12.02.1979

„Wenn der Teufel geht, kommt der Engel“

Banken und Flughäfen geschlossen, die Industrie lahmgelegt, Mullahs anstelle weltlicher Richter: Im Iran hat die Islamische Republik schon begonnen -- aber nicht nur im Iran. In allen Staaten zwischen Marokko und Indonesien ist die Lehre des Propheten wieder auf dem Vormarsch. Im Iran ist das Vorbild der Staat Mohammeds.
Frühmorgens war die Beamtenwelt noch in Ordnung. Aber dann kamen die Mullahs. Ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, schwärmten sie in Büros und Schalterhallen aus und übernahmen die Amtsgeschäfte. Gegen Mittag war das Rathaus von Isfahan fest in ihrer Hand.
Wie in der alten Kaiserstadt Isfahan sind die Anhänger des Ajatollah Chomeini in vielen Städten des Iran zur Machtübernahme angetreten, ehe noch der Kampf um die Macht im Staate entschieden ist. In der Hauptstadt haben sich ganze Hundertschaften von Beamten auf die Seite der von Chomeini ausgerufenen Gegenregierung unter Mehdi Basargan geschlagen.
Mit stoischer Konsequenz leitet der Schiitenführer aus dem islamischen Prinzip, Religion und Politik seien unteilbar, die Berechtigung ab, den Premier Bachtiar immer wieder zum Rücktritt aufzufordern.
Bachtiar, noch gestützt durch das Militär, pflegt ungerührt zu antworten, er denke nicht an Rücktritt, so geschah es in den vergangenen Tagen, so geschieht es schon seit Wochen.
Kurze Zeit nur nach dem Sturz des Schah, während Banken, Industriebetriebe und Flughäfen lahmgelegt sind, hat die religiöse Basis damit begonnen, die ersehnte "Islamische Republik" zu verwirklichen.
Schon haben in Isfahan, der zweitgrößten Stadt des Landes, Gerichte geschlossen, sprechen Koran-Gelehrte Recht an Stelle weltlicher Richter. Zum erstenmal auch seit Jahrzehnten wurden in Maschhad, der Heiligen Stadt im Nordosten des Iran, Diebe "ersten Grades" öffentlich ausgepeitscht, wie die Überlieferung es befiehlt. Befürworter eines liberalen Staates haben, wie zu Schah-Zeiten, wieder Angst, ihre Meinung öffentlich kundzutun, Fürsprecher einer konstitutionellen Monarchie werden vom Chomeini-Mob mit dem Tod bedroht.
Zeitungsredakteure werden gezwungen, bestimmte Artikel zu schreiben oder solche, die in den Augen der Frommen Anstoß erregen, aus dem Satz zu reißen. Gesinnungsschnüffelei scheint wiederzukehren. Schon witzeln Insider, aus der berüchtigten Geheimpolizei Savak sei eine "Savach" geworden. Das k stand bisher für "Keschwar" (Staat), das eh steht heute für Chomeini.
Etwas Wundersames vollzieht sich da vor den Augen des immer noch fortschrittsgläubigen Westens wie der fortschrittsgierigen Dritten Welt: An der Schwelle zum 21. Jahrhundert scheint das 35-Millionen-Volk der Perser, gerade erst von der Despotie eines maßlosen Emporkömmlings befreit, mittels einer religiösen Zeitmaschine um 1300 Jahre zurück in die islamische Urgesellschaft zu fliegen, treten religiöse Dogmatiker mit dem Anspruch auf, weltliche Herrschaft zu erobern.
Die Gefahr, daß sie sich im Überschwang der Emotionen durchsetzen, ist groß im Iran, aber die Bewegung ist keineswegs auf den Iran beschränkt: Von Indonesien bis Marokko, in Afrika wie in Europa sind die Kolonnen unter der grünen Fahne des Propheten auf dem Vormarsch.
Mit Begeisterung verschreiben sich islamische Jugendliche in vielen Ländern asketischen Idealen, stürmen Kinos, Banken, Brauereien. "Die Moslems können die Welt regieren", behauptet Pakistans Militärdiktator Sia-ul-Hak.
Die mit 1300 Jahren jüngste der Weltreligionen (Christentum 2000, Buddhismus 2500 Jahre alt) zeigt die Vitalität anderer Religionen, als diese so alt waren, wie der Islam heute ist. Im Jahr 1400 war das Christentum die bestimmende Kraft in Europa, die den Islam bereits aus Spanien vertrieben hatte und sich daranmachte, ferne Kontinente zu entdecken.
Heute erweist sich gegen Mohammeds Wort selbst Marx als machtlos. Gerade die junge islamische Intelligenz, der bisher religiöse Indifferenz und linke Neigungen nachgesagt wurden, macht sich jetzt zum Träger der frommen Erneuerung.
