24.04.1972

„Boss, wir müssen Spiele kaufen“

Zur Halbzeit in West-Berlins Olympiastadion eilte der Mittelstürmer von Hertha BSC ans Telephon. Zoltan Varga, eingekeilt zwischen Reportern, die ihre Berichte durchgaben, rief seine Frau an, während sich die Mitspieler in einer Kabine mit Zitronenseheiben erfrischten.
"Ist das Geld da?" wollte der Ungar wissen. Die Frau am Apparat verneinte. Varga zürnte: "Diese Schweine, sie wollen ohne uns Ausländer "kassieren. Aber denen mache ich die Sache kaputt." Wütend stürmte er wieder auf das Spielfeld zurück.
Was Varga kaputtmachen wollte, war die bislang größte Schiebung im europäischen Fußball. Für das Bundesligaspiel am 5. Juni 1971 gegen Arminia Bielefeld hatten die vom Abstieg und damit vom finanziellen Ruin bedrohten Gäste jedem Hertha-Spieler rund 15 000 Mark zugesteckt -- insgesamt 250 000 Mark. Bedingung: Hertha BSC Berlin, seit fast zwei Jahren im Olympiastadion unbesiegt, sollte das Spiel gegen Bielefeld verlieren.
Um Berlins Star-Stürmer Varga für das Falschspiel zu gewinnen, hatten die Bielefelder eigens einen Budapester Schulfreund des Hertha-Spielers, den in Bielefeld studierenden Jozef Bartos, als Vermittler nach West-Berlin geschickt. Er bot Varga zusätzlich 40 000 Mark. Varga akzeptierte, aber er verlangte das Geld vor dem Spiel. Die Bielefelder ließen ihm ausrichten: "Das gibt es erst nach dem Spiel, wie beim Kaufmann."
So kam es, daß Herthas Fußballsöldner Varga in der zweiten Spielhälfte zu tun beschloß, was die 25 000 Zuschauer ohnehin erwarteten -- für Hertha Tore zu schießen und zu siegen. Denn noch stand das Spiel verabredungsgemäß 0:0. Nun aber "spielte Varga verrückt", so Mannschaftskamerad Tasso Wild.
Nachdem er einmal den Ball gegen Bielefelds Torlatte getreten hatte, bewachten ihn die eigenen Kameraden schärfer als die Gegenspieler. Sie schlugen ihm die Bälle vom Fuß oder stießen ihn zu Boden. "Wenn der in den Spielen vorher immer so wild gespielt hätte. wären wir Meister geworden", meckerte Hertha-Verteidiger Bernd Patzke.
Die Mühe des zornigen Ungarn blieb vergebens. Arminia Bielefeld siegte im letzten Spiel der Saison 1:0 und blieb vorerst unter jenen 18 Fußball-Vereinen, die in der Bundesliga Millionenumsätze machen dürfen. Den teuer erkauften Sieg feierte der Bielefelder Klub-Vorstand mit den Spielern und ausgewählten Gästen eine Nacht lang im Strandhotel von Travemünde.
Freilich wußten die Falschspieler, daß sie nicht die einzigen waren, die sich den Platz in der Bundesliga mit Schmiergeld statt mit sportlichen Leistungen gesichert hatten. In den letzten Wochen der Spielzeit, in denen sich entscheiden mußte, welche beiden Mannschaften in die unattraktive Regionalliga (siehe Graphik Seite 124) absteigen sollten, hatten vor allem die spielschwachen Klubs versucht, Tore und Punkte zu kaufen.
Von den 72 Spielen an den letzten acht Spieltagen (insgesamt 34) hatten sich 26 zu Manipulationen angeboten; es handelte sich um Spiele, in denen schwache Klubs gegen solche Vereine antraten, die weder Meister werden noch absteigen konnten. Tatsächlich wurden 18 Spiele davon nachweislich gekauft, oder es wurde zumindest der Versuch unternommen, sie zu verfälschen.
Kaum ein renommierter Klub der westdeutschen Profiliga blieb von den Manipulationen der Abstiegsgefährdeten unberührt:
* Am 17. April 1971 ließ sich die Mannschaft von Schalke 04 für eine Niederlage gegen Bielefeld 40 000 Mark zahlen.
* Am 22. Mai sicherte Kölns Nationaltorwart Manglitz dem Verein Rot-Weiß Oberhausen für 25 000 Mark einen 4:2-Sieg.
* Eine Woche später kassierten drei Spieler des VEB Stuttgart für eine freiwillige Niederlage 45 000 Mark von Arminia Bielefeld.
* Am 5. Juni investierten die Bielefelder Geld für ein Wunschresultat im Spiel Braunschweig gegen Oberhausen: Arminia bot 170 000 Mark für einen Braunschweiger Sieg, um Oberhausen auszuschalten, und zahlte dann immerhin 40 000 Mark. weil das Spiel nur 1:1 endete.
