27.06.2005

PRESSE„FTD“ empfiehlt erneut

Obwohl die Wahlempfehlung der "Financial Times Deutschland" ("FTD") zugunsten der CDU bei der Bundestagswahl 2002 umstritten war und als Aufgabe journalistischer Objektivität gewertet wurde, will die Wirtschaftszeitung auch bei der kommenden Wahl wieder eindeutig Position beziehen. "Unsere damalige Empfehlung war kein PR-Gag", sagt Chefredakteur Steffen Klusmann. 2002 war die Redaktion gespalten und zerfiel in etwa vier gleich große Blöcke für SPD, CDU, Grüne und FDP. Das Votum für die CDU ordneten schließlich die damaligen Chefredakteure unter Wolfgang Münchau und Christoph Keese an. In diesem Jahr soll der Prozess "geordneter" verlaufen, so der heutige Chef Klusmann. Welche Partei empfohlen werde, lässt er jedoch offen. Dass es die SPD sein wird, sei gegenwärtig "eher unwahrscheinlich". Dagegen konnte sich der deutsche Erfinder der redaktionellen Wahlempfehlung, Keese, bei seinem neuen Blatt "Welt am Sonntag" nicht durchsetzen. In einer Redaktionsvollversammlung votierte die Mehrheit gegen eine Empfehlung, da das Ergebnis ohnehin von vornherein feststünde. "Derzeit muss man schon sehr lange nach Argumenten für die SPD suchen", so Keese.

DER SPIEGEL 26/2005
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