14.08.1978

Das Geheimnis der „Scheersberg“

Die Geisterfahrt des Motorschiffs „Scheersberg“, das 1968 mit 200 Tonnen Uranoxyd im Mittelmeer spurlos verschwand, blieb bisher unaufgeklärt. Drei israelische Journalisten, als Kenner des Geheimdienstes ausgewiesen, haben jetzt mit neuen Materialien den Fall rekonstruiert -- in einem Buch, das der SPIEGEL auszugsweise abdruckt.
Die Wohnung in dem ärmlich aussehenden Haus, von dessen Wänden der Putz abblätterte, machte einen recht bescheidenen Eindruck. Sie war mit Möbeln nur gerade so weit ausgestattet, daß ein unerwarteter Gast den Eindruck gewinnen konnte, hier wohne tatsächlich jemand.
Niemand wäre auf die Idee gekommen, daß diese billige Behausung dem israelischen Geheimdienst Mossad in einer bedeutenden europäischen Hauptstadt als Residentur diente.
Michael ("Mike") Binder", Chef der Abteilung Sondereinsätze, war aus Tel Aviv angereist, um persönlich einen seiner Coups in Szene zu setzen, die ihm in der internationalen Geheimdienstweit einen schon legendären Ruf eingetragen hatten.
ihm gegenüber, auf dem bequemeren der beiden Stühle, saß eine junge
Der Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert © Alle Rechte bei Steinmatzky's Agency Ltd., Israel
Frau, die sich anhörte, wie Mike über Musik, Theater und die architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt sprach.
Plötzlich änderte sich sein Ton. Ohne Übergang sagte Mike:" Sharon, ich brauch" dich für einen heiklen Auftrag."
Sharon Manners war nicht unvorbereitet, Sie kannte Mike aus langer Erfahrung und wußte, daß er sie nicht zu einem unverbindlichen Rendezvous herbestellt hatte -- schließlich war er ihr Chef.
"Die Operation, zu der ich herübergekommen bin", fuhr Mike fort, "ist die wichtigste, bei der du je mitgewirkt hast. Ich übertreibe nicht: Das Schicksal unseres Landes hängt davon ab."
In der Tat stand mehr auf dem Spiel als bei früheren Mossad-Einsätzen: Seit einem Jahr, seit dem Sechs-Tage-Krieg vom Juni 1967, war Israels geheimstes und ehrgeizigstes Unternehmen vom Scheitern bedroht --- der Atomreaktor von Dimona in der Negev-Wüste.
Nach dem israelischen Angriff gegen die arabischen Nachbarstaaten hatte Frankreich die schon zugesagten Uranlieferungen für Dimona zurückbehalten. Das noch immer andauernde Embargo mußte eine totale Stillegung des Reaktors zur Folge haben, wenn es den Israelis nicht gelang, auf andere Weise an das Atommaterial heranzukommen.
Drei Tage nach Beginn des Junikrieges hatte der "Memune", der oberste Koordinator aller israelischen Geheim- und Sicherheitsdienste und Chef des Mossad. General Meir Arnit, führende Geheimdienstler und Atomwissenschaftler des Landes zu einer Konferenz im Mossad-Hauptquartier in der Kirya von Tel Aviv zusammengerufen. Einziger Punkt der Tagesordnung: Wie kommt Israel wieder zu Uran?
Die Männer waren verzweifelt. "Wenn wir". erklärte ein Professor, "ernsthaft beabsichtigen, an dem Projeckt L festzuhalten, müssen wir General de Gaulle überreden, das Uran freizugeben, das er uns versprochen hat. Immerhin haben wir es schon bezahlt!"
Meir Amit widersprach: "De Gaulles Ehre wird ihm gebieten, uns das Geld zurückzuzahlen -- irgendwann. Aber nie wird er uns verzeihen, daß wir trotz seiner Warnung gegen die Araber losgeschlagen haben."
Da meldete sich Mike Binder zu Wort: "Wir werden einen Weg finden, um an Uran heranzukommen. Ja, das ist zu machen. Ich weiß, wie." Und er entwickelte einen Plan, der ihn schließlich zu Sharon Manners führte, die er einweihte. Binder: "Es geht um Euratom."
"Wir müssen alles herausbekommen, was sich über den Transfer von Atommaterial ermitteln läßt", erklärte Mike weiter. "Über die Leute in den Schlüsselpositionen bei Euratom wissen wir schon eine ganze Menge. Jetzt mußt du dich an einen der Top-Männer dieser Behörde heranmachen. Du hast die Wahl zwischen drei Kandidaten."
Mike reichte Sharon drei Aktenordner. Sie las jedes Blatt aufmerksam durch und betrachtete sich die beigelegten Photos. Die Wahl fiel ihr nicht schwer. Einer der Männer war ein etwa sechzigjähriger Deutscher mit Doppelkinn und Bauch, der zweite ein hagerer, unauffälliger Franzose mittleren Alters.
