21.11.2005

TERRORBEKÄMPFUNGDer vergessene Gefangene

Seit vier Jahren sitzt der deutsche Islamist Mohammed Haydar Zammar in einem Verlies in Damaskus. Von der CIA verschleppt, wird der Freund der Todespiloten hier von den Syrern gefoltert. Einen Geheimdeal mit dem Kanzleramt ließ die syrische Regierung platzen. Von Holger Stark
Mit dem Far-Filastin-Gefängnis ist es wie mit einem Eisberg. Der gefährliche Teil liegt verborgen unter der Oberfläche.
Sichtbar ist ein Flachbau im Stil sozialistischer Plattensiedlungen, zweistöckig, weiß, so bieder wie einst die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Es ist der Sitz des syrischen Militärgeheimdienstes, Damaskus, Stadtteil Massa, fünf Autominuten westlich vom Stadtzentrum gelegen.
Aus dem Erdgeschoss aber windet sich eine Treppe hinab in das dunkle Kellergewölbe, den Foltertrakt. Hier werden die Zellen von zwei Metalltüren gesichert. Dieser unterirdische Teil macht Far-Filastin zu einem der berüchtigtsten Gefängnisse der Welt, einer Mischung aus Alcatraz und Abu Ghureib.
Die Angst hat sich auch oben ausgebreitet. No photography, military zone, Taxis fahren einen kleinen Bogen.
Kurz vor 17 Uhr strömen durch das gusseiserne, fünf Meter hohe Gatter Dutzende Mitarbeiter des Armeegeheimdienstes nach draußen. Aufseher wie Ahmed, der vor fünf Jahren suspendiert wurde, weil er Gefangene zu Tode verhört hatte, und der trotzdem wieder Dienst tun darf. An der Ecke räkeln sich zwei Nachrichtendienstler in einem klapprigen weißen Peugeot. Sie beobachten und warten. Gleich wird die Sonne den Stadtteil in mildes Abendgold tauchen und der Ruf des Muezzin das Fastenbrechen einläuten. Die Gefangenen können es nur hören, in die Zellen dringt kein Tageslicht.
Früher wurden im Kerker des Far-Filastin ("Palästina-Abteilung") palästinensische Fedajin festgehalten. Heute ist der Platz reserviert für Gefolgsleute Bin Ladens oder solche, die die Syrer dafür halten, Männer wie Mohammed Haydar Zammar, 44.
Zu Zammar geht es am Ende eines langen Flurs nach links, es ist die dritte Tür, kurz nach dem Waschraum, Zelle 13. Fast vier Jahre halten sie ihn hier schon fest.
Immerhin: Er lebt. Das gilt als sicher, seit das Rote Kreuz einen Anruf von Walid al-Muallim bekam, dem stellvertretenden Außenminister. Für syrische Verhältnisse war die Botschaft ein kleines Wunder: Ihr könnt ihm schreiben.
Das Rote Kreuz leitete eine kurze Notiz von Zammars Frau aus Hamburg weiter, und Zammar brachte ein paar Sätze zu Papier. Mit Anrede ("Liebe Frau, liebe Kinder") sind es 7 Zeilen, 43 Wörter nur. Die Schrift ist ungelenk wie bei einem Zweitklässler, die Zeilen sind windschief, er ist das Schreiben nicht mehr gewohnt: "Ich bin gesund und bitte euch, für mich zu beten und mir zu verzeihen. Euer Haydar", al-Salam aleikum.
Es war das erste offizielle Lebenszeichen des deutschen Staatsbürgers Mohammed Haydar Zammar seit seiner Entführung Wochen nach den Anschlägen vom 11. September 2001, datiert auf den 8. Juni 2005, Palästina-Abteilung, Damaskus.
Es ist eine gute und eine schlechte Nachricht zugleich. Zammar lebt. Aber ob ihn seine Familie jemals wiedersehen wird, ist offener denn je.
Der Briefwechsel bringt Licht in einen Fall, der wie kaum ein zweiter für eine Welt steht, in der sich seit dem 11. September 2001 manchmal kaum noch unterscheiden lässt, wer ein Schurke ist und wer nicht - und wenn, wie viel Schurke er ist. Der Fall Zammar ist ein Exempel des "Kriegs gegen den Terror", in dem den USA fast jedes Mittel recht scheint, auch Folter in einem Land wie Syrien, das die Amerikaner offiziell als "Schurkenstaat" bekämpfen. Er steht für die Frage, wie weit ein Rechtsstaat gehen darf, vor allem dann, wenn die Trennung zwischen Recht und Unrecht so unscharf ist.
