16.09.1974

Traum vom schadlosen Genuß

Zum erstenmal kamen in der Bundesrepublik „nikotinfreie“ Zigaretten auf den Markt, die Raucher stürzten sich darauf. War hier ein Ausweg -- zum gesunden Rauchen? Mediziner bezweifeln nicht mehr: Trotz Minderung des Schadstoffgehalts bleibt Zigarettenrauchen die gefährlichste Sucht, schlimmer als Drogen und Alkohol.
Der Arzt griff, wie er sagt, "zur Selbsthilfe". Mit Farbtopf und Pinsel durchstreifte er Münchens Innenstadt und übermalte die Bilder einer verlogenen Werbe-Welt.
Den kantigen Kopf des Marlboro-Reiters ("Geschmack von Freiheit und Abenteuer") gestaltete er zum Totenschädel um; ein fröhliches Reval-Pärchen ("Dem Filterfreund die Filter-Reval") verunzierte er mit der krakeligen Anfrage an "Frau Minister Focke": "Ab wieviel Tote pro Jahr halten Sie es für nötig, die Tabakwarenreklame zu verbieten?"
Der Pinselstreich, mit dem der Narkosefacharzt Dr. Erhard Busch Anfang dieses Jahres gegen Plakatwände zu Felde zog, provozierte Abwehr: Raucher zeigten den Doktor bei der Polizei an -- so tief sitzt das irrationale Bedürfnis, sich das Laster Rauchen nicht durch jemanden vermiesen zu lassen, der verrottete Raucherlungen schon auf dem OP-Tisch liegen sah.
"Erzeugt Rauchen nur Lungenkrebs?" Antwort: "Nein." Rhetorische Frage und Antwort finden sich in einem Report des Bundesgesundheitsministeriums über die "Auswirkungen des Zigarettenrauchens", der als Bun-
* Lungengeschädigter Patient, aus eine Dokumentarfilm des amerikanischen Fernsehens.
desdrucksache 7/2070 im Mai dieses Jahres herauskam. Kernpunkte: > 23 706 Lungenkrebstote gab es 1971 in der Bundesrepublik (gegenüber 18 753 Verkehrstoten).
* Zu den Todesursachen, "die zumindest teilweise mit dem Rauchen zusammenhängen", seien jedoch auch zu rechnen: "Krebs der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, des Magens und der Bauchspeicheldrüse, Arterienverkalkung mit der Gefahr des Herzinfarktes, des Schlaganfalls und des Raucherbeins, chronische Bronchitis und Lungenemphysem, Magen- und Darmgeschwüre, aber auch Totgeburt durch Störung der Schwangerschaft bei rauchenden Müttern."
* Insgesamt seien 1972 wahrscheinlich "mehr als 140 000 Menschen" in der Bundesrepublik gestorben, "weil sie rauchten" -- also nahezu jeder fünfte, der in jenem Jahr starb.
Ein fröhliches Paar, aus voller Lunge durch Schilfblüten pustend, vor einer durchsonnten Idylle mit Dorf. Himmel und See ("die erholsame Heiterkeit des späten Sommers genießen"), dazu der Slogan "Leicht und frei durchs Jahr": Solche Bilder und Wendungen mögen den Zigarettensüchtigen die Hustenstöße und den Druck auf der Brust, mit denen er morgens erwacht, vergessen machen -- und vollends die Todesursachen-Statistik.
Text und Bildmotiv entstammen einer Anzeigen-Kampagne, mit der die Hamburger Zigarettenfirma BAT einen "neuen Typ" von Zigarette vorstellte: "Die erste, die einzige", die mit dem gesetzlichen Prädikat "im Rauch nikotinfrei" versehen werden darf.
80 Millionen Stück der neuen Marke "Auslese", hergestellt in Berlin von der BAT-Tochter Simon Arzt, brachte der Tabakkonzern in den ersten zwei Verkaufswochen auf den Markt. Mit Nacht- und Wochenendschichten wurde die ursprünglich vorgesehene Produktion nahezu verdoppelt. Trotzdem meldete die Firma in den letzten Wochen "gewisse Lieferschwierigkeiten", war in Tabakläden die "Auslese" viel gefragt und nur selten vorrätig.
Die beiden Eunuchen-Marken nur gut für "Sauger"?
