08.11.1961

SOWJET-UNION / STALINISMUS

Braver, dummer Klim -

(siehe Titelbild)

Nikita Chruschtschows Armbanduhr zeigte die elfte Stunde an, als die sechs Männer den schwarz-rot drapierten Glassarg des toten Diktators auf die Schultern hoben und in feierlichem Schweigen die vierzig Marmorstufen des Lenin-Mausoleums an Moskaus Rotem Platz emporschritten. Man schrieb den 9. März 1953.

Zwei Tage und zwei Nächte lang waren Tausende und aber Tausende sowjetischer Bürger im Moskauer Gewerkschaftshaus an dem Manne vorbeidefiliert, dessen Name einst jeden Russen in Panik und Furcht gehalten hatte: an Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, genannt Stalin.

Zum erstenmal hatte die Nation ihren Zwingherrn aus der Nähe betrachten können. Vom Flackern der Fackeln beleuchtet, lag in einem gläsernen Sarg der balsamierte Leichnam Stalins, das graue Haupt auf ein seidenes Kissen

gebettet und die Uniformbrust mit gleißenden Medaillen und Ordensschnallen bedeckt. Pausenlos marschierten sie an ihm vorbei, Russen und Ausländer, Kommunisten und Schaulustige, Gläubige und Zweifler, Männer, Frauen, Kinder.

Am Vormittag des 9. März aber schien alles vorbei. Um 11.55 Uhr hatte der letzte Grabredner, Stalins Außenminister Wjatscheslaw Molotow, seinen Abgesang auf "den genialen Verfechter der Sache Lenins, den weisen Lehrer und Führer der Partei und des Volkes" beendet.

Drei Minuten später stießen Funktionärsfäuste den Sarg durch die Eisentüren des Mausoleums - an die Seite Partei-Vater Lenins.

Dann aber brach ein Höllenlärm bellender Geschütze, heulender Fabriksirenen und dröhnender Glocken in sämtlichen Städten und Dörfern der Sowjet-Union los. Er signalisierte, daß Josef Stalin in jenes rote Pantheon eingezogen war, das alle seine Untertanen für den letzten Bestimmungsort des toten Diktators hielten.

Die Untertanen irrten. Unter den Sargträgern des 9. März 1953 marschierte auch der Zweite Parteisekretär Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, der in der vergangenen Woche Stalin aus der Todes-Stille des Lenin-Mausoleums herausriß, um ihn dem Haß der einst gequälten und malträtierten Sowjetmenschen auszuliefern.

"Der XXII. Parteitag der KPdSU", so formulierten Chruschtschows Parteigänger, "beschließt, das weitere Verbleiben des Sarkophags mit der sterblichen Hülle J. W. Stalins im Mausoleum für unzweckmäßig zu erachten, da es die ernsten Verstöße (Stalins) gegen das Vermächtnis Lenins ... unmöglich machen, den Sarkophag mit seinem Körper im Mausoleum W. I. Lenins zu belassen."

Der Hinauswurf des toten Stalin aus der Walhall sowjetischer Partei-Götter

demonstrierte, daß Chruschtschow einem Ziel nahegekommen ist, das er seit vielen Jahren verfolgt: Als Säuberer der Säuberer will er die Sowjetbürger vom Alpdruck der Stalin-Herrschaft und den Kommunismus vom Kainsmal der stalinistischen Verbrechen befreien, um seine eigene Macht zu festigen.

Wie der "Befreier-Zar" Alexander II. (1818 bis 1881) die Russen von den Drangsalen des Krimkrieges erlöste und die Leibeigenschaft der Muschiki abschaffte, so will Nikita Chruschtschow Millionen Sowjetmenschen endgültig von der Lähmung der stalinistischen Schreckensära befreien, damit er in ihren Herzen den Platz eines kommunistischen "Befreier-Zaren" einnehmen kann.

Die Partei bei Millionen sowjetischer Stalin-Opfer wieder respektabel zu machen, ist das Nahziel Chruschtschows, seit er die Partei leitet. Die KPdSU soll den Sowjetmenschen, wie die Chruschtschow-Gehilfin Furzewa formulierte, "noch schöner und stolzer" erscheinen.

Zudem weiß der ehemalige Stalinist Chruschtschow aus seinem Kampf mit dem 1955 gestürzten Tauwetter-Initiator Malenkow, daß sich in der nach stalinschen Sowjet-Union nur derjenige behaupten kann, der das natürliche Emanzipationsstreben der sowjetischen Industriegesellschaft berücksichtigt.

Chruschtschow war denn auch seit 1955 entschlossen, mit Hilfe der Entstalinisierung an der Macht zu bleiben. Am 25. Februar 1956 wagte er, wozu sich noch kein Stalin-Epigone erkühnt hatte: Auf dem XX. Parteitag der KPdSU denunzierte er erstmalig Stalin als Heuchler, Mörder und militärischen Nichtskönner.