In der dritten Akte lagen die Photos eines gutaussehenden etwa dreißigjährigen Mannes. Sein Name war mit Schreibmaschine auf eines der Bilder geschrieben: "Antonio Bordini*, Italiener."
"Wenn ich tun soll, was du vermutlich von mir verlangen wirst, dann arbeite ich mit diesem da", sagte Sharon und deutete auf das Photo des Italieners. Mike nickte. "Okay, besprechen wir jetzt die Einzelheiten."
Antonio Bordini arbeitete als Direktionsassistent bei dem einflußreichsten und mächtigsten der drei Verwaltungsgremien der Euratom-Behörde: dem Beschaffungsamt, das unter anderem die Uranlieferungen an die Mitgliedstaaten zu organisieren und die Transporte zu sichern hat.
Es hatte im Beschaffungsamt einiges Protestgerede gegeben, als Bordini seinen Posten bekam -- nicht nur, weil der Italiener sehr von sich eingenommen war, sondern auch weil er, viel schlimmer, als "nicht seriös" galt, wie einige langjährige Angestellte zu bedenken gaben.
Gewiß, Bordini sah blendend aus, war eitel und flirtete -- übrigens erfolgreich -- mit allen Frauen des Amtes. Doch seine berufliche Qualifikation stand außer Zweifel. Er war ein brillanter Naturwissenschaftler mit überragendem technischen Verständnis für Atomphysik und für die kommerzielle und industrielle Nutzung der Atomenergie, und deshalb auch hatte man ihm diese Stelle gegeben.
Antonio Bordini pflegte im eigenen Wagen zur Arbeit zu fahren. Sehr sorg-
* Der Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert
fältig rangierte er den neuen Alfa-Romeo auf das für ihn reservierte Feld des Parkplatzes in der Nähe des Euratom-Beschaffungsamtes. Dann ging er in sein Büro.
Knapp fünf Minuten nachdem Antonios hochgewachsene Gestalt hinter der Glastür seiner Dienststelle verschwunden war, fuhr ein kleiner roter Renault auf den Parkplatz. Niemand beachtete das Wägelehen, als es langsam auf dem Gelände umherfuhr und schließlich neben den Alfa-Romeo rollte.
Die Fahrerin prüfte im Innenspiegel, ob sie beobachtet wurde. Auf dem Sitz neben ihr lagen ein paar anspruchsvollere Mode- und Frauenzeitschriften, auf dem Boden drei 35-mm-Kameras, darunter eine Leica mit Teleobjektiv. Die junge Frau stieg aus und schlenderte zum Ausgang des eingezäunten Parkplatzes. Sie wurde von niemandem angehalten.
Fünfzehn Minuten später saß sie wieder hinter dem Steuer ihres Autos. Der Wagen fuhr rückwärts aus der Parklücke heraus, und stieß dann, statt vorwärts davonzufahren, heftig zurück, so daß er mit der hinteren Stoßstange gegen die Flanke des Alfa-Romeo prallte.
Von seinem Schutzhäuschen her kam der Parkplatzwärter angerannt, der bis dahin vor sieh hin gedöst hatte. Er fauchte Sharon Manners an, die schuldbewußt auf die eingebeulte Tür des Alfa-Romeo starrte und nur immer wieder "Pardon, pardon sagte.
Während der Wächter sich auf den Weg machte, um Antonio Bordini selbst herbeizuholen, schrieb Sharon mit großer, deutlicher Schrift ihre Telephonnummer auf einen Zettel und darunter, in kleiner Schrift:
"Bitte, verzeihen Sie, (laß ich Ihren Wagen angefahren habe. Es war allein meine Schuld. Wenn Sie mich unter meiner Nummer anrufen, werde ich für Ausgleich des Schadens sorgen, den ich an Ihrem Wagen dummerweise angerichtet habe. Inzwischen bitte ich Sie, meine tiefempfundene Bitte um Entschuldigung entgegenzunehmen. Sharon."
Sie warf einen raschen Blick auf das Heck ihres Autos, "ihren Rammbock", wie sie es Mike gegenüber später nannte. Dank der kräftigen Stange, die etwa 30 Zentimeter über die eigentliche Stoßstange hinausragte, war ihr Wagen unbeschädigt geblieben. Mit quietschenden Reifen fuhr sie davon.
Am nächsten Tag rief Bordini sie an. Die Stimme am anderen Ende der Leitung war ihr völlig unbekannt. Der Mann sprach hervorragend Französisch, allerdings mit italienischem Akzent. Sie blieb kühl und distanziert, während Bordini sich in seinem schönsten Playboy-Ton meldete: "Hier Antonio."
