12.11.1958

„STELLT DIE DEUTSCHEN IN DEN EISSCHRANK!“

SPIEGEL: Mr. Connor, Ihre Artikel im "Daily Mirror" anläßlich des Besuches von Bundespräsident Heuss (siehe Kasten) haben in Deutschland ziemliches Aufsehen erregt. Auch im britischen Oberhaus kamen sie zur Sprache. Wir wollen mit Ihnen über die englisch-deutschen Beziehungen im allgemeinen und über Ihre Gefühle und Meinungen im besonderen sprechen. Beispielsweise schrieben Sie in einem Ihrer Artikel, daß Sie zwar die Deutschen nicht hassen, wohl aber verachten. Könnten Sie uns sagen, warum?
CASSANDRA: Ja, weil sie lange Zeit hindurch den Krieg in Europa wie ein Handwerk betrieben haben.
SPIEGEL: Bedeutet das, daß Sie alle Deutschen verachten? Verachten Sie uns persönlich?
CASSANDRA: Nein, ich verachte die Nation, der Sie angehören.
SPIEGEL: Ihre Verachtung erstreckt sich auf alle Angehörigen dieser Nation; ist das korrekt?
CASSANDRA: Mehr oder minder ja. Meine Verachtung drückt sich auch in einer Abneigung gegen alles aus, was deutscher Herkunft ist, und gegen alle Vorgänge, die sich in Deutschland abspielen.
SPIEGEL: Sie verachten also auch deutsche Musik?
CASSANDRA: Nein, deutsche Musik nicht. Meine Abneigung bezieht sich auch nicht auf die technische Begabung, mit der Sie Dinge erzeugen wie etwa die Mercedes-Wagen.
SPIEGEL: Technische Begabung ist ein Teil des Charakters einer Nation. Bestreiten Sie, daß zum deutschen Nationalcharakter - sofern es so etwas überhaupt gibt - auch die eine oder andere positive menschliche Qualität gehört?
CASSANDRA: Nein, aber diese Qualitäten pflegen unterzugehen, wenn die Deutschen in ihr nationales Barbarentum zurückfallen. Und das Tempo, mit dem deutsche Individualität und deutsche Persönlichkeit zu einem massiven Ganzen verschmelzen, das verheerend über Europa herfällt - drei Angriffskriege in den letzten 90 Jahren -, ekelt mich an. Die Deutschen sind anscheinend nur zu gern bereit, auf ihre Individualität zu verzichten und in der Masse aufzugehen. Diese Neigung zeigt sich auch heute, nämlich daran, wie die Deutschen sich zusammenschließen, um ihre Opposition zu vernichten. - Ich möchte übrigens darauf hinweisen, daß ich hier nur für mich selbst spreche und nicht etwa für den "Daily Mirror" oder sonst irgend jemand.
SPIEGEL: Sie sagen, die Deutschen hätten im vergangenen Jahrhundert ihre Angriffslust bewiesen, indem sie Europa dreimal überfallen haben. Darüber sind ja die Historiker geteilter Meinung.
CASSANDRA: Der preußisch-französische Krieg 1870/71 war - so sehe ich es - die Vorspeise, der Erste Weltkrieg der Fischgang und der Zweite Weltkrieg das blutrote Fleischgericht.
SPIEGEL: Sind Sie nicht auch der Ansicht, daß Deutschland, ehe es zu dieser rohen Fleischkost überging, mit einer milden vegetarischen Diät sehr gut gedieh?
CASSANDRA: Durchaus - solange es Deutschland gut ging, verzichtete es auf
die Fleischkost, und gegenwärtig geht es Deutschland auch sehr gut.
SPIEGEL: Das mag sein, aber ist Ihr uneingeschränktes Verdammungsurteil nicht doch etwas vorschnell? Sie gründen dieses Urteil auf die Ereignisse einer Zeitspanne von 90 Jahren, das ist zwar mehr als ein Menschenleben, aber nicht viel im Leben einer Nation.
CASSANDRA: Uns reicht es jedenfalls. Sie erinnern sich doch sicherlich auch noch an den Ersten Weltkrieg. Und im Zweiten hat Ihre Luftwaffe mich hier bombardiert.
Zwei Weltkriege in einem Menschenalter sind wirklich zuviel.
SPIEGEL: Sie sprachen von dem Krieg 1870/71 als von einer Untat, deren Wurzeln im Charakter der Deutschen zu suchen seien. War dieser Krieg nicht eher das Ergebnis einer historischen Entwicklung?