Drei Stoßrichtungen zeichnen sich ab: Re-Islamisierung der moslemischen Staaten, Intensivierung der islamischen Mission in Afrika und Asien und Ermutigung von Minderheiten in der nicht-islamischen Welt.
Der Islam hat bereits die europäische Diaspora entdeckt. Gespeist von arabischen Ölmillionen werden fromme Großprojekte energisch vorangetrieben: Moscheen in Berlin, Frankfurt, London und selbst am Papst-Sitz Rom, ein islamisches Zentrum in Brüssel.
In den Ländern Afrikas kann der Islam auf stolze Bekehrungserfolge blicken. Mit Bitterkeit registrieren christliche Missionare, die schon seit Jahren kaum noch Neuzugänge zu verzeichnen haben, daß oft ganze ehemals christliche Stämme geschlossen zum Islam übertreten.
In den an Fläche großen Binnenstaaten Mali, Niger und Tschad schwören 60 bis 85 Prozent der Bevölkerung auf den Propheten. Und in Westafrika dringt der Islam ebenfalls vor. In Nigeria, mit 70 Millionen Schwarzafrikas volkreichster Staat, bekennen sich 47 Prozent der Bevölkerung als Moslems. Augenfälligstes Symptom der Islamisierung ist das Bemühen, Sittenverfall und Kriminalität durch Wiedereinführung der Scharin, des vor 1100 bis 1200 Jahren entwickelten islamischen Rechts, zu bekämpfen. 1977 führte Pakistan die aus dem Koran abgeleiteten Strafgesetze wieder ein, ähnlich wie Kuweit, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ägypten scheint sich ebenfalls der Scharia-Gemeinschaft anschließen zu wollen, Scharia-Befürworter melden sich im Sudan und Malaysia zu Wort. Zu den nach der Scharia strafbaren Taten gehören Küssen und Tanzen in der Öffentlichkeit, Alkoholgenuß, Glücksspiel und Verzehr von Schweinefleisch ebenso wie falsche Aussage, üble Nachrede, Diebstahl, Entführung, Ehebruch, Vergewaltigung, Raubüberfall und Mord.
Weil die Gesetze auch eine strikte Trennung der Geschlechter vorschreiben, dürfen in vielen arabischen Staaten Studenten und Studentinnen nicht die gleiche Universität besuchen. Pakistan plant jetzt, reine Frauen-Universitäten in Karatschi und Lahore zu gründen.
Gemäß den verschiedenen Rechtsschulen, die sich im Laufe der Jahrhunderte im islamischen Raum gebildet haben, wird das gleiche Delikt nach Scharia-Gesetzen an verschiedenen Orten verschieden bestraft.
So plant Ägypten, Diebe durch Abschlagen der rechten Hand und des linken Fußes zu strafen. In Pakistan läßt das Militär Diebstahl durch fachmännische Amputation einer Hand ahnden -der linken beim Rechtshänder und der rechten beim Linkshänder.
Auch die Höchstzahl der Peitschenhiebe ist festgelegt, 30 etwa in Pakistan. Die volle Tracht Peitschenhiebe ist für das über ein Gestell gespannte Opfer ohne bleibende Schäden kaum zu überstehen.
Während der -- immer öffentlichen -- Bestrafung pflegt eine große Zahl von Zuschauern die Gerechtigkeit Allahs zu preisen, und eigenartigerweise beten auch die Opfer laut mit, wohl um den Schmerz zu betäuben.
Natürlich werden nicht nur kriminelle, sondern auch religiöse Verstöße bestraft. So kann das Versäumen eines gemeinschaftlichen Freitags-Gebets für Studenten vieler Oberschulen und Universitäten im arabischen Raum unter Umständen die Relegation nach sich ziehen.
Mit der religiösen Ordnung nehmen es islamische Juristen sogar besonders genau. Am 29. August 1977 etwa wurde in Karatschi das Ende des Fastenmonats Ramadan im Radio versehentlich vier Minuten zu früh bekanntgemacht. Die Rechtsgelehrten erteilten daraufhin den vielen tausend Gläubigen, die sich sofort ausgehungert über Gesottenes und Gebratenes hermachten, nicht etwa Dispens, sondern erlegten ihnen einen zusätzlichen Fastentag auf. Vier Rundfunkangestellte wurden gefeuert.
Daß solch mittelalterlich anmutende Lebensvorschriften von einer breiten Mehrheit in den islamischen Ländern nicht nur hingenommen, sondern ausdrücklich gebilligt werden, erscheint vielen westlichen Beobachtern fast als unbegreiflich.