Eine israelische Agentin dringt ins Euratom-Gebäude ein.
"Antonio?"
"Kennen Sie gar keine Antonios? Ach, ich merke schon, Sie haben nie richtig gelebt."
Das Eis war gebrochen. Sie verabredeten sich für l 8.30 Uhr im Café Bruxelles.
Sharon Manners erkannte den Italiener sofort, als sie ihn auf sich zukommen sah. Das Geplauder der beiden war wenig originell. Immerhin verabschiedeten sie sich an diesem Abend schon mit einem flüchtigen Kuß. Höflich, aber entschieden hatte Sharon es abgelehnt, zu einem Drink in Bordinis Wohnung mitzukommen, statt dessen wollte man sich am nächsten Tag zum Lunch treffen -- um 14 Uhr vor dem Euratom-Gebäude.
Sharon kam eine Viertelstunde früher. Minutenlang beobachtete sie die Lichtzeichen der Aufzüge in der Eingangshalle. Genau in dem Augenblick, in dem drei der vier Pfeile gleichzeitig aufleuchteten, eilte sie auf den Eingang zu. stieß die Glastür auf und ging rasch durch die Halle auf die Aufzüge zu, aus denen jetzt die Aussteigenden strömten. Dem ältlichen Sicherheitsposten lächelte sie voll Selbstvertrauen zu.
Der Pcsten reagierte mit Verzögerung. Ehe er von seinem Stuhl aufstehen und Sharon folgen konnte, war sie schon in einem der Fahrstühle verschwunden. Niemandem schien aufzufallen, daß sie nicht die obligatorische Identitäts-Marke trug. Einer der Mitfahrenden sagte ihr sogar bereitwillig, in welchem Zimmer Bordini zu finden sei.
Im fünften Stockwerk stieg Sharon aus und betrat zielstrebig Zimmer 504, nachdem sie flüchtig an die Milchglasscheibe der Tür geklopft hatte. Antonio Bordini runzelte die Stirn, so verblüfft war er. Hastig verdeckte er die Papiere, die vor ihm ausgebreitet lagen. Beinahe flehend fragte er: "Wie sind Sie hereingekommen?
Sharon sagte einfach: "Ich wollte nicht länger warten! Haben Sie denn vergessen, daß ich Pressephotographin bin? Ich bin es gewöhnt, Leute aufzusuchen, ohne mich um idiotische Vorschriften zu kümmern." Dann setzte sie fast scheu hinzu: "Wollen Sie vielleicht, daß ich gleich wieder gehe ...?"
Natürlich protestierte er, und so konnte sich Sharon in einem Sessel niederlassen und in einer Fachzeitschrift blättern, während Bordini seine Arbeit beenden wollte.
Die israelische Agentin registrierte dabei mit geübtem Auge jedes Detail des Büros: wo die Papiere aufbewahrt wurden, welche Schranktüren mit Sicherheitsschlössern verschlossen waren, welche Fächer nur unwichtige Dinge wie Schreibpapier und Handtücher enthielten.
Sie verließen das Gebäude gemein. sam durch einen Hinterausgang. Jetzt war Bordini vorsichtig und besonnen. "Der Posten am Vordereingang wird mir nie abkaufen, daß Sie meine verloren geglaubte Schwester aus Mailand sind!"
In einer Vorortstraße von Tel Aviv. Ein athletischer Mann mit blondem Haar betritt ein Gebäude, das auf den ersten Blick wie eine Schule oder eine Fabrik aussieht: das Hauptquartier des geheimen Auslandsnachrichtendienstes Israels. der Mossad. Niemand verlangt seinen Ausweis, die bewaffneten Wachposten begrüßen ihn mit freundlichem "Schalom", jeder hier in dieser Geheimdienstgemeinschaft kennt Mike Binder.
In verstaubten Akten: "Operation Seedieb".
Mikes Abteilung. zuständig für alle Sicherheitsaufgaben der Mossad, ist so geheim, daß die israelische Presse nicht einmal den Namen ihres Leiters nennen darf. Nur Mikes höchster Vorgesetzter ist öffentlich bekannt: General Meir Armit, dem außer der Mossad noch eine Forschungsabteilung, eine Einheit für arabische Angelegenheiten und ein Büro für auswärtige Beziehungen unterstehen.
Mike war nach langjähriger Geheimdiensterfahrung bisher überzeugt, schon alles einmal gemacht zu haben. Jetzt aber steht er vor einem ganz und gar neuen Problem. Von Uran versteht er überhaupt nichts, er weiß nicht einmal, wie ein Reaktor funktioniert. Deshalb stattet er nun der Mossad-Forschungsabteilung einen Besuch ab.