"Die Nachfrage ist wie eine Woge hochgeschlagen", erklärte BAT-Sprecher Hermann Feldgen, "die Ware wird uns aus den Händen gerissen." Das in diesem Ausmaß nicht erwartete Interesse erklären die BAT-Manager mit der "noch nie zuvor erlebten Resonanz in Presse, Funk und Fernsehen". Die publizistische Kampagne habe "Neugier und Nachfrage gewaltig angeheizt" (Feldgen).
Neugier und Nachfrage sind programmiert, seit sich bei fast allen der über 15 Millionen Raucher in der Bundesrepublik zur Sucht das schlechte Gewissen, zum Genuß die Angst vor Krankheit und verfrühtem Tod gesellt haben.
Die gelbweiße Schachtel von Simon Arzt barg eine Verheißung: Nikotinfreie Zigaretten, gewiß ein Absurdum wie alkoholfreier Schnaps oder kalorienloses Marzipan -- aber war das nicht doch der Ausweg aus dem Dilemma, die Verwirklichung des Wunschtraums vom perfekten, weil folgenlosen Genuß?
Der Wahrheit allenfalls nahe, so erwies sich rasch, kamen die Werbeaussagen der BAT-Leute. "Im Rauch nikotinfrei", das heißt: Der Nikotin-Anteil im Zigarettenrauch wurde -- durch Verwendung entsprechender Tabake, vor allem aber durch einen massiven Filter -- unter den Wert von 0,03 Prozent gesenkt; und damit darf, nach der Tabakverordnung von 1939, das "nikotinfrei"-Prädikat verwendet werden.
Doch auch "die einzige" konnte sich die filtermächtige "Auslese" bald nicht mehr nennen. Fast gleichzeitig mit dem BAT-Start schickte die Hamburger Konkurrenz Reemtsma ihre (im gleichen Sinne) nikotinfreie "Delta" auf einen fürs erste auf Bremen beschränkten Testmarkt.
Keine allzu hohen Erwartungen setzen. die Tabakfirmen in die beiden Eunuchen-Marken. "Den Fehler", hieß es bei BAT, "die Zahlen der turbulenten Probierwelle als Garantie für die Zukunft zu sehen, machen wir nicht."
Insgeheim wird die offiziell als "spektakulärer Durchbruch· zur neuen Epoche des leichten Rauchens" gepriesene "Auslese" sogar als Problemkind beargwöhnt: Der Zugwiderstand des ausgeklügelten Filters zwingt den Raucher, fast doppelt so heftig zu saugen wie an herkömmlichen Filterzigaretten.
Überdies bleiben mit Teer und Nikotin auch Geschmacksstoffe im Filter hängen; und kaum zehn Prozent aller Raucher sind reine "Sauger", wie die Branche die nicht auf die Effekte des Nikotins fixierten Paffer nennt. Allenfalls Sauger, so die Annahme der Marktstrategen, könne man -- wie das Damenkaffeekränzchen mit koffeinfreiem Aufguß -- mit Nikotinfreien befriedigen, die Nikotinsüchtigen nicht.
Der starke Tobak von einst verkommt zu heißer Luft.
Folgerichtig hatten die BAT-Manager ihren kastrierten Neuling als "erklärungsbedürftiges Produkt" eingestuft und den Verkauf allein auf den Fachhandel konzentriert. Als Ziel hatte BAT-Chef Horst Stützer in der Woche der Einführung einen recht langfristigen Erfolg angepeilt: Man hoffe, in ein bis zwei Jahren auf monatlich 100 bis 130 Millionen Stück zu kommen -- Untergrenze für Standardmarken.
Fürs erste wären die BAT-Leute sogar schon zufrieden, wenn sich die "Auslese" als sogenannte Spezialmarke am Rande des Marktes etablieren könnte. Solche Mauerblümchen-Sorten rentieren sich auf Grund geringerer Werbungs- und Vertriebskosten schon hei einem Monatsabsatz von zehn bis 15 Millionen Stück.
Als vorsorglichen Konterschlag gegen die "Auslese" hatten die Reemtsma-Leute ihre "Delta" herausgebracht, wie ihrerseits die BAT-",Auslese" als Antwort auf die bis dahin relativ schadstoffärmste "R 6" von Reemtsma gedacht war (siehe Graphik Seite 71) -- beide Aktionen sind Bestandteile der Vorwärtsstrategie" mit der die Zigaretten-Industrie nun schon seit anderthalb Jahrzehnten immer aufs neue versucht, ihr Produkt vom Ruch des Killers möglichst zu entfernen.