Sie übersehen, daß gerade religiöse Orthodoxie vielen Ländern eine unverwechselbare Eigenständigkeit verleiht, die den Menschen in diesen Ländern begehrenswerter erscheint als die Segnungen des technischen Fortschritts, an dem ohnedies meist nur die Oberschichten teilhaben.
Noch sind Armut und Hunger die schlimmsten Sorgen auch der islamischen Welt, Nöte, die bisher durch Hilfe von außen nicht entscheidend gelindert werden konnten. So schallt denn vom Niger bis zum Indus, von Indonesien bis Marokko der Ruf nach hausgemachten Lösungen, nach einer eigenen, klar umrissenen Identität.
Während bestimmte Gruppen einen "eigenen Weg zum Sozialismus" verkünden, predigen andere den Islam als goldenen Mittelweg zwischen den Extremen. Der Islam allein, so behaupten seine Wortführer, biete einen vollständigen Lebenskodex mit Antworten auf alte Fragen, der Koran-Glaube allein könne die Übel Kapitalismus und Kommunismus gleichermaßen abwehren.
Bestimmend in diesem Kampf ist aber nicht die Ratio, sondern religiöser Eifer, und der vor allem wirkt im Westen mittelalterlich. Gelegentlich treibt dieser Eifer die Massen zu Pogromen, etwa gegen Andersdenkende in der Türkei, gegen Juden und Anhänger der Bahai-Religion in Persien, gegen die Kopten in Ägypten, die Ahmedis in Pakistan, die Chinesen in Indonesien und Malaysia.
Eine auf islamischen Vorstellungen beruhende Expansion nach außen wie zu Zeiten der Nachfolger Mohammeds ist damit nicht verbunden. "Ein pan-islamischer Dschihad (Heiliger Krieg) gegen den Westen", so urteilte Londons "Economist", "scheint doch nur ein blutleeres Gespenst gewesen zu sein. Um so härter geht die Stoßrichtung nach innen.
In fast allen Araber-Staaten sind islamische Fundamentalisten am Werk, die eine mächtige Stütze an den ölreichen Saudis und auch an Libyens Gaddafi haben. Sie organisierten ihre Bewegungen nach dem Muster totalitärer Parteien des Westens.
Daß diese neuen Bewegungen überhaupt entstehen konnten, war zum Teil auch Schuld der westlichen Kolonisatoren. Denn Intellektuelle in Pakistan und Ägypten, die fast zwei Generationen lang unter dem geistigen Einfluß des britischen Liberalismus gestanden hatten, wurden von Briten daran gehindert, ihre aufgeklärte Lehre dem Volk als neue Lebensregeln zu vermitteln. Verschreckt zogen sie sich zurück. Die Stunde der fanatischen Fundamentalisten war damit angebrochen.
Heute bildet Ägyptens Moslem-Bruderschaft eine der einflußreichsten Kräfte im Land. Und in Pakistan richtet sich Militärdiktator Sia-ul Hak getreu nach den Richtlinien der orthodoxen Islamischen Gemeinschaft.
Da in Saudi-Arabien und Libyen die ägyptischen und pakistanischen Berater, die aus der Führung dieser fundamentalistischen Bewegungen kommen, hoch im Kurs stehen, können es sich nur radikal linksorientierte Regierungen wie Südjemens Machthaber leisten, die Fundamentalisten nicht zu umwerben.
Die wiederum danken ihren saudischen Gönnern mit einer Linientreue, die, so der Islam-Kenner Detlev Khalid, vergleichbar ist "mit der Moskauhörigkeit der KP Bulgariens oder Portugals".
Um die Diktatur des Proletariats ist es den Moslem-Brüdern und ihren Gesinnungsgenossen freilich nicht zu tun, sondern um die Diktatur der Frommen. Die bekennen offen, daß es ihnen um weltliche Machtergreifung geht, danach sollen alle politischen Parteien abgeschafft werden. Parteienwesen ist nach ihrer Meinung ebenso zersetzend wie die Vorstellung von sozialen Klassen.
Dem Führer auf Lebenszeit soll nur ein Gremium beratender religiöser Gelehrter zur Seite stehen. Laut Ajatollah Allahmeh Nun, einem der engsten Vertrauten Chomeinis, soll in der künftigen Islamischen Republik Iran die Legislative aus Theologen und Spezialisten für Islamisches Recht bestehen, in der Exekutive sollen Fachleute tätig werden, "die sich durch Fähigkeit und Frömmigkeit ausgezeichnet haben".
Einigkeit in der Moslem-Front auch auf wirtschaftlichem Gebiet: Zinsen sind verpönt -- damit ist das Bankensystem im herkömmlichen Sinne überflüssig. Die Moslems wollen nur eine Einkommensabgabe erheben (Sakat). Privateigentum und Landbesitz sollen gestattet sein, aber die wichtigsten Produktionszweige verstaatlicht werden.