Mike wollte sich zunächst über zurückliegende Operationen informieren, bei denen eine ähnliche Aufgabe zu lösen war, wie sie ihm jetzt bevorstand. Einer der Archivare verwies ihn an die Unterabteilung "See-Aufträge". Dort entdeckte Mike einen verstaubten Aktenordner, dessen Aufschrift ihn faszinierte." Operation Seedieb 1948". Genau das, was er suchte.
Die Operation schien Mike zwar dilettantisch ausgeführt worden zu sein, aber sie hatte geklappt: Eine ganze Schiffsladung mit Waffen für Syrien gelangte auf abenteuerliche Weise in die Hände der Mossad -- und dies zu einer Zeit, als der Krieg zwischen Israel und den benachbarten arabischen Staaten seinen Höhepunkt erreicht hatte.
Mossad-Agenten hatten das Schiff, den 450-Tonnen-Frachter "Lino", im Hafen von Bari auf Grund gesetzt. Die Ladung konnte jedoch geborgen werden, und sogleich schickten die Syrer den Geheimdienst-Major Fuad Mardam Bey nach Italien mit dem Auftrag, die "Lino"-Fracht auf den Weg nach Beirut zu bringen.
Der Fortgang der Aktion erinnerte Mike zusehends an sein eigenes Vorhaben: Die Mossad setzte eine Agentin, Gen Pelma, auf den Syrer an -- mit vollem Erfolg. Gen hatte keine Mühe, Fuad mit einigen "Freunden" zusammenzubringen, die ihm die Sorge um den Waffentransport abnahmen. Sie hatten auch gleich ein geeignetes Schiff an der Hand, die "Agiro".
Tatsächlich stach die "Agiro" wenig später mit der brisanten Fracht in See, an Bord zwei Mossad-Agenten, die als Ingenieure angeheuert hatten. Ein paar Meilen vor der Küste wurde das Schiff von einem Fischerboot gestoppt, zwei weitere Israelis enterten den Frachter -- drei Tage später legte die "Agiro" in Haifa an.
Mike machte sich sorgfältig Notizen. "Operation Seedieb 1948" sollte ihm als Muster für ein weit gefährlicheres Unternehmen dienen, bei dem es um sehr viel mehr ging -- um Brennstoff für einen Atomreaktor.
Die folgenden neun Stunden hetzte Mike das Personal der Forschungsabteilung von einem Regal zum anderen. Er wollte alles über Uran wissen -- wo es gefunden wurde, welche Gesellschaften es förderten, welche Reedereien den Transport besorgten und wo Uran weiterverarbeitet wurde.
Dann begab sich Mike zur Abteilung für auswärtige Beziehungen. Es war jetzt schon nach Mitternacht. Der Besucher bat um alle verfügbaren Informationen über Atomanlagen in jenen Ländern, in denen es israelische Botschaften oder Konsulate gab.
Am nächsten Tag hatte Mike seinen Plan in groben Zügen fertig. Er fuhr ins Trainingszentrum der Mossad. Geduldig sah er zu, wie eine Gruppe von Agenten -- neun Männer und drei Frauen -- lernte, eine Sprengladung an einem Auto anzubringen. Dann trat er auf den Ausbilder zu und fragte: "Hast du einen Moment Zeit für mich?"
Er wartete die Antwort nicht ab, sondern nahm den stämmigen Mann sogleich beiseite: "Ich möchte, daß du dich noch einmal in den gewieften Seemann zurückverwandelst. Du weißt schon -- mit Kabeln, Seilen, Knoten, Ankern, Seekarten und all dem Kram arbeiten."
Meir Azulai schmunzelte. Auf hoher See fühlte er sich mehr zu Hause als auf dem Festland. Nach seiner Wehrdienstzeit hatte er noch mehrere Jahre freiwillig in der Kriegsmarine gedient, eine Zeitlang war er dem Geheimdienst der Marine zugeteilt gewesen, und in dieser Zeit hatte er als Zweiter Offizier auf Handelsschiffen die Meere befahren.
Mike kündigte ihm an, daß am nächsten Tag noch ein Agent von der "arabischen Einheit" zu ihm stoßen werde: Shauli Mizrachi, der wegen seiner jemenitischen Herkunft und der dunklen Tönung seiner Haut jedesmal eingesetzt wurde, wenn in den benachbarten Nahostländern ein Auftrag auszuführen war. Shauli sprach ein halbes Dutzend arabischer Dialekte und war ein perfekter Kenner der arabischen Mentalität.
Während Mike sein Team zusammenstellte, hatte Sharon Manners ihr Opfer bereits fest im Griff. Es war am 22. Oktober 1968, einem Dienstag.
Antonio Bordini hatte Sharon den Morgenkaffee ans Bett gebracht und die Zeitung besorgt.