CASSANDRA: Nein. Meiner Ansicht nach war der deutsche Nationalcharakter die Wurzel auch dieses Krieges.
SPIEGEL: Mindestens müssen Sie einräumen, daß dieser Krieg im vergangenen Jahrhundert stattfand, zu einer Zeit also, zu der es etliche deutsche Staaten gab und wir noch keine Gelegenheit hatten, das zu entwickeln, was Sie den deutschen Nationalcharakter nennen. Es gibt unter den Deutschen eine Menge ganz verschiedener Charakter-Typen.
CASSANDRA: Das sagt Heuss auch; aber die Deutschen verschmelzen, trotz aller Verschiedenheit, in kürzester Frist in einen militaristischen Block. Denken Sie daran, was in den zwolf Jahren unter Hitler geschah. Ich war seinerzeit Mitglied eines Vereins, der sich "Jugendbund" nannte, einer idealistischen Organisation, die der Jugend beider Länder Gelegenheit zu persönlichen Kontakten schaffen sollte. Ich trat 1929 ein.
SPIEGEL: Als Junge?
CASSANDRA: Ich war damals 20 Jahre alt und ziemlich idealistisch. Wir fuhren
nach Köln, wanderten am Rhein entlang, übernachteten in den schönsten Burgen und sangen zur Gitarre. Wir waren eine fröhliche Gemeinschaft, halfen das Geschirr abwaschen, und damals entwickelte sich zwischen uns und den Deutschen eine echte Freundschaft. Das war zehn Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Ich bin damals Jahr für Jahr am Rhein entlang gewandert.
SPIEGEL: Ein schöner Landstrich.
CASSANDRA: Zweifellos. Aber dann wurde der "Jugendbund" mit der Hitlerjugend verschmolzen, und die ganze Sache bekam einen etwas anderen Charakter und wurde allmählich militaristisch. Binnen zehn Jahren war diese idealistische
Bewegung zerstört, und als ich die Nürnberger Parteitage besuchte, fand ich dort ein völlig verändertes deutsches Volk.
SPIEGEL: Sie haben eben gesagt "ein völlig verändertes deutsches Volk". Das schließt ein, daß es vorher einen anderen Charakter hatte, daß sich also das, was Sie "Nationalcharakter" nennen, je nach den Umständen entwickelt. Solche Charakterwandlungen gibt es bei allen Nationen. Sie sind ein Teil ihres historischen Schicksals - was besonders für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gilt, als die Umstände für Deutschland außerordentlich ungünstig waren. Wir hatten mehr als sechs Millionen Arbeitslose.
CASSANDRA: Historisches Schicksal? Wo suchen Sie die Schuld? Bei Mächten außerhalb Deutschlands?
SPIEGEL: Wir beschuldigen niemanden.
CASSANDRA: Ich sagte schon, daß ich diesen Umschwung vorfand, als ich die Nürnberger Parteitage besuchte. Damals hörte ich, wie Göring Kloakenwitze machte, über Deutsche, die sich in die Hosen machen, und auch über Engländer. Die Massen freuten sich mit geradezu animalischer Lust darüber. Ich habe nirgendwo anders etwas Derartiges erlebt und niemals sonst eine Nation so einig gesehen in einem Gefühl, das räuberischen Instinkten zu entspringen schien.
SPIEGEL: Sie waren wahrscheinlich noch nie in Sowjetrußland oder in Rotchina.
CASSANDRA: Wir wollen doch wohl nicht die deutschen Verbrechen mit Hinweisen auf die Sowjet-Union oder China entschuldigen?
SPIEGEL: Keineswegs. Wir wollen mit Ihnen darüber sprechen, ob Sie wirklich im Recht sind, wenn Sie sagen: Der deutsche Nationalcharakter ist böse. Und darüber, ob Angriffslust und was Sie uns sonst vorwerfen, wirklich nur deutsche Nationaleigenschaften sind oder ob solche Dinge nicht in der Natur des Menschen liegen.
CASSANDRA: Ich bin überzeugt, daß nur die Deutschen so sind. Im übrigen: Adenauers Besuche waren eine vernünftige, gescheite Sache, denn dabei ging es nur um Politik. Aber es ist zu früh für einen Versuch, Freundschaft zwischen dem deutschen und dem englischen Volk zu entwickeln. Das ist ein kolossaler Fehlgriff.