"Stalin ging mit brutaler Gewalt gegen alles vor, was seiner launischen und despotischen Veranlagung zu widersprechen schien", tobte Chruschtschow. "Die negativen Charakterzüge Stalins führten zu einem folgenschweren Mißbrauch der Macht durch Stalin, der der Partei unsagbaren Schaden zufügte."

Chruschtschow: "Wenn wir reiflich bedenken, was Stalin alles angerichtet hat", so müsse der Diktator als einer der gefährlichsten Despoten eingestuft werden; er selber, beichtete Chruschtschow, habe einmal buchstäblich nach Stalins Pfeife tanzen müssen.

Bei einem Empfang für Ausländer, der kurz nach dem Kriege stattfand, habe ihn Stalin angeschrien: "He,

Chochol, tanze den Gopak!" (Chochol ist ein russischer Spottname für Ukrainer, der Gopak ein ukrainischer Volkstanz.) Chruschtschow: "Stalin sagte: 'Tanze!' So tanzte ich."

Da riefen Chruschtschows Zuhörer: "Warum habt ihr Stalin nicht getötet?" Chruschtschow erwiderte: "Was konnten wir tun? Das war damals eine Terrorherrschaft."

Wie gelähmt lauschten die Parteitags -Delegierten der Rede ihres Parteichefs. Erst allmählich begriffen sie die ganze Ungeheuerlichkeit von Chruschtschows Wagnis, drei Jahre nach dem Tode des Tyrannen, während das Land noch im Banne des Stalin-Mythos stand, Stalin zum Verbrecher zu erklären. Die heftige Reaktion unter den noch immer zahlreichen Anhängern des Diktators ließ es Chruschtschow geraten erscheinen, die Rede zunächst geheimzuhalten.

Nur 20 000 sorgfältig ausgesuchte Parteifunktionäre bekamen den Text mit der strengen Weisung, von der Chruschtschow-Rede äußerst vorsichtigen Gebrauch zu machen. Mahnte Chruschtschow: "Genossen! Sie werden verstehen, daß wir den ganzen Umfang dieser Informationen zunächst noch nicht unter der Bevölkerung verbreiten können."

Der Widerstand prominenter Stalinisten von der Art Molotows erwies sich als so hartnäckig, daß partei-interne Kommissionen, die damals eingesetzt wurden, um Stalins Verbrechen zu untersuchen, ihre Arbeit einstellen mußten.

Erst als Chruschtschow Ende Oktober dieses Jahres dem XXII. Parteikongreß seine Gegner als "politische Mumien" (Chruschtschow) vorweisen konnte, fühlte er sich stark genug, Stalin nun auch vor der Öffentlichkeit zum zweitenmal sterben zu lassen.

"Es sind Tausende völlig unschuldiger Menschen umgekommen," klagte der Parteichef. "Man kann Tote nicht wieder zum Leben erwecken. Es ist jedoch erforderlich, daß darüber in der Parteigeschichte entsprechend der Wahrheit berichtet wird." Chruschtschow schlug sogar die Errichtung eines Denkmals für die Stalin-Opfer vor.

Kaum hatte der Parteichef die Aufklärung der Stalin-Verbrechen öffentlich zugesagt, da strömten in fast allen sowjetischen Städten Menschen zu Dankeskundgebungen für den "Befreier -Zaren" Nikita zusammen. Als habe er soeben die Sowjet-Union von einem bösen Alpdruck befreit, sah sich Chruschtschow umjubelt.

"Die meisten Menschen sind überglücklich, daß das Ende des stalinistischen Regimes offen deklariert worden ist. Zum erstenmal sprechen die Russen frei über die stalinistischen Säuberungen", kabelte der Moskauer Korrespondent der britischen "Daily Mail, und die Londoner "Times" steigerte sich zu der Feststellung, endlich habe "Chruschtschow seinem Aufstieg zur Macht das Siegel aufgedrückt".

Der laute Jubel kann freilich nicht darüber hinwegtäuschen, daß Chruschtschow umsichtig genug ist, nur solche Verbrechen Stalins untersuchen zu lassen, in die weder der ehemalige Politruk Chruschtschow noch einer seiner engsten Genossen verstrickt ist. Denn auch für Chruschtschow ist die von ihm begonnene Entstalinisierung nicht ungefährlich.

Das Kapitel der stalinistischen Untaten gleicht einer verderbenbringenden Pandorabüchse; öffnet Chruschtschow sie zu weit, könnte ihr Inhalt auch leicht ihn selbst vernichten, ihn, der einst die Stalin-Opfer so beschimpft hat: "Indem sie ihre Hände gegen den Genossen Stalin erhoben, erhoben sie diese gegen das Beste, was die Menschheit besitzt. Denn Stalin ist unsere Hoffnung, er ist der Leuchtturm. Stalin ist unser Banner. Stalin ist unser Sieg!"