Als Bordini die Schlagzeilen überflog, rief er plötzlich aus: "Was für eine schauderhafte Sache!" Er wies Sharon auf einen Artikel hin, der zum erstenmal in allen Einzelheiten schilderte, wie im Oktober des vorangegangenen Jahres ein ägyptisches Torpedoboot das israelische Flaggschiff "Eilat" mit einer sowjetischen Rakete versenkt hatte. 60 Seeleute waren bei dem Angriff ums Leben gekommen.
"Was ist daran so schauderhaft?" fragte Sharon, "die bringen sich doch ständig gegenseitig um, oder?"
Bordini sah sich in die Verteidigung gedrängt. Er erzählte Sharon, daß er sich zum erstenmal 1967 während des Sechs-Tage-Krieges für den Nahen Osten interessiert habe. Wie so viele andere Nicht-Juden hatte ihn offenbar der Kampfgeist der israelischen Piloten und Soldaten beeindruckt. Seither hatte er sich gründlich über Israel und über das Schicksal der Juden informiert.
Wenn in den Korridoren des Euratom-Gebäudes politisiert worden war, hatte Bordini kein Geheimnis daraus gemacht, wem seine Sympathie galt. Es war denn auch kein Zufall, daß sein Name auf der Mossad-Liste der Kandidaten Sharons gestanden hatte.
Sharon hatte ihrem Freund aufmerksam zugehört. Es war der richtige Augenblick, den Köder auszulegen.
"Wenn ich es mir richtig überlege", sagte sie ohne besondere Betonung, "dann hast du eigentlich recht. Weißt du, ich hatte mal einen sehr guten Freund, der Israeli war. Übrigens war er Pilot. Er ist bei einem Luftkampf über Damaskus gefallen -- in dem Krieg, von dem du gerade gesprochen hast."
Sie bekannte dann, daß sie sich durchaus imstande fühle, "für das israelische Volk eine ganze Menge zu tun", obwohl sie Amerikanerin sei.
Bordini war nachdenklich geworden. Was Israel im Augenblick brauche, sagte er, seien ein paar Atomwaffen. Nichts würde einen potentiellen Angreifer wirksamer abschrecken, als wenn er erführe, daß der Gegner Atomwaffen besitzt und bereit ist, sie einzusetzen.
"Übrigens" fuhr er fort, "weiß ich zufällig, daß die Israelis jetzt herumschnüffeln. Das habe ich von unseren Sicherheitsleuten gehört. Sie machen sich gegenwärtig große Sorgen, daß die anderen die Umklammerung verstärken könnten."
Jetzt ging Sharon zum Schockangriff über: "Du könntest eigentlich mehr tun als bloß mit ihnen sympathisieren ... Du könntest ihnen doch helfen."
Antonio Bordini blickte Sharon verblüfft an. Sharon brach in Gelächter aus. "Ich spiele Geheimagentin", sagte sie scherzend, und damit -war das Thema vorerst abgetan.
Das israelische Handelsschiff "Mazal" war nur noch zwei Stunden von seinem Bestimmungsort, dem mexikanischen Hafen Vera Cruz, entfernt, da stürmte der Funker in den Kartenraum. Der Kapitän streckte die Hand aus, um ihm den entschlüsselten Funkspruch abzunehmen. Den Namen des Absenders brauchte Kapitän Seev Biran nicht zweimal zu lesen. Es war Mikes Codename.
Mike wirbt Seeleute und Funkexperten an.
Der Text lautete: "Werden am Quai erwartet. Heimkehr. Anweisung unterwegs."
Seev Biran war für seine unvergleichliche Fähigkeit bekannt, ein Schiff über unheimliche, felsige Untiefen hinweg und durch Meerengen zu steuern, in die sich ein vernünftiger Kapitän nicht einmal im Traum gewagt hätte. Immer wieder hatte er sich, wenn auch widerwillig, von der Mossad anheuern lassen, wenn es galt, etwa einen Agenten aus einer besonders heiklen Situation herauszuholen.
Noch in derselben Nacht bestieg Kapitän Biran auf dem Flughafen von Mexico City eine Maschine nach Israel. Den Ersatzmann, den die Mossad für Birans Schiff herüberschickte, hatte er nicht einmal zu Gesicht bekommen.
Seinen nächsten Mann für den Sandereinsatz holte sich Mike aus dem Kibbuz Givat-Brenner. Der Anruf aus Tel Aviv erreichte Reuyen ("Ruby") Goldman, als er gerade unter dem Motor eines Mähdreschers lag.
Auch Goldman hatte sich längst aus dem Geheimdienstgeschäft zurückgezogen. Die Argumente, die er Mike entgegenhielt, klangen plausibel: Er habe genug gefährliche Einsätze mitgemacht; er sei inzwischen zu alt geworden und wolle sein Leben genießen, indem er sich hier im Kibbuz nur noch um die Maschinen kümmere.