Wer bei dem Schwarz-Handel nicht mitbieten konnte oder mochte, blieb auf der Strecke. Von den abstiegsbedrohten Vereinen hatte einzig Rot-Weiß Essen ohne Scheckbuch gespielt -- und mußte die Bundesliga verlassen. Die Offenbacher Kickers riskierten einen Einsatz, merkten jedoch bald, daß sie die Konkurrenz im Korruptionsgeschäft nicht einholen konnten -- und stiegen ab.
Doch während die anderen feierten oder schwiegen, brach einen Tag nach dem letzten Spiel der Saison der Offenbacher Vereinspräsident Horst-Gregorio Canellas mit einem sorgfältig programmierten Geständnis in die heile Welt des deutschen Fußballs ein.
Am 6. Juni 1971 bat er zu einer Gartenparty in Hausen südlich des Mains anläßlich seines 50. Geburtstages. Den arglosen Gästen -- unter ihnen Bundestrainer Helmut Schön -- eröffnete er: "Meine Herren, ich muß Ihnen sagen, daß mein Verein, die Offenbacher Kickers" durch Betrug aus der Bundesliga abgestiegen ist. Ich kann Ihnen das beweisen und habe auch meinen Spielern gesagt, daß diese Saison nicht auf dem Rasen, sondern vor dem Staatsanwalt entschieden wird."
Dann ließ Canellas ein Tonband ablaufen, auf dem die Stimmen gefeierter Nationalspieler festgehalten waren, die ohne jede Beschönigung um Geld für frisierte Spiel-Resultate feilschten. Canellas kommentierte: "Der deutsche Fußball ist ein einziger Sumpf. Die Bundesliga geht kaputt, wenn nichts getan wird. Was ich aufgedeckt habe, ist nur ein Anfang." Die Steuerfahndung macht mobil.
Der Kickers-Präsident hatte damit eine Mammutaffäre ausgelöst, die das Volk der Fußballfans schockierte. Canellas stand da als Frevler, der den Deutschen ihr Lieblingsspielzeug verdorben hatte; auf ihn prasselten Drohungen und Beleidigungen herab. Die verdächtigten Spieler und deren Vereine distanzierten sich, ein jeglicher vor seinen Anhängern und Lokalreportern.
Die Oberen des Deutschen Fußballbundes (DFB), dem 16 538 Vereine und 2 937 800 Mitglieder angehören, aber lenkten nicht ungern den Zorn der Fans gegen Canellas, um so die wahren Proportionen des Skandals vernebeln zu können. Der DFB-Pressesprecher Dr. Wilfried Gerhardt beruhigte: "Es gibt keinen Fall Bundesliga,
* linkes Bild: Am 5. Juni 1971 in West-Berlin. Rechtes Bild: Hertha-Trainer Helmut Kronsbein (r.).
sondern nur einen Fall in der Bundesliga."
Konsequent ließ der DFB verbreiten, Canellas habe mit seinen Tonbändern nur sich selbst ein Alibi für eigene mißglückte Bestechungsversuche verschaffen wollen. "Canellas hat die Spieler verführt", tadelte Gerhardt. Tatsächlich hatte Canellas an Kaufverhandlungen teilgenommen -- Grund genug für das DFB-Gericht, ihn auf Lebenszeit von jedem Vereins-Amt im deutschen Fußball zu sperren.
Doch mit dem Hinauswurf von Canellas endete der Fußball-Skandal nicht -- er begann erst. Von Woche zu Woche steigerten sich die Enthüllungen über die Korruption der Balltreter, vor der Öffentlichkeit tat sich ein Gestrüpp von "menschlichen Widerwärtigkeiten, wie Lug und Trug, Erpressung und Nötigung" ("Frankfurter Allgemeine Zeitung") auf.
Das bundesdeutsche Fußball-Finale 1971 füllte bald umfängliche Gerichtsakten. In Köln und in Darmstadt schwärmten Staatsanwälte aus, ebenso in Berlin und Bielefeld, "Gelsenkirchen und Oberhausen. Die Steuerfahndung machte mobil.
Fast drei Dutzend Rechtsanwälte drangen in das für Juristen "bis dahin als terra incognita geltende Fußballfeld ein. Nicht selten bildeten sich neue Jura-Fronten zwischen Anwälten und Mandanten, die zuvor noch eine Partei gewesen waren. Juristen durchlöcherten einen Schutzschild der DFB-Weißwascher: In seinem Statut verpflichtet der DFB seine Mitglieder, Streitigkeiten vor dem eigenen Sportgericht auszutragen; wer ohne DFB-Genehmigung ein ordentliches Gericht anruft, verstößt gegen die Verbandsregeln.
Doch einige Rechtsanwälte leiteten Verfahren vom Sportkameraden-Gericht an die Landgerichte in Essen und Berlin um. Denn: Anders als vor dem Verbandsgericht müssen eigene Klienten und fremde Zeugen vor ordentlichen Gerichten unter Eid aussagen.
Acht Schalker Kicker zogen denn auch eine Klage gegen den Bielefelder Spieler Neumann wieder zurück. Unter Eid ableugnen mochten sie denn doch nicht, was Neumann ihnen vorgeworfen und Bielefelds Klubherr Franz Greif vor dem Landgericht Essen beschworen hatte -- 40 000 Mark für eine freiwillige Niederlage eingesteckt zu haben.