Und die Entführung wirft Fragen auf nach der Rolle der Bundesregierung, die offiziell nichts Genaues weiß über das Schicksal ihres Staatsbürgers, aber ebenfalls profitieren wollte von den Geständnissen Zammars, und die deshalb eine Delegation deutscher Beamter nach Damaskus schickte. Zu wichtig schienen die Informationen, die der Häftling womöglich besaß, damals, kurz nach Nine Eleven.
Zammar, so glaubten die Ermittler, sei eine Schlüsselfigur für die Aufklärung des schlimmsten Verbrechens der modernen Terrorgeschichte. In der Islamistenszene war er bekannt, in Italien nannten sie ihn "Fratello Mohammed", in Deutschland "Bruder Haydar". Er war ein Hüne von einem Mann, 145 Kilogramm schwer, Oberarme wie Baumstämme. Wer ihn sah, mit dichtem Bart, wallendem blauem Kaftan und Palästinensertuch, ahnte, dass er ein überzeugter Jünger Allahs war.
Gelegentlich übernachtete er in der berühmten Terror-WG in der Hamburger Marienstraße, er war eine Art Ziehvater der Todespiloten um Mohammed Atta. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei 94 Kopien eines Aufrufs von Osama Bin Laden. Mohammed Haydar Zammar wohnte damals mit seiner Familie bei seinem Bruder in der Bilser Straße im Norden Hamburgs, kaminroter Klinkersteinbau, Siedlungsgebiet, zwei Zimmer für neun Personen, Erdgeschoss links.
"Das ist eine Kriegserklärung an die USA", dozierte er, als ihm die Beamten die Pamphlete vorhielten. "Ich habe das kopiert, um die Schrift an die Muslime zu verteilen." Freunde sagen, Bruder Haydar sei schon immer ein bisschen naiv gewesen, aber er war alles andere als nur ein großes Kind.
Vor allem war er uneinsichtig. Als ihn Wachtmeister sechs Tage nach den Anschlägen vor das Hamburger Amtsgericht zerrten, erklärte Zammar dem Richter, als Muslim gelte für ihn nur das Wort Gottes: "Das Gesetz, das mich hier zur Aussage verpflichtet, ist kein islamisches Gesetz.
Deswegen fühle ich mich daran nicht gebunden." Der Generalbundesanwalt eröffnete kurz darauf ein Ermittlungsverfahren gegen ihn, Aktenzeichen 2 BJs 81/01-5, Verdacht der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, der Todespiloten. Das Verfahren läuft bis heute.
Zammar kam 1971 aus Aleppo nach Hamburg, aber angekommen ist er in der Bundesrepublik nie richtig. Er brach die Realschule ab, lernte Kfz-Schlosser bei Daimler, fand keine Arbeit. Am 17. März 1982 verzichtete er auf die syrische Staatsbürgerschaft und wurde Deutscher. Er lebte von Sozialhilfe und Kindergeld, rund 1400 Euro im Monat, aber dennoch fand er seinen Vorwurf berechtigt, als Muslim sei man in Deutschland "schon immer schlecht behandelt" worden.
Nach 30 Jahren Deutschland wollte Zammar schließlich weg aus dem Land der Ungläubigen in ein muslimisches Land, nach Marokko vielleicht oder Mauretanien. Er beantragte einen neuen Reisepass beim Bezirksamt Hamburg-Nord und buchte einen Flug über Amsterdam nach Casablanca. Es war der 27. Oktober 2001.
Seine Frau und seine sechs Kinder haben ihn seitdem nicht wieder gesehen.
In Casablanca regelte Zammar die Scheidung von einer jungen Marokkanerin, die er ein Jahr zuvor während des Ramadans zur Zweitfrau genommen hatte. Danach besuchte er die Eltern von Mounir al-Motassadeq, jenem Hamburger Islamisten, der das Testament von Mohammed Atta handsigniert hatte und unter anderem deshalb in Deutschland im Gefängnis saß. Zammar kam mit einer seelsorgerischen Botschaft: Die Familie solle sich keine großen Sorgen machen. Der Staatsschutz habe nicht viel in der Hand.
