22.08.1956

LITERATUR / LUDWIG REINERSZweierlei Garn

Im Januar dieses Jahres gratulierte ein Freund dem Schriftsteller Dr. Ludwig Reiners mit einem mokanten Wortspiel. Der Gratulant äußerte, er halte nach reiflicher Prüfung den Jubilar Reiners - der damals sechzig Jahre alt wurde - "für den bedeutendsten Schriftsteller unter den Textilindustriellen und für den bedeutendsten Textilindustriellen unter den Schriftstellern".
Ludwig Reiners, Verkaufsdirektor einer Münchner Garnfabrik und Verfasser einer beträchtlichen Anzahl von Büchern, zitierte den boshaft-herzlichen Glückwunsch des Freundes in einem Zeitungsaufsatz, setzte sich aber auch sogleich mit Ernst zur Wehr. "Der Sonntagsschriftsteller ist nämlich - ähnlich wie der Sonntagsjäger oder der Sonntagsreiter - immer eine etwas umstrittene Figur", dozierte Reiners. "Aber hat der Sonntagsschriftsteller nicht doch eine gewisse Daseinsaufgabe, wenigstens auf meinem Arbeitsgebiet, der - sagen wir ,Gebrauchsliteratur', wie ich sie im Gegensatz zur Schönen Literatur, die von den Dichtern geschrieben wird, und zur Kollegenliteratur, welche die Fachgelehrten verfassen, nennen möchte?"
Die sehr oft überschwenglichen Kritiken, die seine Bücher bekommen, aber auch die Auflagenhöhe, die seine Bücher erreicht haben, dürften genügen, um dem Sonntagsschriftsteller Reiners die Berechtigung seiner "Daseinsaufgabe" zu bestätigen: Es sind von seinen Büchern insgesamt mehr als eine halbe Million Exemplare abgesetzt worden.
An Vielfalt zudem dürfte Reiners von kaum einem anderen lebenden deutschen Autor zu übertreffen sein: der Themenvorrat dieses Gebrauchsliteraten scheint unerschöpflich. Von Reiners erschienen nach dem Jahre 1945 neu oder doch mindestens in einer neuen Auflage:
- zwei Lehrbücher des deutschen Stils,
- eine Porträtgalerie englischer Staatsmänner,
- eine Biographie Friedrichs des Großen,
- ein Buch über den Untergang des Wilhelminischen Reiches,
- eine Sorgenfibel voll tröstlicher Lebensläufe und Zitate,
- eine Untersuchung über Astrologie,
- eine Liebesfibel,
- ein Handbuch für Sekretärinnen,
- eine Volkswirtschaftslehre für Kinder,
- eine Volkswirtschaftslehre für Erwachsene,
- ein Fontane-Brevier,
- ein Taschenbuch der Rede- und Gesprächskunst,
- eine Gedichtsammlung und
- ein Zitaten-Lexikon.
Eine Bismarck-Biographie soll noch in diesem Herbst erscheinen.
Der Lyriker und Arzt Dr. Gottfried Benn, der Anfang Juli im Alter von siebzig Jahren starb, hat vor längerer Zeit errechnet, daß er damals - obwohl seine Bücher bereits in mehrere Sprachen übersetzt waren - monatlich im Durchschnitt etwa 4,50 Mark an seinen Werken verdiente. Ludwig Reiners gesteht freimütig: "Das kann ich gar nicht ausgeben, was ich bei der Schriftstellerei verdiene."
Der wirtschaftlich unabhängige Autor Reiners kann es sich leisten, seine Bücher
so zu schreiben, wie es ihm paßt. Dr. Sund, Prokurist bei der C. H. Beck'schen Verlagsbuchhandlung in München - bei der unter anderem die drei historischen Romane, die Gedichtanthologie und die zwei Stilkunden von Reiners erschienen sind - gibt zu: "Wir nehmen es unbesehen." Aber er seufzt auch, der Dr. Reiners lasse sich "keine Formulierung abhandeln" und kein Wort in seinen Texten ändern.
Andererseits hat Reiners keine Bedenken, sich den. Anforderungen anzupassen, die von Verlagen populärer Taschenbuch-Serien an die Autoren gestellt werden - sobald ihn nur das Thema genug reizt, sich pädagogisch darüber zu verbreiten. Sein Sekretärinnen-Lehrbuch "Fräulein, bitte zum Diktat!" ist (unter anderen) in der Reihe der List-Bücher erschienen, die Einführung in die "Kunst der Rede und des Gesprächs" hat der Verlag Francke, Bern, für die von ihm (zusammen mit dem Münchner Lehnen Verlag) herausgegebenen Reihe der "Dalp-Taschenbücher" bei Reiners bestellt.