Der Bielefelder Anwalt Dr. Karl Lamker aber stieß nach und zeigte die Schalker Klubherren Siebert und Aldenhoven wegen falscher uneidlicher Aussagen an: Sie hätten, entgegen ihren Beteuerungen, doch von den Manipulationen ihrer Spieler gewußt.
Nun zitierte der Bielefelder Oberstaatsanwalt Werner Kny die Eidgenossen aus Schalke vor das Amtsgericht, wo sie schließlich doch die Schwurhand heben mußten -- bis auf einen: Schatzmeister Aldenhoven. Er schützte Krankheit vor. In Offenbach ließen die reisenden Staatsanwälte auch Skandal-Aufklärer Canellas schwören. Nun steht fest, daß bereits Meineide geleistet worden sind.
Mancher Anwalt geriet selber in den Bundesliga-Dschungel. So diktierte der West-Berliner Rechtsanwalt Horst Sandner dem Skandal-Mitwisser Bartos eine eidesstattliche Erklärung, mit der die Unschuld des bestochenen Hertha-Spielers Varga bewiesen werden sollte.
"Mit Torwart Wolter ist etwas zu machen."
Bartos konnte die falsche Erklärung noch rechtzeitig widerrufen und sagte dann vor dem DFB-Sportgericht gegen Varga aus. Varga wurde lebenslänglich gesperrt. Er nahm sich einen neuen Anwalt, den Hannoveraner Rudolf Bruder, der sogleich versuchte, den Zeugen Bartos auf seine Seite zu ziehen.
Doch Bartos hatte sich inzwischen selbst einem Advokaten anvertraut. Bruder konnte lediglich per Brief drohen, er werde Bartos nur dann verschonen, "wenn er im Bundesligaskandal weder von sich sehen noch hören ließe". Je hektischer die Enthüller und Vertuscher sich bekriegten, desto deutlicher wurde das ganze Ausmaß des Skandals. "Der deutsche Berufsfußballsport ist nicht nur partiell -- er ist total korrupt", vermutete die "FAZ".
In der Tat droht der Deutsche Fußball-Bund, größter Kicker-Verband der Welt, dessen rund 30 000 Spielfelder aneinandergereiht eine Trasse etwa von Hamburg bis Kairo bilden würden, zu einem Tummelplatz der Geschäftemacher und Erpresser zu werden, zu einem "Vakuum der Morallosigkeit" -- so der Sportjournalist Herbert Neumann.
Sport und Korruption haben in der Vergangenheit nicht selten eng beieinander gewohnt. Amerikas Boxsport war lange Zeit eine Domäne von Gangsterbanden, Pferderennen lockten Ganoven und gaunernde Buchmacher an.
Der Fußballsport indes schien von solchen Machenschaften verschont geblieben zu sein. Ein Jahrhundert lang galt denn auch die Doktrin, Fußballklubs und deren Spieler seien skandalsicher. Man wußte zwar, daß Dorfvereine gerne Spielausgänge mit Speckseiten und Bierfässern korrigierten und Mäzene aus Wirtschaft und Handel ihre Lieblingsspieler mit ein paar Hundertmarkscheinen anfeuerten, aber diese Usancen nahm niemand ernst.
Bestechungen im Fußball schienen schon aus technischen Gründen kaum praktikabel: Einen einzelnen Spieler, etwa den Torwart, könne man korrumpieren, eine ganze Mannschaft aber nicht, weil das zu kostspielig sei und zu viele Mitwisser schaffe.
Nun haben tatsächlich Torhüter ihren Schwarzmarktwert rechtzeitig erkannt. Braunschweigs Tormann Horst Wolter, Weltmeisterschaftsteilnehmer von Mexiko, soll am 3. April 1971 dem Bundesliga-Gegner Eintracht Frankfurt zum Sieg verholfen haben (Spiel-Ergebnis 5:2); die Frankfurter rückten da durch vom abstiegsverheißenden 17. auf den rettenden 16. Tabellenplatz vor.
Eintracht Frankfurts Trainer Erich Ribbeck empfahl Wolter nun den Oberhausener Torkäufern: "Mit dem ist etwas zu machen." Und auch in dem Spiel gegen Oberhausen am 5. Juni ließ sich Wolter einen folgenschweren Fehlgriff teuer bezahlen. Das Spiel endete überraschend 1:1 -- Torwart Wolters Kommentar zu dem nach Experten-Meinung haltbaren Treffer: "Ich stand auf dem falschen Bein."
Ein Torhüter auch brachte Canellas auf die Spur der Fußball-Korruption: Nationaltorwart Manfred Manglitz vom 1. FC Köln demonstrierte dem Kickers-Präsidenten auf drastische Art, daß es in der Bundesliga einen schwarzen Markt für Abstiegsspiele gibt.
Bis dahin hatte Horst-Gregorio Canellas, Sohn eines Spaniers und einer Deutschen, 1921 in Plauen geboren, spanischer Staatsbürger und Weltkrieg-II-Soldat, an die Sauberkeit des deutschen Fußballs geglaubt.
