17.02.1975

Verlage: Wagenbach bekämpft Currywurst

Sie soll "weniger festgelegt" und "undogmatisch" sein, sie soll "den einzelnen nicht nur als Teil seiner Klasse erkennen" und "auch private Macken und Schrullen" goutieren -- "Wagenbachs Taschenbücherei", eine neue Reihe, mit der der West-Berliner Links-Verleger sein bisheriges Verlagsprogramm ("Quarthefte", "Politik") in diesem Frühjahr erweitert -- aus "Unzufriedenheit" mit der "Erstarrung des Denkens der Linken", aber auch wohl aus Rücksicht auf eine veränderte Marktlage. Unter den ersten "Taschenbücherei"-Titeln" die im Mai und im Juli erscheinen (Preise: 3,50 bis 7,50 Mark): Kafkas "In der Strafkolonie", mit Anmerkungen von Wagenbach; "Faust. Ein deutscher Mann", ein "Lesebuch" von Klaus Völker; ein Band über "Frankenstein". Am deutlichsten wird der "undogmatische", der neo-kulinarische Trend im Band 5 der neuen Reihe: "Schlaraffenland, nimm"s in die Hand", ein "Kochbuch für Menschenhaufen sowie isolierte Fresser", bietet Rezepte wie "Ex-Kaiser-Schmarrn einfach" oder "Couscous Brigitte" und behandelt unter anderem das Thema: "Kampf der Currywurst!!!"

DER SPIEGEL 8/1975
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