So gilt als sicher, daß auch das "Haus Neuerburg" (Tochter des Reynolds-Konzerns) mit "nikotinfreiem" Rauch nachziehen wird; auch Philip Morris sieht in der Herstellung nikotingebremster Zigaretten "technisch keine Probleme", und ebenso räumt Brinkmann-Chef Friedrich Kristinus ein, daß sein Haus "selbstverständlich an einer derartigen Marke arbeitet".
Auch die weitere Zukunft ist schon abgesteckt: Deutschlands Firmen erproben hausintern noch schwächere Zigaretten, wie sie ähnlich in den USA entwickelt werden und in Großbritannien schon für kurze Zeit auf dem Test-" markt waren: gestopft mit einer Mischung von leichtesten Tabaken und einem Syntheseknaster aus Zellulose, der vollends frei von Nikotin ist. In drei Wochen will auch die Chemiefirma Bayer mit einem "new smoking material" dieses Typs herauskommen.
Offenkundig zielen die Hersteller mit solcher Product-Policy, die den starken Tobak von einst zum bloßen Ersatz, den würzigen blauen Dunst zu parfümierter heißer Luft verkommen läßt, auf die tiefsten Zonen des Magischen und Irrationalen, in denen das Rauchen verwurzelt ist: der Griff zur Zigarette als ritualisierter Wiederholungszwang, egal was rauskommt.
Von allen Gewohnheiten und Süchten, daran sind begründete Zweifel nicht mehr möglich, ist Rauchen die allerschädlichste, mit Abstand schlimmer als Drogen oder Alkohol. Aber kein anderer Abusus unterliegt auch so enormem Verdrängungsdruck: Das verbreitetste Laster ist das am weitesten akzeptierte, weil es seine Opfer nicht sozial ausflippen läßt wie Alkohol und Drogen, weil es sie brauchbar erhält, bis die Krankheit ausbricht, weil es sie nicht zu Rabauken' Pennern und Kriminellen macht -- sondern nur elend zugrunde richtet (siehe Seite 68).
Seit fast genau zehn Jahren, seit in Amerika der sogenannte Terry-Report alle bis dahin in der medizinischen Fachliteratur verstreuten Fakten und Daten zusammenfaßte, sind die· gesundheitlichen Risiken des Zigarettenrauchens für alle Welt aktenkundig. Hauptergebnis damals: Die Gefahr beispielsweise, an Lungenkrebs zu sterben, ist für Raucher mehr als zehnmal so hoch wie für Nichtraucher.
Bekräftigt wurden die Befunde durch groß angelegte vergleichende Untersuchungen, so die berühmt gewordene Hammond-Studie, bei der 36 975 sogenannte statistische Zwillingspaare (Raucher und Nichtraucher, deren Lebensdaten sonst in mindestens 25 gesundheitlich bedeutsamen Faktoren übereinstimmten) über einige Jahre hinweg untersucht wurden. Am Ende waren 1385 Raucher, aber nur 662 Nichtraucher gestorben. Von den Nichtrauchern starben zwölf an Lungenkrebs, von den Rauchern 110.
Inzwischen gibt es solche Verlaufsbeobachtungen vor allem in den USA, in Kanada und Großbritannien für 1 123 000 Menschen, erhoben über zusammen vier Millionen Lebensjahre. Wenn gleichwohl die Zigarettenindustrie, so resümierte das Bundesgesundheitsministerium die Wucht der Beweise, noch immer behaupte, belegt sei allenfalls ein statistischer, nicht jedoch ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Rauchen und Gesundheitsschädigung, dann falle es mittlerweile "schwer, dieser Argumentation Ernsthaftigkeit zuzuerkennen".
Was der Raucher aus der Zigarette in seine Lungen saugt, haben die Wissenschaftler schon auf Milligramm-Bruchteile analysiert: Mehr als 1000 verschiedene chemische Substanzen sind teils als Gase, teils als feste, jedoch kleinste und damit "lungengängige" Partikel im Tabakrauch enthalten. Die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen all diese -- noch nicht einmal vollständig identifizierten -- Fremdstoffe wird durch bewußte Überwindung ausgeschaltet; die Fermentierung des Tabaks ist dabei hilfreich.
Dabei ist das Nikotin, auf dessen Entfernung aus dem Tabakrauch sich die Kampagnen für die beiden neuen "Nikotinfrei" -Marken kaprizieren, nur einer der wirksamen -- und schädlichen -- Stoffe; freilich auch der im physiologischen Sinne suchtmachende.