Das sind auch die Vorstellungen, die Mehdi Basargan vertritt, ein 7ljähriger Ingenieur, den Ajatollah Chomeini als Premier ausersehen hat. Der anerkannte Ölfachmann und einstige Staatssekretär unter dem Anti-Schah-Premier Mossadegh hat in einem Buch über "Die Grenze zwischen Politik und Religion" die Notwendigkeit eines islamischen Engagements begründet. Ergebnis: Politik und Religion sind untrennbar.
Dabei ist Basargan, einer der wenigen iranischen Intellektuellen, der auf seiner Stirn die Schwiele vom häufigen Anschlagen auf den Gebetsstein trägt, wenigstens noch bereit, moderne gesellschaftliche Systeme auf ihre Verwendbarkeit im islamischen Sinn zu überprüfen.
Die meisten der westlich erzogenen islamischen Intellektuellen schweigen sich derzeit verschüchtert aus. Das könnte sich einmal ändern, wenn die Orthodoxie nicht mehr die Billigung der breiten Massen findet.
"Der revolutionäre Umbruch in der Welt des Islam", urteilt Islam-Kenner Khalid, "wird sich vom religiösen Fundamentalismus nur so lange als Reittier benutzen lassen, bis eine geläuterte Form des religiös kulturellen Erbes genügend Dynamik erlangt hat, um dem Spuk ein Ende zu bereiten."
So schnell dürfte das jedoch nicht geschehen, zumal nicht in Persien, dessen neuer Prophet Chomeini vor seiner triumphalen Heimkehr in einem Interview mit dem Pariser "Figaro" ganz klar machte: "Wir wollen die islamischen Gesetze in einem islamischen Staat anwenden, der dem zu Zeiten Mohammeds und Alis so ähnlich wie möglich kommt."
Und Chomeinis Basargan äußerte sich in dieser wichtigen Frage ganz als die Stimme seines Herrn: "Nicht Libyen oder Saudi-Arabien, sondern die Herrschaft des Propheten in Medina und die fünfjährige Herrschaft des Propheten-Schwiegersohns Ah im irakischen Kufa sind unsere Vorbilder."
Ist nun das wahnwitzige Unternehmen "Rückmarsch ins Mittelalter" im Wortsinn gemeint oder, was verständlicher wäre, ist die Vision der beiden Greise vom Stadtstaat Medina nur die Metapher einer Besinnung auf Persiens Stunde Null?
Auch dann freilich noch, wenn der Gottesstaat im Wortsinne nicht par force verwirklicht werden sollte, handelte es sich um einen verzweifelten Versuch, der Gemeinde den Weg zu den verschütteten Quellen in der arabischen Wüste zu weisen und das heilige Wasser der Offenbarung wieder dort sprudeln zu lassen, wo es die islamische Welt von heute in ihrer Mehrheit längst nicht mehr sucht.
"Ich bin der Sprecher, der die Forderungen dieses entrechteten iranischen Volkes zum Ausdruck bringt. Damit ich seinen Ruf anderen Völkern vermitteln kann" -- so Chomeini vor drei Wochen im SPIEGEL über seine eigene Rolle.
Aber nach welchem Islam ruft dieses Volk, welche Auslegung des Koran soll nach der Restauration des Ajatollah Richtschnur für die Iraner werden, wo sich die westlichem Luxus zugeneigten Feudalherren in Saudi-Arabien ebenso auf die Heilige Schrift berufen wie der libysche Sozialist Gaddafi, der liberale Sadat in Ägypten, die Todeskommandos der palästinensischen Fedajin und die faschistischen Mörderbanden der türkischen "Grauen Wölfe"?
So lautstark Ajatollah Chomeini dem auch widersprechen mag: Der Islam hat ebenso wie der jüdische und christliche Glaube, wie Buddhismus und Hinduismus so viele Veränderungen durchgemacht, daß allein der Hinweis auf die 78 000 Wörter des Koran nicht ausreicht, selbst dem gläubigsten Moslem seine Stellung in Staat und Gesellschaft von heute zu erklären.
Da hilft auch nicht der Hinweis der Ulema (islamische Schriftgelehrte), in der Religion Mohammeds seien Staat und Kirche eine untrennbare Einheit. Zu oft in der Geschichte des Islam wurde das eine zum Nutzen des anderen verbogen, und umgekehrt.
"Regeln für eine Hirten- und Kaufmannsgesellschaft dürfen im Industriezeitalter nicht mehr wörtlich gelten", ist der Schluß, den die ägyptische Pädagogin Leila Hassana aus ihrer Religionsgeschichte zieht.
