19.05.1949

DIE NACHT DER LANGEN MESSER ...

1. Fortsetzung
Göring trennte sich auch nicht von den demokratischen und konservativen hohen Beamten, soweit sie nicht dem Berufsbeamtengesetz zum Opfer gefallen waren. Er kam allerdings aus dem Mißtrauen gegen diese geschickten und fähigen Leute, die mit überlegener Gelassenheit so viele Kabinette überdauert hatten, und von denen man zu Unrecht sagte, daß ihnen auch die Sozialdemokratie erlegen sei, nicht heraus. Diese trachteten, den Narrheiten der Parteiherren auszuweichen. Ihre Fähigkeit der kontradiktatorischen Redeweise erlaubte ihnen solches Tun, ohne daß sie offenen Ungehorsam hätten zeigen müssen. Als die Partei sich nach dem Prinzip des schwächsten Widerstandes gegen die "untragbaren" Beamten auszutoben begann, erblickten sie in Göring ihren Beschützer in den Brandungen der Revolution.
Persönlich fertig gemacht. Zum Befehlen gehörte Brüllen. Wer sich durch das Gebrüll schrecken ließ, konnte sich, wegen irgendeiner Bagatelle zur Rechenschaft gezogen, von ihm zerschmettert fühlen. Seine alte Umgebung wird nicht bestreiten, daß sich die kraftvollsten Entladungen in zunehmender Häufung auf mich ergossen haben. Bei echter Zerknirschung des Opfers zeigte er Wohlwollen. Ich habe es mehrere Male erlebt, daß er einen schlotternden hohen oder niederen Beamten, nachdem er ihn persönlich "fertig gemacht" hatte, gegen jede Rangordnung befördert aus seinem Dienstzimmer entließ. Der war dann für alle Zeiten ein unermüdlicher Zeuge seiner Großmut und hing ihm an wie einem Lebensretter. Der einzige Nationalsozialist der politischen Polizei jener Zeit, der Kriminalrat Nebe, dessen subalternem Wesen das ganze Spiel unterwürfiger Gesten zur Verfügung stand, machte über solche Exzesse Görings gegen ihn seine ersten Schritte auf der Leiter, die ihn später zur Stellung des Chefs des Reichskriminalamtes hinaufführte.
Zu vielen Malen begannen Görings cholerische Ergüsse mir gegenüber mit den Worten: "Ich habe Ihnen wiederholt gesagt: wenn ich Sie auf falschen Wegen ertappen sollte, daß Sie etwa gegen mich arbeiten sollten, sind Sie des Todes."
Ich gewann unter solchen Exerzitien eine Art Hornhaut. Nachdem sich wiederholt ihm hinterbrachte Tatbestände aufgeklärt hatten, sah er mir nach, wenn ich ihm in zunehmendem Maße, seiner Stentorstimme nicht mehr achtend, in derselben Lautstärke widersprach. Ich weiß - außer Grauert, der allerdings weniger zu leiden hatte - keinen Menschen in seiner Umgebung, der in dieser Weise auf ihn reagieren konnte.
Seine Offiziersfreunde und Adjutanten schlugen die Hacken zusammen, wie es den Soldaten ziemt, und Nationalsozialisten wie Daluege, die nun in seine Umgebung eindrangen, hätten ein Sakrileg gegen das Führerprinzip begangen, wenn sie auch einem widersinnigen Befehl anders als bedingungslos gefolgt wären. Ich möchte eine Episode erwähnen, die diesen Zustand der Dinge und die spätere Entwicklung zur ungehemmten und schrankenlosen Willkür beleuchten kann.
Politische Tankwarte. Von der politischen Polizei waren schon unter Severing die russischen Handelsgesellschaften Derop, Deroluft und Deronapht u. a. als Organe der kommunistischen Propaganda argwöhnisch und konsequent "observiert" worden. Besonders gegen die Derop hatte sich Material angesammelt. Anfänglich von deutschen Filialleitern im ganzen Reich vertreten, hatte sich die Derop mit der Zeit auf russisches Personal umgestellt. Es waren dies nachweisbar besonders aktive Bolschewisten, die ihr politisches Geschäft verstanden und unermüdlich betrieben. Hin und wieder waren sogar noch nach der "Machtergreifung" Tankstellenwarte und Tankfahrer der Derop bei verbotener "Agitproptätigkeit", der Flugblattbeförderung, konspirativer Nachrichtenübermittlung und Kuriertätigkeit beobachtet worden.
