04.02.1974

Theater: Hitler mit Musik

Hitler, diese Figur "zwischen Traum und Wahnsinn", kam ihm immer schon als ein "Operntemperament" vor. Jetzt hat der Kieler Dramaturg Michael Leinert, 31, eine "szenisch-musikalische Collage" fertig -- Titel: "A. H. -- Bilder aus einem Fuhrerleben". Die Musik schrieb ihm sein Vater, der Hannoveraner Kompositions-Lehrer (sieben Symphonien) Friedrich Leinert, 65; diese Woche beginnen im Musiktheater Gelsenkirchen die Proben. Leinert jr. will die Zuschauer "nicht mit Dokumenten behämmern", hat sich für die "bös pointierten Szenen" seines "politischen", aber "unterhaltsamen" Stücks gleichwohl Rat bei Hitler-Biographen geholt, etwa bei A. H.'s Jugendfreund Kubizek. Eine Szene nach Kubizek: Hitler improvisiert am Klavier eine eigene Oper namens "Wieland der Schmied". Sechs Darsteller, darunter drei Damen, sollen wechselweise mit Bärtchen und Strähnen den Gröfaz spielen.

DER SPIEGEL 6/1974
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