Dort, wo Chomeini und Basargan bin zurückwollen, war Steppe und Wüste, in der nomadisierende Beduinen von Kamelzucht, spärlichem Dattelanbau und Raubüberfällen gegen die Nachbarstämme lebten -- eine archaische Gemeinschaft.
In dieser Wüstenlandschaft war um die Mitte des sechsten Jahrhunderts eine geographisch günstig gelegene Oase zum Handelsknotenpunkt gewachsen: Mekka. Die Bewohner wurden schnell reich, denn außer dem Warenumschlag im Dreieck Konstantinopel, Samarkand und Aden zog ein Heiligtum Besucher und Pilger an: die Kaaba, ein schwarzer Meteorit, der als Zeichen Gottes verehrt wurde. Noch mußte sich Allah mit 300 Göttern und Göttinnen in die Anbetung teilen.
In dieser neureichen Stadt wuchs Mohammed als Sohn eines Händlers auf, wurde früh Vollwaise, mußte sich als Schafshirt, später als Händler sein Brot verdienen, bis er durch die Heirat mit einer etwa 15 Jahre älteren Witwe zu einem kleinen Vermögen kam.
Erst im Jahr 610, Mohammed war inzwischen etwa 40, hatte er die Begegnung, die sein Leben völlig verändern sollte. In einer Höhle auf dem Berg Hira, in die sich Mohammed gelegentlich zum Nachdenken zurückzog, erschien ihm angeblich der Engel Gabriel und ernannte ihn zum Propheten Gottes.
Aufgewachsen in einer von heidnisch-arabischem wie auch von jüdischem und christlichem Glauben beeinflußten Umgebung, begann Mohammed drei Jahre später das zu predigen, was ihm die Inspiration eingegeben hatte: Allah sei der einzige Herrscher des Weltalls, vor Gott seien alle Menschen gleich und müßten sich einst vor seinem Gericht verantworten.
Das alles war in der an Predigern nicht eben armen Stadt Mekka kaum neu. Was aber die Kaufleute gegen den Propheten aufbrachte und die Sklaven anzog, war seine Forderung, die Reichen müßten mit den Armen teilen.
Der Streit wurde hektisch, und im Jahr 622 mußte der Prophet mit seiner noch kleinen Gemeinde heimlich die Stadt verlassen. Diese Flucht, die Hidschra, steht am Beginn der islamischen Zeitrechnung.
Die Schar seiner Anhänger wuchs -- keinen geringen Anteil daran hatten Mohammeds Erfolge bei Raubzügen gegen die Karawanen aus dem feindlichen Mekka. Mut. Schlauheit und Glück im Krieg, dazu noch reiche Beute -- für die Beduinen waren das die überzeugendsten Argumente.
Im Jahr 630 nahm der Religionskrieger Mohammed mit 10 000 Reitern Mekka, wenig später hatten sich fast alle Stämme der arabischen Halbinsel dem neuen Glauben angeschlossen. Die Religion einte Arabien und gab den Wüstensöhnen ein religiös bestimmtes Nationalgefühl.
Noch rechtzeitig vor seinem Tod sorgte der Prophet dafür, daß die ihm im Laufe der Jahre übermittelten Offenbarungen auswendig gelernt wurden. Aber erst nach Mohammeds Tod ließ der dritte Nachfolger des Propheten, Osman, die bis heute gültige Fassung des Koran in 114 Suren und 6236 Versen zu Papier bringen.
Vieles in dieser Moslem-Bibel, die wie kein anderes Buch auf der Welt bis heute zitiert und auswendig gelernt wird, sind höchst weltliche Nutzanweisungen: Eheschließung, Scheidung, Erbrecht, Steuern und Strafen für Vergehen und Verbrechen.
Die Heilige Schrift verbietet Wucher und Glücksspiel und setzte sich genau mit Hygiene wie Essen- und Trinksitten auseinander. Daß der Koran tägliche Waschungen vorschreibt und den Genuß von Schweinefleisch verbietet, in einer Zeit, in der noch niemand etwas von Trichinen wußte, hat Millionen von Menschen das Leben gerettet.
Aber auch im religiösen Teil war Mohammeds Lehre für die Zeitgenossen unkomplizierter und einleuchtender als die der rivalisierenden Religionen. Da gab es keine unbefleckte Empfängnis, keine Dreifaltigkeit Gottes wie bei den Christen und keine feudale Klassen-Religion wie bei den Hindus, die untere Kasten zu Sklaven erniedrigte.
Ein Versprechen des Koran war für die siegreichen Moslem-Heere, die unter der grünen Fahne des Propheten Nordafrika und sogar einen Teil Europas überrannten, ebenso wichtig wie für die islamischen Kaufleute und Ge-
* Türkische Darstellung aus dem 16. Jahrhundert. Aus Furcht, das Gesicht des Propheten falsch wiederzugeben, stellte der Künstler Mohammed nur verschleiert und von einer Aureole umgeben dar.
lehrten, die Schwarzafrika und Südostasien friedlich für Mohammed gewannen: daß die Erde kein Jammertal sei, daß Ruhm, Lohn und Beute das Anrecht auf die goldenen Pforten des Paradieses nicht schmälern.