SPIEGEL: Wessen kolossaler Fehlgriff? Was hat alles das, was Sie in Nürnberg gesehen haben, mit dem Deutschland von heute zu tun? Wie verträgt es sich mit den Eindrücken, die Sie heute auf Ihren Reisen durch Deutschland haben?
CASSANDRA: Ich bin seit zwei oder drei Jahren nicht in Deutschland gewesen.
SPIEGEL: Was haben Sie vor drei Jahren gesehen?
CASSANDRA: Ich habe gesehen, daß die Energie und die technischen Fähigkeiten, die früher leider der Produktion von Kriegswaffen gewidmet wurden, erfolgreich auf Industrie und Handel umgelenkt worden sind.
SPIEGEL: Haben Sie etwas bemerkt, was Sie als Ansatz einer deutschen Demokratie anerkennen würden? Oder haben Sie wieder gefährliche Anzeichen für die blutrünstige deutsche Natur entdeckt?
CASSANDRA: Nein, das nicht. Ich will auch weiter nichts, als Deutschland für 50 Jahre in einem Eisschrank sehen.
SPIEGEL: Sie sagten vorhin, daß der Besuch Dr. Adenauers eine vernünftige Sache gewesen sei. Sie sind also bis zu einem gewissen Grade mit der Politik der britischen Regierung einverstanden, die
ein Bündnis mit Deutschland anstrebt. Es ist nicht recht einzusehen, wie Sie diese Politik Ihrer Regierung akzeptieren können, wenn Sie den deutschen Nationalcharakter für so aggressiv halten, wie Sie schreiben. Wenn Sie Dr. Adenauers Besuche für vernünftig halten, müssen Sie doch auch die Politik Ihrer Regierung billigen, Deutschland wieder unter die Nationen des Westens aufzunehmen?
CASSANDRA: Ja, aber nicht zu schnell und nicht unter falschen Voraussetzungen.
SPIEGEL: Glauben Sie beispielsweise, daß die Bundesrepublik zu früh wiederbewaffnet wird?
CASSANDRA: Ja.
SPIEGEL: Der Meinung sind viele Deutsche auch, aber ob es einem nun gefällt oder nicht, die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik ist eine Tatsache, mit der man irgendwie zurechtkommen muß.
CASSANDRA: Sie fragten mich vorhin, ob ich vor drei Jahren in Deutschland irgendwelche Anzeichen für das Wiederaufleben militärischen Geistes gefunden hätte. Das habe ich nicht. Aber vor ein paar Tagen habe ich im Kino den Film "Blitzkrieg" gesehen, einen Dokumentarfilm über die deutsche Armee.
SPIEGEL: Über den letzten Krieg?
CASSANDRA: Ja. Das Thema des Films war das Heldentum des deutschen Soldaten und seine enorme Kampftüchtigkeit tief in Rußland. Dieser Film war ein schönes Beispiel für die Zurückhaltung, die sich die Deutschen auferlegen.
SPIEGEL: Die deutsche Unterhaltungsindustrie ...
CASSANDRA: Das war keine Unterhaltung, es war ein Dokumentarfilm, aufgenommen im Krieg von deutschen Kameramännern. Und die Art, in der dieses Filmmaterial zusammengestellt und dargeboten wurde, war eine Glorifizierung des Krieges. Niemand kann die Tapferkeit des deutschen Soldaten leugnen. Ich glaube auch, daß die Offiziere sich unter Hitler kampflustig und loyal verhielten wie immer. Aber wenn das eingespannt wird für Zwecke wie die Angriffe auf Polen, Rußland ...
SPIEGEL: Sicherlich, die Deutschen sollten mit diesen Dingen sehr zurückhaltend sein und nicht jene Teile ihrer Wesensart hervorkehren, die man mit Recht als, gefährlich für die übrige Welt ansehen könnte.
CASSANDRA: Ich möchte Sie etwas fragen. Glauben Sie, daß es im Charakter der Deutschen Eigenschaften gibt, die unter bestimmten Umständen gefährlich werden können?
SPIEGEL: Ja.
CASSANDRA: Und welche Umstände sind Ihrer Ansicht nach gefährlich und könnten zu kriegerischen Entwicklungen führen?
SPIEGEL: Gefährliche Kräfte gibt es im Charakter wohl jeder Nation. Allzusehr unterdrückter deutscher Nationalismus und wirtschaftliche Krisen könnten sicherlich abermals zu Gefahren führen. Diese beiden Dinge waren es, die Hitler an die Macht brachten. Daraus ergibt sich die Frage, ob nicht doch die Politik der Aussöhnung, die von der britischen Regierung seit 1945 betrieben wird, die zweckmäßigste ist, wenn man friedliche Zustände erhalten oder erreichen will.