Die Machtergreifung Hitlers hatte die wirtschaftliche Tätigkeit dieser Gesellschaften nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil. Im Jahre nach der Machtergreifung wurden die Russen mit Glacéhandschuhen angefaßt. Der Botschafter Chintschuk war persona grata bei Hitler. Chintschuk lagen seine Handelsgesellschaften besonders am Herzen, die auf dem Gebiet der russischen Devisenaufbringung eine bedeutende Rolle spielten. Im Rahmen der deutsch-russischen Wirtschaftbeziehungen waren ihnen besonders große wirtschaftspolitische Konzessionen gemacht worden. Das konnte wiederum nichts daran ändern, daß sich die vom Wirtschaftsministerium und der Partei betriebene "Gleichschaltung" auch gegenüber diesen russischen Gesellschaften deutschen Rechtes automatisch austobte.
Das Wirtschaftsministerium bestellte Kommissare, die diese Gleichschaltung durchzuführen und zu überwachen hatten. Bei der Derop tauchte ein Reichskommissar auf, der seine Eignung für das große Treibstoffgeschäft davon ableiten konnte, daß er in Stettin neben seinem Tabakladen eine Tankstelle verwaltet hatte. Er war aber, und das hatte seine Eignung entschieden, SS-Führer. Wer sollte dem Manne verübeln, daß er dank seinen Parteibeziehungen diese Gelegenheit, auf einen grünen Zweig zu kommen, ergriffen hatte. Er wurde hoch bezahlt und waltete recht und schlecht seines Amtes. Nachdem er einige russische Vorstandsmitglieder durch deutsche Angestellte der Derop ersetzt hatte, wurde er ruhiger. Er berichtete nur gelegentlich über seine Erfahrungen mit den Russen, die ihm neben seiner Kommissarstelle zu seiner völligen Zähmung einen Sitz im Vorstand gesichert hatten. Dagegen hatte niemand etwas eingewandt. Er war nach dem Verebben seines revolutionären Schwunges ein harmloser Biedermann, nicht begehrlicher als die anderen kleinbürgerlichen Aspiranten auf die lockenden Positionen des neuen Reichs. Eines Tages wurde ich zu Göring gerufen. Er war in der schlechtesten Laune.
"Wie kommen Sie dazu, einen Verbrecher zum Reichskommissar für die Derop zu machen? Der russische Botschafter hat sich heute über Ihre Maßnahmen beschwert. Er hat dem Führer die empörende und für mich beschämende Mitteilung gemacht, daß dieser "Reichskommissar" in der Systemzeit schon Unterschlagungen zu Lasten der Derop begangen hat und bei dieser auf die unsauberste Weise tief in Schulden geraten war. Der Kerl ist ein vorbestrafter Verbrecher, mit dem Sie mich blamiert haben. Ich befehle Ihnen, die sofortige Verhaftung dieses Menschen zu veranlassen. Lassen Sie ihn in Ketten legen. Ich will dem Führer so bald als möglich berichten können."
Wenn ich Ketten befehle. Ich setzte dem erregten Minister auseinander, daß die Ernennung derartiger Kommissare die Sache anderer Instanzen sei. Mir sei aber der Betreffende bekannt. Ich wolle das Erforderliche veranlassen, die Ketten müßten allerdings vorher angeschafft werden. Ketten seien bisher in den preußischen Polizeigefängnissen nicht in Gebrauch gewesen. Ein wutschnaubendes "Wenn ich Ketten befehle, haben Ketten da zu sein" im Rücken, verließ ich den empörten, von Hitler zu Unrecht sich gemaßregelt fühlenden und mit seiner politischen Polizei unzufriedenen Mann.
Ich konnte binnen weniger Stunden im Wege des Polizeifunks und an Hand des Strafregisterauszuges feststellen, daß der russische Botschafter auf den Busch geklopft hatte - wenn er sich überhaupt in der von Göring weitergegebenen Weise über das verbrecherische Vorleben des Derop-Kommissars geäußert hatte. Dieser war in der Tat nicht vorbestraft. Ich ließ ihn zu mir bitten. Ohne dem nichts Böses Ahnenden etwas von dem über ihm schwebenden Verhängnis in Ketten anzudeuten, ließ ich ihn wissen, daß von russischer Seite scharfe Angriffe gegen ihn erhoben würden. Er erklärte mir glaubwürdig, daß diese Angriffe aus der Luft gegriffen seien. Es war nicht unmöglich, daß es sich bei seinem Allerweltsnamen um eine Verwechslung mit irgendeinem Dienststellenleiter handelte. Als ich ihm nahelegte, sein Reichskommissariat niederzulegen und dem ihm vorgesetzten Beauftragten Görings lediglich einen Abschlußbericht über seine Tätigkeit vorzulegen, versprach er mir das, sichtlich erleichtert, den heiklen Auftrag los zu sein und seine Pfründe als Direktor gerettet zu haben.