Angesichts so gearteter Vergangenheit hat sich Chruschtschow einer bis heute ungeklärten Affäre bemächtigt, die wie kein zweites Ereignis die Hybris der Stalinschen Säuberungsmanie offenbart, zugleich jedoch den Vorteil aufweist,

ohne den damals noch unbekannten und weitab in der Ukraine sitzenden Chruschtschow abgerollt zu sein: die Liquidierung des Marschalls Michael Nikolajewitsch Tuchatschewski.

Am 11. Juni 1937 meldete die sowjetamtliche Nachrichtenagentur Tass, Tuchatschewski und sieben Generale seien von einem Sondertribunal zum Tode verurteilt worden, weil "die Angeklagten staatsfeindliche Beziehungen zu führenden militärischen Kreisen einer ausländischen Macht unterhielten, die eine der UdSSR feindliche Politik betreibt. Die Angeklagten arbeiteten für den Spionagedienst dieser Macht."

Behaupteten die Tass-Redakteure: "Die Angeklagten lieferten den militärischen Kreisen dieses Landes regelmäßig Geheiminformationen über die Rote Armee. Sie betrieben Sabotage, um die Streitkräfte zu schwächen und dadurch die Niederlage der Roten Armee im Falle eines Angriffs auf die Sowjet -Union vorzubereiten."

Nach der Hinrichtung der führenden Militärs brach ein Strafgericht Stalins über die Sowjetarmee nieder. In etwa einem Jahr ließ der Diktator 35 000 Offiziere beseitigen - fast die Hälfte des gesamten Offizierskorps. 90 Prozent der sowjetischen Generale und 80 Prozent der Obersten fielen der "Jeschowschtschina" zum Opfer - so genannt nach dem NKWD-Chef Nikolai Jeschow.

Mit diesem Streich hatte Stalin seiner Armee praktisch den Kopf abgeschlagen, denn es wurden liquidiert:

- von fünf Marschällen drei,

- von 15 Armee-Befehlshabern 13,

- von 85 Korpskommandeuren 57,

- von 195 Divisionskommandeuren 110,

- von 406 Brigadekommandeuren 220,

- sämtliche stellvertretende Kriegskommissare und

- sämtliche Wehrkreiskommandeure.

Am Beispiel der Tuchatschewski -Affäre kann denn auch Chruschtschow die - wie er es nennt - "Willkür des Stalinschen Personenkults" besonders leicht und gefahrlos, aber auch besonders eindrucksvoll nachweisen:

- Der Bürgerkriegsheld Tuchatschewski und seine Generale gehörten nicht zu den unpopulären Parteirivalen Stalins, die der Diktator nicht selten zur grimmigen Genugtuung vieler Russen umbringen ließ;

- Tuchatschewskis Ende kann Chruschtschow für seine Vaterlands-Propaganda nutzen, nur dank der Zerstörung des Sowjetheeres durch Stalin hätten die deutschen Aggressoren 1941 die Rote Armee überrennen können.

Schließlich kann sich Nikita Chruschtschow seinen dankbaren Untertanen auch noch als Freund eines mitverurteilten Tuchatschewski-Kameraden - des Generals Jakir - präsentieren, der gleichsam nur auf die Stunde gewartet hat, den gemeuchelten Freund zu rächen.

"Ich kannte den Genossen Jakir gut", erzählte Chruschtschow auf dem Moskauer Parteitag. "Während der Konferenz in Alma-Ata (1961) kam sein Sohn zu mir, der in Kasachstan arbeitet. Er fragte mich nach seinem Vater. Was konnte ich ihm aber sagen? Genosse Schelepin hat Ihnen ja jetzt berichtet, wie diese besten Vertreter der Kommunistischen Partei in der Roten Armee ermordet wurden."

In seiner Parteitagsrede offerierte Chruschtschow auch bereits eine vage Erklärung des Tuchatschewski-Rätsels, die Stalin zum bewußten oder unbewußten Komplicen Hitlers und Himmlers stempelt.

Er habe, vertraute der Parteichef den Delegierten des Moskauer KP-Kongresses an, einmal "eine recht interessante Meldung" in der westlichen Presse gelesen, "wonach Hitler durch seinen Geheimdienst ein gefälschtes Dokument unterschieben ließ, aus dem hervorging, daß die Genossen Jakir, Tuchatschewski und andere Agenten des deutschen Generalstabes seien. Dieses angeblich geheime 'Dokument' fiel dem tschechoslowakischen Präsidenten Benesch in die Hände, und dieser wiederum übersandte es Stalin". Mit diesem falschen Gestapo-Dokument seien Tuchatschewskis Generale "überführt" worden.