CASSANDRA: Ich bin nicht der Meinung, daß die heutige Generation sich mit den Deutschen aussöhnen kann. Dazu ist die Zeit noch nicht reif. Man kann sich praktisch arrangieren, aber mehr auch nicht. Sehen Sie, gleich nachdem Königin Elizabeth Ihren Bundespräsidenten empfangen hatte, mußte sie in Brookwood eine neue Heldengedenkstätte für 3000 Menschen einweihen. Der Tod und der Krieg sind noch sehr frisch in unserem Gedächtnis.
SPIEGEL: Unter der jüngeren Generation scheint diese Erinnerung sehr schnell zu verblassen.
CASSANDRA: Ich bin kürzlich durch Frankreich gefahren, durch Nordfrankreich. Dort gibt es riesige Kriegerfriedhöfe, die das Gedächtnis an die dort Begrabenen wachhalten. In wenigen Tagen wird der Nationaltrauertag sein für die Opfer der beiden Weltkriege. Es gibt wohl kaum eine Familie in diesem Land, die nicht einen der Ihren im Krieg verloren hat. Und deshalb ist es noch zu früh für irgendwelche Freundschaft. Man schätzt den britischen Charakter falsch ein, wenn man glaubt, daß wir die Deutschen umarmen könnten.
SPIEGEL: Kein vernünftiger Deutscher erwartet Ihre Umarmungen.
CASSANDRA: Sie sollten sich die Briefe ansehen, die ich aus Deutschland bekomme - "Churchill der Kriegshetzer" und was dergleichen mehr ist.
SPIEGEL: Sie wissen wahrscheinlich, was Ihr Lordkanzler gestern im Oberhaus gesagt hat, nämlich, daß eine kleine Minderheit noch immer den alten Krieg kämpft. Das ist in Deutschland nicht anders. Anfangs hatten Sie ja selbst Ihren Lesern eine ausgezeichnete Richtschnur gegeben, als Sie schrieben, die Engländer sollten den Bundespräsidenten mit ausgesuchter Höflichkeit empfangen. Aber zwei Tage später haben Sie ihn persönlich angegriffen.
CASSANDRA: Nicht ihn persönlich. Wenn ich ihn einen Weihnachtsmann nannte, so bezog sich das auf den Zweck, für den er benutzt wurde.
SPIEGEL: Das stimmt leider nicht. Sie beschrieben seine Reaktion auf den Bericht einer amerikanischen Regierungskommission aus dem Jahre 1946, der ziemlich freundlich für die Deutschen ausgefallen war. Heuss habe, so schrieben Sie, diesen Bericht "mit Begeisterung" begrüßt. In Wirklichkeit hatte Heuss in einem Artikel über den deutschen Charakter geschrieben, daß er seinerzeit - 1946 - Bedenken gehabt habe, wie die Deutschen dieses Lob der Amerikaner aufnehmen würden. Er schrieb sogar: "Eine weitere Überlegung steigerte mein Unbehagen: Das Lob der anderen könnte die Selbstgefälligkeit stimulieren, die zweifellos für die Deutschen typisch ist." Wo ist da die Begeisterung des Präsidenten? In diesem Artikel, den Sie zitiert haben, ist sie jedenfalls nicht.
CASSANDRA: Ohne den Text zu sehen, kann ich dazu nichts sagen.
SPIEGEL: Bitte sehr, hier ist der Artikel des Bundespräsidenten.
CASSANDRA (nach der Lektüre): Ich bleibe bei meiner Meinung. Heuss ist ungerechtfertigt froh und befriedigt über eine offensichtlich dumme Bemerkung*, an die er sich klammert und die er vollkommen überbewertet.
SPIEGEL: Wie kann er begeistert gewesen sein, wenn er ausdrücklich auf sein Unbehagen hinweist?
CASSANDRA: Da bin ich anderer Meinung.