Ich konnte nicht ahnen, daß der ehrgeizige Mann seinen Abgang benutzen wollte, um sich Göring selbst, Anerkennung heischend, zu präsentieren. Jedenfalls wurde ich an einem der nächsten Tage, an einem für Göring ungewöhnlich frühen Morgen, von dessen Adjutanten Bodenschatz aufgefordert, mich sofort bei Göring einzufinden. Es sei "dicke Luft". Der Herr Minister sei außer sich, daß ich seinen Haftbefehl nicht ausgeführt hätte. Ich hätte den verbrecherischen Menschen frei herumlaufen lassen. Der Minister habe ihn jetzt, nachdem er die Unverschämtheit so weit getrieben habe, in sein Haus zu kommen, selbst festgenommen. Er befände sich bei ihm in Gewahrsam. Und Bodenschatz bemühte sich trotz allen Sinnes für Komik um einen dienstlichen Ton.
Sie hatten den Unglücklichen vorläufig in die Toilette in Görings Villa eingesperrt.
Standgericht. In den nächsten Stunden ließ ich mich verleugnen, in der Erwartung, daß Görings Zorn verrauchen werde. Ich hatte ihm lediglich mitteilen lassen, daß ich mit der Sache gar nichts zu tun hätte. Das brachte ihn vollends außer Fassung. Da er aber seiner Gepflogenheit nach die Angelegenheit auch mit anderen vortragenden Chefs erörtert hatte, war er in Zweifel geraten, ob er mir oder Daluege oder dem Ministerialdirektor Fischer oder gar dem Staatssekretär Grauert den Verhaftungsbefehl erteilt habe. Er ließ jedenfalls auch diese Herren, deren er eher habhaft werden konnte, zu sich kommen.
Die Genannten, die während ihres stundenlangen Wartens den Fall erörtern konnten, waren sich mit Recht schlüssig geworden, daß ich der Schuldige sei. Als ich endlich erschien, wurden wir gemeinsam zu dem Minister gerufen. In einer Ecke des Zimmers saß, bereits sichtlich zusammengebrochen, der ahnungslose "Verbrecher". Göring inszenierte ein dramatisches Standgericht.
"Meine Herren, ich habe Ihnen wiederholt gesagt, daß ich rücksichtslos vorgehen werde, wenn usw. - Ich werde diesen Fall benutzen, um weithin sichtbar denjenigen zu bestrafen, der mich hintergangen hat. Dort sitzt ein verbrecherischer Mensch, dessen Verhaftung ich vor einiger Zeit angeordnet habe. Ich erinnere mich nicht mehr, wem von Ihnen ich den Befehl erteilt habe."
"Ich frage also Sie, Herr Staatssekretär Grauert, habe ich Ihnen den Verhaftungsbefehl erteilt?"
Der phlegmatische, zähflüssige Grauert verneinte die Frage. Der damals schon als General verkleidete Daluege klappte die Hacken zusammen:
"Ich habe diesen Befehl nicht erhalten", und er fügte eilfertig und beflissen hinzu: "Ich würde auch jeden Befehl des Herrn Ministerpräsidenten ausführen."
Fischer, in der Vorfreude des Genusses, seinen obstinaten Untergebenen endlich "erledigt" zu sehen, gebrauchte eine ähnliche Wendung.
Mit rollenden Augen wandte sich nun Göring an mich.
"Nein, Herr Minister, ich habe keinen Befehl erhalten."
Göring brüllend: "Was, Sie leugnen ...?"
Ich war abgehärtet und erwiderte, wohl mit herausfordernder Gelassenheit: "Sie haben mir eine Weisung erteilt, den Mann dort, der übrigens Ihre schlechte Behandlung nicht verdient hat, zu verhaften. Ich pflege immer Ihre Befehle als Weisungen aufzufassen, weil ich weder ein Soldat noch Ihr Adjutant bin."
Göring überschrie sich vor Wut: "Lassen Sie Ihre verfluchten Haarspaltereien. Für mich gibt es nur Befehle, und Sie werden jetzt sehen, wie ich Leute behandle, die meinen Befehlen den Gehorsam verweigern."
Ich fiel ihm ins Wort: "Es wäre schade, wenn Sie den Unterschied zwischen Befehl und Weisung verkennen würden. Man befiehlt dem Soldaten, dem zivilen Rat gibt man Weisungen; denn der wäre kein Rat, sondern ein Verräter, wenn er ungeprüft auch nur eine Ihrer Anordnungen ausführen würde."