Als hätten ihm die deutschen Behörden einen Peilsender angeheftet, wurde jeder Schritt von Bruder Haydar im Maghreb registriert, er wurde auf Schritt und Tritt überwacht, in Marokko, auch in Mauretanien. Zammar wollte wissen, wie es wäre, dort zu leben, vielleicht in der Wüste, davon hatte ein Freund aus der Quds-Moschee geschwärmt. Zwölf Tage blieb er, dann kehrte er um nach Casablanca.
Am Morgen des Rückflugs nach Hamburg fing ihn der marokkanische Geheimdienst ab. Die Marokkaner vernahmen ihn, auch die Amerikaner, fast zwei Wochen lang. Dann setzte ihn die CIA in ein Flugzeug nach Damaskus. Es war kurz vor Weihnachten 2001. Zammar war zu einem der ersten Opfer jenes Geheimdienstfeldzugs der Amerikaner geworden, den die US-Regierung seit dem 11. September führt und der derzeit die amerikanische Öffentlichkeit entzweit.
Das Programm mit dem Titel "Extraordinary Renditions" (außergewöhnliche Überstellungen) hat US-Präsident George W. Bush persönlich angeordnet. Es sieht vor, verdächtige Bin-Laden-Anhänger wie
Zammar weltweit zu jagen. Die vorläufigen Endstationen dieser Jagd liegen im afghanischen Bagram, auf der Insel Diego Garcia oder in Guantanamo Bay und vermutlich auch in Osteuropa. Es sind die Geheimgefängnisse in aller Welt, in denen Terror-Verdächtige wie Chalid Scheich Mohammed oder Ramzi Binalshibh festgehalten und verhört werden.
In diesem Feldzug spielen Regime wie Syrien eine zentrale Rolle. Sie erlauben der unter Druck geratenen US-Regierung jene Doppelmoral, die Bush vorvergangene Woche erneut bewies, als er pauschal versicherte: "Wir foltern nicht." Aber sie lässt foltern, Häftlinge wie Zammar beispielsweise, an denen sich die Regierung in Washington nicht die Finger schmutzig machen will. Das dürfen die Syrer tun.
Syrien ist im Feldzug gegen al-Qaida das, was Saudi-Arabien für die Ölindustrie ist: eine stetig sprudelnde Quelle. Sie fördert Informationen aus dem Innenleben des Bin-Laden-Netzwerks zutage. Die Frage ist nur, wer Zugang hat zu diesem Rohstoff für die Terrorismusbekämpfung.
Die reichhaltigen Details liefert die radikale Muslimbruderschaft, die von der Regierung in Syrien seit mehr als 20 Jahren brutal unterjocht wird und aus der sich viele Leute dem Terror-Kampf Bin Ladens zugewandt haben. Aus dem feinverwobenen Netz, mit dem das Dutzend syrischer Geheimdienste die islamische Opposition überzogen hat, tropfen die Nachrichten über al-Qaida, eine Art Abfallprodukt des Machterhalts. Mindestens dreimal haben Informationen aus Damaskus geplante Terroraktionen gegen US-Einrichtungen verhindert, zwei davon gegen Marine-Basen im Mittleren Osten.
Es ist, wie ein hochrangiger deutscher Regierungsbeamter sagt, "die Gretchenfrage". Was wiegt schwerer: die Bedenken gegen ein Regime, das seine Opposition unterdrückt und foltert? Oder die Möglichkeit, von dem Wissen zu profitieren und damit effizient vorzugehen gegen al-Qaida?
Im Juli 2002 beantwortete das Bundeskanzleramt diese Frage eindeutig, als eine hochrangige Delegation aus Damaskus in Berlin empfangen wurde.
Der Mann, der die Abordnung anführte, war ein syrischer General, der derzeit im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit steht: Assif Schaukat, 55. Der Syrer wird vom Uno-Sonderermittler Detlev Mehlis verdächtigt, einer der Drahtzieher des Mordanschlags auf den libanesischen Ex-Premier Rafik al-Hariri zu sein. Damals, im Sommer 2002, kam Schaukat als Partner der Deutschen und als Vertrauter von Staatspräsident Baschar al-Assad, mit dessen Schwester er verheiratet ist.
Schaukat, ein hochgewachsener Mann mit funkelnden Augen, dichtem Schnurrbart und einer markanten Stirn, gilt als ebenso charismatisch wie gefährlich. Er traf im Kanzleramt auf eine erlesene Runde hochrangiger Beamter, darunter die Präsidenten von Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundeskriminalamt (BKA). Es sollte um einen Polit-Deal gehen, es wurde ein Geben und Nehmen, wie auf einem Basar in der Altstadt von Damaskus.
