08.05.1972

Boss, wir müssen Spiele kaufen“

2. Fortsetzung
Im Haus von Horst-Gregorio Canellas klingelte das Telephon. Am Apparat meldete sich ein Mann, der sich Hagen nannte. Hagen: "Ich finde es grundanständig, daß Sie jetzt den ganzen Skandal in der Bundesliga aufrollen. Ich will Ihnen dabei helfen."
Canellas rief erfreut: "Sie schickt mir der Himmel. Ich hatte mich schon bemüht, Sie zu finden, denn man glaubt mir ja noch immer nicht, daß es Sie gibt. Ich bin mir natürlich im klaren. daß Sie gar nicht Hagen heißen."
Der ehemalige Offenbacher Klub-Präsident, just wegen einer Siegprämie an Kölns Torwart Manfred Manglitz angeklagt, hatte allen Grund, den Anruf für einen Glücksfall zu halten. Mit Hagens Hilfe hoffte er endlich den Weißwaschern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beweisen zu können, daß im Untergrund der Bundesliga eine Gruppe von Vermittlern, Agenten und Abwerbern operierte, die Spieler und Spiele zum Objekt ihrer konspirativen Manöver machten.
Doch kaum ein Indiz, kaum eine Indiskretion verriet ihre Spuren. Die Vermittler traten nicht selten unter Decknamen auf, ihre Aktionen waren stets gut getarnt. Canellas kannte zwar seit langem die Namen einiger Spielvermittler, aber er durchschaute ihre Aktionen nicht. Erst ein Zufall brachte ihn auf ihre Spur: Der Zwischenhändler Hagen hatte Anfang Juni geglaubt, dem Kicker-Präsidenten ein Spiel verkaufen zu können, und war zu Canellas in Kontakt getreten.
Das Geschäft scheiterte, aber die beiden Männer blieben in Verbindung. Nicht selten lockte Hagen mit seiner Inside-Kenntnis. Hagen: "Wissen Sie. ich kenne mich aus. Ich habe schon oft an Spielverkäufen teilgenommen. Da hört man einiges."
Als Hagen erfuhr, Canellas kämpfe vor dem Sportgericht des DFB um seine Rehabilitierung, entschloß er sich, dem Offenbacher zu helfen. Ende Juni reiste er zu Canellas; in seiner Begleitung war ein kräftiger Mann, der sich als Judokämpfer ausgab und den Hagen "zum Schutz" mitgebracht hatte.
Als sie sich später zum Abendmahl niederließen, faßte der blonde Hüne in die Innentasche seines Jacketts und holte eine Visitenkarte hervor: "Ich heiße Beyer, Architekt Reinhold Beyer." Auch Hagen gab sich zu erkennen: Er hieß Peter Georg Friesdorf und erklärte, er sei Kaufmann und stamme aus Opladen im Rheinland.
Was Friesdorf und Beyer erlebt und gehört hatten, vertrauten sie nun in der Hoffnung auf Honorar Canellas an. Je länger er ihnen zuhörte, desto schärfere Konturen gewann sein Bild einer Gruppe bedenkenloser Geschäftemacher.
Sie war entstanden, weil sich ein paar clevere Leute eine Schwäche des bundesdeutschen Berufsfußballsports zunutze gemacht hatten: die mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Klubs. Mißtrauen und Konkurrenzneid spalten seit jeher Deutschlands Fußballer.
Gewöhnlich einmal im Jahr kommen die Präsidenten der Bundesliga-Vereine zu einer Aussprache zusammen. Der Spielplan wird ihnen vom DFB vorgeschrieben. Gelegentlich treffen sie eine Absprache miteinander, meist garniert mit einem Ehrenwort, aber die großen Versprechungen werden selten gehalten.
"Jede Abmachung dort, die ich für wichtig und wert befinde", so der Großdruckerei-Besitzer Hans Weitpert, Präsident des VfB Stuttgart, "würde ich mir hinterher kreuz und quer und von oben nach unten ab- und gegenstempeln lassen."
Als Vermittler zwischen den Klubs boten sich ausgediente Sportler an, die jeden Auftrag annahmen: Sie arrangierten Spiele, vermittelten Spieler, horchten im Auftrage eines Klubs einen Konkurrenzverein aus. Sie waren auch zur Stelle, wenn es galt, Spielresultate abzusprechen.
"Mit dem Geld fing alles an", philosophierte später Alt-Bundestrainer Josef Herberger. Tatsächlich hatte das spektakuläre Ansteigen der Spieler-Gagen, Folge der Professionalisierung des Fußballsports und der Bundesliga-Gründung im Jahr 1963, geschäftstüchtige Hintermänner angelockt.