In Spanien, wo er sich nach dem Krieg erholte, war er zum erstenmal in die Welt des Fußballs eingetaucht. Auf Mallorca spielte er in einem Fußballklub. Als der Spanier, der später die deutsche Staatsbürgerschaft annahm, in Frankfurt am Main das väterliche Südfrüchte-Importgeschäft übernahm, verband er sich mit dem deutschen Fußballsport. Die Offenbacher Kickers gewannen ihn für ihren Verein: 1964 wählten sie Canellas zum Präsidenten.
Canellas führte den Klub in die Bundesliga, erlebte den Abstieg der Offenbacher Kickers und peitschte sie zum zweitenmal in die höchste deutsche Spielklasse hinauf. Später gerieten jedoch die Canellas-Kickers abermals in den Abstiegsstrudel.
Da bot der Essener Spielervermittler Raymond Schwab dem Offenbacher Trainer Rudolf ("Riegel-Rudi") Gutendorf an, "für 80 000 Mark ein Spiel zu kaufen". Gutendorf riet Canellas: "Boß, wir müssen Spiele kaufen, sonst sind wir draußen." Doch Canellas lehnte ab. Gutendorf legte sein Amt nieder. Der Kicker-Präsident aber war geneigt, die Affäre für einen Ausnahmefall zu halten -- bis ihn Torwart Manglitz eines anderen belehrte.
"Mit Ihrem Chef bin ich klar."
Am 5. Mai 1971 rief Manglitz den Kickers-Geschäftsführer Willi Konrad an und erzählte ihm, daß sein Klub, der 1. FC Köln, am Abend gegen Rot-Weiß Essen ein Nachholspiel austragen werde. Manglitz: "Unsere Jungs haben ein Angebot aus Essen, die lassen sich das was kosten." Konrad fragte: "Soll das heißen, daß Köln das Spiel absichtlich verlieren will?"
"Ja, so ist es", erklärte Manglitz. "Aber Offenbach kann ja was dagegen setzen." Konrad gab dem Anrufer die Telephonnummer des Präsidenten Canellas. Dem erklärte Manglitz: "Also 25 000 Mark, oder heute gewinnt Essen," Canellas rechnete aus: Wenn die Essener in Köln siegen würden, wären seine Offenbacher endgültig abgeschlagen. Also antwortete er: "Das muß ich mir noch überlegen."
Vor einer Abmachung wollte sich Canellas beim DFB vergewissern, ob das Bundesliga-Statut Siegprämien von dritter Seite oder fremden Vereinen zuläßt. DFB-Sekretär Horst Schmidt blätterte im Statut, fand aber keinen Hinweis auf Prämien von Dritten.
Inzwischen meldete sich Manglitz abermals bei Konrad: "Also hören Sie mal, mit Ihrem Chef bin ich klar gekommen. Jetzt rufen Sie den mal wieder an, der gibt Ihnen was an Instruktionen." Konrad rief Canellas an. Der schob alle Bedenken beiseite und entschied: "Wenn wir nicht zahlen, sind wir draußen."
Noch, am selben Tag fuhr Konrad mit dem Geld nach Köln zu Manglitz. "Aber lassen Sie sich von dem Kerl eine Quittung geben", mahnte Canellas.
Vor der Mannschaftskabine des 1. FC Köln traf sich Konrad mit Manglitz und erhielt einen Briefumschlag. Im Kuvert steckte die Skizze eines Parkplatzes und die Beschreibung eines Autos vom Typ Peugeot 204 mit dem Duisburger Kennzeichen "DU-AU 222". Manglitz: "Dort ist meine Braut, die weiß Bescheid."
Am vorgezeichneten Parkplatz traf Konrad die Braut des Torstehers, Irmgard Walter. Konrad verlangte ihre Unterschrift auf seiner Quittung. "Dat war nich vorjesehen", widersprach sie, setzte aber doch ihren Namen auf das Papier. Konrad übergab ihr die 25 000 Mark. Köln siegte 3:2.
Einige Tage später rief Manglitz bei Konrad an: "Sie, dat mit der Quittung is aber ein Ei. Die muß ich zurückhaben, damit da nich wat Dummes passiert." Konrad vertröstete ihn.
Zu den Einzelaktionen profit-orientierter Torhüter kam jedoch bald eine neue Variante sportlichen Schwarzhandeis. Repräsentanten ganzer Bundesliga-Vereine meldeten sich bei Canellas. Wie die Offenbacher mußten auch Rot-Weiß Oberhausen, Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt den Abstieg
* Auf seiner Party am 6. Juni 1971, auf der er Tonband-Geständnisse manipulierender Fußballer enthüllte.
in die Regionalliga fürchten (siehe Graphik Seite 132).
Am 8. Mai machte Peter Maaßen, Präsident von Rot-Weiß Oberhausen, Canellas ein Angebot. Eine halbe Stunde vor Beginn des Spiels zwischen den Offenbachern und Oberhausenern offerierte Maaßen: "Herr Canellas, ein Unentschieden würde Ihnen reichen, und uns auch. Mir wäre das auch etwas wert, sagen wir 50 000 Mark für Sie." Canellas lehnte ab, Offenbach siegte.
