Mit hohem Fieber und 20 Pfund Gewichtsverlust wurde der Verteidigungsminister Ende Januar in das Bundeswehr-Hospital Koblenz eingeliefert. Bonn rätselte über Lebenserwartung und Karriere-Aussichten des SPD-Stars, zumal sich die Ärzte auf
Schmidts Geheiß weigerten, ein offizielles Bulletin herauszugeben. Der Oberbefehlshaber zog sich zur Rekonvaleszenz in ein einsames Hotel im Hunsrück zurück. Für den SPIEGEL befreite er seine Ärzte von der Schweigepflicht. Oberstarzt Dr. Völpel diagnostizierte: "Kein Krebs, keine Magengeschwüre, kein Gallenstein oder schwere Tb."
DER SPIEGEL 7/1972
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