Nikotin ist eines der stärksten Nervengifte; es löst Krämpfe aus und lähmt das Atemzentrum im Gehirn; 50 Milligramm sind die tödliche Dosis. Doch schon ein Hundertstel dieser Menge, resorbiert aus dem Tabakrauch, verändert spürbar den Stoffwechsel der Nervenzellen -- in erfreulicher Weise, wie Raucher finden.
Sobald der Reizstoff aus der Atemluft in die zart verästelten Blutwege der Lunge übergetreten ist, schaltet das vegetative Nervensystem -- es reguliert die unwillentlichen Körperfunktionen wie Herzschlag und Atmung -- auf Alarm. Doch die Aktivierung geht ins Leere, "frustran" treibt die "Peitsche Nikotin" den Konsumenten in einen "gefährlichen stillen Stress" (Ärztemagazin "selecta").
Dieser Ausnahmezustand zwingt das· Herz zu erhöhter Leistung: 20 über den Tag verteilte Zigaretten, so hat der Bonner Physiologie-Professor Herbert Klensch ausgerechnet, belasten das Herz ebenso wie achtstündiges pausenloses Radfahren gegen leichten Wind, und eine halbe Zigarette kann kranke, starre Herzkranzgefäße "in die roten Zahlen bringen": Die Sauerstoffbilanz verschlechtert sich rapide, der Muskel wird mangeldurchblutet" ein Herzinfarkt droht.
Er trifft, so haben die weltweiten Langzeitstudien zweifelsfrei ergeben, die Raucher sehr viel häufiger als die Nichtraucher:
* Links: Kampagne des Bundesgesundheitsministeriums; rechts: von dem Arzt Dr. Busch übermalte Plakatwand.
* Die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist für Raucher drei- bis fünfmal so groß wie für Nichtraucher.
* Das Risiko wächst mit der Gesamtmenge des aufgenommenen Nikotins.
Abhängig von der Dosis ruiniert Nikotin jedoch, außer den lebenswichtigen Herzkranzgefäßen, auch die anderen Arterien des Körpers: Im Durchschnitt sind die Schlagadern eines Mannes, der dreißig Jahre lang täglich 20 Zigaretten geraucht hat, im fünfzigsten Lebensjahr so starr und brüchig wie die Blutgefäße eines um 15 Jahre älteren Nichtrauchers. Kreislaufstörungen und Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Folgen unzureichender Blutversorgung treffen den Raucher dementsprechend früher.
Zur Vielfalt der Schadstoffe, die der Zigarettenraucher überdies inhaliert, gehören so vertraute wie das Kohlenmonoxid (dessen Giftwirkung vom Autoauspuff her bekannt ist) und das giftige Schwermetall Blei, das sich im Körper ansammelt; ferner Benzpyren" dessen krebserregende Potenz unbestritten ist, und schließlich so exotisch anmutende Giftstoffe wie Selendioxid (das in Spuren bei der Verbrennung des Zigarettenpapiers entsteht) oder radioaktives Polonium (das im Lungengewebe von Rauchern in erhöhter Konzentration gefunden wurde).
Im Tabakteer, jenem klebrigen Stoffgemisch, das den Zigarettenfilter gelb färbt, sehen die Wissenschaftler das brisanteste Schädigungspotential für die Gesundheit des Rauchers.
Schon wenige Züge aus der Zigarette genügen, um die Selbstreinigung der Lunge, die normalerweise durch winzige Flimmerhärchen auf den Schleimhäuten der Atemwege besorgt wird, lahmzulegen. Bei Gewohnheitsrauchern wird dieser Zustand chronisch.
Quälender Raucherhusten und chronische Bronchitis können die Folge sein oder gefördert werden. Ein Abbau der Trennwände zwischen den Lungenbläschen führt zur Unterfunktion der Lunge (Emphysem) mit Kurzatmigkeit und erhöhter Infektionsanfälligkeit. Und schließlich drohen, je nach Umfang und Dauer des Zigarettenkonsums. nach zwanzig oder mehr Jahren bösartige Zellveränderungen: Krebs.
Immer mehr Umsteiger rauchen auf Lunge.
Rauchen ist die Ursache von rund 95 Prozent aller Bronchialkrebs-Todesfälle. Bösartige Tumoren der Luftwege sind bei Männern der westlichen Industriestaaten mittlerweile die verbreitetste Karzinomart. Kaum drei Prozent der Kranken können gerettet werden.