Drei Wochen später, vor Offenbachs Spiel gegen Eintracht Frankfurt, meldete sich Maaßen erneut: "Mir liegt daran, daß Sie gegen die Frankfurter auch gewinnen." Pro Spieler der Offenbacher Mannschaft setzte er für einen Sieg gegen Frankfurt 1000 Mark Prämie aus.
Der Kickers-Präsident merkte rasch, daß Oberhausens Vereins-Chef zu den zentralen Figuren der Fußball-Korruption gehörte. Den Ankauf und Verkauf von Toren und Punkten betrieb Maaßen im großen Maßstab. Schon 1952 wollte er mit Geld den Aufstieg seiner Rot-Weißen in die damalige Oberliga West sichern. Doch die Klubherren des SV Sodingen in Herne kauften schneller. Ein 0:0 bei Arminia Bielefeld (Preis: 10 000 Mark) hievte Sodingen in die Oberliga. Maaßens Männer kauften sich erst ein Jahr später ins Oberhaus ein. Bundestrainer Schön: "Lassen Sie mich da raus."
Den Aufstieg zur Bundesliga meisterten Maaßens Oberhausener ebenfalls mit Geldgeschenken. Für 500 Mark Kopf geld besiegten die Kicker von Hertha Zehlendorf einen Rivalen der Oberhausener: den SV Alsenborn.
"Dem Maaßen traue ich alles zu", kommentierte Gelsenkirchens Oberstadtdirektor Dr. Hans Georg König. Als König noch Vorsitzender von Schalke 04 war -- vor Gründung der Bundesliga -, drängte Maaßen ihn ebenso wie andere Klubvorsitzende, Punkte für seine abstiegsgefährdeten Oberhausener gegen Barzahlung zu überlassen. König lehnte ab.
Doch aus Kameraderie tasteten die Klubfunktionäre den Torkäufer Maaßen nicht an. Denn er saß nicht nur im DFB-Beirat, sondern auch im Vorstand des Westdeutschen Fußballverbandes. Seinen Klub, dem er seit 1938 angehört, leitet Maaßen nahezu diktatorisch. Die Spieler nannten ihn "Pascha". Einmal wies er sogar Oberhausens SPD. Oberbürgermeisterin Luise Albertz von der Tribüne, weil sie "kein Herz und kein Geld für den Fußball" habe.
Unermüdlich wachte Maaßen, CDU-Mitglied, Präsident im Außenhandelsverband Nordrhein-Westfalen und stellvertretendes Mitglied im Beirat der Landeszentralbank, über die Interessen Rot-Weiß Oberhausens. Vor dem entscheidenden Spiel in Braunschweig -- eine Niederlage dort hätte Oberhausens Abstieg besiegelt -- rief er Braunschweigs Trainer Otto Knefler an. Knefler unterbrach Maaßen nach den ersten Andeutungen: "Wenn Sie gewinnen wollen, braucht Ihre Mannschaft nur gut zu spielen."
Die Offenbacher hörten von Manipulationen wieder, nachdem sie gegen Frankfurt 0:2 verloren hatten. Ende Mai 1971 sprach Konrad mit Manglitz. Der Torwart sagte: "Spitzen Sie mal die Ohren. Am letzten Spieltag gewinnt Bielefeld in Berlin. Aber wir Kölner, so wünscht es unser Präsident, müssen wegen des guten Ruf es gegen Offenbach gewinnen.
Konrad: "Na, dann brauchen wir in Köln ja gar nicht mehr zu spielen." Manglitz lachte: "Normalerweise nicht -- aber ihr habt ja noch den Manglitz." Nach einer kurzen Pause: "Hören Sie mal, Herr Konrad, ich kann nicht nur was an unserem Spiel machen. Ich bin auch in Berlin am Drücker."
Konrad verwies ihn wieder an Canellas. Kurz darauf hörte Canellas: "Für 100 000 gewinnt Offenbach bei uns in Köln das Spiel, is dat ein Wort?" Canellas erbat Bedenkzeit. Anschließend alarmierte er den Bundestrainer Schön in dessen Wiesbadener Bungalow: "Der Manglitz will mir dauernd Spiele verkaufen. Ich weiß gar nicht, was ich von dem Manglitz halten soll."
Der Bundestrainer zögerte nicht mit einem Urteil: "Das ist alles haarsträubend." Canellas faßte nach: "Können Sie nichts unternehmen und mir helfen?" Schön versprach, Berlins Trainer Helmut Kronsbein vor Falschspielern zu warnen.
Später wehrte Schön ab: "Um Gottes willen, lassen Sie mich da bitte raus, ich bin doch nur ein Angestellter, und ich möchte meine Existenz mit so etwas nicht belasten. Sie verstehen mich?"
Canellas verstand. Da erreichte ihn ein neuer Antrag -- diesmal meldete sich Nationalspieler Bernd Patzke von Hertha BSC, um den Offenbacher für das Spiel seines Klubs gegen Arminia Bielefeld zu interessieren. Patzke gab zu bedenken, daß die "Bielefelder ganz schön reinhauen werden, weil sie ja nicht verlieren dürfen". Canellas: "Aber ihr seid doch eine starke Mannschaft. Wir haben die Bielefelder hier in Offenbach 5:0 geschlagen."