SPIEGEL: Dürfen wir Sie auf eine andere Stelle Ihres Artikels über den Bundespräsidenten hinweisen? Da heißt es, Professor Heuss habe geschrieben: "Das Ergebnis der bösen Absichten Hitlers war kurioserweise etwas Gutes: Er öffnete der modernen deutschen Kunst die Tore der Welt." Das ist zwar korrekt zitiert, aber Sie verschweigen, daß Hitler die sogenannten "entarteten" Künstler verfolgte. Es war eine Ironie des Schicksals, daß gerade die Verfolgung diese Künstler in aller Welt bekannt machte. Mehr hatte Heuss nicht geschrieben, Sie aber folgerten daraus, Heuss habe mit diesen Worten "die Plünderer der Kunstschätze der westlichen Welt verteidigt". Wir verstehen einfach nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat.
CASSANDRA: Mir scheint, daß Heuss wiederum versuchte, einen Krümel Gutes aufzupicken und sich daran zu klammern.
Das ist typisch für ihn. Er muß auf diese Kleinigkeiten zurückgreifen und sie über alles Maß hinaus aufblasen. Ich leugne nicht, daß Heuss randvoll mit guten Absichten hierherkam. Aber das können wir nicht akzeptieren, das mag für die nächste Generation annehmbar sein, und walte Gott, daß es so ist. Aber jetzt ist es unpassend und entspricht auch nicht der Haltung der heutigen Deutschen.
SPIEGEL: Sie sagten zu Beginn, Sie sprächen nur für sich selbst und nicht für den "Daily Mirror" oder irgend jemand anderen; jetzt aber sprechen Sie fortwährend von "uns".
CASSANDRA: Dieses Recht müssen Sie mir schon zugestehen. Ich glaube - bei allem Respekt -, ich kenne die Engländer besser als Sie.
SPIEGEL: Vielleicht dürfen wir darauf hinweisen, daß Sie sich sehr kritisch über die Geldspende äußerten, die der Bundespräsident für Coventry überreichte. Wir sind zwar in diesem Fall durchaus Ihrer Meinung, aber schließlich hat auch Dr.
Adenauer bei seinem Besuch hier, den Sie in Ordnung finden, eine Geldspende für Coventry überbracht. Die Öffentlichkeit nahm das damals sehr freundlich auf, und der "Daily Herald" schickte sogar einen Reporter nach Coventry, um festzustellen, wie die Leute dort darüber denken. Die Leute fanden es lobenswert.
CASSANDRA: Ich wußte nicht, daß Adenauer eine Spende überbrachte, sonst hätte ich auch das kritisiert. Wie hoch war die Summe?
SPIEGEL: Wie bei Heuss, 60 000 Mark.
CASSANDRA: Es ist wohl immerhin so, daß Adenauer die Spende als Politiker beitrug, Heuss aber nicht.
SPIEGEL: Für Sie ist also Heuss der Repräsentant des verachtenswerten deutschen Volkes, Adenauer dagegen der Repräsentant der deutschen Regierung, mit der Sie Ihre Geschäfte zu machen haben. Unterscheiden nach Ihrer Meinung alle Engländer so scharf zwischen dem deutschen Volk und seiner Regierung? Wir kennen nämlich eine ganze Menge anderer Deutungen der britischen öffentlichen Meinung über Deutschland.
CASSANDRA: Das ist eine der Tugenden unseres Volkes. Wir sind nicht so häufig wie die Deutschen alle derselben Meinung.
SPIEGEL: Wer gibt denn die typisch englische Meinung richtiger wieder, Sie oder Churchill, der schon 1945 erklärte: "Mein Haß endete mit der (deutschen) Kapitulation"?
CASSANDRA: Ich kann nur sagen, daß ich meiner Meinung nach die öffentliche Meinung repräsentiere.
SPIEGEL: Wie kommt es dann aber, daß von den 180 Kommentaren, die über den Heuss-Besuch in den Zeitungen dieses Landes veröffentlicht wurden, nur drei ausgesprochen aggressiv waren - zwei davon von Ihnen -, weitere neun insgesamt negativ waren, die restlichen 168 aber den Besuch des Bundespräsidenten freundlich oder gar sehr freundlich kommentierten?
CASSANDRA: Das ist der Vorzug unserer Presse; wir können schreiben, was wir wollen. Ich bin aber überzeugt, daß ich
recht habe. Daß ich mit meiner Meinung in der Minderheit bin, ändert daran gar nichts.
SPIEGEL: Es gibt aber immerhin Anlaß zu einigen Zweifeln, ob Sie wirklich in Ihren Artikeln die öffentliche Meinung wiedergeben. Schließlich ist es für die Frage, ob eine Aussöhnung zwischen England und Deutschland an der Zeit und möglich ist, durchaus wichtig, ob Sie oder die vielen anderen Kommentatoren recht haben.
