25.07.2005

ERNÄHRUNGMehr Sex durch Salat

Schon die alten Ägypter schwörten auf Salat, um die Libido aufzupeppen. Dass einige Salate wirklich erotisierend wirken, will nun der italienische Ethnobotaniker Giorgio Samorini gezeigt haben. Des Rätsels Lösung liegt laut Samorini buchstäblich im Namen selbst: Die Gattungsbezeichnung Lactuca ist abgeleitet vom lateinischen Wort für Milch. Beim Anschneiden des Strunks sondern Lactuca-Salate eine weiße Flüssigkeit ab. In diesem Milchsaft befänden sich Tropanalkaloide, die eine stimulierende Wirkung haben. Allerdings ist es erforderlich, eine ausreichende Menge zu verzehren. Denn in dem Milchsaft sind Bitterstoffe enthalten, die - bei niedriger Dosierung - den genau gegenteiligen Effekt haben. Bereits in der Antike schrieb der römische Schriftsteller Plinius der Ältere dem Salat deshalb eine einschläfernde Wirkung zu. Ihm zufolge sollte das Gemüse das Sexualverlangen hemmen.

DER SPIEGEL 30/2005
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