So gelehrig sich damit auch Chruschtschow als Leser jener zwielichtigen Memoiren erweist, in denen sich ehemalige Gestapo-Beamte Verdienste an der Beseitigung Tuchatschewskis zumessen - die Version ist falsch. Das Schicksal des sowjetischen Marschalls entschied sich nicht erst in den Fälscherkellern der Gestapo, sondern bereits auf dem Schlachtfeld des sowjetisch-polnischen Krieges im September 1920.

Damals begegnete Stalin zum ersten Male dem ehemals adligen Zarenoffizier Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski, Jahrgang 1893, Abkömmling französischer Aristokraten und Zögling des feudalen Semjonowski-Garderegiments. Die zwei Männer, die so wenig miteinander gemein hatten, lernten schnell, sich zu verabscheuen. Der Berufsrevolutionär Stalin war es denn auch, der dem roten Aristokraten die erste militärische Niederlage in dessen erfolgreicher Laufbahn beibrachte.

Das sowjetische Oberkommando hatte beschlossen, mit drei Heeressäulen konzentrisch gegen Warschau vorzurücken. Der Oberkommandierende Tuchatschewski führte die mittlere Heeresgruppe, während der Politruk Stalin die südliche Heeresgruppe beaufsichtigte, die dem Befehl des Obersten Jegorow unterstand.

Als jedoch Tuchatschewski der Heeresgruppe Süd den Befehl gab, Warschau von Süden her anzugreifen, überredete der Politruk Stalin den Jegorow, nicht nordwärts nach Warschau zu marschieren, sondern statt dessen südwärts die Festung Lemberg allein zu erobern, um den Ruhm nicht mit Tuchatschewski teilen zu müssen.

Jegorow gab den Einflüsterungen Stalins nach und ließ die stark verteidigte Festung Lemberg von der Reiterarmee Budjennys berennen. Dadurch brach die Verbindung zwischen den Heeresgruppen Tuchatschewski und Jegorow auseinander; in die nun entstandene Lücke aber stieß die Polen-Armee Pilsudskis hinein und rollte die offene Flanke der Heeresgruppe Tuchatschewski auf. In wenigen Tagen brach der sowjetische Feldzug zusammen - die Rotarmisten flohen zügellos.

Der Feldherr Tuchatschewski konnte das polnische "Wunder an der Weichsel" nie verwinden. Später zum Generalstabschef und Lehrer an der Kriegsakademie ernannt, ließ "Mischa" Tuchatschewski kaum eine Vorlesung vergehen, in der er den "disziplinlosen" Genossen Stalin nicht mit der Verantwortung für das polnische Desaster belastete.

Die Warschauer Narbe verheilte um so weniger, als das Zentralkomitee der Partei dem Taktiklehrer Tuchatschewski eines Tages einen Mann zum Kursus schickte, den die ehemaligen Zarenoffiziere der Roten Armee immer nur den "braven, dummen Klim" nannten: den ehemaligen Zarenunteroffizier und Altbolschewisten Kliment Woroschilow.

Der "brave, dumme Klim" durchlitt bei seinem Taktiklehrer Tuchatschewski böse Stunden, denn der General argwöhnte seit langem, Woroschilow habe den Politruk Stalin erst zu seinem Warschauer Verrat angestiftet.

Tatsächlich war Woroschilow ebenso wie Stalin als politischer Kommissar - Stalin bei der XII. und XIV. Armee, Woroschilow bei der Ersten Reiterarmee - der Heeresgruppe Jegorow zugeteilt worden. Zudem war dem Tuchatschewski bekannt, daß der ehemalige Unteroffizier Woroschilow gegen den angeblich übermächtigen Einfluß ehemaliger Zarenoffiziere in der Roten Armee pöbelte.

Die hochmütige Behandlung, die der Taktiklehrer Tuchatschewski dem Woroschilow auf Kriegsakademie-Bänken angedeihen ließ, begründete eine Feindschaft, derer sich Stalin später bediente und die nicht zuletzt zum Untergang Tuchatschewskis beitrug.

Denn der unterdrückte Zorn des Zwangs-Kadetten Woroschilow wurde dem Generalstabschef Tuchatschewski bald gefährlich. 1925 avancierte Woroschilow zum Volkskommissar für das Kriegswesen. Seine erste Maßnahme: Er setzte den Generalstabschef Tuchatschewski ab und schob ihn in das Hauptquartier des Leningrader Militärbezirks ab.

Gleichwohl gelang es dem militärischen Dilettanten Woroschilow nicht, den populären Bürgerkriegsgeneral vollends kaltzustellen. Stalin benötigte seinen fachlichen Rat: "Mischa" arbeitete die neue Felddienstordnung der Roten Armee aus, setzte die Modernisierung des Heeres durch und schuf die strategischen Grundsätze der Sowjetarmee.

Doch nur widerwillig ließ Stalin den ehrgeizigen General gewähren. Auch die Ernennung Tuchatschewskis zum stellvertretenden Kriegskommissar und zum Marschall der Sowjet-Union konnte nicht darüber hinwegtäuschen, daß Stalin den Soldaten nur so lange duldete, als er auf seine Spezialkenntnisse angewiesen war. Aber bald nahm der Diktator auch auf solche Bedürfnisse keine Rücksicht mehr.