Sie betrieben gegen einen Anteil von meistens zehn Prozent der Ablöse- und Handgeldsummen für Klub oder Spieler ein profitables Ballgeschäft. Eine Fehlkonstruktion der DFB-Regeln half ihnen dabei.
Der Deutsche Fußball-Bund hatte Grenzen für Spieler-Gehälter, Prämien und Ablösesummen, die fällig werden, wenn ein Spieler den Verein wechselt, festgesetzt. Damit war ungewollt eine Insel der Zwangswirtschaft inmitten freier Marktwirtschaft geschaffen. Ein schwarzer Markt für Spieler entstand; er lud zu Manipulation einzelner Spieler und ganzer Mannschaften förmlich ein.
Der DFB verlor bald die Kontrolle über die Fußballer-Gagen, weil die Spielervermittlung von Agenten betrieben wurde, die keinem Verein angehörten und mithin von den Verbandsgerichten nicht belangt werden konnten. Mit doppelten Verträgen den Fußball-Bund ausgespielt.
Erst allmählich raffte sich der DFB zu einer Gegenaktion auf. Er verbot den Spielerhandel über Vermittler und richtete eine DFB-gelenkte Vermittlungsstelle ein. Doch der Schachzug blieb fast ohne Wirkung: Der Vermittlungsstelle, einer Art Arbeitsamt für Kicker, wurden nach Abschluß eines Geschäftes nur frisierte Verträge vorgelegt.
Die Vermittler außerhalb des DFB behielten ihre zentrale Stellung, denn nur wenige Klubherren mochten sich persönlich an dem Gerangel um hochgeschätzte Balltreter oder gar an den Absprachen über Spielresultate beteiligen. Zudem fehlten ihnen oft Kontakte und Kenntnisse. Das Angebot und Wort des Vermittlers entschieden allein.
Die Klubs fertigten für die angeworbenen Spieler stets zwei Verträge aus: einen fiktiven Vertrag für den DFB, den alleingültigen für die Händler und Spieler. Solche Praktiken wurden freilich bald bekannt.
Mit Drohungen versuchte der Kicker-Bund, das illegale Vermittlungsgeschäft zu stoppen, das sogar DFB-Vorstandsmitglieder wie der Frankfurter Rudolf Gramlich und der Hannoveraner Alfred Strothe als Klub-Präsidenten mitmachten. Strothes Klub Hannover 96 wurden Kassenbuch-Manipulationen nachgewiesen; der Klub mußte eine Geldstrafe zahlen.
Die Vermittler arbeiteten jedoch im Untergrund weiter oder verlegten ihren Wohnsitz ins Ausland, so der Ungar Dr. Georg Otto Ratz, der den einträglichsten Spielerhandel von der Schweiz aus betrieb und alljährlich Preislisten an Klubs in Deutschland verschickte.
Einen anderen Weg schlug der ehemalige Fußballer, Boxer und Artist Raymond Schwab aus Essen ein, der früher im Varieté und "bei Kaufhauseröffnungen Ketten über der Brust gesprengt hatte. Er "begnügte sich nicht damit, Spieler von Klub zu Klub zu transferieren. Schwab erkannte: Nicht nur Spieler, sondern ganze Spiele konnte man handeln.
Die Erkenntnis verdankte er Wolfgang Holst, dem Vorstandsmitglied von Hertha BSC Berlin (siehe Seite 130). "Fußball ist nicht die Oase oder gar die Gedächtniskirche der Gesellschaft", definierte Spielautomaten-Fabrikant Holst. "Und die Spieler sind auch nicht die Mönche der Gesellschaft."
Als 1964 der Holst-Klub Hertha BSC in Gefahr geriet, aus der Bundesliga abzusteigen, setzte Schwab "solche Weisheit in die Tat um. Er wollte den Fußballspieler Manfred Rummel vom Klub Preußen Münster zu illegaler Hilfe für die Berliner anstiften. Rummel sollte dafür sorgen, daß Münster Spiele verlor und anstelle von Hertha BSC absteigen mußte.
Phantastische Honorare
im Dschungel der Zehnprozenter.
Einige Wochen später wiederholte Holst, einst Oberjunker der SS-Leibstandarte, das "welsche Spiel", wie er formulierte. Er gewann den Abwehrspieler Alfons Stemmer vom TSV München 1860 für den Plan, mit seiner Mannschaft bei Hertha BSC in Berlin zu verlieren. Preis: 15 000 Mark. Übergabe des Geldes: in einem Wagen an der Berliner Gedächtniskirche. Hertha BSC gewann 3:1 und rettete sich vor dem Abstieg.