Mike blieb hartnäckig: "Glaub mir, Ruby, wir brauchen dich wirklich. Du bist nun mal der beste für den Job." Sein anfänglicher Widerstand bröckelte ab. Ruby spürte allmählich, wie ihn die alte Erregung ergriff, und er akzeptierte.
Weniger Mühe hatte Mike bei Benny Arnheim, dem Radioexperten, der gerade dabei war, in einem seiner komplizierten Geräte, mit denen er den ganzen Raum angefüllt hatte, einen Kurzschluß aufzuspüren.
Israels Geheimdienst ködert einen Euratom-Assistenten.
Mike bat ihn, zu einer Besprechung in sein Büro zu kommen, und fügte hinzu: "Übrigens, sag doch deinen wichtigsten Kunden lieber vorsorglich, daß sie eine Weile ohne dich auskommen müssen. In ein paar Tagen geht"s los. Und vergiß nicht, in der Paßstelle vorbeizugucken. Es liegen dort ein paar interessante Dinge für dich." Arnheim willigte ein -- er gilt heute als der Kommunikations-Experte Nr. 1 in der Mossad-Zentrale.
Gad Ullman war ein gutbezahlter Beamter im gehobenen Dienst. Aber der schmächtige Mann hatte noch eine zweite Lebensstellung: Gad Ullman war ein Killer. Er liebte seinen Job. Er freute sich auf jeden Auftrag, den Mike ihm antrug. (Bei der Ausführung eines solchen Auftrags ist er später, am 18. Oktober 1973. umgekommen.)
Das Geheimnis seines Erfolgs lag zum Teil in seinem regelmäßigen Training. Auf dem Weg zum Dienst oder auch während der Mittagspause fuhr er rasch zum Schießstand, holte sich eine Waffe und trainierte eine halbe Stunde.
Als Mike anrief, diktierte Uliman gerade einen Brief über neue Bauvorschriften für landwirtschaftliche Gebäude." Ich möchte dich sprechen", sagte der Chef der Abteilung Sondereinsätze. "In etwa einer Stunde."
Sharon Manners war inzwischen mit ihrer Operation Bordini so weit gediehen, daß sie es wagen konnte, den entscheidenden Kontakt zwischen dem Euratom-Beamten und dem Mossad-Agenten Mike herzustellen: Sie gestand eines Morgens ihrem italienischen Freund. sie habe einen sehr guten Bekannten namens Paul, der zufällig Verbindung zum israelischen Geheimdienst unterhalte.
Mehrmals wurde das Trio gemeinsam in Brüsseler Cafés und Restaurants gesehen. Paul, der jedesmal darauf bestand, die Rechnung zu begleichen, erwies sich als ein äußerst großzügiger Gastgeber. Nach einem dieser Treffen wurde Sharon gegenüber dem Italiener deutlich: "Weißt du, ich glaube für bestimmte Informationen würde Paul eine Menge Geld zahlen, Tausende von Dollars.
Jetzt schluckte Antonin Bordini den Köder. Schon am nächsten Tag rief er Paul an und schlug dem Israeli vor, sich mit ihm in einem Café an der Place de Brouckère zu treffen -- diesmal ohne Sharon.
Der Italiener kam sofort zur Sache." Ich bin im Besitz von Informationen, die für Sie von beträchtlichem Nutzen wären."
"Was für Informationen?" Mir ist bekannt, daß Frankreich an Ihre Leute in Dimona früher Uran geliefert hat; außerdem weiß ich, daß diese Lieferungen eingestellt worden sind." Er fuhr fort: "Sie waren übrigens nicht die einzigen Kunden der Franzosen. Und die Franzosen waren auch nicht die einzigen, die besonders guten Freunden Uran zukommen ließen. Meine Information besagt nun, daß..
Paul unterbrach ihn. "Das alles klingt interessant. Aber es schlägt nicht in mein Fach. Wollen Sie mir 24 Stunden Zeit lassen? Dann kann ich Ihnen Bescheid sagen."
Sie trafen sich in Bordinis Wohnung wieder. Der israelische Agent legte einen Umschlag mit druckfrischen Fünfhundert-Dollar-Noten auf den Tisch. "Das ist ein Vorschuß". sagte er. "Ich kenne Leute, die bereit wären. für neueste Informationen über Urantransporte und die Fahrpläne der Frachtschiffe sehr viel mehr zu bezahlen."
Als Sharon an diesem Abend Bordini besuchte, konnte er nicht verheimlichen, daß er mit Paul zusammengekommen war. Um ihn nicht bei Euratom in Verlegenheit zu bringen, wurde vereinbart, daß Sharon künftig als "Kontakt" zwischen ihm und Paul fungieren sollte. Fortan händigte Sharon dem Italiener nur Briefumschläge ihres Bekannten aus, und Bordini übergab ihr Packen mit Dokumenten. Zusammen ließen sich die drei nie wieder sehen.