"Rauchen ist absolut gesundheitsschädlich", konstatierten lapidar die Experten des Bonner Gesundheitsministeriums in der Drucksache 7/2070: Es gebe "keinen Toleranzbereich" -- auch für diejenigen, die täglich nur ein bis fünf Zigaretten rauchen, sind gesundheitliche Einbußen festgestellt worden. "Vorschriften zum Anlegen von Atemschutzmasken" würden zwangsläufig ergehen, wenn an irgendeinem Arbeitsplatz so große Mengen von Staubteilchen aufträten, wie sie der Raucher freiwillig einatmet.
Die Vorstellung, heißt es in dem Report weiter, daß Zigarren- und Pfeifentabake weniger schädlich seien als Zigaretten, sei weitgehend überholt: "Grundsätzlich gibt es jetzt keinen Unterschied mehr zwischen den einzelnen Produkten, die durch Fermentierung und andere Formen der Zubereitung immer ähnlicher geworden sind" -- immer mehr Pfeifen- und Zigarrenraucher, zumal wenn sie von Zigaretten umgestiegen sind, rauchen auf Lunge.
Der Ausweg aber, den Zigarettenhersteller und Verbraucher angesteuert haben, erwies sich als Sackgasse. "Sogenannte "entschärfte Zigaretten"", so umschreibt es der Bonner Report, die Bemühungen also, mit immer leichteren Tabaken und immer wirksameren Filtern das Gesundheitsrisiko zu mildern, "schwächen das Grundproblem nur ab, lösen es jedoch nicht."
"Mehr Ärzte rauchen Camel als irgendeine andere Zigarettenmarke", mit diesem Slogan wurde höchst arglos noch 1936 in den USA geworben: Zigarettenrauchen galt als schickes, jedenfalls. unbedenkliches Pläsier.
Zug um Zug suchte inzwischen die Zigarettenindustrie, je mehr unbestreitbare medizinische Fakten zutage traten, den Angriffen von außen jeweils um eine Nasenlänge zuvorzukommen und ihre Kundschaft zu beschwichtigen.
Anfang der fünfziger Jahre rollte die erste Filterwelle -- damals noch mit kessen Slogans, wie sie heute niemand mehr wagen würde: "So sicher, so rein, daß er für die Luft von Klinikräumen gut genug ist" (Werbespruch für den Micronite-Filter der Marke Kent). Die abenteuerlichsten "Schadstoffrückhaltesysteme", darunter Holzkohle- und Wasserfilter, wurden erprobt. Übrig blieb die generelle Erkenntnis, daß mit Teer und Nikotin jeweils auch ein Gutteil des Tabakgeschmacks im Filter steckenblieb.
Jährlich acht bis zehn Millionen Mark gibt die westdeutsche Zigarettenindustrie überdies für ihr Hamburger Forschungsinstitut aus, das 1963 eingerichtet wurde -- damals noch in der Hoffnung, einige wenige krebsauslösende Schadstoffe würden sich "namhaft machen und aus der Zigarette herausnehmen lassen" (so der ehemalige Leiter der Forschungsstelle Karl-Heinz Weber).
Teer- und Nikotinanteil im Rauch sanken um ein Drittel.
Ganze Mäusepopulationen, je Versuchsreihe rund 8500 Tiere, haben dort durch Bepinseln der Haut mit Tabakrauchkondensat ihr kontrolliertes Risiko erlebt: 35 Prozent der Testmäuse erkrankten, "eine entsprechend hohe Teerkonzentration vorausgesetzt" (Institutschef Professor Walter Dontenwill), an Krebs.
Gegenwärtig werden 1500 syrische Goldhamster dreimal täglich jeweils zehn Minuten lang mit einem hochkonzentrierten Rauch-Luft-Gemisch "beraucht", das dem täglichen Konsum von 100 Zigaretten durch einen menschlichen Kettenraucher rechnerisch gleichkommt.
Unterm Strich bleibt, daß die Ergebnisse solcher Tierversuche nicht ohne weiteres auf den Menschen zu übertragen sind -- daß es aber zweifellos ein besseres Bild machte, die Anteile von Schadstoffen im Zigarettenrauch zu senken. Und wirklich: Das Heer der Konsumenten akzeptierte überwiegend den von der Industrie verkündeten Trend zur "safer cigarette".
