Redaktion des Pariser Blatts "Le Monde" für ihr "Porträt einer ungewöhnlichen Tageszeitung" ein. Sie filmten "völlig frei" bei Redaktionskonferenzen und in der Chefredaktion. Ausführlich beschäftigt sich die Reportage mit der Kontroverse um den von der Zeitung abgedruckten polemischen Genet-Artikel über Baader-Meinhof und die Bundesrepublik.

DER SPIEGEL 4/1979
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  • Golden State stellt NBA-Rekord auf: 51 Punkte in zwölf Minuten
  • Videoanalyse zum gescheiterten Brexit-Deal: Das gespaltene Königreich
  • Unterwasservideo: Krabbe kämpft gegen Kamera
  • Abgelehnter Brexit-Deal: Gegner und Befürworter in Wut auf May vereint