Obwohl Reiners sich - samt Frau und fünf Kindern - durch die Honorare, die ihm seine Bücher bringen, längst gut ernähren könnte, denkt er nicht daran, seinen Beruf als Garnkaufmann aufzugeben. Vielmehr verteidigt er den Doppelberuf mit Beispielen aus der deutschen Literaturgeschichte:
"Die wenigsten Menschen wissen, daß selbst im Allerheiligsten des Schrifttums, nämlich in der Lyrik, 'Berufsdichter' früher selten waren, ja, man könnte fast sagen: eine abgeschlossene juristische Ausbildung war früher für Lyriker beinahe üblich. Als Bismarck seiner Frau Eichendorffs Gedichte schickte, fügte er hinzu, es solle sie nicht verdrießen, daß der Mann
Geheimrat sei; er wurde sogar Oberpräsidialrat. Storm war Oberamtsrichter, Novalis Bergassessor.
"Als Rechtsanwälte sind - wenigstens zeitweise - Goethe und Uhland, Scheffel und Thoma tätig gewesen, und Heine, Doktor beider Rechte, wurde nur zu seinem Ärger nicht zur Advokatur zugelassen. Volljuristen unter den Dichtern waren auch Fischart, Grimmelshausen, Logau, Gryphius, Hoffmannswaldau, E. Th. Hoffmann, Immermann, Grabbe, Alexis, Dahn, Wildenbruch und Schaukal. Eine juristische Ausbildung haben viele genossen, von C. F. Meyer über Bierbaum bis Börries von Münchhausen."
Nun ist den romantischen Berichten "Aus dem Leben eines Taugenichts" sicher nicht anzumerken, daß ihr Verfasser, Joseph von Eichendorff, ein Geheimrat war, und ebensowenig hat die Suche nach der "Blauen Blume", dem Symbol der Romantik, etwas mit den Pflichten des Bergassessors und Freiherrn von Hardenberg zu tun, der sich Novalis nannte. Dagegen verleugnet die literarische Produktion des Schriftstellers Reiners in keiner Zeile die Denkungsart, die Geschäftstüchtigkeit und den eminenten Ordnungssinn des Direktors und Textilkaufmannes Dr. jur. Dr. rer. pol. Reiners.
Der Textilkaufmann Reiners - "Als Verkaufsdirektor habe ich jeden Tag ein Quantum Nähfaden zu verkaufen, welches mehr als dreimal um den Äquator herumreicht" - weiß mit der Kundschaft zu verhandeln und sieht in seinem Betrieb auf peinliche Ordnung. Sagt Reiners: "Ich kann mich nicht erinnern, daß wir in den letzten zwanzig Jahren einmal einen Brief gesucht hätten."
Der Gebrauchsliterat Reiners - von jedweder genialischen Unordnung weit entfernt - gibt sich Mühe, seiner Kundschaft, den Lesern, etwas zu bieten, was anständig gemacht ist und mit dem sie etwas anfangen kann. Der Stil des Schriftstellers Reiners ist klar, ordentlich, einfach und jedem Experiment abhold, sein Vortrag ist stets belehrend. Aber so wie der Verkaufsdirektor Reiners, der täglich mit den Vertretern der Firma zusammenkommt, sehr genau weiß, wie man seine Ware verkauft, so weiß es auch der Schriftsteller: mit Anekdoten. Fast sämtliche Bücher von Reiners sind durchsetzt von Witzen und Anekdoten, unbekannten und bekannten Scherzen.
Welches Thema immer der Sonntagsschriftsteller Ludwig Reiners unter der Feder hat - er wendet es so, daß auch sein Leser mit nahezu unfehlbarer Sicherheit beim Thema bleibt. Ein Kapitel über die Vorfahren des Preußenkönigs Friedrich II. beginnt er mit der dramatischen Schilderung einer Hinrichtung; sein Lehrbuch für Sekretärinnen ist angereichert mit handfesten Beispielen für richtige und falsche Telephongespräche und mit den Tagebuchnotizen einer hübschen, aber
eitlen Bürodame. Eine Einführung in die Redekunst erzählt beiläufig von dramatischen Augenblicken der deutschen und englischen Parlamentsgeschichte; in das Problem der Steuergesetzgebung weiht Reiners seine Leser ein, indem er einen Mann - "mit Schweinsäuglein und Vollmondgesicht" - schildert, der sich über die Lieferung von 564 000 künstlichen Zähnen und einer großen Menge heizbarer Klosettbrillen an eine damalige Besatzungsmacht nicht beruhigen kann und seine Nachbarn im D-Zug-Abteil mit dieser Neuigkeit anödet.
Ludwig Reiners hat eine Stilkunde verfaßt, und er ist der erste, der sich nach seinen eigenen Regeln richtet. Er löst die Probleme, um die es geht, in Handlung auf, wo immer es geht, und er weiß, daß guter Stil zunächst und vor allem erfordert: verständliches Schreiben. Nicht nur wegen seines Doppelberufs ist Ludwig Reiners im deutschen Literaturbetrieb eine Spezialität, er ist es vor allem, weil er es versteht, über so viele, untereinander sehr verschiedene Gegenstände mit der Präzision eines guten Reporters, der Genauigkeit eines Fachmannes und immerhin auch im Stil eines respektablen Schriftstellers zu berichten.