1955, als die spätere Spitzenmarke "HB" eingeführt wurde, hatten Filterzigaretten in Westdeutschland gerade sieben Prozent, heute halten sie rund 85 Prozent Marktanteil. Als Folge dieser Entwicklung kann die Industrie eine eindrucksvolle Kurve vorweisen: In den letzten Jahren sanken Teer- und Nikotinanteil im Rauch der westdeutschen Durchschnittszigarette um rund ein Drittel.
So wählte die Zigarettenindustrie die beste aller Welten: Sie konnte ihr Gewissen beruhigen und den Gesetzgeber. besänftigen und dabei gleichzeitig ihren Umsatz immens steigern. Von 1961 bis 1973 stieg der westdeutsche· Pro-Kopf-Verbrauch an Zigaretten um mehr als 50 Prozent, auf jährlich 2637 Stück.
Dabei werden vor allem zwei Trends von den Gesundheitspolitikern als alarmierend eingestuft:
* Immer mehr Frauen haben das Rauchen angefangen -- und genau dreißig Jahre nachdem Flakhelferinnen und Trümmerfrauen zur
* Im Hamburger Forschungsinstitut der Zigarettenindustrie.
Lulle griffen, ist nun auch die Kurve der (früher überaus seltenen) Todesfälle durch Lungenkrebs bei Frauen angestiegen. > Immer früher fangen Deutschlands Jugendliche an zu rauchen. 70 Prozent aller Zwölfjährigen haben "schon mal geraucht", ein Viertel aller 17jährigen "mit dem Rauchen richtig angefangen", so ermittelte jüngst die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln. Darüber, warum Leute rauchen, warum sie es anfangen und es dann nicht, auch wider besseres Wissen, freiwillig wieder aufstecken, gibt es bislang viele Vermutungen, aber wenige Gewißheiten.
Der erste Griff zur Zigarette wird in aller Regel gesteuert durch den starken Imitationstrieb junger Menschen: "Es gibt eine Anfangsphase des Rauchens", hieß es 1970 in einem Bericht der Bundesregierung, "in der die Kinder -- meist in Gruppen von Freunden -- aus Neugier und Erlebnislust die rauchenden Erwachsenen nachahmen."
Rauchen wird, so die Psychologen Karl-Heinz Stacker und Ulrich Bartmann in einer jüngst erschienenen Studie über die "Psychologie des Rauchens", "mit Erwachsensein, Stärke, Aktivität und wohl auch Männlichkeit assoziiert". Hierin liege offenbar der Anreiz, diesen Initiationsritus "trotz aller Bitternis" auf sich zu nehmen.
Statistisch ist erwiesen, daß die meisten Raucher· aus Raucher-Familien stammen. Je geringer der Bildungs-· stand und je niedriger der soziale Status, desto eher und mehr wird geraucht. Unterschiede zwischen Zigaretten-Rauchern und deren Verächtern hat die Wissenschaft auch hinsichtlich der Persönlichkeitsstruktur ermittelt: Nichtraucher sind eher intro-, Raucher extrovertiert, also gesellig, triebfreudig, spontan, impulsiv, geschäftig -- aber auch leicht aggressiv, ungeduldig, nicht immer zuverlässig.
Als Motiv des Rauchens nennen die Betroffenen der Reihe nach: Gewohnheit, Genuß, Nervosität und Langeweile. Kaum einer nennt seinen Nikotinverzehr, wie ihn die Mediziner heißen: Sucht.
Wie von ihr loszukommen sei, haben Psychologen im Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie soeben in einem umfänglichen Forschungsprogramm herauszufinden versucht. Das Team, ausgestattet mit einem 300 000-Mark-Etat von der Kölner Gesundheits-Zentrale, bezog fast alle erfolgversprechenden modernen Entwöhnungsmethoden" vor allem verhaltenstherapeutischer Art, mit ein.
"40 Prozent aller Raucher bringen wir auf Null."
In einem 250seitigen Bericht an den Kölner Auftraggeber sind die vierjährigen Münchner Erfahrungen inzwischen detailliert beschrieben; in einem "Therapeuten-Manual", das letzte Woche fertig wurde, sind Anweisungen zum Rauchentzug für Ärzte und Psychologen gesammelt. "Unsere Methode", resümiert Team-Chef Dr. Johannes Clemens Brengelmann, "ist im gewissen Sinne eine Revolution, weil sie auch auf Massenbasis angewendet werden kann. das heißt per Post mit Telephonberatung."