Der britische Islam-Kenner Desmond Stewart:
Für Millionen einzelner Modems schuf der Islam eine umfassende Lebensordnung -- in wirtschaftlicher und politischer wie in geistiger und sozialer Hinsicht -, die es ihnen ermöglichte, in Harmonie mit ihrem Universum zu leben und im Frieden mit sich selbst zu sterben. Und nicht weniger ausgeprägt diente dieses System dem Islam als Quelle jener Kraft, die ihn in die Lage versetzte, aus Arabien auszubrechen und einen großen Teil der Welt neu zu formen.
Um 720, keine hundert Jahre nach Mohammeds Tod, reichte die Herrschaft des Koran von den Pyrenäen bis zum Himalaja. Doch nicht alle der im Namen Mohammeds besiegten Völker nahmen auch seinen Glauben an.
Denn die islamische Herrschaft konnte sich deshalb halten, weil sie Toleranz gegenüber Andersgläubigen übte. Eine religiöse Mission betreibt der Islam erst in jüngerer Zeit.
Freilich wurden nicht-islamische Bewohner des Großreiches mit einer besonderen Steuer belegt, was die Berber, die für den Propheten Spanien eroberten, flink zu frommen Moslems machte. Wenn die Staatskassen leer waren, verbot der Kalif sogar den Übertritt zum Moslem-Glauben.
Bei seiner peniblen Sorge um die richtige Weitergabe seiner Lehre hatte Mohammed -- möglicherweise mit Bedacht -- nur eines versäumt: seine eigene Nachfolge zu regeln, eine Unterlassung, die dem Islam mehr Schwierigkeiten bereitete als die Eroberung fremder Gebiete.
Denn schon der zweite Mohammed-Nachfolger, Omar, wurde ermordet. Der dritte starb, ermordet durch eine Opposition, die ihm die Rechtmäßigkeit in dem Kalifat genannten Nachfolge-Amt streitig machte. Den vierten Nachfolger, Ah, einen Neffen und Schwiegersohn Mohammeds, erkannten Rivalen nicht an. Auch er wurde ermordet, und seither streiten sich Schiiten (Ah-Anhänger) und Sunniten um den rechten Nachfolger.
Schon damals war die Wahl des Kalifen, des weltlichen und religiösen Führers, in aristokratischer Erbfolge erstarrt. Auf Mohammed, der in seinem geflickten Mantel noch unter das Volk gegangen war, dessen Tugenden den Soldaten zum Vorbild dienten, folgten Religions-Könige, die sich aus Furcht vor Attentaten hinter dicken Mauern verschanzten.
Die Religion wurde langsam Firnis, wichtiger war die mit dem hohen Amt verbundene Macht. Mekka und Medina, die heiligen Stätten in der rauhen Wüste, blieben nicht lange Zentrum, die Hofhaltung des Kaufen zog in lieblichere Gefilde: Damaskus, das der Prophet gemieden hatte, weil er sich diesen Genuß für das Paradies aufheben wollte, Bagdad, schließlich unter den Osmanen Konstantinopel wurden die prunküberladenen Residenzen der islamischen Macht.
Die Solidarität aus der Zeit in der Wüste, die den Islam groß gemacht hatte, die Hilfe des Nachbarn, die Sorge der Reichen für die Armen, das alles geriet in Vergessenheit. Die Gebote und Verbote des Koran galten für die Mächtigen nicht mehr.
Eins freilich bewirkte die glanzvolle Herrschaft der großen Familien: Ihr Reichtum zog Künstler und Gelehrte aus allen Teilen der Welt an. Wissenschaft, Kunst und Kultur konnten unter der schützenden Hand der Kalifen gedeihen wie kaum anderswo.
Dem Islam sind die aus Indien übernommenen "arabischen" Zahlen zu verdanken, er bewahrte die hellenistische Philosophie vor der Vergessenheit. Ärzte in islamischen Diensten diagnostizierten Pocken, Krebs und Tuberkulose, bevor Europa die Krankheiten erkannte. Banken und Wechselgeschäfte -- die der Purist Chomeini jetzt als Verstoß gegen den Koran verdammt -- blühten im achten und neunten Jahrhundert im Kalifat von Bagdad.
Die Kalifen, die wie gottesähnliche Herrscher in ihren Palästen lebten, stets den Henker zur Seite, der jedem Unliebsamen auf einem ledernen Teppich zu Füßen des Throns an Ort und Stelle den Kopf abschlug, überließen die Staatsgeschäfte im Laufe der Zeit bestellten Wesiren.