Göring: "Das ist mir ganz egal. Für mich gibt es nur Befehle."
"Dann wäre in diesem Fall ein großes Unrecht begangen worden, denn Ihr Befehl beruhte auf falschen Voraussetzungen. Sie haben die Verhaftung befohlen in der Voraussetzung, daß dieser Mann ein Verbrecher sei. Ich habe festgestellt, daß er es nicht ist. Ich habe nichts in Erfahrung gebracht, was mich hindern könnte, ihn als eine ehrenwerte Persönlichkeit zu bezeichnen. Der russische Botschafter hat den Führer und damit auch Sie gewollt oder ungewollt ins Bockshorn gejagt."
Göring hörte ruhig zu, als ich hinzufügte: "Ich habe mich sogar geniert, Herrn N. von Ihrem Vorhaben zu unterrichten. Bevor ich Sie selbst informieren konnte über den wahren Sachverhalt, ist er törichterweise zu Ihnen gelaufen, um Worte der Anerkennung für seine geleistete Arbeit zu hören. Jedenfalls glaube ich, daß ich Ihnen besser gedient habe, als es Herr Daluege getan hätte, der gewiß Herrn N. in Ketten gelegt hätte."
Der Delinquent machte ganz große, dumme und entsetzte Augen und Daluege lächelte ironisch über meine demokratischen Ausführungen. Göring mußte das Gesicht wahren. "Ich werde alles eingehend prüfen. Aber wie es auch sei, das eine sage ich Ihnen, künftig wünsche ich, daß meine Befehle ausgeführt werden."
Der astrologische Ministerialdirektor Fischer raunte mir abgehend noch zu: "Sie durften heute gar nicht erscheinen, wo Ihr Skorpion in Opposition zum Jupiter steht."
Hinterhältiger Krüppel. Goebbels überragte Hitler durch seinen Intellekt; über Göring lächelte er. Den SA-Führern, die ihn durchschauten und haßten, und den Gauleitern, die ihn bewunderten, war er haushoch überlegen. Vom Schicksal war Goebbels als ein hinterhältiger, klumpfüßiger Krüppel gezeichnet. Für jeden Regisseur konnte er als das Vorbild der klassischen Maske des Mephistopheles dienen; aber aus seinem Gesicht blickten seelenvoll leuchtende Augen, aus denen das Wissen um Schönheit und Größe strahlte. In den Widersprüchen seines Wesens, die seine Erziehung vertieft hatte, lagen die Impulse für den Volkstribunen.
Seine katholische Erziehung war einmal in die gedankliche und ästhetische Atmosphäre des George-Kreises in Heidelberg eingemündet, dessen jüdischer Literarhistoriker Gundolf sein Lehrer geworden war. Der Widerspruch seines Wesens und seiner glänzenden Begabung zu seiner körperlichen Konstitution hatte in seiner Seele einen ständig wirkenden Antagonismus ausgelöst, der ihn zur Ueberhöhung seiner Geltung vor seinen Mitmenschen drängte durch die Erringung geistiger Macht. Mir schien jedenfalls das Angehen gegen seine physische Minderwertigkeit die treibende Kraft zu sein, die ihn, den Intellektuellen, in Machtrausch und demagogische Ekstase hineinsteigerte. Ohne seinen körperlichen Mangel wäre er vielleicht nur ein Schöngeist und ein Frauenheld geworden.
Warum sollte er sich auch nicht vor allen anderen erhöhen können mit der suggestiven Wirkung seiner Rede, der Phantasie eines klassischen Demagogen und einem seine Mißnatur überflügelnden Pathos, wie wir es von den machtgierigen Gestalten der Renaissance des Machiavell kennen, - zu einem andern Siegfried, als ihn sich die deutschen Dummköpfe vorstellten. Sie wie eine knetbare Masse zu betrachten, hatte ihn, den Eroberer Berlins, seine faszinierende Beredsamkeit verführt. Er brachte das Opfer seines großen Verstandes, um ihn ganz in den Dienst seiner Leidenschaft zu stellen.
Der Abtrünnige. Vieles aus der Geistesverfassung des Dritten Reiches mag aus der Psychologie der Abtrünnigen von der katholischen Kirche erklärt werden, aus jenem Fall ins Nichts, das nach dem Verlassen der Kultur- und Glaubensgemeinschaft der alten Kirche seine Schlünde öffnete. Aus einigen Unterhaltungen mit Goebbels mußte ich erkennen, daß er sich selbst nicht zu den Abtrünnigen zählen wollte. Er war noch verhaftet, wenn auch nicht mit den Glaubensvorstellungen, so doch mit den geheiligten Formen des katholischen Lebens. Er sprach mit Verehrung von seiner strenggläubigen Mutter. Doch aus seinem Wissen um die Macht dieser Formen war er es, der ihre Säkularisierung und dadurch ihre Dämonisierung betrieb.