CASSANDRA: Wenn es Sie so freut, daß ich mit meiner Meinung in der Minderheit bin, warum reden Sie dann überhaupt mit mir?
SPIEGEL: Weil Ihre Artikel in Deutschland großes Aufsehen erregt haben und weil wir gern genau wissen möchten, wie Sie über diese Dinge denken.
CASSANDRA: Haben Sie denn selbst, sofern das überhaupt möglich ist, das Gefühl einer nationalen Schuld für die schrecklichen Ereignisse des letzten Krieges?
SPIEGEL: Die Dinge, die im letzten Krieg geschehen sind, können nicht vergeben und vergessen werden, soweit stimmen wir Ihnen zu. Aber ebensowenig können diese Scheußlichkeiten die Basis der Politik sein. Wichtig ist nur eines: dafür zu sorgen, daß sich die Vergangenheit nie wiederholen kann. Mr. Bevan von der Labour Party, der gewiß über den Verdacht der Deutschfreundlichkeit erhaben ist, hat das sehr gut ausgedrückt, als Bundespräsident Heuss hier eintraf. Er schrieb: "Die Trennung von Völkern und Nationen durch Feindschaft und Mißtrauen ist immer ein Übel. Ich zweifle nicht daran, daß es Deutsche gibt, die insgeheim auf Rache und Vergeltung hoffen, aber glücklicherweise sind diese Verrückten in Westdeutschland ziemlich selten, zumindest gegenwärtig. Wenn wir unsere Beziehungen zu Deutschland vernünftig und im Geist gegenseitiger Zusammenarbeit pflegen, werden diese Deutschen nie wieder an die Macht kommen." Der Meinung sind wir auch.
CASSANDRA: Glauben Sie denn wirklich, daß eine gefühlsmäßige Aussöhnung zwischen dem deutschen und dem englischen Volk jetzt schon möglich ist?
SPIEGEL: Es ist wirklich nicht einzusehen, wem damit gedient wäre, wenn wir - wie Sie es wünschen - noch 50 Jahre in der Ecke warten würden. Eher ist zu fürchten, daß in diesen 50 Jahren eine Menge neuer schrecklicher Dinge geschehen.
CASSANDRA: Warum? Ein freundschaftliches Bündnis muß heute sehr viel mehr Schaden stiften, als wenn es in der Zukunft von einer neuen Generation begründet werden würde.
SPIEGEL: Das verstehen wir nicht.
CASSANDRA: Weil falsche Freundschaft das Schlimmste ...
SPIEGEL: Wir sprechen nicht von erzwungener Freundschaft.
CASSANDRA: Es gibt nichts Schlimmeres als falsche Freundschaft.
SPIEGEL: Glauben Sie denn, daß die britische Regierung in einer Traumwelt lebt
und eine "falsche" Freundschaft zu erzwingen sucht?
CASSANDRA: Irgend jemand, sei es in Bonn oder im Foreign Office, was wahrscheinlicher ist, versucht, diese Freundschaft gewaltsam herbeizuführen.
SPIEGEL: Sie glauben also, daß Ihre Regierung eine solche Politik betreibt, obwohl die Mehrheit der britischen Bevölkerung so fühlt wie Sie?
CASSANDRA: Unsere Regierung betreibt häufig eine Politik, die in direktem Gegensatz zur öffentlichen Meinung steht. Sie macht ja auch mitunter scheußliche Fehler, wie zum Beispiel Suez.
SPIEGEL: Gewiß, aber das Suez-Abenteuer endete ja sehr bald, zum Teil unter dem Druck der öffentlichen Meinung ...
CASSANDRA: ... mit einem militärischen Desaster. Die ganze Sache brach zusammen und war ein Fehlschlag. Wenn man damals die israelische Armee hätte weitermachen lassen, dann hätten die das Geschäft schon anständig zu Ende gebracht.
SPIEGEL: Darüber kann man anderer Meinung sein. Aber sagen Sie uns lieber, was es für einen praktischen
Sinn haben soll, wenn Sie verlangen: keine Freundschaft mit den Deutschen für die nächsten 50 Jahre?
CASSANDRA: Ich halte nichts davon, Dinge auf falschen Fundamenten zu bauen.
SPIEGEL: Wenn wir recht verstehen, dann sind Sie für Zusammenarbeit, aber nicht für Freundschaft.
CASSANDRA: Genau, für eine gemeinsame westliche Politik.
SPIEGEL: Einschließlich Westdeutschlands?