Das genaue Datum des endgültigen Bruches zwischen Stalin und Tuchatschewski läßt sich nicht bestimmen; alles spricht jedoch dafür, daß er bereits

1934 einsetzte - dem Ausgangsjahr der stalinistischen Säuberungen.

Seit Stalin die Zwangskollektivierung gegen den Widerstand prominenter KP -Führer immer schärfer durchpeitschte, sah sich der Kreml-Herr von Gegnern umgeben, die sich in seiner Phantasie bereits zu einer großen Verschwörung formierten, an der Partei- und Militärfunktionäre gemeinsam wirkten.

Derartige Befürchtungen schienen sich im Januar 1934 zu bestätigen: Der XVII. Parteikongreß wählte praktisch den Generalsekretär Stalin ab und ernannte statt dessen ein Kollegium von vier gleichberechtigten Sekretären (Stalin, Kirow, Kaganowitsch, Schdanow), in dem der Kreml-Chef nur die prominenteste Figur war.

Einer so gearteten Erosion seiner Macht aber wollte Josef Stalin nicht tatenlos zusehen. Da wurde am 30. Juni die Welt von einem Ereignis erschreckt, das nach Meinung des amerikanischen Diplomaten und Sowjet-Experten George F. Kennan den mißtrauischen Stalin zu seinen Säuberungsexzessen inspirierte: die Liquidierung des SA -Stabschefs Röhm im Deutschland Adolf Hitlers.

"Dieses Schauspiel roher Brutalität gegenüber Parteigenossen machte offenbar auf Stalin einen gewaltigen Eindruck", schrieb Kennan. "Unter seinen führenden Genossen soll er als einziger den Standpunkt vertreten haben, die Röhm-Affäre werde das Nazi-Regime nicht schwächen, sondern stärken. Ich bin sicher, er war voller Bewunderung. Nun konnte ihn nichts mehr aufhalten*."

Das erste Opfer von Stalins entfesselter Säuberungsmanie war der rote Röhm, jener Mann, der dem Diktator einmal menschlich so nahe gestanden hatte wie dem "Führer" nur Röhm: Sergej Kirow, Parteichef von Leningrad und seit Januar 1934 mit Stalin gleichberechtigter Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU.

Im ZK der Partei hatte man Kirow, neun Jahre jünger als der Diktator und maßgebender Vertreter der zweiten Partei-Generation, für den möglichen Nachfolger Stalins gehalten; nach dem Beginn der Kollektivierung - die daraus resultierenden Hungersnöte trafen vor allem die Großstädte wie Kirows Leningrad - hatte sich jedoch der junge Mann von Stalin getrennt. Und nachdem ihm sogar das Zentralkomitee einen Teil der Generalsekretär-Befugnisse übertragen hatte, mußte Kirow nicht länger als Kronprinz, sondern als Gegenspieler Stalins gelten.

Am Abend des 1. Dezember rannte ein schlaksiger Mann namens Leonid Nikolajew mit einer Aktentasche durch die Korridore des "Smolny", einer ehemals zaristischen Töchterschule, in der die Leningrader KP-Führung untergebracht war. Er ließ Kirow unter einem Vorwand herausrufen und streckte ihn mit einem Pistolenschuß nieder. Dann wurde der Attentäter bewußtlos.

Sofort eilte Stalin nach Leningrad und warf sich weinend mit waberndem Schnauzbart über den Leichnam des Freundes. Kurz darauf erfuhren die Sowjetbürger, der Attentäter sei Mitglied einer weißgardistischen Verschwörung gewesen; 104 Komplicen seien bereits verhaftet und hingerichtet worden. Später diente die Ermordung Kirows als General-Anklage, mit der zahllose Gegner Stalins zur Strecke gebracht wurden.

Lange Zeit glaubte man, Stalin sei tatsächlich über die Ermordung Kirows entsetzt gewesen und habe deshalb den Terror begonnen. Inzwischen gilt jedoch als sicher, daß der Kirow-Attentäter Nikolajew, ein von seiner Führung enttäuschter Kommunist, von der Geheimpolizei zu seiner Tat aufgestachelt worden war.

"Je gründlicher wir die mit Kirows Tod zusammenhängenden Materialien studieren", gab jetzt Nikita Chruschtschow seinen Parteifreunden

bekannt, "desto mehr Fragen ergeben sich." (Siehe Auszug Seite 73.)

Der Kirow-Mord war freilich nur der Beginn einer weitangelegten Säuberungsaktion, die schließlich auch das Oberkommando der Roten Armee zerbrach. Denn je heftiger Stalin sein Kollektivierungsprogramm vorantrieb, desto stärker wurde die Moral der Roten Armee von der Unruhe unter den Bauern betroffen. Schon rührte sich unter den Offizieren bäuerlicher Herkunft Kritik an der überspannten Agrarpolitik Stalins.