Darin traf er sich mit Himmler, dem starren, halbgebildeten Spießer, dem vom Eifer des Abtrünnigen besessenen Gegner der Kirche. Unfehlbarkeit, Mittlerfunktion und Messe, Ritus und hierarchische Ordnung fanden ihre Nachahmung in der bedingungslosen Hingabeforderung unter die schrankenlose Autorität des Führers, in den Zeremonien vor der Münchener Feldherrnhalle, in Fahnenweihen, Eidesleistungen und in dem ganzen, auf die Gauleiter ausgerichteten Aufbau der Partei. Das Vorbild der Orden geisterte durch Himmlers Gedanken um einen neuen Adel, der aus der SS entstehen sollte. Daß Index und Prozessionen ihre entgottete Wiederholung im Goebbelsschen Kreise feierten, weiß jeder, so wie die Welt des Satans und des Fegefeuers Himmler in ihren letzten Ausartungen und Verzerrungen in seinen Konzentrationslagern vorgeschwebt hat.
Goebbels war seines Geistes sicher, er ließ sich widersprechen und verargte es mir nicht, wenn ich Hitler mit wirkungsvolleren Argumenten auf meine Seite brachte. Das war im geistigen Bereich, in welchem er lässig und großzügig sein konnte, in welchem er auch in Hitlers Umgebung keine Partner und Widersacher fand, seitdem der Dialektiker Gregor Strasser ausgeschieden war. In der Eifersucht gegen Konkurrenten brauchte er seine Kraft nicht zu zersplittern. Er tat sie mit seinem scharfen Hohne ab. Bei Hitler gab es für ihn keinen Ersatz.
Sein Ehrgeiz, die Tyrannis durch das Wort und als solche unmerkbar für die deutschen Massen auszuüben, ließ ihn die gewalttätige Konkurrenz eines Heydrich verachten. Ein Jahr nach meinem Verlassen Berlins sprach er mich nach einer Massenversammlung in Köln auf meinen Abgang an, um mir zu sagen, daß Hitler hin und wieder bei der Erörterung der Praktiken von Heydrichs Gestapo geäußert habe, "das wäre unter Diels nicht geschehen". Er konnte sich auch bei meiner Schilderung der Auswirkungen der Gestapo erregen, und wenn ich selbst noch einen Funken Ehrgeiz besessen hätte, so hätte er mich zu einem Bündnis gegen das Unmenschentum, das seine Volkstribunenherrlichkeit Lügen strafte, gewinnen können.
Oder die größten Verbrecher. Er ertrug Witz und Widerspruch. Doch wo das Schicksal ihn so schmählich vernachlässigt hatte, da war Verächtlichmachung eine Wiederholung und Vertiefung seiner Schmähung. Deshalb mußten auch die frechen SA-Führer sterben, die ungestraft seine Verlogenheit, aber nicht ungerächt seine Ungestalt und seine heldische Attitüde verhöhnen durften. Es gab in der Berliner SA Spezialisten, die keinen Kameradschaftsabend vorübergehen ließen, ohne durch die Imitation einer Goebbelsrede zu glänzen und donnernde Lachsalven einzuheimsen. Eine Paradenummer war die Verunglimpfung seiner Rede, die er bei der Beisetzung Horst Wessels gehalten hatte, deren rhetorischer Glanz den "Rabauken" die Anmaßung des Krüppels nicht verdecken konnte, die SA in Feuerbrände zu hetzen, an denen sein Ehrgeiz sich erwärmen sollte.
Als Goebbels später seiner Macht ganz sicher war, verwand er die Minderwertigkeitsgefühle des Anfangs; er drängte sich in die Mitte der Ritterkreuzträger, nachdem die schönen Frauen, die ihm, dem Diktator der Kunst, der Theater und Opern, zuliefen, das ihre dazu beigetragen hatten, sein Handikap zu verwinden.
Aber den physischen Mut durch die Tollkühnheit seines Geistes zu übertreffen, fühlte er sich durch seine innerste Natur immer wieder angetrieben.