Über Zeitungsanzeigen hatten die Münchner Forscher über 11 000 Leute zusammengetrommelt, die an einer Raucherentwöhnung interessiert waren. Unterschiedliche Wege der Therapie wurden sodann in Einzelgruppen erprobt.
Mal wurde eine "aversive Gruppe" in einen engen, niedrigen Raum gepfercht und zum ständigen Rauchen angehalten -- bis sich Übelkeit einstellte. Brengelmann: "Wir hielten Lufthansa-Tüten zum Kotzen bereit."
Mal wurde der Rauchgenuß mit unangenehmen elektrischen Schlägen gekoppelt oder über eine "verdeckte Sensibilisierung" die angenehme Inhalation mit Schreckbildern gepaart: "Stellt euch jetzt mal einen Lippenkrebs oder einen Lungenkrebs vor!" Bei anderen Süchtigen wurden Nikotin-Ersatzstoffe erprobt -- mit dem Ergebnis, daß "Placebos, meist kleine Zuckerstückchen. besser funktionierten" (Brengelmann).
Besser als bloße Aversions- oder Substitutions-Therapie (Brengelmann: "Das reicht höchstens für vier Wochen") wirkte in München eine Kombination aus Selbst- und Sozialkontrolle, wie sie zum Beispiel auch in den USA seit längerem mit Erfolg praktiziert wird (siehe Kasten Seite 62).
Mit ihrem Verfahren der schrittweisen Gewohnheitsänderung, mit Rauch-Strichlisten, Entwöhnungswetten und Kontrollanrufen glauben die Münchner Therapeuten "40 Prozent aller Raucher auf Null und den Rest auf unter zehn Zigaretten pro Tag" bringen zu können. Bei Rückfall wird neu therapiert*.
Und -in der Tat: Sich das Rauchen abzugewöhnen ist en vogue. Aussteiger dürfen hoffen, daß sich Atemwege, Herz und Adern allmählich wieder dem Status eines Nichtrauchers annähern; auch die Chance, daß es zur Manifestation von Lungenkrebs nicht kommt, wächst drastisch.
Zunehmende Aufklärung über medizinische Fakten hat gewiß zu der Stimmmungswende beigetragen, die sich in den letzten Jahren immer deutlicher abzeichnet: Der Raucher ist nicht mehr der Mann von Welt, wird eher als Schwächling angesehen, der auf Ersatzbefriedigung angewiesen ist. In einer Epoche, die der Fitneß den gleichen sakralen Wert beimißt wie früher nur dem Seelenheil, darf sich der Nichtraucher nun allemal moralisch überlegen fühlen.
Nach einer ersten Anti-Raucher-Kampagne im letzten Jahr ("Der neue Trend: No Smoking") will das Bundesgesundheitsministerium nun aufs neue mit TV-Einblendungen, Plakaten, Aktionen bei der Bundeswehr und einem Aufklärungsbuch für Schulen amerikanischen Vorbildern nacheifern. Der Gesamtetat dafür ist freilich mit acht Millionen Mark kaum höher als der Werbeaufwand für die Einführung einer einzigen Zigarettenmarke: der "Auslese".
Aber auch Städte, so zum Beispiel Berlin, wollen in diesem Herbst größere Nichtraucher-Kampagnen starten. Für Mitte November schließlich ist in Bad Neuenahr der erste deutsche Nichtraucher-Kongreß angesetzt.
Mehr Gehör als früher haben sich die Nichtraucher ohnehin schon verschafft. In Flugzeugen, Bussen und U-Bahnen wurden die Raucher-Abteile verkleinert oder abgeschafft. Und weltweit machte es Schlagzeilen, als letztes * Die Behandlung wird im Herbst verfügbar sein: Institut für Therapieforschung, München 40. Parzivalstraße 25.
gen Zug angewöhnen und hernach -- falls sie auf deftigere Sorten umsteigen -- besonders intensiv Teer und Nikotin inhalieren.
Geben dürfte es sie, die Leichten wie die Schwereren, in der Bundesrepublik eigentlich überhaupt nicht. Tabakwaren fallen -- ein rechtspolitisches Kuriosum -- unter das Lebensmittelgesetz. Diesem Gesetz zufolge aber dürfen ausschließlich solche Produkte in Verkehr gebracht werden, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit nachgewiesen ist.