Der mächtigste Bauer in der Roten Armee, der Fernost-Befehlshaber Wassilij Blücher, brach mit seiner Kritik sogar in den Sitzungssaal des Politbüros ein. Bereits vor der Ermordung Kirows präsentierte der wegen seiner Exzentrizität gefürchtete Marschall ein Ultimatum: Entweder werde die Kollektivierung in Sibirien gemäßigt oder er müsse seinen Posten zur Verfügung stellen.

Stalin begehrte gegen die Disziplinlosigkeit des Genossen Blücher auf, doch die Mehrheit des Politbüros gab nach. In Sibirien wurde die Zwangskollektivierung gestoppt. In den fernöstlichen Offizierskasinos feierte man den Sieg über die Moskauer Dogmatiker.

Der wachsenden Kritik der Militärs an seinem Kollektivierungsprogramm mußte Stalin um so größere Beachtung widmen, als er unter den Generalen Tuchatschewskis ein Absetzmanöver zu beobachten glaubte, mit dem sich die Armeeführung von dem Kreml-Herrn distanzierte.

In der Tat hatten sich die Militärs im Laufe der Zeit ein ungewöhnliches Maß an Selbständigkeit errungen: Der Wiederherstellung militärischer Ränge und der Ernennung erster Marschälle war die Zulassung der (von alten Kommunisten als reaktionär verabscheuten) Kosakenverbände und die Abschaffung der Politkommissare gefolgt - gekrönt von einem Dekret der Regierung, das ältere Kommandeure vor jedweder Verhaftung durch zivile Organe feite.

Eine derartig eigenmächtige Armee aber mußte in Stalin das Mißtrauen wachrufen, seinem Regime drohe ein roter Bonapartismus. Die Furcht vor ihm war nicht neu: Seit der Kreml den gefährlichsten Aufstand im bolschewistischen Rußland - den Aufruhr der Kronstädter Matrosen 1921 - nur dank des Eingreifens der Armee Tuchatschewskis niedergeschlagen hatte, geisterte das Gespenst der Militärherrschaft durch die UdSSR.

Wie Chruschtschow 20 Jahre später den Marschall Schukow, den prominentesten Heerführer des Zweiten Weltkrieges, erst im Kampf gegen die eigenen Feinde in der Partei einspannte und ihn dann unschädlich machte, so verfuhr damals im Prinzip auch Stalin - allerdings ungleich brutaler.

Damit sich nicht die Stalin-Gegner in der Partei und die Tuchatschewski-Generale im Zeichen gemeinsamer Abneigung gegen die Kollektivierung verbündeten, ließ Stalin die gesamte Armeeführung liquidieren und durch eine von ihm abhängigere Garnitur ersetzen.

Zug um Zug bereitete der Diktator den großen Schlag gegen die Männer um Tuchatschewski vor:

- Im Dezember 1936 gründet NKWD -Chef Jeschow eine "Verwaltung für besondere Aufgaben", kurz

"Spezbüro" genannt, die erste Untersuchungen gegen Tuchatschewski führt.

- Kurz darauf läßt Jeschow einen der

engsten Mitarbeiter Tuchatschewskis, den General Witalij Putna, verhaften.

- Am 27. Januar 1937 wird im Schauprozeß gegen den Rechtsabweichler Karl Radek der Marschall zum erstenmal öffentlich als Freund des Landesverräters Putna genannt.

- Am 3. März spricht Stalin in einer

Rede vor dem Zentralkomitee von dem ungeheuren Schaden, "den eine Handvoll Spione in den Reihen der Roten Armee dem Lande antun konnte".

- Am 11. Mai: Absetzung Tuchatschewskis als stellvertretender Kriegskommissar, Entsendung in den Militärbezirk Wolga.

- Drei Wochen später: Verhaftung des

Marschalls.

Diese Zeittafel widerlegt auch die in der westdeutschen Memoiren-Literatur gängige, jetzt sogar partiell von Chruschtschow übernommene Darstellung, erst durch die teils gefälschten, teils echten Dokumente aus der Werkstatt des damaligen SS-Gruppenführers Reinhard Heydrich, Chefs des Reichssicherheitshauptamts, sei Stalin dazu getrieben worden, den vermeintlichen Verschwörer Tuchatschewski zu liquidieren.

Die Kolporteure dieser Legende geben nämlich Daten an, die sich mit den bekannten und nachprüfbaren Details nicht in Einklang bringen lassen:

Nach Angaben des ehemaligen Gestapo-Beamten Dr. Wilhelm Höttl, der unter dem Pseudonym Walter Hagen ("Die geheime Front") schreibt, soll "in abgelegenen Kellerräumen des Gebäudes der Geheimen Staatspolizei in der Prinz-Albrecht-Straße zu Berlin die systematische Fälscherarbeit" im April 1937 begonnen haben - zu einer Zeit also, da der Tuchatschewski-Freund Putna längst öffentlich denunziert worden war und Stalin von der "Handvoll Spione" in der Sowjetarmee gesprochen hatte.