Es knackte in der Leitung, Hertha-Mittelfeldspieler Tasso Wild übernahm die Fortsetzung des Gesprächs. Er stellte Canellas ein Ultimatum. Denn: siegte Bielefeld in Berlin über Hertha, konnte das Offenbachs Abstieg bedeuten. Wild: "Wenn wir Bielefeld schlagen sollen, verlangen wir 120 000 Mark. Wenn nicht, nehmen wir das Bielefelder Angebot an."
Canellas erbat Bedenkzeit für 48 Stunden, doch Wild widersprach: "Wenn Sie nicht morgen zwischen 13.30 und 14 Uhr anrufen, verhandeln wir mit Bielefeld." Canellas: "Ich muß ja tun, was Sie wollen, sonst säge ich mir den Ast ab, auf dem ich sitze. Können Sie mich morgen zu der angegebenen Zeit anrufen?" Wild sagte zu.
Der Kickers-.Präsident aber entschloß sich, den Korruptions-Strategen eine Falle zu stellen, um sie in aller Öffentlichkeit überführen zu können. Er ließ sich ein Tonbandgerät und Kopfhörer besorgen und übte das Überspielen von Telephongesprächen.
Tatsächlich liefen die Falschspieler in die Tonband-Falle. Wild rief an und nannte sogleich Kurse: "Vom anderen Verein bekommen wir jetzt mehr -- 220 000 Mark in bar."
Patzke schaltete sich ein: "Ich sage Ihnen, wir haben mit denen noch eine Rechnung zu begleichen. Denn die haben uns so furchtbar auf die Füße gehauen, das muß einen retour geben." Ein neuer Anrufer geriet aufs Tonband: Ulrich Lammers, ein engagierter Eintracht-Fan aus Braunschweig, der mit Spielern der Braunschweiger Mannschaft befreundet war. Auch er meldete Bielefelder Aktivität: Die zahlen 20 000 Mark, wenn wir Oberhausen schlagen." Wieder hielt Canellas zum Schein mit.
"Die Bielefelder sind schon bei 250 000 Mark."
Als Canellas genug Beweise gespeichert hatte, lud er den DFB-Sekretär Straub ein, sich in seinem Haus die Tonbänder anzuhören. Straub versprach, DFB-Generalsekretär Paßlack einzuweihen. Doch die DFB-Oberen kamen nicht.
Straub ließ Canellas wissen, Paßlack halte alles für "vage Vermutungen". Es sei zu empfehlen, die Spiele am 5. Juni erst einmal abzuwarten und dann am Montag, zwei Tage später. weiter zu reden, "falls das dann überhaupt noch nötig" sei. Canellas drängte, den Kontroll-Ausschuß-Vorsitzenden Hans Kindermann zu unterrichten. Wieder wich Straub aus: "Der ist im Urlaub."
"Aber wie soll ich mich denn verhalten?" wollte Canellas von Straub wissen. "Wenn ich nicht mitmache, bin ich doch draußen." Straub empfahl ihm nach Beratung mit Vorgesetzten, er solle sich auf ein Spiel konzentrieren: die Partie der Offenbacher in Köln.
"Soll das heißen, daß ich dort mitschmieren soll?" fragte Canellas. Straub: "Wenn Sie es für richtig halten, ja." Nun sagte der Kickers-Präsident Kölns Torwart Manglitz die 100 000 Mark zu. Manglitz: "Das will ich aber vorher noch sehen."
Zwei Tage vor dem letzten Spieltag, am 3. Juni, informierte Canellas den Vorstand der Offenbacher Kickers über die Forderungen der Gegenseite, riet aber davon ab, auf die Offerte einzugehen. Einstimmiger Beschluß: "Zum Schein müssen wir mitmachen."
Dann teilten die Offenbacher das Lockgeld auf. Aus der Klubkasse, aus dem Privatvermögen der Vorstandsmitglieder und von Mäzenen sammelten sie Geld -- 260 000 Mark. Vizepräsident Waldemar Klein steckte 140 000 Mark ein, die er in Berlin den Hertha-Spielern Wild und Patzke zeigen sollte. Canellas wollte mit 100 000 Mark den Kölner Torwart Manglitz täuschen. Vorstands-Mitglied Friedrich Mann sollte mit 20 000 Mark den Braunschweiger Lammers treffen -- einen Tag vor dem Spiel.
Klein traf die Hertha-Spieler in der Bierbar "Bei Heini Holl" in der Berli-
* Beim 1:1 zwischen Eintracht Braunschweig und Rot-Weiß Oberhausen am 5. Juni 1971.
ner Dammaschkestraße. "Lassen Sie mal sehen", forderte Wild. Klein öffnete die Schweinsledertasche. Patzke durfte die Banknoten anfassen und zählen. Wild aber erhöhte die Preise: "Die Bielefelder sind schon bei 250 000 Mark. Ich schlage vor, wir warten noch bis morgen."