Fremdländische Elitetruppen, zunächst aus Persien und später die Türken, hielten den Mohammed-Nachfolger vom einfachen Volk fern -- bis die Legionäre dahinter kamen, wie morbid die Macht war, die sie zu beschützen hatten, und selbst den Thron besetzten: die Seldschuken, schließlich die Osmanen, beides Reitervölker aus den asiatischen Steppen.
Unter den Türken erstarrte die islamische Herrschaft über den Orient zu einer anfangs mächtigen, dann verfallenden Militär-Monarchie, bis sie -- für Impulse von außen nicht mehr zugänglich -- unter dem Druck der europäischen Kolonialmächte zerbrach.
Mohammeds Lehre, die nach dem Urteil des kanadischen Orientalisten Wilfried Cantwell Smith "bis zu Karl Marx und dem Aufstieg des Kommunismus den einzigen ernsthaften Angriff auf die westliche Zivilisation auslöste", war zum Stigma für Rückständigkeit und Unterentwicklung verkommen.
An Versuchen der Neubesinnung hat es nicht gefehlt. Der wichtigste der islamischen Reformer, Dschamal el-Din el-Afghani, schürte das Feuer gegen die britische Überfremdung. Mohammed Abduh, der aus einer reichen Bauernfamilie in Unterägypten stammt und zum Mufti (höchsten Richter) von Ägypten aufstieg, hat Vorschläge für eine islamische Bildungsreform gemacht, um die verkrusteten Schalen des religiösen Formalismus aufzubrechen, und wollte in gleichberechtigter Partnerschaft die Brücke zwischen Orient und Okzident erneuern.
Kasim Amin, einer seiner Schüler, bemühte sich um die bis heute nicht erreichte Emanzipation der islamischen Frau. Er wies nach, daß der Koran weder Schleier noch Harem vorschreibe, sondern, im Gegenteil, der Frau sogar das Recht einräume, über eigenes Vermögen frei zu verfügen -- so im Heiligen Buch festgehalten, zu einer Zeit, wo gleiches in Europa noch undenkbar war.
Bei diesen islamischen Reformern, so sollte man denken, und nicht im frühen Medina-Staat der Fundamentalisten, müßten für Chomeini und Basargan die Vorbilder und Anknüpfungspunkte für eine islamische Renaissance liegen.
Der Leiter der Islamischen Wissenschaftlichen Akademie in Köln, Professor Abdoldjavad Falaturi, über eine solche Chance:
Wenn die Re-Islamisierung nur eine Wiederbelebung aller Sitten und Gewohnheiten ist, die im Laufe der Zeit historisch bedingt entstanden sind und bereits ihre Entstehungsgründe verloren haben, so wird ein solches Vorhaben nicht nur keine Re-Islamisierung bedeuten, sondern ein solches Bestreben wird auf lange Sicht nicht den Erfolg erzielen, den man sich jetzt davon versprechen kann. Daran gemessen bleiben die erklärten Absichten Chomeinis rückschrittlich, zumindest aber dunkel, zu viele unbeschriebene Felder stehen in seinem Programm.
Ein Arrangement mit dem noch vom Schah ernannten Premier Bachtiar ist wenig wahrscheinlich, sosehr sich der auf eine evolutionäre Entwicklung zielende Sozialdemokrat mit seinem Reformprogramm auch bemüht, Grundsatzforderungen Chomeinis zu erfüllen.
So hat Bachtiar inzwischen ein Gesetz zur Auflösung des gefürchtetcn Geheimdienstes Savak durchgepaukt und die politischen Gefangenen freigelassen. Er will die Bürokratie abbauen und erklärte den Austritt des Iran aus dem westlich orientierten Cento-Pakt. Doch das alles reicht dem weißbärtigen Ajatollah nicht.
Über das Schicksal der viele Milliarden teuren Auslands-Investitionen im Iran hat Chomcini zwar noch nicht entschieden. doch die meisten Verträge, besonders die für die supermodernen Renommierbauten des Schah, dürften gekündigt werden.
In der Industrie sollen kleine und mittelständische Betriebe sowie islamische Genossenschaften Vorrang haben. Multis sind in der Islamischen Republik nicht gefragt, Einfuhren sollen künftig beschränkt werden, vor allem jene Güter, "die für uns nicht lebensnotwendig sind".
Absoluten Vorrang im Wirtschaftsprogramm wird die Landwirtschaft genießen, die wieder in die Lage versetzt werden soll, "wie noch vor 80 Jahren das Land aus eigener Kraft zu ernähren" -- damals hatte der Iran nur sieben Millionen Einwohner.