CASSANDRA: Ja, aber jetzt noch nicht.
SPIEGEL: Und was soll Westdeutschland in den 50 Wartejahren machen? Was soll es Ihrer Meinung nach heute tun?
CASSANDRA: Wenn die Deutschen nur ein bißchen Verstand hätten, dann würden sie fortfahren mit ihrem wirtschaftlichen Aufbau. Das tun sie ja ohnehin. Ich hoffe bloß, daß Deutschland trotz seiner enormen wirtschaftlichen Kraft und seiner Erfolge in der friedlichen Stimmung bleibt, die den Ansichten des Präsidenten Heuss über die deutsch-englische Freundschaft entspricht, und daß ihm die neuen Reichtümer nicht zu Kopf steigen. Die deutschen Touristen in Europa machen allerdings nicht gerade einen zurückhaltenden Eindruck.
SPIEGEL: Touristen sind nicht immer die besten Vertreter ihres Landes. Sie selbst haben vor einiger Zeit etwas über das Benehmen britischer Touristen geschrieben.
CASSANDRA: Jedenfalls werden, und das beweist das wache Gedächtnis der Völker, deutsche Touristen in Frankreich sehr kühl empfangen.
SPIEGEL: Auch über die Gräber in Frankreich hinweg sollte man den Haß überwinden.
CASSANDRA: Das ist eine typisch deutsche Ansicht. Ihr bekennt eure Fehler, setzt euch hin und sagt "Wir sind ganz böse Menschen gewesen. Und künftig werden wir ganz brave Menschen sein." Ich glaube nicht, daß die keimende Blume der Freundschaft in der Treibhausatmosphäre krampfhafter Gutwilligkeit gedeihen kann, die für die deutsche Haltung so kennzeichnend ist. Man kann im kalten Wind keine Orchideen züchten. Und jetzt ist der Wind noch ausgesprochen frostig.
SPIEGEL: Wie soll sich eigentlich diese Freundschaft überhaupt je entwickeln, wenn man von Ihrer Grundanschauung ausgeht, daß nämlich die Deutschen von Natur aus böse sind?
CASSANDRA: Ich bin überzeugt, daß die Deutschen eine fatale Neigung zu aggressiver Politik haben.
SPIEGEL: Und Sie glauben, daß Ihre Artikel dazu beitragen, solcher Aggressivität vorzubeugen? Sie spielen genau den Leuten in die Hände, denen Ihr Abscheu gilt.
CASSANDRA: Dazu kann ich nur sagen, daß nach meiner Meinung die Mehrheit der Engländer keine Neigung hat, mit den Deutschen unter falschen Voraussetzungen gut Freund zu sein. Die Deutschen versuchen zu früh zu beweisen, daß sich ihr Charakter geändert hat. Die nächste Generation mag anders sein. Dann werden wir bereit sein, uns näherzukommen, und ich hoffe, wir werden uns näherkommen.
SPIEGEL: Von anderen wird uns vorgeworfen, wir hätten uns nicht schnell genug geändert.
CASSANDRA: In dieser Generation ist das gar nicht möglich; Sie können all das Blutvergießen und das Elend nicht ungeschehen machen.
SPIEGEL: Ihre Königin sagte dieser Tage, die größte Bedeutung der schlimmen Vergangenheit liegt darin, daß sie eine Warnung und ein Beispiel dafür sei, was geschehen kann, wenn in einem Land die Demokratie zusammenbricht. "In diesem Geist", fügte sie hinzu, "arbeiten wir zusammen, um echte Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern wieder aufzubauen."
CASSANDRA: Sie dürfen eine offizielle Rede der Königin politisch nicht so ernst nehmen. Ich will nicht sagen, daß der Königin ein taktischer Fehler unterlaufen ist, aber ...
SPIEGEL: Wir überschätzen die Bedeutung der Rede durchaus nicht, sondern wir zitieren die Königin nur, weil ihre Worte einen sehr vernünftigen Weg zu
echter Freundschaft beschrieben haben: Nicht vergessen und nicht vergeben, wenn man nicht kann, aber trotzdem versuchen, einander näherzukommen.
CASSANDRA: Dagegen habe ich nichts, ich spreche nur über Tempo, Zeit und Ort.
SPIEGEL: Was meinen Sie mit "Tempo"? Der Krieg ist seit 13 Jahren vorbei, ist das zu schnell für einen Staatsbesuch?
CASSANDRA: Ja.
