Für die Zukunft rechnet die Bundesregierung mit höheren Verlusten von Soldaten bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) warnt seit einiger Zeit, dass es bei den riskanten Missionen vom Balkan bis zum Hindukusch mehr Tote und Verwundete geben könnte. Wie aus dem Entwurf des Bundeshaushalts 2006 hervorgeht, hat sich diese Sorge bereits in konkreten Budget-Zahlen niedergeschlagen. Für die "Überführung und Bestattung verstorbener Soldatinnen und Soldaten" werden demnach Ausgaben von einer Million Euro erwartet. Das sind rund 35 Prozent mehr, als im vergangenen Jahr aufgebracht wurden. Auch die Aufwendungen für Arzneimittel und Verbandsmaterial sowie Sanitätsgerät sollen um gut ein Drittel steigen: Für 2005 hatte das Struck-Ressort nur 43 Millionen Euro eingeplant, für 2006 meldete es dagegen einen Bedarf von 59 Millionen Euro an.
DER SPIEGEL 33/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.