Je mehr sich der Berufsfußball in der Bundesrepublik ausweitete, desto lukrativer wurde das Geschäft der Vermittler (Branchenjargon: "Mister Zehnprozent"). Vielfach waren es Fußballkenner aus dem Ausland. die den deutschen Fußballmarkt nutzten.
So lotste der Bielefelder Bauunternehmer Rupert Schreiner, durch Ostblockgeschäfte zum Millionär geworden, die fußballkundigen Ungarn Friedrich Mikuschka und Jozef Bartos nach Westdeutschland. Und da betreute in Bad Nenndorf bei Hannover der Ungar Lazslo Bobik, wegen schweren Raubs vorbestraft. den vom Fußballgericht gesperrten Fußball-Star Zoltan Varga.
Selbst eine nebenberufliche Tätigkeit als Vermittler erwies sich oft als lukrativ. So verdiente Werner Schneider, Angestellter der Bayer-Werke in Leverkusen, am 22. Mai 1971 runde 10 000 Mark mit dem Tip, beim Bundesliga-Spiel des MSV Duisburg gegen Arminia Bielefeld einen Spielerwechsel obendrein mit einer Spiel-Manipulation zu kombinieren.
Die phantastischen Honorare der Spielvermittler animierten auch den Opladener Stadtrats-Sohn Peter Georg Friesdorf, im Dschungel der Zehnprozenter mitzumischen. Durch undurchsichtige Immobiliengeschäfte war er wiederholt mit der Justiz in Konflikt geraten -- er brauchte dringend Geld.
Ein Freund gewann ihn für den Ausflug in die Unterwelt des Fußballsports: der Kölner Wolfgang Schmitz, Besitzer zweier Friseurläden. Dazu gesellte sich als dritter der Architekt Beyer.
Als Kunde bot sich ihnen ein Klub-Präsident an, dessen Verein in Schwierigkeiten war: Peter Maaßen von Rot-Weiß Oberhausen. Zum zweitenmal mußten die Rot-Weißen befürchten, aus der Bundesliga ausscheiden zu müssen.
Maaßens Verdruß war so alt wie die Bundesliga. Bei deren Gründung hatten die Oberhausener die Chance verpaßt, in die High Society des Fußball-Bundes aufgenommen zu werden. Nur profilierte Klubs waren gefragt gewesen. Rot-Weiß Oberhausen aber zählte zu den farblosen Vereinen.
1967 und 1968 verpaßte die Mannschaft jedesmal die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Immer wenn ein Mißerfolg drohte, war Maaßen entschlossen, durch "ein besonderes Prämiensystem" seinen Klub in die Bundesliga zu lavieren.
Maaßen kontaktierte Spielgegner, deren Vereinsführer gerne mit sich handeln ließen. Immer waren es Vereine, die keine Aufstiegschance mehr hatten. Maaßen zahlte, die Empfänger ließen die Maaßen-Spieler siegen.
Im Sommer 1970 mußte der DFB-Funktionär Maaßen wieder Geldscheine bündeln: Er zahlte den Spielern des Berliner Vereins Hertha Zehlendorf je 500 Mark Kopfgeld, damit sie lästige Konkurrenten der Oberhausener besiegten, statt lustlos die für sie bedeutungslosen Punkte zu verlieren. Der Coup klappte. Oberhausen zog in die Bundesliga ein. Fortan plagte Maaßen eine neue Sorge; Er mußte sichergehen, daß die Oberhausener in der Superliga blieben.
"Dat biegen wir hin, bleibt dran an dem Dingens."
Acht Spieltage vor dem Saisonende von 1971 galten Maaßens Sorgen-Kicker als die sichersten Abstiegskandidaten. Freilich wußten Eingeweihte der Branche auch, wie Maaßen in solcher Lage zu handeln pflegt. Und eben dies führte das Vermittler-Trio Friesdorf-Schmitz-Beyer an die Seite Maaßens.
Anfangs hatten die drei im Interesse des abstiegsgefährdeten Klubs Eintracht Frankfurt den Spielgegner der Oberhausener, den 1. FC Köln, unterstützen wollen. Eintracht-Trainer Erich Ribbeck stellte Schmitz und Friesdorf 22 000 Mark in Aussicht, wenn der 1. FC Köln mit seinem profitsüchtigen Torwart Manglitz gegen Oberhausen die Oberhand behalten würde.