Schaukat hatte zwei Wünsche: Die Bundesregierung sollte Generalbundesanwalt Kay Nehm zurückpfeifen, der gegen zwei Syrer ermittelte, einen nichtakkreditierten Kulturreferenten der Botschaft und einen syrischen Studenten aus Mainz. Die beiden Angeklagten hatten einen Exil-Syrer mit deutschem Pass bespitzelt, der später bei einem Heimatbesuch von syrischen Häschern verhaftet wurde. Nachrichtendienstliche Tätigkeit und Beihilfe zur Freiheitsberaubung lautete der Vorwurf.
Der zweite Punkt betraf eine Frage der Ehre der syrischen Präsidentenfamilie. Deutsche Ankläger beschuldigen den Onkel Assads, Feisal Sammak, der Beihilfe zum Anschlag auf das Berliner Maison de France 1983, ein junger Mann starb dabei. Sammak, damals syrischer Botschafter
in Ost-Berlin, hatte wohl den Sprengstoff für die Attentäter in der diplomatischen Residenz zwischenlagern lassen. Er wird noch heute mit internationalem Haftbefehl gesucht.
Die Deutschen hatten ebenfalls zwei Forderungen. Sie wollten, dass die Syrer ihr Agentennetz in Deutschland auflösen. Und sie wollten Zugang zu Zammar.
Im Sommer der deutschsyrischen Freundschaft versprachen beide Seiten, ihren Teil des Deals zu erfüllen.
Am Tag vor Eröffnung der Hauptverhandlung in Koblenz gegen die beiden mutmaßlichen syrischen Agenten zog die Bundesanwaltschaft ihre Anklage auf Weisung des Justizministeriums zurück. Begründung: Dem Verfahren stünden "überwiegende öffentliche Interessen, insbesondere die Bekämpfung des internationalen Terrorismus" entgegen. Und im Fall des Assad-Onkels versprachen die Deutschen eine gründliche Prüfung.
Die Syrer sagten ihrerseits eine Mäßigung der Spionageaktivitäten zu, sie zogen sogar einen Residenten aus der Botschaft ab, wie es Berlin verlangt hatte. Und sie offerierten Zugang zu Zammar, versehen mit der Drohung, jegliche diplomatischen Beziehungen abzubrechen, sollte dieses Entgegenkommen zu einer öffentlichen Erörterung des Schicksals des Gefangenen führen.
Am 20. November 2002 machte sich eine deutsche Delegation auf den Weg gen Damaskus. Zwei Beamte kamen aus Köln, vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Zwei weitere reisten aus Pullach an, vom Bundesnachrichtendienst. Und zwei stießen aus Meckenheim dazu, vom Bundeskriminalamt. Die sechs Männer, die an einem milden Herbstmittwoch auf dem Damascus International Airport landeten, 25 Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum, kennen Zammar seit langem.
Die Verfassungsschützer kannten ihn, weil sie ihn anwerben wollten als Spitzel, damals, 1997 in Hamburg. Sie nannten es "Operation Zartheit", in Anspielung auf Zammars Statur. Ein Geheimdienst aus dem Ausland hatte sie auf den Bin-Laden-Anhänger aufmerksam gemacht. Dem ersten Anwerbegespräch war ein zweites gefolgt. Zammar hat ihnen stets ins Gesicht gelacht damals, er diene keinem Westler, er diene nur Allah und dem Dschihad. Und dann geschickt hinzugefügt: allerdings nur draußen in der Welt, in Bosnien, in Afghanistan. Nicht im kleinen Deutschland.
Sie hörten ihn daraufhin ab, sie observierten ihn, sie verloren ihn, weil er Ende 1997 sein Telefon abmeldete, fanden ihn später wieder. Sie informierten auch die CIA, 1999, die in Hamburg einen eigenen Residenten hatte. Die CIA machte sich Sorgen: Entwickelte sich Hamburg zu einem jener Knotenpunkte, von dem aus Freiwillige für Bin Laden nach Afghanistan geschleust wurden? Mit der "Operation Zartheit" war Zammar auf die interne Wanted-Liste der Amerikaner geraten.