"Wir werden als die größten Staatsmänner aller Zeiten in die Geschichte eingehen oder als ihre größten Verbrecher", sagte er mir Anfang 1944, als ich längst in Ungnade am Rande der Dinge lebte und ihm den Zweifel über den straflosen Wandel im Dienst der Hybris nicht unterdrückt hatte. Es war bei einer zufälligen Begegnung im D-Zuge nach dem Führerhauptquartier, wohin mich Himmler, nach meiner ersten Verhaftung, wegen des Vorwurfs einer versuchten Desertion in die Schweiz, bestellt hatte.
Der edle Klumpfuß. Ich habe 1933 wiederholt über seinen persönlichen Referenten Hanke anfragen lassen, ob der Minister wirklich auf der Verfolgung von Beleidigungen bestehe, die einen harmlosen Mißvergnügten in Bedrängnis brachten. Da traf ich immer wieder auf jene Unterscheidung, die ihn unausgesprochen zum toleranten geistigen Partner oder zu einer haßgeladenen giftigen Kröte machte. Weil sie hierher gehört, möchte ich die Begebenheit nicht übergehen:
Einer seiner Adjutanten - wenn es nicht ein Graf war, war es ein Prinz - beauftragte mich eines Tages, einer Anzeige eines Studenten nachzugehen.
Ein medizinischer Ordinarius an der Charité in Berlin hatte sich, im Zusammenhang mit Ausführungen über den psychophysischen Parallelismus, über die äußeren konstitutionellen Merkmale geistiger Eigenschaften, charakterlicher Schädigungen und Fehler ausgelassen. Er kam dabei darauf, die charakteriologischen Tests der Psychologie in ihrer Fragwürdigkeit zu kritisieren, aber der uralten Volksweisheit das Wort zu reden, wie sie sich in Sprichwörtern niedergeschlagen hat. "Es ist etwas Wahres daran, daß der Bucklige geizig ist, der dicke Kahlkopf gemütlich und humorvoll, und jeder Regisseur weiß, daß er den Mephistopheles nicht nur hager, dunkelhaarig und mit spitzer Nase, sondern auch mit dem Klumpfuß ausstaffieren muß. So sieht das Volk den Teufel seit Urzeiten. Mit solchem Erscheinungsbild ist Verlogenheit, Hinterhältigkeit und die äußerste Bosheit verbunden; und in der Tat, wenn wir die Geschichte solcher Noxen beobachten, so trifft man auf keine Ausnahmen von diesen Regeln der Volksweisheit. Oder doch? Wir kennen eine Ausnahme - daß ein Klumpfuß edel, schön, wahr und gütig war. Ja, Sie kennen ihn alle!" - und in das atemlos lauschende Kolleg, in dem jeder die radikal ablehnende Haltung des Gelehrten kannte, fielen die Worte: "Es war der Lord Byron!"
Aus Geltungssucht. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn Goebbels es bis zum Mord an dem großen Arzte getrieben hätte. Die Geschichte hat mich oft beschäftigt, wenn ich an den medialen Hofstaat dachte.
Die Analyse des Gelehrten traf den Grund seiner Seele. Aus der bösen Tiefe seines Herzens war er des Hasses und der Rache und eines herostratischen Lebens fähig, und trotz seines blendenden Geistes lebte er nicht aus dem Geiste, sondern aus der Geltungssucht.
1933 kam Goebbels noch nicht mit seiner vollen Kraft zum Zuge. Es gab noch echte Erfolge im Zuge einer echten Stoßkraft, die ihn als einen Beweger in der Scheinwelt der Illusionen entbehrlich machte. Die nachwirkende Dynamik der Machtergreifung selbst genügte noch für die Deutschen, das eigene sittliche Urteil zu suspendieren. Andererseits hatte das Sinnlose und Harte und Schlechte noch nicht in dem offensichtlichen Maße einen Konflikt des Einzelnen mit der Kollektivität erzeugt, der später Goebbels zum Hohenpriester werden ließ, der die persönliche Sittlichkeit auf dem Altar des Vaterlandes opfern und das Aufgehen des Ich im Wir fordern konnte, um Albert Schweitzers Worte zu gebrauchen.
Ich konnte mich damals mit von Lützows Hilfe immer wieder gegen Verfälschungen in seiner Pressepropaganda wenden, indem ich auf die ausländischen Reaktionen hinwies. So zwang ihn der Hinweis auf die Rückwirkungen des ersten "spontanen" Judenboykottes, die ich ihm in Görings Namen vorstellte, zum Einhalten.
Ende März 1933 standen bei Hitler schon nicht mehr die echten Greuel selbst zur Debatte, sondern die "Abwehr der Uebertreibungen der Greuelpropaganda". Das war die Domäne von Goebbels. Allmählich trat er großmächtig, Göring hinter sich lassend, auf den Plan.