Die Zuträger Schmitz und Friesdorf versprachen, das Spiel zugunsten Frankfurts zu beeinflussen, doch der Handel platzte. Ribbeck mußte in einem Telephongespräch absagen, weil dem Frankfurter Geldgeber Bedenken gekommen waren. Schmitz wollte noch feilschen, da stieß ihm Zuhörer Friesdorf die Faust in die Rippen und flüsterte: "Oberhausen".
Schmitz schaltete rasch. Er drohte Ribbeck: "Erich, wenn du nicht kannst, dann geht die Sache andersrum."
Nach der Frankfurter Absage riefen die Spielverkäufer flugs bei Rot-Weiß Oberhausen an. Den Vorsitzenden Maaßen erreichten sie nicht. Schmitz und Friesdorf brachen daraufhin zum Geißbockheim auf, dem Klubhaus des 1. FC Köln. Dort unterrichteten sie Manglitz, daß gegen Oberhausen nicht gesiegt, sondern verloren werden müsse. Manglitz: "Auch dat biegen wir hin, bleibt man fleißig dran an dem Dingens.
Schmitz und Friesdorf fuhren nach Oberhausen, doch Maaßen hatte sich schon mit seiner Mannschaft ins Trainingsquartier im Hotel "Jungbluth" begeben, wo die Mannschaft die Nacht vor dem Spiel verbringen sollte. Im Hotel fanden die beiden Vermittler nur Trainer Günther Brocker und etliche Spieler vor. Brocker: "Wenn der Präsident anruft, hole ich Sie an den Apparat."
Maaßen bat sie schließlich in die Gaststätte "Fritz am Altmarkt' in Oberhausen. Unterwegs beschlossen die beiden Zwischenhändler, Schmitz solle allein verhandeln, weil er als Inhaber zweiter Geschäfte, so der Friseur, "seriöser wirke als ein Vorbestrafter" wie Friesdorf.
20 Minuten verhandelte der Friseur mit dem Klub-Präsidenten. Friesdorf wartete draußen. Als Schmitz aus dem Gasthaus kam, war er in Eile: "Ich muß sofort den Manglitz anrufen." In der Zeitung des Trainers steckte das Schmiergeld.
Manglitz meldete sich. "Langer, ich bin hier in Oberhausen bei dem Maaßen gewesen", rief Schmitz. "Morgen zeigen die mir die Mücken, noch vor dem Spiel bei mir zu Hause. Aber mach mir im Spiel keinen Kickser, sonst kannst du was erleben."
Als Schmitz auflegte, sagte er ärgerlich zu Friesdorf: "Ich habe dem Maaßen gesagt, daß es 30 000 Eier kostet. Der war sofort einverstanden. Ich kann mir jetzt vor den Kopf schlagen, daß ich nicht 50 000 oder 60 000 gesagt habe." Als Friesdorf wissen wollte, wie das Geld ausgezahlt werde, antwortete Partner Schmitz: "Das erledige ich besser allein."
Friesdorf wurde mißtrauisch. Während des Spiels am anderen Tag ließ er den Friseur nicht mehr aus den Augen. Neben Schmitz saß Oberhausens zweiter Trainer Alfred ("Ady") Preißler, ein früherer Nationalspieler aus Dortmund. Erst nach dem Spiel (die Oberhausener hatten 4:2 gesiegt) kletterte Friesdorf einige Stufen zu Schmitz und Preißler hinunter. Ehe er sie erreichte, standen sie auf und gingen. Trainer Preißler trug eine zusammengefaltete Zeitung in der Hand.
Wenige Minuten später überließ Preißler dem Friseur die Zeitung. Ungeduldig schoß Friesdorf auf Schmitz zu, der triumphierend das Blatt in der Luft schwenkte. Schmitz beorderte seinen Komplicen für 20 Uhr in den Spielklub "Derby".
Friesdorf erschien pünktlich. Schmitz zückte sogleich eine Brieftasche und reichte dem Mitwisser Friesdorf einige Geldscheine. "Was, nur 1000?", murrte Friesdorf. Hastig rechnete ihm Barbier Schmitz vor: "De Maaßen, de Lump, hat nur 25 000 rausgerückt. Davon bekam Manglitz 21 200. Deinen Tausender habe ich ihm sogar von seiner Gage abgezogen, der war ganz schön sauer deswegen."
Als Friesdorf immer noch unzufrieden blieb, vertröstete ihn Schmitz damit, daß es "noch mehr Mücken" gebe, wenn Oberhausen tatsächlich in der Bundesliga bleiben solle. Auch das nächste Heimspiel der Maaßen-Mannschaft gegen Bremen sei gekauft.