Seit nahezu dreißig Jahren hat der Dr. Ludwig Reiners seinen Posten als Verkaufsdirektor der Münchner Garnfabrik Richard Jung inne. Zuvor war er nacheinander Börsenvertreter der Deutschen Bank, Direktionsassistent der "Deutschen Werke AG." in Berlin-Spandau - einer Firma mit 50 000 Mann Belegschaft, deren Produktionsprogramm "von der Lokomotive bis zur eisernen Bettstelle" reichte - sowie Chefsekretär und Prokurist bei einem Schweizer Holzkonzern.
Weil sein Vater, ein Zigarrenfabrikant im oberschlesischen Ratibor, von ihm verlangte, daß er rauche, hat sich Reiners zum entschiedenen Nichtraucher entwickelt: "Ich habe ein großes Oppositionsvermögen."
Diesem Oppositionsvermögen schreibt es Reiners auch zu, daß er - mit achtzehn
Jahren meldete er sich 1914 freiwillig - beim ersten Kommando "Stillgestanden!", jedenfalls nach eigener Angabe, "Warum?" gefragt habe. Vier Jahre später hatte er es trotzdem bis zum Generalstabs-Hilfsoffizier gebracht. 1930 veröffentlichte er sein erstes, heute vergriffenes Buch, "Die wirkliche Wirtschaft", eine volkstümliche, in Dialoge gefaßte Einführung in die Nationalökonomie. Vor dem oder im vergangenen Weltkrieg erschienen die beiden Bücher über Stilkunst und das Fontane-Brevier - wohlfundierte, aber im eigentlichen Sinne nicht literarische Werke, in denen der Direktor Reiners seinen Lesern, aber quasi auch sich selbst die Stilregeln eintrainierte.
Den zweiten Weltkrieg überdauerte Beiners als ziviler Direktor. Doch mußte er 1946 - als ehemaliges Mitglied der NSDAP- vorübergehend den Direktorensessel bei der Firma Jung und sein großes Haus mit anmutigem Isar-Blick in München-Solln räumen. Reiners, der Ratgeber in allen Lebensfragen, beschloß, aus dem Verdruß doch noch einigen persönlichen Gewinn zu schöpfen: er verdingte sich als Landarbeiter bei einem Nonnenkloster, das mit einer Irrenanstalt gekoppelt war.
"Ich muß den Amerikanern für ihren Schematismus wirklich dankbar sein", erinnert sich Reiners heute an diese Zeit der Büroferne und des kräftigen Landlebens. "Die Zeit war ein richtiger Segen."
Bekanntschaft in der Eisenbahn
Die segensreiche Zeit ließ sich Reiners auch nicht dadurch trüben, daß die Irren spaßeshalber seine Uhr zerstampften und deren Reste durchs Klosett spülten oder daß ihm ein aufgescheuchter Ochse eine Fingerkuppe abquetschte - Verluste solcher Art bucht der Kaufmann Reiners als "allgemeine Lebensspesen" ab.
1947 starb seine erste Frau, Lotte Reiners, die Mutter seiner heute fünfundzwanzigjährigen Tochter Barbara und des jetzt zwanzigjährigen Andreas. Dr. Barbara Reiners ist Assistentin an einem Münchner Krankenhaus, Andreas studiert Jura. 1951 heiratete Reiners zum zweitenmal, "eine junge Malerin, die ich in der Eisenbahn kennengelernt habe", die 1925 geborene Hilde Wielandt. "Meine Enkel mache ich mir selbst", heißt ein stereotyper Scherz des fröhlichen Direktors Reiners. Die attraktive Frau Hilde hat ihrem fast dreißig Jahre älteren Mann bisher drei solcher "Enkel" beschert. 1953 wurde der Sohn Nikolaus geboren, 1955 Ludwig, genannt Wiggerl, im Juli 1956 kam Anselm Christoph zur Welt.
In der Münchner Innenstadt, nahe dem Hofbräuhaus, dirigiert der Direktor Reiners von seinem stets peinlich aufgeräumten Schreibtisch aus täglich von 7 Uhr 30 bis 12 und nachmittags von 15 bis 17 Uhr die Garnvertreter der Firma Richard Jung. Seine Bücher schreibt Reiners ausschließlich sonnabends und sonntags oder in seinen Ferien.
Einer der Gründe für den unbestrittenen Erfolg, den die Produkte dieser Wochenends-Schriftstellerei beim deutschen Publikum haben, ist sicher, daß alle diese Bücher ohne Umweg zur Sache kommen: sie enthalten unterhaltsam dargebotene Tatsachen, sie geben präzise Auskünfte oder bieten - zumeist - brauchbare, handliche Anweisungen. Ein anderer Grund für diese Erfolge aber dürfte es sein, daß sich die Interessen des Sonntagsautors Reiners von den Interessen des Durchschnittslesers kaum unterscheiden. Das heißt: wenn Reiners ein Buch schreibt, so tut er es allemal, um eine meist aktuelle Frage zu beantworten - eine Frage, die ihm irgend jemand oder die er sich selbst gestellt hat. Wenn ich mich über eine Sache informieren will, schreibe ich ein Buch darüber."