SPIEGEL: Und die Mehrheit Ihrer Mitbürger teilt diese Meinung?
CASSANDRA: Ich schätze 70 Prozent.
SPIEGEL: Haben Sie dafür irgendwelche Beweise? Etwa eine Volksbefragung oder Briefe?
CASSANDRA: Ich habe die Briefe, die ich bekomme, analysiert. 68 Prozent bestätigten meine Meinung. Nach diesem Ergebnis könnte ich eigentlich sagen, daß die öffentliche Meinung hinter mir steht.
Aber ich weiß sehr wohl, daß Leute, die Briefe an Zeitungen schreiben, nicht die öffentliche Meinung repräsentieren. Doch viele Leute kommen auch zu mir und sagen "Das ist Unsinn" oder "Damit bin ich einverstanden". In dieser Sache waren rund 70 Prozent einverstanden.
SPIEGEL: Die wichtigste Frage ist, ob die Mehrheit der Engländer Ihre Meinung über den deutschen Nationalcharakter teilt
CASSANDRA: Nein, ich glaube nicht, daß die Mehrheit dem zustimmt, was ich
über den Charakter der Deutschen geschrieben habe. In dieser Hinsicht würde mir vielleicht die Hälfte zustimmen, mehr nicht. Aber was den Zeitpunkt des Heuss -Besuches anlangt, da ist die Mehrheit der Engländer bestimmt meiner Ansicht. Den deutschen Charakter beurteilen meine Landsleute sicherlich nicht so streng wie ich, aber die meisten haben auch nicht die Erfahrungen, die ich in Deutschland sammeln konnte.
SPIEGEL: Vor dem Krieg?
CASSANDRA: Von 1929 bis 1939. Im August 1939 hat mich die Gestapo auf dem Tempelhofer Flughafen festgenommen. Sie haben mir die Hosen heruntergezogen, geschlagen haben sie mich allerdings nicht. Ich habe Hitler in Prag einmarschieren sehen. Alle diese Dinge habe ich den meisten Engländern voraus, und deshalb ist meine Meinung darüber nicht die ihre.
SPIEGEL: Nach dem Kriege sind Sie nicht mehr regelmäßig in Deutschland gewesen?
CASSANDRA: Nein. Vielleicht sechsmal, zum erstenmal kurz nach Kriegsende. Damals war ich im Ruhrgebiet.
SPIEGEL: Haben Sie seither keine Veränderungen in der Mentalität der Deutschen entdeckt oder Anzeichen dafür?
CASSANDRA: Nun ja, die Deutschen marschieren zweifellos nicht mehr die Linden rauf und runter, und sie besuchen auch nicht mehr mit großer Leidenschaft Parteiversammlungen, Sie sehen zu, daß das Geschäft blüht und die Kasse voll ist.
SPIEGEL: Das schreiben Sie aber nicht. Der deutsche Nationalcharakter hat bestimmt problematische Züge, aber er hat auch andere Seiten, über die in Ihren Artikeln kein Wort zu lesen steht.
CASSANDRA: Meine Antwort: Bringen Sie Ihre Beethovens dutzendweise hervor. Mir ist Beethoven lieber als Adolf Hitler.
SPIEGEL: Mr. Connor, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
* Der Film lief in Deutschland unter dem Titel "Beiderseits der Rollbahn".
* Die amerikanische Regierungskommission hatte in der Einleitung Ihres Berichtes über Deutschland geschrieben: "Nächst den Griechen und den Römern haben die Deutschen mit ihren Talenten am meisten zum geistigen Leben anderer Völker beigetragen."
Cassandra (r.) beim SPIEGEL-Gespräch in der Londoner Daily Mirror-Redaktion*
Simplicissimus
"Wisset Se, meine Herren, zu deutschen Selbstanklagen bin ich diesmal gar nicht recht gekommen - das haben die selber viel besser besorgt."
Paßt auf
jeden Deutschen
Süddeutsche Zeitung
"... und alleweil no die Blindgänger von früher ..."
Bulls Press
Mißverständnis
Bomben-Freundschaft
Deutsche Qualität:
Mercedes - Beethoven
Der größte Teil steht hinter mir ...
Simplicissimus
Der Opfergang
"Und wie fühlen sich Meine Soldaten in Lüneburg, Herr Präsident?"
* Links: SPIEGEL-Redakteur Conrad Ahlers, dahinter SPIEGEL-Korrespondent Dr. H. G. Alexander.

DER SPIEGEL 46/1958
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