Eines Tages stand Sharon am Fenster eines Hotelzimmers und blickte auf die Straße hinunter. Hinter ihr am Schreibtisch saß Paul alias Mike Binder und prüfte Photokopien von Schriftstücken, die den Stempel "Streng vertraulich" oder "Geheim" trugen.
Plötzlich stand er auf und ging zum Telephon. Er wählte eine Nummer und las dabei weiter in einem der von Antonio Bordini gelieferten Dokumente. Dann hörte Sharon ihn sagen: "Kriegen Sie heraus, warum die Marokkaner hinter dem Zeug her sind. Und versuchen Sie festzustellen, ob sie solche Maschinen haben wie wir. Und was für Tricks sie anwenden, um das Zeug geliefert zu bekommen."
Die Stimme am anderen Ende der Leitung war so deutlich, daß Sharon die Antwort verstehen konnte: "Nein, sie haben keine solchen Maschinen wie wir. Aber eine Zeitlang galten sie als assoziierte Mitglieder des Gemeinsamen Marktes. Dieser Status erlaubt ihnen. Uran zu kaufen, das ausschließlieb für industrielle Zwecke verwendet werden kann, in dieser Form taugt es nicht als Kriegsmaterial. Aber die Marokkaner haben ohnehin nicht die technische Möglichkeit, es zu benutzen."
"Beschaffen Sie jede erreichbare Information über den technischen Entwicklungsstand der marokkanischen Industrie", sagte Mike ohne besondere Betonung." Ich brauche die Auskunft spätestens morgen."
Oberst Habib Budidscha galt offiziell als stellvertretender Kulturattaché der marokkanischen Botschaft in Paris -- in Wirklichkeit war er Leiter des marokkanischen Geheimdienstes für ganz Europa. Als er an diesem Tag die aus Rabat eingegangene Post durchblätterte, sah er zwischen den Umschlägen einen Zettel liegen: "Roget hat angerufen." Unter dem Namen war säuberlich eine Telephonnummer notiert.
Roget war der Codename, den Mike bei den Kontakten mit Budidscha benutzte. Oberst Budidscha kannte Mike gut -- allzugut. Wenn Mike angerufen und seine Nummer hinterlassen hatte, dann mußte es um etwas Wichtiges gehen. Und die Sache eilte.
Rivalisierende Agenten besprechen ein Geschäft.
Einem Außenseiter wäre es vielleicht merkwürdig vorgekommen, daß zwischen Männern des israelischen und des marokkanischen Geheimdienstes eine Verbindung bestand. Doch Geheimdienstler arbeiten häufig mit scheinbar erbitterten Gegnern zusammen, wenn es im Interesse beider Parteien liegt.
So sahen Anfang der 60er Jahre sowohl Marokko als auch Israel in Ägyptens Präsident Nasser einen gefährlichen Feind. In dieser Zeit entwickelte sich ein stillschweigendes Einvernehmen zwischen dem marokkanischen und dem israelischen Geheimdienst, in das auch andere westliche Dienste einbezogen wurden.
Im Herbst 1965 profitierte General Mohammed Oufkir, der Chef des marokkanischen Geheimdienstes, von dieser grenzüberschreitenden Amtshilfe: Er konnte seinen König vor dem Verlust der Krone bewahren. Seither war Oufkir gewissen Leuten zu Dank verpflichtet; ganz oben auf dieser Liste stand der Name Mikes vom israelischen Geheimdienst.
Jetzt sprach dieser selbe Mike mit dem Mann des Generals, Oberst Budidscha. "Guten Tag, Habib. Können wir miteinander reden?"
Der Marokkaner antwortete vorsichtig: "Wenn es um etwas Ernstes geht, wäre es besser, sich irgendwo zu treffen ..." "Café Sèlet?"
"D'accord."
Mike war beunruhigt. Er kannte Budidscha genau. Die Mossad hielt ihn für "kein gutes Material". Budidscha war arrogant, träge und zudem auch noch völlig korrupt. Dabei besaß er eine außerordentliche Gerissenheit und ein Denkvermögen, daß der Schnelligkeit einer zustoßenden Schlange gleichkam. Budidscha war gefährlich.
Doch der Mossad-Mann hatte keine andere Wahl. Der einzige Weg, an General Oufkir heranzukommen, führte über Oberst Budidscha. Mike beobachtete, wie der Marokkaner, begleitet von einem breitschultrigen "Gorilla", die Straße überquerte und auf das "Sélect" zukam.
Budidscha ließ seinen Leibwächter vorangehen. Der sah sich sehr sorgfältig in dem Café, er entdeckte Mike und stellte offensichtlich fest, daß auch der Israeli seinen Bewacher mitgebracht hatte.