Anfang 2000, als die Operation auslief, verloren ihn die deutschen Beamten aus dem Blickfeld, sie hielten den kräftigen Muslim für ein terroristisches Leichtgewicht. Ein tragischer Irrtum: Am Tag nach dem 11. September 2001 fanden sich unter den Asservaten des Verfassungsschutzes Mitschnitte von Telefonaten, die Zammar mit der Gruppe um Mohammed Atta geführt hatte, Mitschnitte, die die Geheimen zu der Terrorzelle hätten führen können. Aber sie hatten die Gespräche nicht deuten können. Seitdem haben sie noch eine Rechnung offen.
Die Männer vom BKA kannten Zammar, seitdem die Kriminalisten nur Stunden nach den Anschlägen vom 11. September in Hamburg eingefallen waren, 600 Mann auf der Suche nach Helfern der Todespiloten, gemeinsam mit dem FBI. Bruder Haydar war einer der üblichen Verdächtigen.
Und die Beamten vom BND kannten ihn, weil der Bundesnachrichtendienst alle Meldungen zu Zammar empfangen hatte, die ausländische Geheimdienste aus Italien oder Afghanistan an die Deutschen übermittelt hatten.
Doch war der Gefangene, der ihnen in Syrien gegenübersaß, tatsächlich jener schwergewichtige Fanatiker, der den Rechtsstaat einst voller Verachtung verhöhnt hatte? Zammar hatte abgenommen, 50 Kilo vielleicht, fast mager sah er aus. Und er re-
dete. Die Syrer hatten ihn am Tag vor dem Besuch aus der Zelle holen lassen, sie hatten ihm die Haare geschnitten, ihn neu eingekleidet und ungewöhnlich höflich behandelt. Nichts sollte verraten, dass der Häftling in den Wochen zuvor täglich verhört worden war - und wie, die anderen Gefangenen hatten die Schreie bis in die Zellen hören können.
Als die Vernehmung begann, schien Zammar bestens präpariert auf die Fragen der Deutschen nach Atta, dem 11. September und Osama Bin Laden.
Zammar nahm die Beamten mit auf eine Zeitreise in die neunziger Jahre, in eine Republik, die mit Rechtsextremisten haderte und mit der deutschen Einheit, eine Republik, in der der Islamismus ungestört gedeihen konnte. Er erzählte, wie er das erste Mal nach Afghanistan fuhr, 1991, über Karatschi nach Peschawar und Khost. "Farm 2" und "Farm 4" hießen die Lager, in denen ein Algerier den Umgang mit Sprengstoff lehrte. Zammar blieb bis zum Winter 1991 am Hindukusch, trotz Problemen mit den Knien und dem Rücken, mit einem Geländewagen fuhren sie über die holprigen Pisten bis an die Front. Nach einer eisigen Nacht in einem Gästehaus in Peschawar ging es zurück nach Hamburg.
Damals verkauften Exil-Afghanen ganz offen Propagandavideos in der Hansestadt, eines hieß "Kabul sucht Befreier", und Zammar wollte kämpfen gehen, nachdem er den Film gesehen hatte. Er lernte in Afghanistan den Einsatz von Mörsergranaten, später auch den Umgang mit Giften bei einem dicklichen Ausbilder namens Abu Chabab, im ersten Stock eines Ausbildungszentrums, das rund um die Uhr von arabischen Afghanen bewacht wurde. Zwei Monate lang blieb er diesmal, im Sommer 1995, und als er zurück in Europa war, trampte er nach Bosnien, Zenica, um den Muslimen im Kampf gegen die Serben beizustehen.
Als er Jahre später erneut nach Afghanistan reiste, mit Emirates Airline über Dubai, hatte Zammar vorher gesammelt. 12 000 Mark hatten die Brüder in Deutschland für den Dschihad gespendet, 2000 Mark davon hatte ein ägyptischer Imam aus Minden beigesteuert, 5000 Mark eine islamische Wohlfahrtsorganisation. Zammar, der Geldbote der Qaida, überbrachte einen Teil davon an einen Palästinenser namens Abu Atta, der den Umgang mit Sprengstoffen in Kabul unterrichtete und sieben Kinder zu ernähren hatte.
Das war Zammars Art, den heiligen Krieg zu unterstützen. Es war fast genau ein Jahr vor den Anschlägen von Amerika.
