21.11.2005

INTERNETGoogle half bei Mord

Mit Hilfe der Internet-Suchmaschine Google soll ein amerikanischer Computerexperte den Mord an seiner Frau geplant haben. Robert P. steht in Durham, North Carolina, vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Frau aus Habgier in ihrem gemeinsamen Haus getötet und ihre Leiche in einem nahe gelegenen See versenkt zu haben. Zeugen der Tat gibt es keine, aber auf den Computern des Angeklagten finden sich mehrere Google-Suchen. Unter anderem wurde nach "Genick brechen" und "festhalten" gesucht, ein Lesezeichen verweist auf die Seite "22 Wege, einen Menschen mit bloßen Händen zu töten", mindestens zehn gespeicherte Seiten informieren über Wasserstände und Strömungsverläufe des Sees, in dem die gefesselte Leiche gefunden wurde. Robert P. sitzt zurzeit in Haft wegen eines anderen Vergehens. Er hat einen Scheck über 48 000 Dollar mit Hilfe seines Computers gefälscht.

DER SPIEGEL 47/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.