Doch Friesdorf mochte sich über die neuen Aufträge nicht so recht freuen. Als Oberhausen gegen Bremen tatsächlich 3:0 gewonnen hatte und Friesdorf wieder nur 1000 Mark erhielt, witterte er Betrug. "Hör mal, so nicht", schimpfte er. "Du fährst einen Ferrari, wettest Pferdchen, machst Visiten in Spielklubs, und ich seh' nichts vom ganzen Geld." Schmitz vertröstete ihn auf das letzte Spiel in Köln gegen Offenbach. "Wenn Köln gewinnt", so Schmitz. "rückt Maaßen noch 25 Mille raus."
Nun machte sich Friesdorf selbständig. Einen Tag vor dem Spiel rief er unter dem Namen "Hagen" den Offenbacher Klub-Präsidenten an: "Herr Canellas, ich kann helfen, daß Offenbach in Köln gewinnt. Das kostet rund 30 000 Mark." Canellas ließ sich einen Treffpunkt nennen, das Geschäft schien zu gelingen.
Doch der Kickers-Chef war nicht gesonnen, die Offerte Friesdorfs zu akzeptieren: Er hatte sich nur zum Schein auf den Handel eingelassen. Ebenso wie er dem Kölner Torwart Manglitz, der 100 000 Mark für einen Offenbacher Sieg gefordert hatte, eine Absage erteilte, eröffnete er kurz vor dem Spiel auch dem Schwarzhändler Friesdorf: "Ich kaufe nicht. Und wenn wir untergehen, dann gehen wir eben unter." Köln besiegte die zahlungsunwilligen Offenbacher 4:2.
Friesdorf freilich konnte selbst aus dem geplatzten Geschäft noch Kapital schlagen. Der Skandal-Aufklärer Canellas gab ihm den Tip, seine Kenntnisse von den Schiebungen in der Bundesliga bei der "Bild"-Zeitung abzusetzen. Für die Moritat vom betrogenen Betrüger kassierte Friesdorf 25 000 Mark.
Jetzt endlich bequemte sich der DFB, auch gegen Oberhausen und den hohen DFB-Funktionär Maaßen zu ermitteln. Doch Peter Maaßen, der so einflußreiche Verbandsobere wie den DFB-Präsidenten Dr. Hermann Gösmann und die Spitzen des Bundesliga-Ausschusses, Gramlich und Strothe, auf seiner Seite glaubte, dachte keineswegs daran, sich geschlagen zu geben: Er ließ gegen DFB-Ankläger Kindermann Material sammeln,
So versuchte er, dem Kölner Spielervermittler Rudi Adams angebliche Beweise dafür abzukaufen, daß Kindermann und sein Vorgänger Dr. Hubert Claessen aus Bonn (inzwischen DFB-Schatzmeister) früher selbst Spiele manipuliert hätten.
Das Sportgericht schloß zunächst im Eilverfahren die am schwersten "belasteten Fußballer wie Kölns Torwart Manglitz und die Berliner Nationalspieler Patzke und Wild vom DFB-Fußball aus. Wild kehrte in die elterliche Backstube zurück. Auch Canellas und seine Offenbacher Kickers wurden in erster Instanz -- trotz Abstiegs -- aus der Bundesliga ausgesperrt. Canellas wurde untersagt, jemals wieder ein Vereinsamt zu übernehmen. Gemessen an den zwei Jahren Sperre, die 1965 Herthas Holst zudiktiert bekommen hatte, verschärfte der DFB sein Strafmaß erheblich.
Die neuen Offenbacher Vorstandsherren rückten nun eiligst von ihrem "Boß" ab und sagten dem DFB Wohlverhalten in allen Skandal-Fragen zu.
Der geschaßte Canellas aber bekam bald Gelegenheit, seinen Aufklärungsfeldzug zu verstärken. Immer mehr Mitwisser vertrauten sich ihm an, nicht nur klublose Zwischenträger, sondern auch Klubherren aus Bielefeld, Hannover und Stuttgart. Bei Fernseh-Diskussionen saßen Kontrahenten wie Siebert aus Schalke und Holst aus Berlin mit Canellas an einem Tisch.
Am 31. Juli 1971 -- eine Woche nach der Verurteilung des Offenbacher Klubpräsidenten -- stellten sich abermals Friesdorf und sein Beschützer Beyer bei Canellas ein. Beide kondolierten dem Gastgeber zur Niederlage vor dem Sportgericht. Canellas winkte ab: "Was kann ich für Sie tun?"