Die SA hatte Goebbels erkannt, sie nannte ihn einen Lügner. Auf einem Transparentspruch bei einer Veranstaltung der Berliner SA in den Sälen des Zoo konnte man lesen:
"Lügen haben kurze Beine,
die Lüge hat ein kurzes Bein."
Hitler nicht ohne Goebbels. Wir wissen nicht viel über die inneren Notwendigkeiten und über die Natur der Zusammenhänge, die zwischen Menschen bestehen können. Doch ich weiß, daß Hitler ohne Goebbels nicht denkbar gewesen wäre. Dieses Mephistopheles Macht zu brechen hätte Hitlers Macht zu brechen geheißen.
Wer diese Verhältnisse übersah, konnte nicht für Goebbels Partei ergreifen. Er mußte im Kampf zwischen ihm und der SA die letztere stützen. Wenn statt des umgänglichen, gar nicht unheimlichen Röhm Goebbels am 30. Juni 1934 gefallen wäre, so wäre Hitler selbst gefallen. Sie ergänzten sich so sehr, daß es zwischen ihnen keine Untreue mehr geben konnte, schon gar nicht mehr, als beide wußten, daß sie nur noch die Gespenster der Lüge in den Kampf schicken konnten, in dem sich die Deutschen sinnlos verbluteten für die Fata Morgana dieser beiden. Keiner von ihnen konnte den anderen überleben.
Röhm der Kondottiere. Röhm war kein hintergründiger Mann, er war in seiner bajuwarischen Liberalität gut zu leiden. Mit beiden Füßen stand er auf der wohlgerundeten Erde. Er forderte keine göttliche Verehrung und strebte nicht nach Maßlosigkeiten. Göring nannte er klar und schlicht einen Popanz und Hitler einen Narren. Er lachte über Verstiegenheiten. Er war Nationalist, und er mußte es sein, weil diese Gesinnung seinem Handwerk entsprach. Er war ein Soldat - kein preußischer Militarist, sondern von der lässigen und lebensfrohen süddeutschen Art. Auch er strebte nach Macht. Dafür war er ein Kondottiere und ein Abenteurer. Doch er war nicht eitel und ohne dämonisches Streben. Der Lärm des Feldlagers gefiel ihm und das prassende Treiben in der Marketenderei. Daß seinen braunen Legionen marodierende Haufen folgten, machte ihm so wenig Kopfschmerzen wie einem Landsknechtsführer des Dreißigjährigen Krieges. Er bereitete mir noch am wenigsten Schwierigkeiten, als ich sie stellte und bändigte.
Der Aufwand, den er in seinen Quartieren in Berlin und München trieb, wurde später von Hitler ins Maßlose übertrieben, ebenso wie seine Veranlagung. Ich wußte, lange bevor ich ihn kannte, davon, doch ich habe keine "Lustknaben" um ihn bemerken können, und die von Goebbels aufgebrachte Geschichte, daß er in flagranti ertappt worden sei, habe ich nie glauben können. Röhm begnügte sich mit behäbigem Zusehen, wenn es bei seinen SA-Führern hoch herging; im Essen und Trinken war er mäßig. Nur Bayrisch Bier, Sauerkraut und Würstchen konnte er weder in Bolivien noch auf seiner Italienreise entbehren.
Röhm und seine volkstümlichen Führer wußten um Goebbels' Einfluß auf Hitler. Als sich nach der Machtergreifung in Berlin der Hofstaat bildete, standen sie daneben. Sie wurden nicht hoffähig und hatten doch die Revolution gemacht. Sie wußten, daß sie es waren, allein ihre barbarische Existenz, die auch einen potentiellen Widerstand in diesem Jahre erstickt hätte. Als die Kommunisten erledigt, die Bürger bis zur Starre eingeschüchtert und kein Gegenwind die Fahrt mehr aufhalten konnte, störten sie; sie fielen lästig. Als sich die Polizei Göring anbot, und die Reichswehr Hitler, da war es um die SA geschehen.
Goebbels brauchte nicht viel zu tun, um die Dinge so zu lenken, daß Hitler die Ordnungskräfte des Staates, Polizei und Reichswehr, benutzte, um die rebellische SA zu schlagen. Der Sieger war schließlich Goebbels, d. h. die Partei.