Ob altertümliche islamische Genossenschaften und Nachbarschaftshilfen -- ein Gesellschaftssystem, in dem "der reiche Mann Verpflichtungen gegenüber den Armen hat" und "jeder von uns aufgerufen ist, sich um seine Nachbarn zu kümmern" -- in großstädtischen Ballungszentren funktionieren können, scheint mehr als zweifelhaft.
Für die Rechtsprechung soll. "wie auch in anderen islamischen Staaten", die Scharia gelten -- wobei der Ajatollah unterschlägt, daß in großen Staaten wie Ägypten und der Türkei die Scharia längst durch moderne Gesetzbücher ersetzt wurde und selbst im orthodoxen Pakistan neben dem Kirchenrecht auch noch Texte aus der britischen Kolonialzeit gelten.
Kino, Fernsehen und eine "unkontrollierte" Presse soll es im Iran künftig zwar geben, aber nur, "soweit sie nicht gegen die Interessen der Islamischen Republik verstoßen". Ob sie das tun, darüber entscheidet "die Regierung und das Volk".
Da die fanatisierten Massen dem Ajatollah zum Teil wie in Trance folgen, kann er sieh als Vollstrecker des Volkswillens fühlen -- er würde es aber gewiß auch tun, wenn ihm seine Anhänger davongelaufen wären.
Die Freiheiten der nichtislamischen Minderheiten, einschließlich der Juden, sollen "größer sein als zu Zeiten des Schah". Doch die Minderheiten glauben das nicht, die Juden zumal verlassen das Land.
Besonders energisch dementiert der Ajatollah "die Lüge", die Frauen müßten sieh unter einer islamischen Regierung hinter Schloß und Riegel einsperren. Chomeini: "Alle Frauen und Männer sind frei, Universitäten zu besuchen, zu wählen und gewählt zu werden." Jedoch: "Was wir als Moslims nicht akzeptieren wollen, ist die westliehe Betrachtung der Frau als Spielzeug."
Auch auf den Vorwurf, sein Programm sei eher rückständig als fortschrittlich, hat der Ajatollah eine allzu glatte Antwort parat: "Das gesamte Programm des Islam zielt auf den Fortschritt des Menschen ab ... Eine kleine Clique hat bisher versucht, sich in das 20. Jahrhundert abzusetzen, während die Mehrheit des Volkes im 18. Jahrhundert zurückbleiben sollte."
Vieles in den Vorstellungen des Kirchenführers und seines Schatten-Premiers erinnert an die rigorosen Programme, mit denen junge Menschen im Westen versuchen, sich eine Gegenwelt gegen den allesfressenden Moloch des technischen Systems und des Materialismus zu bauen.
Verzicht auf die glitzernde Talmiwelt der Pahlewi scheint dem Chomeini schon ein wahrer Fortschritt, und er ist wohl überzeugt, die Perser würden ihm auf seinem steinigen Weg begeistert folgen.
Daß er vieles in seinem Programm nicht rational prüft, die Frage der Zumutbarkeit für das Volk schon gar nicht, macht das eigentliche politische Risiko aus -- und daß der fromme Mann zum gesprochenen Wort ein sehr eigenes Verhältnis hat: Den Volksentscheid über den Entwurf einer neuen Verfassung. vor einigen Monaten noch als wichtigster demokratischer Willensakt angekündigt, sieht Chomeini jetzt bereits durch die "Demonstrationen auf der Straße" erfüllt.
Plastisch formulierte Ajatollah Allahmed Nun, ein Mitstreiter Chomeinis, das neue Staatsideal: "Anders als in der Kilogramm-Demokratie, in der Menschen gewogen und gezählt werden wie Gurken und Eier. ist die zahlenmäßige Mehrheit im islamischen Staat nicht der Maßstab."
Und Basargan, der nach dem Willen seines Mentors Regierungschef sein soll, begreift sein Amt als "progressives Management der öffentlichen Angelegenheiten auf dem Pfade Gottes".
Die Gefahr, daß sich die Macht Chomeinis als das Resultat eines doppelten Mißverständnisses erweist' scheint schwerwiegender als das Machtgerangel um das durch die Schah-Flucht entstandene Vakuum:
Chomeinis Mißverständnis, daß die Vorbilder für die von ihm erzwungene Wende im Iran in der islamischen Steinzeit liegen könnten, und das Mißverständnis seiner Anhänger, wenn Chomeini die menschenverachtende Diktatur des Schah am Ende doch nur gegen die menschenverachtende Diktatur einer religiösen Orthodoxie eintauscht.
Mit einem riesigen Transparent zogen Chomeini-Anhänger vorige Woche durch Teheran: "Wenn der Teufel geht, kommt der Engel".

DER SPIEGEL 7/1979
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