Sie eröffneten ihrem Gastgeber -- so erinnert sich Canellas -, er "habe ein Angebot von Oberhausen. Die zahlen 150 000 Mark, wenn ich im Prozeß gegen Maaßen umfalle".
Canellas warnte: "Herr Friesdorf' Sie müssen vorsichtig sein, immerhin sind Sie schon vorbestraft. Wenn Sie jetzt noch eine eidesstattliche Erklärung widerrufen, kann das teuer werden." Dann holte sich Canellas telephonisch Rat bei seinem Rechtsanwalt Dr. Reinhold Schiefhauer. Der gab knappe Auskunft: "Dem Friesdorf passiert nicht viel, denn er hat ja vor keinem Gericht eine eidliche Erklärung abgegeben."
Als Canellas von seinem Besucher wissen wollte, wer denn die Leute seien, die ihm das Geld für einen Umfall geboten hätten, stotterte Friesdorf: "Wenn ich von Ihnen 40 000 bekäme, dann würde ich nicht umfallen und ins Ausland gehen. Ich werde bedroht, ich habe beim Schlafen stets eine Sichel unter meinem Bett."
Canellas riet seinen Gästen, sich doch wieder an "Bild" zu wenden. Dort erschien tatsächlich am 9. Oktober die neue Friesdorf-Story. Die Flucht ins Ausland vertagte der Geschichtenerzähler. Friesdorf blieb im Lande und nährte sich vom Skandal. Denn gegen Torekäufer Maaßen aus Oberhausen mußte der DFB-Ankläger wegen immer neuer Fälle gleich zwei Verfahren anstrengen.
Der erste Sportgerichtsprozeß gegen den Klub Rot-Weiß Oberhausen. dessen Präsidenten Peter Maaßen und den Trainer Alfred Preißler fand zwei Tage später statt. Friesdorf und seine Komplicen Schmitz und Beyer blieben der Verhandlung ebenso fern wie Kölns Torwart Manglitz.
Von Friesdorf, Beyer und Schmitz lagen jedoch schriftliche Aussagen vor: Die Sportrichter verlasen sie mit verteilten Rollen. Der Berliner Beisitzer Hannemann trug den Friesdorf-Part vor, Dr. Kuli aus Waiblingen rezitierte den kölsch sprechenden Friseur Schmitz auf schwäbisch, und der Gerichtsvorsitzende Dr. Werner Kirsch sprach die Beyer-Worte -- wie eine Laienbühne, die Kleists "Zerbrochenen Krug" deklamiert.
Ankläger Kindermann beantragte Oberhausens Ausschluß aus der Bundesliga und Sperren auf Dauer für Präsident Maaßen und Geldüberbringer Preißler. Katholik Maaßen beteuerte, seit 25 Jahren ein verdienstvoller Vereinspräsident zu sein, der nun dem "modernen Christenverfolger" Kindermann vorgeworfen würde. Verteidiger Dr. Schacke: "Wollen Sie lieber einem Mann glauben, der bisher rechtschaffen gelebt hat, oder Gangstern und Ganoven?"
Zum Gerichtstermin Mitwisser aus der Nachtbar abgeholt.
Das Tribunal beurteilte die Zeugen Friesdorf und Schmitz einhellig. "Männer. mit denen keiner von uns ein Bier trinken möchte", schüttelte sich der Vorsitzende Kirsch. Selbst Ankläger Kindermann wertete sie als "Hyänen des Fußballs".
Die Fußballrichter sprachen Rot-Weiß Oberhausen, Maaßen und Preißler wegen Mangels an Beweisen frei. Erst im zweiten Verfahren reichte es zur Verurteilung Maaßens und zu Oberhausens Ausschluß aus der Bundesliga. Vor allem die Canellas-Aussage belastete Maaßen entscheidend.
Doch Wahrheitsfindung ist für das Sportgericht, das keinem Angeklagten oder Zeugen einen Eid abnahmen darf, auf Dauer ein unlösbares Problem. Das System, sich unter Sportkameraden die Leviten zu lesen, genügt gerade noch, wenn es gilt, foul spielenden Kickern ein paar Tage Spielsperre aufzubrummen. Dem Umgang mit der "Gangsterbrut", so Maaßens zweiter Verteidiger Dr. Hütter, waren die Fußballrichter von Skandalbeginn an nicht gewachsen.