Der Oberst ging, nachdem sein "Gorilla" ihm zugenickt hatte, direkt auf Mike zu und setzte sich an dessen Tisch.
Mike zog ein Blatt Papier aus der Tasche -- die Photokopie eines amtlichen Dokuments, dessen Briefkopf abgeschnitten worden war. "Ich habe Sie um einen Treff gebeten", begann er, "weil Sie uns einen Dienst schulden. Es ist eine Ehrenschuld zwischen mir und dem General.
Der Oberst lächelte breit und betastete seinen Schnurrbart. "Eigenartig", sagte er. "ich hab das geahnt, als ich Ihre Nachricht bekam. Und wie, glauben Sie, können wir uns revanchieren?" Mike blickte auf das Schriftstück, das vor ihm lag. "Nach meinen Informationen sollen Ihnen in acht Wochen in Antwerpen 200 Tonnen Uranoxyd, im Handel "yellowcake' genannt, ausgeliefert werden. Der Transport soll am 17. November abgehen. Das Zeug ist im Namen von Chimagar, einem chemischen Werk in Casablanca, gekauft worden."
Mike setzte seinen Angriff fort. "Chimagar ist an Uran nicht interessiert. Die Firma weiß nicht einmal, daß sie das Zeug gekauft hat. Erworben hat es in ihrem Namen eine deutsche Firma, die sich Asmara nennt. Sie ist von einem Herbert Scharf gegründet worden. Der Einkäufer für Asmara ist ein gewisser Herbert Schuhen. Diese beiden Herren sind für den Kauf des "yellowcake' und für dessen Verschiffung nach Casablanca verantwortlich. Das alles ist Ihnen bekannt. Und mir jetzt auch."
Ohne seinen leisen Ton zu ändern. setzte Mike hinzu: "Wir brauchen dieses Zeug!"
"Und das ist alles, was Sie wünschen?" fragte der Oberst." Wollen Sie mir im Ernst erzählen, Sie hätten vor, ein ganzes Schiff verschwinden zu lassen?"
"Nicht verschwinden zu lassen", antwortete Mike. "Wir werden das Schiff einschließlich Ladung von Ihnen kaufen. Die Firma, die das Frachtschiff in meinem Namen übernimmt, heißt Biscayne Traders Shipping Corporation."
Budidscha versuchte Zeit zu gewinnen. "Es ist Ihnen natürlich klar", sagte er, "daß dies alles außerhalb meines Machtbereichs liegt. Ich werde die Sache höheren Orts vortragen müssen. Es ist eine Frage der nationalen. .
Zehn Prozent Provision für den Geheimdienstchef.
Mike unterbrach ihn ."Sie wissen, wovon ich rede. Ihr Land besitzt keine Kernreaktoren. Marokko braucht kein Uran. Aber zufällig haben Sie bessere Beziehungen zu einem bestimmten Kunden im Osten, der nicht über Ihre ausgezeichneten Verbindungen zu Euratom verfügt ... Aber das geht mich nichts an. Ich möchte nur die Ladung."
Budidscha reagierte genauso, wie Mike es sich gedacht hatte: Er wollte Bestechungsgeld.
"Wieviel ist Ihnen die Sache wert?" "Grob gerechnet beträgt der Marktpreis für das Uran dreieinhalb Millionen Dollar". sagte Mike .., Sagen wir so: Wir könnten eine Provision von zehn Prozent und noch eine Kleinigkeit als Schadenersatz und Erstattung der Unkosten drauflegen. Wir zahlen bar."
"Es ist eine heikle Sache. Ich muß rückfragen"" sagte der Marokkaner.
Mike zog einen Umschlag aus der Tasche. " Hier drin sind ein Rückflugbillet nach Rabat plus 5000 Dollar für Ihre Unkosten und eventuelle Unannehmlichkeiten. Ich muß die Antwort des Generals in spätestens 24 Stunden haben. Andernfalls ist der Handel gestorben."
Der Oberst wollte protestieren und bemühte sich dann halbherzig, dem Israeli den Umschlag zurückzugeben. Genauso wie Mike wußte er, daß ihm jederzeit ein Freiflug Erster Klasse nach Marokko zustand. Die 5000 Dollar und das Geld, das der Flugschein einbringen würde, landeten unmittelbar in seiner Tasche.
Die beiden Männer erhoben sich. "Ich beschaffe Ihnen die Antwort", sagte der Marokkaner.
Im nächsten Heft
Der doppelte Betrug des Obersten Budidscha Mike will mit einem Container Agenten auf die "Scheersberg A" schmuggeln -- Tödliche Falle in Marseille
Von Denis Eisenberg, Eli Landau und Menachem Portugali

DER SPIEGEL 33/1978
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Das Geheimnis der „Scheersberg“

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