08.10.1973

Piano-Jazz: Musik für 14 Hände

Er ist künstlerischer Leiter der Berliner Jazztage, Musikdirektor des Züricher Schauspielhauses, er komponierte Jazz, Kammermusik und eine Oper -- "aber vor allem", sagt George Gruntz, "bin ich doch Pianist". Seine "Traumidee", sieben Klavierspieler an rund 30 Tasteninstrumenten vom Cembalo bis zum Synthesizer zu einem "Pianisten-Orchester" zu vereinigen, konnte der Basler jedoch noch nicht einmal bei seinen Berliner Jazztagen verwirklichen -- es fehlte am Geld. Nun hat ihm das österreichische Fernsehen den Wunschtraum erfüllt. Letzte Woche produzierte Gruntz in Wien mit den Jazz-Stars Keith Jarrett, Martial Solal, Gordon Beck, Wolfgang Dauner, Fritz Pauer, Jasper van't Hof den einstündigen TV-Film "Piano Conclave" (Arbeitstitel). der auch in Deutschland gezeigt werden soll, "Wichtig war mir dabei", sagt Gruntz, "daß im Studio keine Zufalls-Session abgehalten wurde, sondern daß ein wirkliches Orchester entstand." Die "Musik für 14 Hände" wird vielleicht bald auch auf einer Schallplatte zu hören sein; nächsten Sommer musiziert die Piano-Band beim Newport-Festival in New York.

DER SPIEGEL 41/1973
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