DER SPIEGEL



EINZELHANDEL

300 Millionen für Schweizer Aldi-Tochter

Stolze Summen pumpt Aldi in ihre Schweizer Tochter, die in der nächsten Woche die ersten vier Filialen im Alpenland eröffnen wird. Nach einer Kapitalerhöhung Ende Juni verfügt Aldi Suisse über ein Aktienkapital von rund 300 Millionen Schweizer Franken. Experten rätseln, warum Aldi die kleine Tochter derart üppig ausstaffiert. Konkurrent Lidl, der von 2006 an ebenfalls in der Schweiz ein Filialnetz aufbauen will, hat bislang nur 25 000 Euro Stammkapital genehmigt. "Für das operative Geschäft einer zweistelligen Zahl von Aldi-Filialen sind 300 Millionen viel zu viel", spekuliert ein Wirtschaftsprüfer, "vielleicht will man aus steuerlichen Gründen eine Beteiligungsholding nach dem Vorbild des Textilhändlers C&A aufbauen." Ein Aldi-Insider dementiert solche Vermutungen. Man wolle langfristig ein Schweizer Nahversorger werden. Dafür kaufe man Grundstücke und baue derzeit sehr viel. Allein in ein Logistikzentrum in der Westschweiz würden 60 bis 80 Millionen Franken investiert. Lidl werde nachschießen müssen.


DER SPIEGEL 42/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

DER SPIEGEL 42/2005

Titelbild

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!


Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Bei Spodats erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF

Artikel als PDF ansehen

EINZELHANDEL:
300 Millionen für Schweizer Aldi-Tochter

TOP



TOP