16.09.1959

NEU IN DEUTSCHLANDManche mögen's heiß (USA).

Mit dieser gelungenen Filmfarce weist Regisseur Billy Wilder von neuem nach, daß über den Erfolg eines Kinostücks nicht das Sujet, sondern seine Zubereitung entscheidet. Der Regisseur ambitiöser Kinodramen ("Reporter des Satans"), gepflegter Unterhaltungsfilme ("Ariane") und verblüffender Kriminalstücke ("Zeugin der Anklage"), kaufte den abgestandenen deutschen Verkleidungsschwank "Fanfaren der Liebe", versah ihn mit einer Parodie auf das Gangster-Regiment der zwanziger Jahre und durchzog die Fabel
- zwei Musikanten schmuggeln sich in eine
Damenkapelle - mit einer Kette lustiger Einfälle. Dann ließ er die Hollywood-Männer Tony Curtis und Jack Lemmon in Frauenkleidern agieren und mietete Marilyn Monroe im Negligé. Resultat: Eine meisterlich zurechtgeschliffene Klamotte von flinkem Witz, der lediglich- im Gebrüll des Publikums unterzugehen droht. (Mirisch.)

DER SPIEGEL 38/1959
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