Auf dieser Reise, so erzählte es der bärtige Gefangene, habe er auch Osama Bin Laden persönlich getroffen, in einem Camp nahe dem Flughafen von Kandahar, in dem Bin Laden sich zeitweilig aufhielt. Ein Syrer feierte Hochzeit, und Bin Laden war als Ehrengast erschienen. Zammar empfand es als erhebenden Moment, vergleichbar vielleicht mit den Gefühlen eines Katholiken, der zur Audienz beim Papst vorgelassen wurde.
Im Oktober 2000 sprengte die Qaida ein großes Loch in den amerikanischen Zerstörer "Cole", der im Hafen von Aden lag, 17 Soldaten starben. Zammar lebte damals in einem Lager bei Kandahar. Als die Mudschahidin die Nachricht vernahmen, so erzählte er, hätten sie sich abends versammelt und ausgelassen gefeiert. In dieser Nacht habe niemand in den Häusern geschlafen, aus Angst vor Vergeltungsschlägen der Amerikaner. Es war ein Herbst, in dem es schien, als wäre der große Teufel Amerika bezwingbar.
Dann stellten die Ermittler die wichtigste aller Fragen: Was wusste Zammar über die Vorbereitung der Anschläge vom 11. September 2001? Die Antwort gibt Aufschluss über die Vorgeschichte in Hamburg, aber sie entlastet Zammar auch, nachdem der sich in dem Verhör bis dahin Minute um Minute mehr belastet hatte. Er ist, das glauben die Behörden seitdem, ein geistiger Wegbereiter, aber wohl kein Mittäter.
Er hat Binalshibh, Atta, Marwan al-Shehhi und Ziad Jarrah nach Afghanistan vermittelt, das hat er jedenfalls ausgesagt. Er kannte zunächst nur Atta, den er in der Quds-Moschee getroffen hatte, 1996, ein junger Ägypter mit hartem Zug um den Mund. Atta machte ihn mit Binalshibh bekannt, aber am meisten diskutierte Zammar mit Shehhi, den er erst 1998 kennen gelernt hatte und der damals "noch nicht so gefestigt" gewesen sei wie Atta.
Zammar schwärmte wieder und wieder von Afghanistan, von den Brüdern und der Ausbildung in den Lagern, in denen es in seinen Erzählungen zuging wie bei Karl May im Wilden Westen. Shehhi, so sagte es Zammar den Vernehmern, sei schließlich derjenige gewesen, der im Herbst 1999 als Erster davon gesprochen habe, an den Hindukusch zu reisen.
Sie haben ihm danach wohl nicht mehr viel erzählt, ihm nicht getraut. Als er den bis heute untergetauchten Zakariya Essabar Anfang 2000 in Afghanistan getroffen habe, in einem Lager namens Kargar, habe der nur vage von der Grundausbildung gesprochen, die er gerade absolviere. Aber kein Wort sei gefallen über den monströsen Plan, der damals schon in den Köpfen der Todespiloten gewesen sein muss. So kehrte Zammar zurück nach Deutschland, wohl ohne zu wissen, was seine Freunde gerade akribisch planten.
Acht Tage vor den Anschlägen in Amerika fand auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel so etwas wie eine Abschiedsfeier statt. Said Bahaji verließ Deutschland, und Zammar begleitete ihn bis zum Gate, ein paar Freunde ebenfalls, darunter laut Zammar auch Motassadeq und Abdelghani Mzoudi. Bahaji, das werden die Fahnder später rekonstruieren, setzte sich an diesem Tag nach Pakistan ab, er war wohl einer der Logistiker der Anschläge, er wusste, dass er weg musste aus Deutschland. Am Flughafen traf Zammar zufällig auf einen weiteren Islamisten aus der Hamburger Quds-Moschee, einen Tunesier namens Fatih, der ebenfalls nach Afghanistan wollte. Es muss, glaubt man Zammar, ein fröhliches Abschiednehmen unter Mudschahidin gewesen sein, auf bald, Inschallah.
Die deutschen Beamten hatten in Damaskus eine Mappe voller Lichtbilder dabei, ein Sammelalbum deutscher Mudschahidin, und sie legten Zammar die Bilder vor, als wäre der Gefangene ein offizieller Gutachter. Eines der Fotos zeigt einen Mann mit sandfarbener Wollmütze und Kalaschnikow inmitten einer kargen, hügeligen Landschaft, angeblich bei Kabul.
Wer der Mann sei?