Klein telephonierte daraufhin mit Canellas und Offenbachs Schatzmeister Fritz Koch in Köln. Canellas riet zu Aufgabe und Rückkehr, Koch zum Weitermachen. Klein blieb in Berlin, um "handfeste Beweise zu erlangen".
In Köln hingegen war das Schein. Manöver schon gescheitert. Verabredungsgemäß hatte Canellas Manglitz die 100 000 Mark gezeigt. Manglitz wollte das Geld sofort einstecken, um es seinen Mitwissern zu zeigen. Canellas winkte ab und verabredete einen Treffpunkt um 12.45 Uhr am nächsten Tag -- knapp drei Stunden vor Spielbeginn.
Er verwahrte das Geld im Tresor des Hotels "Schloß Auel". Da tauchte ein anderer Kölner Mittelsmann auf; er nannte sich Hagen, war "höflich und wirkte formvollendeter als etwa Manglitz" -- so Canellas. "Zahlen Sie bloß, sonst können Sie hier nicht gewinnen", mahnte Hagen. Doch Canellas hielt sich zurück: Am Sonnabendvormittag ließ er das Geschäft endgültig absagen.
In Braunschweig hatte Offenbachs Mann 20 000 Mark an Lammers schon gezahlt, sie jedoch nach dem 1:1 wieder zurückerhalten. In Berlin wurde Klein ausmanövriert.
Die zahlungswilligen Bielefelder beherrschten allein die Szene. Sie hatten ihren besten Stürmer, den Rechtsaußen Gerd Roggensack, diesmal als Linksaußen eingesetzt. So war Patzke sein Gegenspieler. Und der ließ den Bielefelder ungehindert das Siegtor schießen.
Aufgeregt drehten die Bielefelder an den Knöpfen ihrer Transistorgeräte, um die Schlußresultate aller Spiele zu hören. Sie konnten sich sicher fühlen, denn Offenbach hatte durch die 2:4-Niederlage in Köln den Platz in der Bundesliga verloren. Bielefelds Trainer Egon Piechaczek sprang auf und jubelte: "Canellas -- Canellas".
Vor allem Bielefelds verblüffender Sieg in Berlin rührte im Fußballvolk das Gerücht auf, die Spiele seien manipuliert worden. Schon bei einem Unentschieden hätten nämlich die Bielefelder absteigen müssen. Tags darauf lieferte Canellas die ersten Beweise nach. Seine Enthüllungen scheuchten die DFB-Herren zu einer wunderlichen Aktion auf: Dieselben Männer, die sich zuvor trotz der Warnungen des Offenbachers zu keiner Tat hatten aufraffen können, richteten jetzt ihren Zorn gegen den Nestbeschmutzer Canellas.
"Dem Interesse der Gemeinschaft", hielt ihm DFB-Ankläger Kindermann vor, "müssen Vereins- oder gar persönliche Interessen hintangestellt werden." Canellas sah sich vor den DFB-Kontrollausschuß zitiert, unter dessen Ermittlern je ein Beisitzer aus Bielefeld, Oberhausen und Berlin saßen, deren Stadtvereine Spiele gefälscht hatten.
Und Richter Christian Oestmann, unter dessen Vizepräsidentschaft der Klub Hannover 96 ein Debet von drei Millionen auf gewiesen hatte, urteilte nun über einen Mann, der Offenbach zu einem Vereinsvermögen von einer dreiviertel Million Mark und einer Mannschaft verholfen hatte, die inzwischen wieder den Aufstieg zur Bundesliga anstrebt.
"Auf Sie bin ich schon lange scharf", rief Oestmann dem Erfolgreicheren vor der Verhandlung zu. Auch DFB-Ankläger Kindermann tönte: "Bilden Sie sich nicht ein, daß Sie auch nur ein Mosaiksteinchen aus dem DFB-Gebäude herausbrechen können." Canellas gab zurück: "Von Mosaiksteinchen kann gar nicht mehr die Rede sein, bei Ihnen wackelt doch schon der Sims." Das Sportgericht sperrte Canellas auf Lebenszeit von jedem Vereins-Amt und verwehrte ihm sogar ein Schlußwort.
Canellas aber war nicht bereit, den Spruch hinzunehmen. Er begann eigenmächtig nach Fährten im Bundesliga-Dschungel zu forschen. Monatelang reiste er durch Westdeutschland, arrangierte Geheimtreffen mit Zeugen und Anwälten, Spielern und Mittelsmännern, mal im Frankfurter Flughafen-Hotel an der Unterschweinstiege, mal im Restaurant Wilhelmshöhe in Kassel. Ungefähr 20 000 Mark investierte er dabei in seine privaten Ermittlungen.
