Er ist der teuerste Maler der Gegenwart, seine Bilder bringen Millionenerlöse. Weil aber Gerhard Richter, 73, Interviews gemeinhin scheut, gilt er auch als geheimnisumwittert. Für die SPIEGEL-Redakteurinnen Susanne Beyer, 36, und Ulrike Knöfel, 36, nahm er sich dennoch zwei Tage Zeit und lud sie in sein Kölner Atelier und sein Wohnhaus ein, eine Villa mit verwildertem Garten, die er selbst entworfen hat. Als Richters Ehefrau Sabine hinzukam, erkannten die Journalistinnen sie wieder: Der Künstler hat sie auf einem seiner bekanntesten Gemälde ("Lesende") bei der Lektüre des SPIEGEL porträtiert (Seite 128).
DER SPIEGEL 33/2005
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