Die Hehler am Ball blieben den DFB-Gerichtsstrategen immer häufiger fern. Weil sie nicht Mitglieder des Fußballbundes sind, kann sie das Sportgericht nicht zum Erscheinen zwingen. Wenn sie doch erschienen, richtete sich der Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen meist nach der Höhe des Schweige- oder Redegeldes. So wollte Friesdorf sein Wissen für die Berufungsverhandlung gegen Maaßen erneut verkaufen -- für 25 000 Mark. Mehr als 25 Zeugen wurden geladen.
Die am Skandal beteiligten Mittelsmänner konnten selbst nach vorsichtigen Schätzungen schon mehr als eine halbe Million Mark kassieren. Allein
* Nach der Verurteilung beim Fernseh-Interview vor dem Frankfurter DFB-Haus.
der Bielefelder Jürgen Neumann, der in fast jeden Fall verstrickt war, muß nahezu 200 000 Mark verdient haben. Durch weitere Veröffentlichungen oder falsche Aussagen, mit denen er beispielsweise seinen Freund und Trainer Egon Piechaczek von Arminia Bielefeld zu decken versuchte, konnte er weiter im Geschäft bleiben.
Seine Freundin Inge Petschulat freilich schlug sich auf .die Seite des Skandal-Experten Canellas. Der Hotelier Henner Rode besorgte die Vermittlung. Er war am 10. September 1971 bei Canellas zu Gast.
"Horche Se mol, Herr Canellas", meldete Rode. "ich kenn' da zwei Mädchen in Bad Salzuflen, die wissen viel vom Skandal." Canellas hatte keine Zeit zu verlieren, denn am nächsten Tag stand die Berufungsverhandlung gegen Offenbach und ihn selbst an. Noch für dieselbe Nacht vereinbarte er mit Inge Petschulat und ihrer Freundin Christa Weber einen Treff in der Bad Salzufler Diskothek "Bar de wanne". Kennzeichen: eine rote Nelke im Knopfloch und eine Zeitung auf dem Tisch.
Als Zeugen nahm Canellas den "Bild"-Redakteur Werner Ebert aus Frankfurt mit. Gegen zwei Uhr morgens erreichten sie ihr Ziel. Eine halbe Stunde warteten die beiden an ihrem Tisch, plötzlich beugte sich ein Mädchen vom Nebentisch herüber. "Sind Sie der Herr Canellas?" Der Offenbacher nickte. Das Mädchen nannte sich Inge Petschulat und setzte sich mit ihrer Freundin zu ihm. Canellas: "Kindchen, warum hast du uns so lange schmoren lassen?"
Schließlich bat er um einen Ortswechsel. Im Auto erzählte Inge Petschulat: "Was ich Ihnen jetzt sage. dafür will ich kein Geld, aber ich will mich rächen. Der Neumann hat mich sitzenlassen."
"Ich hatte ein Verhältnis mit ihm, jetzt ist er wieder bei seiner Frau. Jetzt will ich die Kerle alle in die Pfanne hauen: den Neumann und seinen Freund Schmettmann, in dessen Kneipe wir immer unsere Feten veranstaltet haben, und die ganze Clique."
Die Verhältnisse in der Clique schienen recht verwirrend zu sein. Ehemann Petschulat hatte Schmettmann eine Kneipe verschafft. Schmettmann und Neumann tauschten häufig die Gunst der Damen Petschulat und Weber. Für Canellas, dessen Berufungsverhandlung am nächsten Tag in Frankfurt beginnen sollte, war nur eines wichtig: Die geschiedene Frau Pettschulat kannte durch ihren Liebhaber Neumann fast alle Aktionen im Skandal.
Von der Autobahnraststätte Limburg aus verständigte Canellas gegen 7 Uhr früh den Darmstädter Staatsanwalt Helimut Koller. Denn der hatte im Bundesligaskandal eine ganze Serie von Offizialdelikten aufgespürt, die jeden Staatsanwalt zur Ermittlung verpflichten. Koller bat, die Zeuginnen umgehend zur Polizeistation in Heusenstamm zu bringen.
Nach dem Frühstück in einem jugoslawischen Restaurant setzte canellas die beiden Mädchen in sein Auto. "Ihr müßt alles aussagen, heute vormittag noch. Vor meinem Rechtsanwalt, vor dem Staatsanwalt und morgen vor dem Sportgericht" Er versprach sogar, ihnen in Hessen eine Stellung zu besorgen, falls sie sich nicht mehr nach Bielefeld und Salzuflen trauten.
Doch alles war vergebens. Als erstes wies der Sportgerichts-Vorsitzen.de Dr. Rückert den Anwalt Dr. Augstein, den Canellas mit seiner Verteidigung betraut hatte, aus dem Verhandlungssaal, weil er nicht Mitglied eines Fußballvereins sei.