Der Fall Bell. Der Gedanke, Hitler zu beseitigen, wenn er ganz seinen Maßlosigkeiten verfallen sollte, hatte Röhm nicht völlig ferngelegen. Er war ihm schon vor 1933 gekommen. Der Ingenieur Georg Bell, ein einflußreicher und in viele dunkle Affären verstrickter Nachrichtenagent aus Röhms engstem Kreise, wußte von solchen Plänen. Heydrich wollte dieses gefährlichen Mitwissers von Röhms "Verrat" habhaft werden. Bevor er ihn aus Oesterreich, wohin sich Bell geflüchtet hatte, zurückholen konnte, war Bell von einem Rollkommando der SA am Ufer des Walchsees "umgelegt" worden. Die Ermordung Bells hatte Hitler nervös gemacht. Auch Göring interessierte sich für die Hintergründe. Ich entsandte den Kriminalrat Heller nach dem Tatort. Doch das Auftreten preußischer Polizei im bayerischen Zuständigkeitsbereich brachte Himmler und Röhm gleichzeitig in Bewegung. Göring verwies mir auf das strengste, in Bayern tätig zu werden. Ich glaube nicht, daß Röhm an dem Mord mitschuldig gewesen ist. Unter der Decke schwelten noch einige andere Fälle solchen Verrates.
Hitler war ein Meister im Totschweigen und im Vergessen solcher Bruchstellen im äußerlich einheitlichen Guß seiner Gefolgschaft. Die Gauleiter, die einmal Gregor Strasser folgen wollten, bekamen nur zu fühlen, daß sie von einem gewissen Grade ab auf Hitlers Vertrauensbeweise nicht mehr rechnen durften. Zu ihnen gehörte der Gauleiter Kaufmann in Hamburg und der Reichsinnenminister Frick. Die feste Begrenzung in den Wirkungsmöglichkeiten dieser beiden gutmeinenden Männer ist daraus zu erklären. Hitlers Taktik den ehemaligen Verrätern gegenüber war von der klaren Alternative beherrscht: auszumerzen oder zu vergessen; aber kein Aufrühren und Vorhalten alter Sünden, denn auf den ausgesprochenen Verrat stand der Tod.
Die Clique. Es gab Flauten in der Wirksamkeit des Goebbelsschen Einflusses bei Hitler. Doch er war immer der Primus, das stärkste Medium in der Clique, die zwischen Hitler und der großen Masse stand. Er war der erste Gesprächspartner des bösen Dämons in Hitler. Er stabilisierte, wo Hitler schwankend war, er gab seinen konfusen Plänen logische Gestalt und seinen Maßlosigkeiten Rechtfertigung, Ansporn und Uebermaß. In der Wechselwirkung zwischen Hitler und den einzelnen Mitgliedern dieser Clique liegt der Schlüssel zu der Kenntnis der Willensbildung Hitlers. Während in der untersten Etage der "politischen Leiter" sich ein einheitlicher Typus im ganzen Lande herausgebildet und als brauchbar erwiesen hatte, sind die Paladine um Hitler ausgesprochene Individualitäten, wenn sie auch als Persönlichkeiten, von Göring und Goebbels abgesehen, unter mittelmäßig waren. 1933 war ihr Kreis noch nicht geschlossen. Nach der Ermordung Röhms festigte und reinigte er sich. Nur wenige kamen neu hinzu.
Schon vor 1933 hatten der Verkünder der Brechung der Zinsknechtschaft, Gottfried Feder, und auch der Philosoph des Mythos der germanischen Rasse und des reinen Blutes, Alfred Rosenberg, ihren Einfluß auf Hitler verloren. Sie hatten in seiner Lehrzeit eine entscheidende Rolle gespielt. Gregor Strasser war durch seinen "Verrat" über Bord gegangen, wie Goebbels es nannte. Nach 1933 waren neu hinzugekommen: Todt, ein tüchtiger Ingenieur und infolge seiner Nüchternheit ein Fremdkörper in dieser Runde; ihm war Speer, der Architekt, auf dem Fuße gefolgt, der "Jünger Johannes", der sich lange der schrankenlosen Gunst Hitlers erfreute. Zu den Neuankömmlingen gehörten auch Keitel und Ribbentrop; sie waren reine Exekutoren ohne eigenen Willen, Farbe und Geist. Sie waren weniger als vollstreckende Organe, sie schienen bloße Projektionen der Gedanken des großen Zauberers zu sein. Es mag solche Medien immer gegeben haben. Das Bemerkenswerte schien mir, daß sie einmal in solcher Vollendung aus der Masse herausgefunden werden konnten.
(Fortsetzung folgt)
Copyright 1949 by Rudolf Diels
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Von Rudolf Diels

DER SPIEGEL 21/1949
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    Duisburg: Wohnblock "Weißer Riese" gesprengt