Das müsse Mamoun Darkazanli sein, entfuhr es Zammar ohne Zögern, jener deutsch-syrische Kaufmann aus Hamburg, den die Ermittler schon lange der Unterstützung des Bin-Laden-Netzwerks verdächtigen und gegen den in mehreren Ländern ermittelt wird. "Ich wusste nicht", staunte Zammar, "dass Darkazanli auch in Afghanistan war!" Auch die Maschinenpistole erkannte er: Es war das gleiche Modell, an dem er selbst ausgebildet worden war. Darkazanli allerdings bestreitet bis heute, je in Afghanistan gewesen zu sein.
Der Gefangene lüftete auch ein kleines Geheimnis: Er sei es gewesen, der den "Bremer Taliban" Murat Kurnaz nach Afghanistan geschickt habe, damals, nach dem 11. September. Zammar und Kurnaz kannten sich von einer Feier in Bremen, später trafen sie sich in der Nur-Moschee in Hamburg wieder, Zammar, Kurnaz und ein Freund. Wie so oft dozierte Zammar über den Dschihad und empfahl den beiden jungen Türken aus Bremen, das offizielle Büro der Taliban zu kontaktieren. Kurnaz fuhr tatsächlich, er ist seit 2002 Gefangener der Amerikaner auf Guantanamo Bay.
Drei Tage verbrachten die deutschen Ermittler mit Zammar in Damaskus. Als die Arbeit getan war, lud Schaukat die Gäste aus Almania zum Abendessen, als Zeichen deutsch-syrischer Verbundenheit.
Die Details aus der Vernehmung sind bis heute unter Verschluss, sie sind in keines der Ermittlungsverfahren gegen Islamisten eingeflossen, obwohl das BKA die mit den Ermittlungen beauftragte Behörde ist. Die Polizisten wissen, dass kein rechtsstaatliches Gericht eine Vernehmung in Damaskus akzeptieren würde, in einem berüchtigten Foltergefängnis.
Das Far-Filastin ist ein Hort des Schreckens. Es heißt, dass es fast leichter ist, hier zu sterben als zu überleben.
Die Zellen sind kaum größer als ein Schrank, geschätzte 1,85 Meter lang, 85 Zentimer breit und knapp 2 Meter hoch, so schildern sie ehemalige Insassen. Die Gefangenen nennen sie "die Gräber". Statt eines Bettes haben die Häftlinge Laken, eine Plastikflasche ersetzt tagsüber die Toilette. Im Sommer rinnt das Kondenswasser von den Betonwänden, im Winter ist es manchmal so kalt, dass die Kakerlaken tot auf den steinernen Boden fallen. Über den Flur huschen Ratten, manche so groß wie Katzen, sie pressen sich unter den Zellentüren hindurch auf der Suche nach Nahrung. Dreimal am Tag bringen die Wärter Essen, Joghurt und Tee am Morgen beispielsweise, Bulgur zu Mittag und am Abend eine Linsensuppe. Das Essen ist
meist so verdorben, dass Zammar wie die meisten Häftlinge schon bald an dauerhafter Diarrhöe litt, wie sich Abdullah al-Malki erinnert.
Malki, einen Exil-Syrer aus Kanada, der mit Wissen der kanadischen Behörden in Damaskus verhaftet wurde, haben die Syrer eineinhalb Jahre lang im Far-Filastin festgehalten, Zelle 3, schräg gegenüber von Zammar.
Eines Nachts, im Winter 2003, erzählt Malki, seien die Wachen mit umwickelten Elektrokabeln gekommen, um alle Gefangenen zu bestrafen, die sich von Zellentür zu Zellentür durch Zurufe verständigten. Unter den Aufsässigen war auch Zammar, die Wärter schlugen ihn, doch diesmal wehrte er sich. "Gott gab mir eine Zunge, und ich werde sie benutzen", schrie er und seine Stimme hallte so laut durch die Katakomben, dass alle Häftlinge es hören konnten. "Ich bin kein Stück Holz, das ihr einfach in dieses Grab werfen könnt!"
Folter, sagt Amnesty International, sei im Far-Filastin an der Tagesordnung. Entlassene Gefangene berichten von Kabelschlägen auf die nackten Fußsohlen bis zu Elektroschocks, 38 Foltermethoden hat Amnesty dokumentiert. Besonders gefürchtet ist ein Autoreifen, in den der Gefangene hineingezwängt wird. Der Reifen wird aufgehängt und der Gefangene anschließend mit Schlagstöcken malträtiert. "Dulab" nennen die Wärter das Werkzeug, auch Malki haben sie so behandelt.