Daß aber nun wahrhaftig "die schädlichen Tabakerzeugnisse ... nicht einfach verboten werden können" (Zigaretten-Report der Regierung), signalisiert nach Meinung des Gesundheitsministeriums "einen gesundheitspolitischen Konfliktfall". Das Dilemma: Einerseits sind die Risiken klar erkannt. Andererseits würde eine totale Tabak-Prohibition sogleich einen Schwarzen Markt entstehen lassen, und wie einst in Kriegs- und Nachkriegsjahren käme es wieder zur Balkonaufzucht übler Rauchkräuter.
Solcher Schrecknis zu wehren, verfiel Bonn ins andere Extrem: Bisher entging die westdeutsche Zigarettenindustrie allen wirklich spürbaren gesetzlichen Auflagen -- zum Teil auch, weil sie selber rechtzeitig einlenkte.
Dem Verbot der Fernseh- und Rundfunkwerbung für Zigaretten ab 1. Januar 1975 war der freiwillige Verzicht der Industrie vorausgegangen. Die Branche war es ohnehin müde, ihre verwaschene Glücksbotschaft vom fröhlichen Rauchen zu zweit, in der Clique oder einsam auf dem Pferderücken noch in aufwendigen Werbekampagnen unters Volk zu bringen -- Zigaretten verkaufen sich auch so.
Knick in der Verbrauchskurve nur bei Teuerung.
Knicke in der Verbrauchskurve gibt es, nach aller bisherigen Erfahrung, nur bei Teuerung, etwa nach Erhöhung der Tabaksteuer wie zuletzt im September 1972 -- und auch dann nur vorübergehend.
Nachhaltig die Konsumgewohnheiten (und damit die Gesundheitsbilanz) einer nikotinabhängigen Gesellschaft zu verändern, wäre wohl nur mit einer Gesundheitspolitik möglich, die gleich in die nächste Generation zielt wie beispielsweise das 25-Jahre-Stufenprogramm, das eine Kommission der schwedischen Sozialbehörde im letzten Jahr vorlegte.
Das schwedische Modell sieht vor: Verbot der Tabakwerbung außer an Verkaufsstellen; Abschaffung aller Zigaretten-Automaten bis 1979; jährliche Verteuerung der Zigaretten um zehn Prozent; Abgabeverbot an Jugendliche unter 16 Jahren.
Der deutsche "Ärztliche Arbeits-Kreis Rauchen und Gesundheit" beschränkt seine Forderungen realistischer zunächst auf ein Werbeverbot außer an Verkaufsstellen und -- dringender noch -- die Abschaffung aller im Freien aufgestellten Automaten, an denen sich derzeit noch jedes Kind ungehindert bedienen kann (50 Prozent des Zigarettenabsatzes gehen über Automaten).
Der Arbeitskreis hält dies für das mindeste, was gegen die ärgste Seite der Tabakszene unternommen werden müsse: gegen die Ausbreitung des Rauchens unter Teenagern, die sogar der Zigarettenindustrie peinlich ist. Verbandssprecher Ernst Brückner: "Glauben Sie, uns gefällt das, wenn 12jährige auf der Straße Zigaretten qualmen?"
Doch auch zu solchem Miniprogramm mögen sich die Bonner Gesundheitsschützer vorerst nicht verstehen. Gesundheitspolitische Attacken gegen das Rauchen, scheint es, bringen allenfalls viel Ehr, aber jedenfalls auch viel Feind.
Gesundheitsministerin Katharina Focke, einst starke Raucherin, die sich das Rauchen abgewöhnte, hätte wohl, wenn sie energischer vorgehen wollte, schon am Kabinettstisch gegen die Rauchschwaden der Kollegen anzureden -- allen voran die ihres Kanzlers, dessen ungehemmte Pafferei längst über Deutschlands Grenzen hinaus notorisch ist.
"Es ist unmöglich, seinem Qualm zu entrinnen", beklagte sich der ehemalige britische Schatzkanzler Toni Barber kürzlich in einer Londoner Zeitung über den deutschen Regierungschef.
Und der frühere britische Verteidigungsminister Lord Carrington bemerkte an gleicher Stelle: "1949 habe ich aufgehört zu rauchen. Nachdem ·ich Herrn Schmidts Rauchschwaden inhalieren mußte, bin ich sicher, daß ich nie wieder rückfällig werde." ·

DER SPIEGEL 38/1974
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