So läßt sich an der stattlichen Titelreihe Beinersscher Veröffentlichungen ziemlich bequem ablesen, welche Fragen an Reiners gestellt worden sind und über welche Angelegenheiten er - nachforschend und Bücher schreibend - zunächst sich und dann sein Publikum informiert hat.
Die erste Frage, die sich dem von den Ereignissen des Zusammenbruchs im Jahre 1945 verdatterten Reiners aufdrängte und die ihm immer wieder gestellt worden sei, lautete: "Warum ist die deutsche Geschichte so traurig und die englische so erfreulich?"
Ob nun die englische Geschichte den Engländern ebenfalls erfreulich schien oder nicht - manchen Deutschen kam sie, vor dem Panorama der deutschen Katastrophe, erfreulich vor, und Ludwig Reiners machte sich daran, die Ursachen dafür auszuforschen. So entstand der "Roman der Staatskunst"* Untertitel "Leben und Leistung der Lords". An einer Reihe von exemplarischen Lebensläufen kam Reiners zu dem Resultat, daß nicht mehr oder minder heroische Einzelgänger der Politik bekömmlich seien, sondern skeptische Geister - wie etwa jene undogmatischen Gentlemen, Lords und Bürgerlichen, die im England des neunzehnten Jahrhunderts mit so glücklichem Erfolg den Ton angegeben haben.
Das Buch über die Lords bekam fast durchweg vorzügliche, zuweilen begeisterte Kritiken, und ein Reporter entdeckte den belehrenden "Roman der Staatskunst" schließlich auch auf dem Nachttisch des Bundesministers für Finanzen, Fritz Schäffer. Sogar der Kieler Historiker Professor Michael Freund - der freilich den Amateurforscher Reiners bei einigen Sünden ertappte - bescheinigte, daß Reiners, indem er die Staatskunst zum Romanthema machte, beinahe seinen Roman "zum Leitfaden der Staatskunst" erhoben habe.
"Allerdings", tadelt Professor Freund, "legt der Autor etwas zu wenig Rechenschaft darüber ab, wie er zu seinem Buch gekommen ist. Niemand verlangt von einem Werk wie dem seinen Fußnoten und einen gelehrten Apparat. Aber eine Aussage über die benutzte Literatur oder wenigstens ihre Gattung wäre am Platz gewesen."
Wirklich ist Reiners bei seinen historischen Studien völlig auf das angewiesen, was andere bereits vor ihm herausgefunden und veröffentlicht haben. Für das Graben in Archiven und für Entdeckerfahrten zu den Quellen hat der Direktor Reiners keine Zeit. "Ich kann nur das gedruckte Material verwenden", bekennt er. In seiner ausführlichen Mittagspause und nach Büroschluß informiert er sich lesend über seinen Gegenstand und streicht - in Fachbüchern, Dissertationen, wissenschaftlichen Zeitschriften - mit dem Bleistift am Rande an, was ihm wichtig scheint und was er verwenden oder zitieren möchte. "Das lasse ich hemmungslos
abschreiben. Dafür besitze ich Kinder und Sekretärinnen." Die Auszüge werden in Zettelkästen gehortet und - beim Bücherschreiben - ausgewertet.
Die nächste Frage, zu deren Beantwortung Reiners ein Buch verfaßte, betraf den Alten Fritzen. "Nach dem Kriege", berichtet Reiners, der einen Hang zum Bürgerlich-Nationalen nicht verleugnet, "habe ich mich darüber geärgert, daß Friedrich der Große so eine schlechte Presse hatte."
Reiners forschte nach und war unvoreingenommen genug, um zu bekennen: "Der Mann ist ja wirklich recht schlimm gewesen." So entstand die Biographie "Friedrich"*, ein Buch, das den unbezweifelbaren Verdiensten des aufklärerischen Preußenkönigs - der zum Beispiel die Folter abschaffte - ebenso gerecht wird wie den Argumenten seiner Kritiker, die dem eigenbrötlerisch-intellektuellen Fürsten seine zahllosen Vertragsbrüche, seine persönlichen Eigenwilligkeiten und seinen Hang zu Gewaltlösungen ankreiden.
Bezeichnend für den Stil in den historischen Romanen von Reiners, bei dem er - stets der Regeln seiner Stilkunde eingedenk - auf Anschaulichkeit achtet, ist die Beschreibung eines Vormittags des alten Friedrichs II.:
Kaffee mit Champagner
"Der alte Mann war um vier Uhr aufgestanden, hatte die (Post-)Eingänge gelesen, ein paar Dutzend Antworten und Randbemerkungen diktiert, einen Lakaien verprügelt, weil er ein Frauenzimmer ins Schloß gelassen hatte, drei- Stunden an einem Aufsatz über das Thema 'Lob der Trägheit' gearbeitet, war zur Musterung geritten und zwei Stunden im Sattel geblieben, hatte einige fremde Besucher empfangen und ließ sich jetzt schwerfällig an der Tafel nieder.
