Nach dem politischen Comeback von Gregor Gysi, der nun gemeinsam mit Oskar Lafontaine die Fraktion der Linkspartei im Bundestag führt, hat auch einer seiner engsten Vertrauten gute Chancen auf Rückkehr in ein Spitzenamt: Ex-PDS-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch, 47, derzeit Geschäftsführer des "Neuen Deutschland", könnte Bundesgeschäftsführer der Linkspartei werden; der glücklose Rolf Kutzmutz hat seinen Rückzug von dem Posten erklärt. Bartsch, der auch der neuen Bundestagsfraktion angehört, hat nicht nur das Vertrauen Gysis, sondern überdies guten Kontakt zu Linkspartei-Chef Lothar Bisky. Als zweiter Anwärter für das einflussreiche Amt gilt Wahlkampfchef Bodow Ramelow, 49, der allerdings bereits stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist. Auch gilt dessen Westherkunft intern als Hindernis. Die Personalentscheidung wird als Weichenstellung für die Nachfolge Biskys angesehen, dessen Amtszeit im Oktober 2006 endet. Intern wirbt vor allem Gysi für die Rückkehr von Bartsch auf den Posten im Karl-Liebknecht-Haus, der Zentrale der Partei.
DER SPIEGEL 42/2005
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