17.10.2005

Was war da los, Herr Dilschneider?

Der Schauspieler Andreas Dilschneider, 36, über die neue Sportart Schachboxen
"Das war mein erster großer öffentlicher Auftritt im Schachboxen. Dabei spielt man abwechselnd vier Minuten Schach und boxt zwei Minuten. Insgesamt gibt es elf Runden, der Knockout, Schachmatt oder das Überschreiten des Zeitlimits bestimmen den Sieger. Die Kunst besteht darin, seinen Körper so zu trainieren, dass er sich rasch umstellen kann, in 60 Sekunden muss ich es schaffen, meinen hämmernden Puls runterzubringen. Das Problem in den Schachrunden ist der hohe Adrenalinspiegel. Man überschätzt sich und muss jeden Schachzug doppelt überprüfen. Mein Gegner bei dieser ersten Europameisterschaft war Tihomir 'Tigertad' Dovramadjiev, im Schnellschach zählt der zur Weltspitze. Ich dachte, dass er sich im Kampf mehr auf das Schachspielen konzentrieren würde, und wollte ihn daher beim Boxen unter Druck setzen, da bin ich technisch besser. Zum Teil ist mir das auch gelungen, aber in Runde neun musste ich in verlorener Schachstellung aufgeben."

DER SPIEGEL 42/2005
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