"Die Gicht plagte ihn abscheulich. Er trug die Uniform des ersten Garderegiments zu Fuß; an einigen Flicken konnte man sehen, welche Farbe sie einstmals gehabt hatte. Die Degenquasten waren verschossen, die früher schwarzen, jetzt gelben Wasserstiefel oben mit Schnur zusammengehalten; die Schärpe mußte nach Ansicht seiner Besucher aus der Zeit der Thronbesteigung stammen. Die Manschetten benutzte er offenbar auch, um die Feder abzuwischen.
"Er zog zwei Tabaksdosen mit spanischem Schnupftabak aus der Tasche, deren Brillantschmuck einen seltsamen Gegensatz zu der ärmlichen Kleidung bildeten, und begann zu schnupfen. Alle Teile seiner Kleidung bewiesen, daß er das schon den ganzen Tag getan hatte, und einige Flecke auf dem rotbraunen Gesicht schienen schon mehrere Tage alt zu sein. Mißtrauisch schweifte der Blick des Zweiundsiebzigjährigen über die Tafel. Dann griff er mit seinen Fingern in den Suppenteller, fischte sich ein Stück Fleisch heraus und legte es neben sich auf das Tischtuch; es sollte abkühlen für das Windspiel, das neben ihm wartete. Er sah, wie die Besucher die kleine gekrümmte Gestalt in der schäbigen Uniform und mit dem lässigen Betragen anstaunten; um sie noch mehr zu schockieren, zog er eine Schere aus der Tasche und schnitt sich die Nägel, dann mischte er, wie er es gern tat, Kaffee und Champagner und begann zu. sprechen ... Er sprach fünf Stunden."
Auf das vergleichsweise objektive Urteil über Friedrich den Größen, zu dem Reiners - entgegen seiner ursprünglichen Voreingenommenheit für den König - gekommen ist, tut sich der Sonntagshistoriker einiges zugute. Er sonnt sich vor allen Dingen in dem günstigen Licht, das solche Objektivität auf ihn wirft - im Gegensatz zu jenem anderen Verfasser populärer Geschichtswerke, Emil Ludwig, der von 1881 bis 1948 lebte und dessen Produktion von den Fachgelehrten zumeist tüchtig geschmäht wurde.
Emil Ludwig zitierte gern einen Scherz des Mathematikers Karl Friedrich Gauß (1777-1855): "Das Resultat habe ich längst; ich weiß nur noch nicht, wie ich dazu kommen werde." Ungefähr nach dieser Methode arbeitete er auch: es kam ihm auf sein "Vorgefühl", auf die "Kenntnis der Seele" zuweilen mehr an als auf das, was die Historiker zutage gefördert hatten, die er als "Staatsanwälte", als "Totenrichter mit der Waage in der Hand" oder als "Aktenwürmer" abtat.
Über das "Friedrich"-Buch von Reiners - der damals in London lebende, emigrierte Schriftsteller Kurt Hiller fand es "einfach hinreißend geschrieben" - urteilte die "Historische Zeitschrift", das Buch sei "ein erfreuliches Zeichen dafür, daß sich in der Diskussion um Friedrich den Großen die breite Kluft zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und geschichtlichem Durchschnittsbewußtsein zu schließen beginnt".
Eben jenes "Durchschnittsbewußtsein" - dessen Zustand die Zeitschrift etwas abschätzig an dem Buch von Reiners abliest - wollte allerdings auch Emil Ludwig umbilden. Er schrieb zornig und verzweifelt gegen jene heroischen, mit rührenden Anekdoten verzierten Klischees an, die in den deutschen Schulbüchern - wenn schon nicht mit Billigung, so doch gewiß ohne ausreichenden Protest der besser eingeweihten Fachwissenschaftler - über wichtige historische Figuren verbreitet wurden. Seine Bücher - er schrieb über Bismarck, Wilhelm II., Napoleon, Lincoln, Masaryk, Hindenburg, Roosevelt und Stalin, über Michelangelo, Rembrandt, Goethe und Freud - waren in Millionen verbreitet, seine Jesus-Biographie erschien gleichzeitig in fünfzehn Sprachen.
Ludwig Reiners urteilt über den berühmteren Kollegen bissig: "Gestützt auf ... enzyklopädische Unbildung vermochte er (Emil Ludwig), an seine Aufgaben mit großer Unbefangenheit heranzugehen, und diese Unbefangenheit trug im Schwung und Glanz seiner Darstellung oft reiche Früchte. Viele Einzelpartien sind von dichterischer Schönheit. Aber da er von Wirtschaft und Verwaltung nichts, von Politik nicht viel mehr verstand, löste er alle sachlichen Probleme in Psychologie auf."