Einmal, als Malki zeitgleich mit Zammar zum Verhör abgeholt worden sei, habe sein Vernehmer mit dem Finger auf den in einen braunen Anzug gekleideten Zammar gezeigt und sich gebrüstet: "Dieser Typ hat nicht gesprochen, bis er richtig geschlagen wurde."
Darf eine Strafverfolgungsbehörde wie das BKA, die an deutsches Recht und Gesetz gebunden ist, in Damaskus vernehmen, während dem Gefangenen gleichzeitig jede Betreuung durch die deutsche Botschaft untersagt wird? Hat der Staat nicht auch eine Fürsorgepflicht für Bürger wie Zammar, selbst dann, wenn dieser Bürger ein islamischer Extremist ist?
Der Fürsorgepflicht für Zammar wurde unter dem Aktenzeichen RK 531 E Genüge getan, ein Konsularfall. Die deutsche Botschaft in Damaskus - den Kasjun-Hügel hinauf, im feinen Viertel Malki, ein schmuckloser, dreigeschossiger Bau, in dem einst die Botschaft der DDR unter-
gebracht war - hat versucht, den Fall, der keine Frage der Diplomatie ist, mit diplomatischen Mitteln zu fassen.
Seit Juni 2002 hat der Botschafter Verbalnoten und Erinnerungsnoten verfasst, acht Stück insgesamt, die letzte am 25. Mai 2005 mit der "Bitte um Mitteilung des Haftgrundes" und Zulassung eines Anwalts.
Die Syrer haben keine der Noten beantwortet, sie hatten ja schon mit dem Kanzleramt gesprochen. Die deutschen Diplomaten wissen bis heute nicht einmal, dass eine deutsche Delegation bei Zammar war.
Die Syrer haben auch das Rechtshilfeersuchen des Bundesjustizministeriums nicht beantwortet, das Generalbundesanwalt Kay Nehm formuliert hat. Das Hanseatische Oberlandesgericht hatte Antwort haben wollen auf die Frage: Hat Zammar die Todespiloten um Mohammed Atta unterstützt? Darauf, das Kanzleramt zu fragen oder das Bundesinnenministerium, die alles über Zammar wussten, konnte keiner kommen. "Zammar war für die Behörden wie eine verbotene Frucht", sagt die Hamburger Rechtsanwältin Gül Pinar, "die Bundesregierung konnte nicht widerstehen, sie zu kosten."
Pinar ist für die Islamistenszene so etwas wie die Mutter Courage, seit sie für den Marokkaner Abdelghani Mzoudi einen Freispruch erstritten hat. Sie vertritt jetzt die Familie von Zammar. Bei Mzoudi hat Pinar erlebt, wie schwer sich ein Rechtsstaat mit einer Verurteilung tun kann, wenn die Beweislage schwierig ist. Bei Zammar erlebt sie, was passiert, wenn Staaten eine rote Linie überschreiten.
Die Anwältin hat an Außenminister Joschka Fischer geschrieben, sie hat ihn um Hilfe gebeten für den vergessenen Gefangenen. Ein Vortragender Legationsrat Erster Klasse hat ihr geantwortet, leider lägen dem Auswärtigen Amt "keine neuen Erkenntnisse zur gegenwärtigen Situation des Herrn Zammar vor". Nun erwägt Pinar eine Strafanzeige gegen die Bundesregierung und deren Beamte.
Die Leute von BKA, BND und Verfassungsschutz wollten eigentlich noch mal wiederkommen, so hatten sie es verabredet, als sie Ende November 2002 Damaskus verließen. Ein zweiter Termin war bereits avisiert, doch die Reise kam nie zustande, die Syrer haben ihren Teil des Deals nicht eingehalten. Sie haben ihr Agentennetz nicht zurückgezogen, gelten im Gegenteil inzwischen als eines der aggressivsten Länder überhaupt im Spionagebereich.
"Das Projekt war ein Versuch", sagt ein deutscher Regierungsbeamter, "heute wissen wir, dass es ein Fehler war."
* Mit Staatspräsident Baschar al-Assad (r.) und dessen Bruder Mahir am 13. Juni 2000 in Damaskus.
Von Holger Stark

DER SPIEGEL 47/2005
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