29.03.1971

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 29. März
20.15 Uhr. ARD. Report (Farbe). Moderator: Dieter Göbel. In einem Beitrag über "progressive Steuerstaffeln" soll nachgewiesen werden, wie "der Staat durch unser Steuersystem heimlich an der schleichenden Geldentwertung verdient". Weitere Themen: die Diskussion um eine Herabsetzung der Altersgrenze für Rentner und das Urteil im Prozeß von Halle gegen westdeutsche Geschäftsleute, das vom Obersten Gericht der DDR wieder aufgehoben worden ist.
20.15 Uhr. ZDF. Schwarz mit Haut und Haaren (Farbe). Feature des in Deutschland lebenden Inders George T. Paruvanani über das wachsende Selbstbewußtsein der Neger in den USA.
2100 Uhr. ZDF. Jungfernschaft und schwedische Gardinen. Mit dieser Dorfkomödie gab der tschechoslowakische Schauspieler und Theaterregisseur Válav Lohnisky 1969 sein Spielfilm-Debüt.
21.30 Uhr. ARD. Fußball wie noch nie (Farbe). Film von Hellmuth Costard (siehe Seite 176).
Dienstag, 30. März
20.15 Uhr. ZDF. Ein General und 3000 Inseln (Farbe). In der Reihe "Menschen und Mächte" porträtiert Südostasien-Korrespondent Hans W. Scheicher den indonesischen Staatspräsidenten Suharto.
21.00 Uhr. ARD. Mit Achtzehn (Farbe). In seinem sozialkritischen TV-Film schildert der Berliner Hörspielautor Peter Stripp die psychische Krise einer Oberschülerin, die schwanger wird und sich aus Angst vor den Vorurteilen ihrer Umwelt immer mehr isoliert.
21.00 Uhr. WDR (III). Cecil Taylor (Farbe). Das Porträt des bedeutendsten Free-Jazz-Pianisten stammt von dem französischen Komponisten Luc Ferrari. 21.50 Uhr. ZDF. Aspekte (Farbe). Moderator: Reinhart Hoffmeister. Geplant ist eine Untersuchung über den Einfluß von "Brutalität im Fernsehen" auf die Verhaltensweisen von Kindern. Dazu wird auch der ZDF-Intendant Holzamer Stellung nehmen. Anschließend soll Norman Mailer zu seinem neuen Buch "Auf dem Mond ein Feuer" interviewt werden.
22.50 Uhr. ZDF. Nachtstudio: Aventures (Farbe). Der TV-Film von Klaus Lindemann ist eine szenische Illustration von György Ligetis berühmten Ton-Collagen (siehe Seite 178). Mittwoch, 31. März
20.15 Uhr. ARD. Bestandsaufnahme: Vertriebene (Farbe). Die anderthalbstündige WDR-Dokumentation befaßt sich in verschiedenen Filmbeiträgen unter anderem mit der politischen Radikalisierung sowie mit der sozialen und wirtschaftlichen Eingliederung der Vertriebenen in der Bundesrepublik. Dazu werden der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Herbert Czaja. sein Stellvertreter Herbert Hupka, Reinhold Rehs" Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, und der frühere Vertriebenenminister Heinrich Windelen von den Journalisten Franz Wördemann, Gerd Ruge und Rudolf Rohlinger befragt. Leitung: Heinz Werner Hübner.
21.00 Uhr. ZDF. Aus Mangel an Beweisen. Die psychologische Kriminal-Studie des italienischen Dramatikers und Filmautors Giulio del Torre wird in einer Aufzeichnung aus dem Markgrafentheater Erlangen gezeigt. Inszenierung: Wolfgang Liebeneiner.
21.05 Uhr. NDR, RB, SFB (III). Schaumann oder Buhmann? über "Macht und Ohnmacht von Magazin-Moderatoren" diskutieren Claus-Hinrich Casdorff (Monitor), Dieter Göbel (Report), Wolf Hanke (HR) Corona Hepp (Ortszeit), Peter Merseburger (Panorama), Emil Obermann (Pro und Contra), Peter Pechel (Kontraste) und der Münchner Zeitungswissenschaftler Peter Glotz, Leitung: Hans 0. Staub.
23.10 Uhr. ARD. Die Fernseh-Pressekonferenz. Der ägyptische Außenminister Mahmud Riad wird in Kairo von vier deutschen Journalisten interviewt. Donnerstag, 1. April
21.15 Uhr. ZDF. Bilanz (Farbe). Moderator: Wolfgang Schröder. Das Wirtschaftsmagazin bringt unter anderem einen Beitrag über das "Tauziehen um die Steuerreform" und eine Glosse: "Die Bauern und ihr Preiskampf".
21.55 Uhr. ARD. Der Tod im Speicher (Farbe). In seiner Dokumentation über die Vergeltungswaffen der USA informiert WDR-Reporter Ernst-Ludwig Freisewinkel über Präsident Nixons System der "gesicherten Vernichtung": 500 Langstreckenbomber. 1000 zum Teil unterirdisch verbunkerte Minuteman-Projektile, 54 Flüssigkeitsraketen und 41 Atom-Unterseeboote mit je 16 Polaris- oder Poseidon-Raketen sollen den nuklearen Gegenschlag der USA selbst dann garantieren, wenn die Atomraketen eines Angreifers schon einen Teil des nuklearen Waffenarsenals vernichtet haben.
22.15 Uhr. WDR (III). St. Lonis Blues. Der amerikanische Kurzfilm (1929) von Dudley Murphy zeigt die berühmte Blues-Sängerin Bessie Smith, die 1937 bei einem Autounfall ums Leben kam, in ihrer einzigen Kino-Rolle. Freitag, 2. April
17.00 Uhr. ARD. jährlich 18 000 Tote im Straßenverkehr -- muß das sein? (Farbe). Bericht von Kurt Schottstadt (siehe Seite 176).
20.15 Uhr. ARD. Der schöne, teure Tod (Farbe). Reportage von Helmuth Weiland und Istvan Bury "über die Art und Weise, wie man in Deutschland unter die Erde kommt".
20.15 Uhr. HR (III). Season of the Witch (Farbe). In dem englischen TV-Spiel (Regie: Desmond McCarthy) ist die Popmusik-Interpretin Julie Driscoll erstmals als Schauspielerin zu sehen. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Samstag, 3. April
20.15 Uhr. ZDF. Der Mord, der zweimal geschah. Michèle Morgan spielt in ihrem 50. Kinofilm (1963, Regie: François Villiers) eine reiche Pariser Witwe, die von ihrem jungen Liebhaber erpreßt wird.
20.15 Uhr. SR, SDR, SWF (III). Accattone. Im Anschluß an Pierpaolo Pasolinis ersten Spielfilm (1961) -- er lief in deutschen Kinos unter dem Titel "Wer nie sein Brot mit Tränen aß" -- wird ein Porträt des italienischen Regisseurs und Literaten gesendet. Sonntag, 4. April
21.30 Uhr. ZDF. Wieviel Farben hat die Hand (Farbe). Film-Biographie von Peter Schamoni zum 80. Geburtstag des Malers Max Ernst.
21.45 Uhr. ARD. Der Verfall der römischen Tradition in der katholischen Kirche (Farbe). Reinhard Raffalt, in Rom lebender katholischer Publizist und Bühnenautor ("Der Nachfolger"), analysiert in der zweiteiligen Sendung "die geistige und formale Umwandlung der katholischen Kirche seit dem Konzil". Nächste Folge: 8. April, 21.35 Uhr.

DER SPIEGEL 14/1971
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DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

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