Vor solchem selbstgezimmerten Panorama macht sich dann der historische Schriftsteller Reiners, der von Wirtschaft und Verwaltung eine Menge versteht, besonders gut. Aber er schneidet kaum weniger gut ab gegenüber solchen Fachgelehrten, die ihre Forschungsergebnisse in einem umständlichen Deutsch vor dem Zugriff des Normallesers verbergen. "Wenn in einem Volk", schreibt Reiners in seinem populären Buch über "Stilkunst", "die Gelehrten einen schwer genießbaren Stil schreiben, so finden sich Leute, welche die in Kellern schlummernden Forschungsergebnisse auf Flaschen füllen."
Die nächste Flasche, die Reiners im Keller der historischen Forschung abfüllte, bekam das Etikett "In Europa gehen die Lichter aus"*. Der Untertitel des Buches hieß "Der Untergang des Wilhelminischen Reiches". Diesmal ging es um die Ereignisse, die zum ersten Weltkrieg führten, und um diesen Krieg. Emil Ludwig hatte zum gleichen Thema formuliert: "Die Gesamtschuld lag in den Kabinetten, die Gesamtunschuld auf den Straßen Europas." Reiners kam zu dem Ergebnis: "Zwei Männer - Bismarck und Moltke - haben das Deutsche Reich geschaffen. Zwei Männer- Wilhelm II. und Ludendorff haben es ins Verderben gerissen. Nicht dem Geschick: dem Ungeschick ist es erlegen."
Golo Mann, der Sohn von Thomas Mann, bestätigte später, dieses Buch sei "eine beispielhafte, gerechte, kristallklare Geschichte des Krieges ..."
Ein anderer enthusiastischer Kritiker, der Dramatiker Herbert Asmodi, glaubt, eine mehr als nur physiognomische Ähnlichkeit zwischen Reiners und dem französischen Aufklärungsphilosophen Voltaire entdeckt zu haben "Ja, selbst ein schlechter Maskenbildner müßte Reiners im Handumdrehen in Voltaire verwandeln können... Die gar nicht modische Lieblingsvokabel des Dr. Reiners heißt ,vernünftig'."
Ob nun das Wort "vernünftig" wirklich unmodern ist oder nicht - in jedem Fall hat sich das Interesse der deutschen Buchkäufer von der Belletristik fort und zur Tatsachenliteratur hin verlagert. In einer Konjunktur für Bücher, die Tatsachen bieten oder belehren, stoßen dabei die Produkte des Gebrauchsliteraten Ludwig Reiners auf eine einträgliche Nachfrage.
"Es leben die Damens!"
Die Leidenschaft des Dr. Reiners, zu lernen und andere zu belehren, hat keine erkennbaren Grenzen. Mit dem gleichen Eifer, mit dem er seine historischen Bücher schrieb, betätigt er sich auf Gebieten, die literarischen Lorbeer nicht verheißen.
Reiners versetzt seinen Leser fast immer in die Rolle des Lernenden, und Reiners lehrt auf vielen Gebieten. Er lehrt stets in untadeligem Deutsch, aber er lehrt auch über Gegenstände, die jedem durchschnittlichen Verfasser von "Ratgeber"-Spalten erreichbar sind. Der Pädagoge Reiners scheut vor keinem Gebiet zurück, er scheut sich auch nicht vor Banalitäten.
Die Schulkinder klärt er auf: "Ob Bohnen frisch sind, kann man daran erkennen, daß frische Bohnen beim Durchbrechen knacken." Im Badezimmer gilt: "Wer beim Händewaschen die Seife unters Wasser hält - statt nur die Hände darunterzuhalten -, braucht doppelt so viel Seife."
Demjenigen, der ein Gespräch beginnen will, empfiehlt Reiners den Goetheschen Satz: "Besser gar kein Wetter als so eines"; als Damentoast genügt nach seiner Ansicht zur Not der anspruchslose Vers: "Lessing wurde geboren in Kamenz. Es leben die Damens!"
Wie prüft man den Charakter seiner Braut? Man setze sich kräftig auf ihren neuen Hut oder gieße ein Glas Rotwein über ihr weißes Kleid. Verlobungen halte man geheim - so lassen sie sich gegebenenfalls leichter wieder lösen. Wer günstig heiraten will, breche auch belanglose Bekanntschaften nie ab - sie könnten die Brücke zu wichtigen Begegnungen werden. Eheleute sollten auf die psychologische Analyse der Schwiegereltern verzichten und - möglichst mehrere - Kinder haben, denn: "Viele Eigenschaften des Menschen, vor allem der Frau, entfalten sich nur im Umgang mit Kindern. Der Kinder bedarf es mehrerer, denn sie erziehen sich gegenseitig".