Aber es kam noch schlimmer. Das Kicker-Tribunal bestätigte das erste Urteil, das Canellas auf Lebenszeit von jeglichem Vereinsamt ausschloß. Die Aussagen der nächtens aufgegriffenen Damen aus Bad Salzuflen beeindruckten die Fußballrichter nicht. Der Bielefelder Klubanwalt Lamker warf dem Verurteilten sogar vor, die Zeuginnen gekauft zu haben.
Später nutzte auch der Oherhausener Peter Maaßen die günstige Gelegenheit, den scheinbar angeschlagenen Verfolger Canellas endgültig auszuschalten. Maaßens unentwegte Suche nach Zeugen wider Ganellas hatte in Dortmund Erfolg: Fußballfreund Helmut Druwen, 24, gab vor dem DFB-Ankläger Kindermann zu Protokoll, daß der Offenbacher Klubvorsitzende selbst ein Spiel gekauft habe.
Vor dem Meisterschaftsspiel der Offenbacher Kickers in Essen gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Mannschaft Rot-Weiß Essen habe Canellas Essens Torwart Fred Bockholt zum Falschspiel angeworben. Außer Geld sei Bockholt ein Engagement in Offenbach zugesichert worden, falls Offenbach das Spiel gewänne. Tatsächlich siegten die Offenbacher in Essen 3:2 und Bockholt wechselte zum Canellas-Klub. Druwen wollte seine Aussage auch vor einem ordentlichen Gericht beeiden.
Doch Canellas besaß ein Alibi: Beim Spiel seiner Mannschaft war er gar nicht in Essen, sondern lag daheim mit Rippenfell- und Lungenentzündung darnieder. "Das hätte natürlich auch Herr Kindermann wissen müssen", bemäkelte Canellas die Ermittlungs-Arbeit des offiziellen DFB-Fahnders. Inzwischen gestand denn auch Druwen ein, daß er sich getäuscht haben könne. "Ich warne Sie, ich hatte noch einen Zeugen hinter dem Vorhang!"
Noch weniger Glück hatte Maaßen mit zwei anderen Sympathisanten namens Georg Rudolph und Hans-Georg Feldmann. Sie meldeten sich, weil sie ihm im Kampf gegen Canellas und die Fußballrichter Mut zusprechen wollten. Doch Maaßen wünschte mehr:
"Sie beide stammen nicht aus Oberhausen, solche Zeugen sind für mich besonders wichtig. Ich würde mir das auch was kosten lassen und lasse Ihnen einen Text zusammenstellen, den sie vor dem DFB-Gericht aussagen müßten."
Die Gäste waren erstaunt: "Aber wir selbst wissen ja nicht, wie es war. Wir wollten Ihnen nur Mut machen." Maaßen notierte sich Adressen und Telephon-Nummern. Dann redete er ihnen ins Gewissen: "Sehen Sie mal, der Canellas muß Leute im DFB haben, die ihm Material gegen mich zuspielen. Entweder hat der dort ein Gspusi mit einer Sekretärin oder er wird von DFB-Funktionären gegen mich aufgehetzt."
Rudolph und Feldmann baten um Bedenkzeit. Dann verständigten sie Canellas und gaben ihm Maaßens neuesten Plan preis. Anderntags sagten sie vor DFB-Ankläger Kindermann aus. Gegen Mitternacht rief Maaßen in Rudolphs Frankfurter Unterkunft, dem Park-Hotel, an. "Ich weiß, daß Sie bei Kindermann waren. Ich warne Sie, ich hatte noch einen Zeugen hinter dem Vorhang, als wir miteinander sprachen."
Flugs bot er Zeugen gegen die Zeugen auf. Das Landgericht Duisburg untersagte Rudolph und Feldmann bis auf weiteres, zu behaupten, Maaßen wollte Aussagen erkaufen. Doch vor dem Sportgericht durften sie aussagen.
Kindermanns Kontrollausschuß im Fußball-Bund freilich blieb immer wieder in seinen Ermittlungen stecken, weil im eigenen DFB-Haus und in den Vorständen der Bundesligaklubs längst Abwehrmaßnahmen ergriffen worden waren -- gegen Kindermann und seine Kontrolleure.
Im nächsten Heft
Die Statutenwächter der Bundesliga verletzen die eigenen Regeln -- DFB-Funktionäre: "Wir müssen etwas gegen Canellas unternehmen" -- Staatsanwälte ermitteln wegen Meineid und Erpressung

DER SPIEGEL 20/1972
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