Sein Verfolgungseifer stachelte auch die DFB-Kontrolleure an. Sie ermittelten
* gegen Bayern München wegen der Heimsiege mit 7:0 über den Manglitz-Klub 1. FC Köln und 4:1 über den Wolter-Verein Braunschweig -- beide Siege brachten Bayern München auf den 1. Tabellenplatz;
* gegen Hannover 96, das sich durch ein 4:0 beim Wolter-Klub Braunschweig endgültig aus der Abstiegszone entfernt hatte;
* gegen Werder Bremen, das am 29. Mai 1971 überraschend klar mit 0:3 in Oberhausen verloren hatte. Das Belastungsmaterial, das Canellas herbeischaffte, war bald so gravierend, daß man selbst in der DFB-Zentrale in Frankfurts Zeppelinallee schockiert war. Eine Gruppe von DFB-Funktionären trieb zwar das Vertuschungsspiel weiter, Kindermann aber verbündete sich mit seinem Opfer. Wenn Canellas heute in der Zeppelinallee vorfährt, nimmt ihm Pressesprecher Dr. Gerhardt hilfsbereit an der schmiedeeisernen Pforte die Koffer mit neuen Skandal-Dokumenten ab.
So geriet auch Oberhausens Präsident Peter Maaßen vor das DFB-Tribunal, obwohl er noch versucht hatte, Belastungszeugen zu kaufen und umzudrehen. "Ich bitte nicht, daß mir Gott hilft", wetterte Katholik Maaßen, "aber ich bitte Gott, daß er auch meinen verdammten Feinden nicht hilft." Nichts half -- auch Ehrenerklärungen der CDU nicht. Maaßen wurde auf Lebenszeit gesperrt, sein Verein aus der Bundesliga gewiesen.
Kindermann erkannte, daß Canellas auf der richtigen Spur war. Gemeinsam besprachen die beiden Männer am Wochenende die nächsten Aktionen gegen Fälscher und Manipulanten. Eine Hauptbasis der Geschäftemacher, "der Spitzenreiter auf dem Gebiet der Manipulationen" (Kindermann), geriet in ihr Visier: Arminia Bielefeld. Im nächsten Heft
Arminia Bielefeld frisiert die Klubbücher, um den DFB zu täuschen -- Warnung an Mäzen Schreiner: "Wenn Ihnen Frau und Kind lieb sind, halten Sie den Mund" -- Ein Bankbeamter entdeckt die Schiebergeschäfte der Bielefelder.

DER SPIEGEL 18/1972
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 18/1972
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

„Boss, wir müssen Spiele kaufen“

Video 01:11

Nach Kollision Norwegisches Kriegsschiff gesunken

  • Video "Bisher unbekannte Spezies: Forscher filmen kuriose Tiefsee-Aliens" Video 00:38
    Bisher unbekannte Spezies: Forscher filmen kuriose Tiefsee-"Aliens"
  • Video "Michelle Obama im TV-Interview: Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben" Video 01:46
    Michelle Obama im TV-Interview: "Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben"
  • Video "Game of Thrones - Staffel 8: #ForTheThrone" Video 01:15
    Game of Thrones - Staffel 8: #ForTheThrone
  • Video "88-Meter-Segeljacht: Auf der Überholspur" Video 00:42
    88-Meter-Segeljacht: Auf der Überholspur
  • Video "Anruf bei Krankenschwester im Jemen: Der Hunger ist so groß, dass die Menschen Blätter essen" Video 04:51
    Anruf bei Krankenschwester im Jemen: Der Hunger ist so groß, dass die Menschen Blätter essen
  • Video "Meinungen zur Super League: Sollen die Idioten doch machen, was sie wollen" Video 03:10
    Meinungen zur "Super League": "Sollen die Idioten doch machen, was sie wollen"
  • Video "Endstation Bataclan: Wie ein Busfahrer zum Massenmörder wurde" Video 21:45
    "Endstation Bataclan": Wie ein Busfahrer zum Massenmörder wurde
  • Video "Aus Eritrea nach Kanada: Kinder sehen zum ersten Mal Schnee" Video 00:45
    Aus Eritrea nach Kanada: Kinder sehen zum ersten Mal Schnee
  • Video "Schrecksekunde in der Ligue 1: Ball trifft Kameramann am Kopf" Video 01:04
    Schrecksekunde in der Ligue 1: Ball trifft Kameramann am Kopf
  • Video "Merkel-Besuch in Frankreich: 101-Jährige verwechselt Merkel mit Madame Macron" Video 00:44
    Merkel-Besuch in Frankreich: 101-Jährige verwechselt Merkel mit Madame Macron
  • Video "Nationalpark in Indien: Tiger verfolgt Touristenjeep" Video 00:46
    Nationalpark in Indien: Tiger verfolgt Touristenjeep
  • Video "Amateurvideo aus China: Schwimmt da ein Haus?" Video 00:37
    Amateurvideo aus China: Schwimmt da ein Haus?
  • Video "Waldbrände in Kalifornien: Es wird noch viel schlimmer werden" Video 01:58
    Waldbrände in Kalifornien: "Es wird noch viel schlimmer werden"
  • Video "Ägypten: Archäologen finden Katzen-Mumien" Video 00:54
    Ägypten: Archäologen finden Katzen-Mumien
  • Video "Nach Kollision: Norwegisches Kriegsschiff gesunken" Video 01:11
    Nach Kollision: Norwegisches Kriegsschiff gesunken