Der Schriftsteller Reiners lehrt, welche Pflichten ein kaufmännischer Lehrling hat, wie man ein Kursbuch liest, wie man Parlamentsreden hält und was nötig ist, um in gutem Stil zu schreiben. Wenn der Dr. Reiners ein Zitatenlexikon zusammenstellt, so begnügt er sich nicht damit, bereits verbreitete Wendungen aufzunehmen. Er mischt auch Kernworte unter, die zwar kaum bekannt sind, sich aber, nach seiner Ansicht, zum Zitieren "ausgezeichnet eignen", wie zum Beispiel Fontanes Anmerkung: "Nur der Feigling ist immer ein Held."
Den Sekretärinnen befiehlt der Schriftsteller-Direktor Reiners: "Marken nicht anlecken", oder: "Es darf immer nur einen einzigen Akt geben, in dem ein Brief abgelegt sein kann, und dann wird er in diesem Akt auch liegen."
Eine befreundete Firma teilte dem Autor mit, sie habe auf eine Annonce, mit der sie eine Sekretärin suchte, 21 Bewerbungen bekommen, von denen 19 den gleichen Text hatten. Es war der Text für Bewerbungen, den Reiners in seinem Buch "Fräulein, bitte zum Diktat!"* für solche Zwecke vorgeschlagen hatte. Das Resultat ist kaum überraschend: es gibt in der Bundesrepublik etwa 180 000 Sekretärinnen, und die Sekretärinnen-Fibel von Reiners ist bisher in einer Auflage von 70 000 Exemplaren erschienen. Es ist also denkbar, daß fast vierzig Prozent aller Sekretärinnen diesen Band besitzen.
Auch angesichts der Lyrik behalten die Kategorien der Brauchbarkeit und der Zweckmäßigkeit ihre vollen Rechte. Reiners erläutert, er habe für den von ihm herausgegebenen, dickleibigen Sammelband "Der ewige Brunnen"** weniger die schönsten
Verse ausgesucht als vielmehr solche, "die ein normaler Mensch gern liest". Dem Zustand des deutschen Normalmenschen ist es daher wohl auch angemessen, daß in diesem Band Emanuel Geibel mit 28 Gedichten, Conrad Ferdinand Meyer mit 48, Friedrich Rückert mit 43 und Ludwig Uhland mit 32 Gedichten vertreten sind, während sich von den modernen Lyrikern Georg Trakl mit drei Gedichten, Gottfried Benn, Arno Holz, Georg Heym, Oskar Loerke, Max Mell und Stefan Zweig mit je einem Gedicht begnügen müssen; Bertolt Brecht oder Hans Egon Holthusen kommen überhaupt nicht zu Wort.
Daß Ludwig Reiners aber, wenn es um die Vernunft geht, durchaus nicht bereit ist, irgendwelche Rücksichten auf den deutschen Normalleser zu nehmen, hat er mit
einem anderen Buch bewiesen. Es hat den Titel "Steht es in den Sternen?"* und führt in der harten Sprache der wissenschaftlichen Argumentation den Nachweis, daß die Lehren der Astrologie der Untersuchung nicht standhalten. "Das Urteil der Wissenschaft über die Astrologie", resümiert Reiners am Ende seiner Untersuchung, ist klar und einmütig. Mit einer jeden Zweifel ausschließenden Sicherheit kann, sie sagen: Alle von den Astrologen behaupteten Tatbestände sind nicht vorhanden, alle zur Erklärung gelieferten Theorien sind nachweislich falsch. Die Sterne lügen nicht, aber die Astrologen."
Zur Illustrierung schildert Reiners unter anderem ein Experiment, das er mit einem Mann gemacht hat, der - nach den Angaben von Reiners - ein angesehener Astrologe Herausgeber einer astrologischen Zeitschrift und Vorsitzender eines astrologischen Vereins ist.
Reiners schickte dem Sterndeuter nacheinander die Geburtsdaten des Dichters Rainer Maria Rilke (1875-1926) und der Filmschauspielerin Marlene Dietrich (geboren 1900). Bei dem esoterischen Lyriker Rilke stellte der Astrologe überraschenderweise einen starken kaufmännischen Einschlag fest. Für Rilke dem "ärztliche und Apotheker-Kenntnisse" attestiert wurden, dürften "auch Export und Auslandsbeziehungen von Bedeutung sein...
"Sein Verstand war äußerst klar, auch nüchtern. Er war klug und ordnungsliebend, verschwiegen, rechtskundig, schnell im Auffassen und Begreifen, sehr geschäftlich und kaufmännisch eingestellt, wußte seine Vorteile zu wahren und die Konjunktur zu nutzen."
Aus dem Geburtsdatum der Marlene ]Dietrich las derselbe Astrologe heraus, daß sie eine Neigung zu Hautausschlägen und zumindest "periodenweise Arbeit als Sekretärin" verrichtet habe. Die Dame, schrieb er, zöge auf allen Gebieten das Tiefgründige
dem Oberflächlichen vor, zum Beispiel das Werk Richard Wagners der Operette. Ein Vergleich zwischen Marlenes und Rilkes Horoskopen führte den Astrologen zu dem sensationellen Schluß:. "Es muß eine Periode gegeben haben, wo ein harmonisches Zusammenstimmen zwischen beiden Personen stattgefunden hat."