Der einstige Auslands-Chef des Sicherheitsdienstes, Walter Schellenberg, gibt in seinen Memoiren an, die gefälschten Dokumente seien "Mitte Mai 1937" an die Sowjets ausgeliefert worden - am 11. Mai aber war Tuchatschewski bereits kaltgestellt.

Die Lösung dieses Rätsels liegt offenbar in der Doppelgleisigkeit des sowjetischen Geheimdienstes. Zumindest darf angenommen werden, daß Jeschows "Spezbüro", das seit Dezember 1936 Material gegen Tuchatschewski sammelte, sich auch für belastende Informationen aus Deutschland interessierte, dem Lande, mit dem Tuchatschewski einst dienstlich zusammengearbeitet hatte.

Michail Tuchatschewski hatte während der geheimen Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und Roter Armee (1921 bis 1933) wiederholt Deutschland besucht, an deutschen Manövern teilgenommen, dem Reichspräsidenten Hindenburg die greise Hand geschüttelt und sich 1932 für die deutschen Sympathien durch eine Parade sowjetischer Fallschirmjäger vor dem Reichswehrgeneral Seeckt revanchiert.

Was lag da für den NKWD-Chef Jeschow näher, als belastendes Material über das Seeckt-Tuchatschewski -Kapitel von jener nationalsozialistischen Regierung zu erbitten die nie die militärische Zusammenarbeit mit dem bolschewistischen Weltfeind gebilligt hatte.

Allerdings: Das sowjetische Interesse an dem Belastungsmaterial gegen Tuchatschewski mußte getarnt werden. Tatsächlich war denn auch der Mann, der Reinhard Heydrich zu seinem Dokumentenspiel inspirierte, ein weißrussischer Exilgeneral namens Nikolaj Wladimirowitsch Skoblin, ein Haudegen des Bürgerkriegs, der jedoch seit Mitte der zwanziger Jahre für den sowjetischen Geheimdienst arbeitete.

Die Memoirenschreiber Schellenberg und Höttl berichten übereinstimmend, Skoblin habe Heydrich im Dezember 1936 die Nachricht überbracht, die rote Armeeführung unter Tuchatschewski plane einen Staatsstreich gegen Stalin,

Während Heydrich die Informationen Skoblins, gierig aufgriff und den Plan faßte, mit einem Schlag die sowjetische Armeeführung zu vernichten, warnte ihn einer seiner Mitarbeiter, der in Spionage-Fragen erfahrene Gutsbesitzersohn Jahnke, vor dem undurchsichtigen Zwischenträger Skoblin. Jahnke gab zu bedenken, Skoblin stehe in dem dringenden Verdacht, von den Sowjets besoldet zu sein und die Entführung des weißrussischen Exilführers Kutjepow aus Paris inszeniert zu haben.

Erinnert sich Schellenberg: "Jahnke warnte Heydrich, der Skoblin spiele möglicherweise ein doppeltes Spiel; seine Informationen könnten sehr wohl von den Russen zusammengebraut und Skoblin auf Befehl Stalins zugespielt worden sein:"

Heydrich ließ daraufhin Jahnke unter Hausarrest stellen und ging daran, Tuchatschewski bei Stalin als deutschen Spion zu entlarven. Aber selbst dem ins Vertrauen gezogenen SS-Gruppenführer Hermann Behrens kamen später Bedenken, ob nicht die ganze Tuchatschewski-Aktion Heydrichs auf das Konto des NKWD abgebucht werden müsse.

"Behrens äußerte sogar die Vermutung", schreibt sein ehemaliger Mitarbeiter Höttl, "daß Heydrich im Grunde keineswegs der eigentliche Urheber der Fälschungsaktion gegen Tuchatschewski sei, sondern der sowjetische Geheimdienst. Heydrich sei, ohne die Zusammenhänge zu ahnen, vom NKWD als Werkzeug benutzt worden."

Jedenfalls beweist nichts die Annahme, Heydrich habe durch falsche Dokumente die Rote Armee enthauptet; er hat dabei allenfalls als unfreiwilliger Gehilfe Stalins eine Statistenrolle gespielt. Das Ende Tuchatschewskis war von Stalin bereits beschlossen, bevor Heydrichs Experten in die Fälscherkeller des Reichssicherheitshauptamtes stiegen.

Dem Kriegskommissar Woroschilow fiel es nicht schwer, nach der Verhaftung Tuchatschewskis ein militärisches Sondertribunal einzuberufen, in das sämtliche Marschälle, darunter auch Fernost-Blücher, delegiert wurden. Wenige Stunden nach Prozeßeröffnung stand das Urteil für die angeklagten Generale fest: Tod durch Erschießen.

