14.11.2005

ENERGIESturm säen, Strom ernten

Die gewaltigen Kräfte, mit denen ein Tornado wütet, will ein kanadischer Tüftler zur Energiegewinnung nutzen: Im US-Bundesstaat Utah hat der Ingenieur Louis Michaud den Prototypen eines künstlichen Wirbelsturms getestet. Das Grundprinzip ähnelt einem Thermikkraftwerk, bei dem ein riesiger Kamin im Zentrum eines Glashauses steht. Wenn Sonnenlicht den Boden unter dem Glas erwärmt, steigt die Luft im Kamin nach oben. Dabei entsteht Aufwind, den Turbinen in elektrische Energie umwandeln. Die Leistung solcher Kraftwerke ist allerdings durch die Kaminhöhe begrenzt. Michauds Idee: Warme Luft wird am Boden eines zylinderförmigen Gebäudes zusätzlich verwirbelt - ein künstlicher Sturm entsteht. Dabei entwickelt sich eine weit größere Kraft als beim Thermikkraftwerk. Bislang ließ Michaud seinen künstlichen Tornado erst in einem Zylinder von zehn Meter Durchmesser entstehen. Im künftigen Kraftwerk soll ein mächtiger Sturm in einem Kamin mit 200 Meter Durchmesser toben.

DER SPIEGEL 46/2005
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ENERGIE:
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