Reiners ist in neuerer Zeit der erste Autor, der sich die Mühe gemacht hat, die okkulten Lehrsätze der Astrologie Stück für Stück zu analysieren und zu widerlegen. Der Göttinger Astronom Professor Dr. Karl Stumpff quittierte dem Laien Reiners, "daß ihm in dem ganzen Buch, das auf jeder Seite von astronomischen Begriffen und Tatsachen handelt, kein einziger Irrtum unterlaufen ist". Der Professor klagte: "Für uns Astronomen ist es beschämend, daß erst ein Außenseiter kommen mußte, um das zu tun, was unsere Pflicht gewesen wäre."
Die Astrologen sind aus verständlichen Gründen dem Außenseiter Reiners weniger wohlgesonnen: zur Revanche prophezeiten sie dem - heute sechzigjährigen-Reiners "ein frühes Ende unter Qualen". Zweckmäßig wie immer, weiß sich Reiners auch hier zu schützen. "Ich habe", berichtet er. "Diskussionen mit Astrologen gehabt. Da lasse ich meinen Wagen immer weit vom Lokal parken. Sonst könnte sich die Prophezeiung doch noch erfüllen." Reiners befürchtet, ein rechthaberischer Sterndeuter könnte den abgestellten Wagen - einen Mercedes 180 - ein wenig präparieren, um der Voraussage kollegial nachzuhelfen.
Daß Ludwig Reiners, der die Fähigkeit, mit Sorgen fertig zu werden und glücklich zu sein, für ebenso lehrbar hält wie sauberes Deutsch oder die Technik einer Geschäftsverhandlung - daß ein solcher Mann ein exemplarisch aufgeräumtes, wohlgeordnetes und nahezu planmäßiges Dasein führt, versteht sich nach allem fast von selbst, Reiners, der gutsituierte Bürger, der sich noch erinnert, wann ihn sein Vater warum geohrfeigt hat, der in seinem Garten arbeitet und der- es liebt, Festreden zu halten, spielt im Büro fehlerlos die Rolle des ordnungsliebenden Direktors, zu Hause die Rolle des untadeligen Hausvaters.
Seine Frau Hilde - gibt Reiners an - habe noch nie ein böses Wort von ihm gehört.
Auf dem Schreibtisch im Büro des Direktor Reiners liegt nie mehr als ein Aktenstück. "Alles andere ist auf sinnvolle Büromulden verteilt", erläutert Reiners. Die "Dauerakten" stehen griffbereit nahe dem Arbeitsplatz. Alle weiblichen Angestellten tragen weiße Kittel - das wirke adrett.
Trotz seiner Publikumserfolge als Schriftsteller denkt Reiners nicht daran, seinen Direktionssessel zu räumen. Er genießt die kaufmännische Arbeit: "Ich habe Freude daran, etwas anzuordnen, an richtigen Auseinandersetzungen mit Kunden und Untergebenen." Und er genießt es, an seinen Wochenenden Bücher zu schreiben. Reiners findet: "Ein gesunder Mensch ruht sich in der einen Arbeit von der anderen aus."
* Ludwig Reiners: "Roman der Staaskunst"; C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung. München, 1951; 524 Seiten: 22,50 Mark.
* Ludwig Reiners: "Friedrich"; C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München, 1952; 362 Seiten; 15 Mark.
* Ludwig Reiners: "In Europa gehen die Lichter aus"; C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München, 1954; 416 Seiten; 15,80 Mark.
* Ludwig Reiners: "Fräulein, bitte zum Diktat!"; Paul List Verlag, München, 1953; 192 Seiten; 1,99 Mark.
** Ludwig Reiners: "Der ewige Brunnen"; C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München, 1955; 946 Seiten; 9,80 Mark.
* Ludwig Reiners: "Sieht es in den Sternen?"; Paul List Verlag, München, 1951; 200 Seiten; 6 Mark.
Autor Reiners (links)*: Wissenschaft auf Flaschen gefüllt
Erfolgs-Schriftsteller Ludwig
"Die Fachgelehrten sind Aktenwürmer"
Zweite Ehefrau Hilde Reiners mit Sohn Ludwig: Großvater ist der Vater
Reiners-Villa in München: Der Hausherr lehrt das Glücklichsein
Reiners-Schreibtisch: "Immer nur ein Aktenstück"
Aufklärungs-Philosoph Voltaire, Autor Reiners: "Selbst ein schlechter Maskenbildner könnte Reiners in Voltaire verwandeln"
* Mit Gesprächspartner bei einem Vortrag gegen die Astrologie. Auf der Tafel astrologische Chiffren.

DER SPIEGEL 34/1956
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