Nur wenige Minuten wurden den Todeskandidaten gelassen, Begnadigungsschreiben zu entwerfen. Tuchatschewski schrieb nicht, aber der Chruschtschow-Freund Jakir sandte einen Brief an das Politbüro. Stalin schrieb an den Briefrand: "Ein Schurke und ein Prostituierter." Dazu Woroschilow: "Eine sehr zutreffende Charakterisierung."

"Es sei hinzugefügt", klagte Chruschtschow jetzt vor den Delegierten des XXII. Parteitags, "daß Jakir bei der Erschießung ausrief: 'Es lebe die Partei, es lebe Stalin!' Er glaubte der Partei, und er glaubte Stalin so sehr, daß ihm auch nicht der Gedanke kam, die Willkür könnte bewußt geschehen sein."

Trotz so geartetem Pathos ließ Chruschtschow jedoch keinen Zweifel daran, daß die jetzt von ihm angekündigte Aufklärung des Tuchatschewski-Verbrechens kein kriminalistisches Unternehmen sein wird, sondern nur ein Akt für die Parteigeschichte. Die Männer um Tuchatschewski sollen rehabilitiert werden

aber kein Kopf wird rollen, der einst die Untat mit ausdachte.

Denn dem Entstalinisierer Chruschtschow geht es

nicht um abstrakte Gerechtigkeit, sondern um zukunftweisende Politik: Soweit der Parteichef die Erinnerung an die Stalin-Verbrechen nicht wachhält, um seine Parteigegner für immer zu ächten, ist die Aufklärung der stalinistischen Säuberungsfälle nur symbolisch gemeint; sie

soll das Regime von einer bösen Vergangenheit abgrenzen und den Sowjetmenschen eine Zukunft ohne Hinrichtungen, ohne Polizeiterror und ohne Schauprozesse in Aussicht stellen.

Der Parteichef demonstrierte bereits am Beispiel eines alten, weinerlichen Mannes, daß er die Befreiung von den Verbrechen Stalins wirklich nur symbolisch meint. Fast pausenlos hieben Chruschtschows Parteitagsredner auf den Mitverantwortlichen der Tuchatschewski -Affäre, den 80jährigen Marschall Woroschilow, mit heftigen Anklagereden ein - freilich nicht nur wegen der Tat von 1937, sondern vor allem wegen Woroschilows kurzatmiger Untreue gegenüber dem Genossen Chruschtschow zwanzig Jahre später.

Zitternd hörte der Greis, am Vorstandstisch des Parteitagspräsidiums sitzend, die Attacken seiner Ankläger, zitternd versuchte er, ums Wort zu bitten. Doch immer wieder zwang ihn der Holzhammer des zornigen Parteitagspräsidenten auf seinen Platz nieder. Schon ging das Gerücht um, die Partei werde ein Strafgericht gegen den einstigen Tuchatschewski-Rivalen beantragen.

Da erlöste Nikita Chruschtschow den "braven, dummen Klim" aus aller Pein. "Genosse Woroschilow ist scharf kritisiert worden, und diese Kritik war richtig, weil er große Fehler begangen hat", entschied der Parteichef. "Ich bin jedoch der Meinung, daß wir gegenüber dem Genossen Woroschilow Großmut zeigen müssen."

So wird denn nur der tote Diktator die Verantwortung für die Verbrechen seines Regimes tragen müssen. Er hat schon gebüßt: Sarg und Namensschild Stalins sind aus dem Mausoleum verschwunden, das er seinem Vorgänger Lenin baute, um dort dereinst selbst zu ruhen.

Der Besucher Moskaus aber wird in Zukunft sprachenbegabt an der Mauer des Kreml entlanggehen müssen, um das Grab finden zu können, in dem der Erbauer des modernen Rußland liegt. Nur eine unansehnliche Grabinschrift verrät: J. W. Stalin 1879 - 1953."

* George F. Kennan: "Russia and the West under Lenin and Stalin". Verlag Little, Brown and Company, Boston; 1960; 412 Seiten; 5,75 Dollar.

Totenwache an Stalins Sarg* (1953): Für die Opfer ein Denkmal auf dem Roten Platz

Reichspräsident Hindenburg, Manövergast Tuchatschewski (3. v. l.), 1932: Verschwörung gegen Rußlands Röhm

Stalin-Liquidator Chruschtschow

Furcht vor dem roten Bonaparte

NKWD-Gehilfe Woroschilow

Für die Ermordung des Marschalls ...

NKWD-Gehilfe Heydrich

... gefälschte Papiere von der SS

Stalins neues Grab: Ende an der Mauer

* Parteisekretär Chruschtschow (2. v. r.). gestürzte Rivalen Malenkow (l.), Bulganin, Kaganowitsch.


DER SPIEGEL 46/1961
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