07.07.1949

Wer ein Schnitzel findet, ist geheilt

Wunderdoktor Bruno Grönings Wagenkolonne hatte sich übers Wochenende nach Unbekannt abgesetzt. Selbst das Herforder Hauptquartier am Wilhelmsplatz 7 verlor die Verbindung.
Reisemarschall Lanzenrath hatte noch Freitagabend vom letzten Wandsbecker Stützpunkt (Haus Westphal, Waldstr. 16) eine dicke Falschmeldung nach Herford 3549 durchgegeben: "Wir starten nach Flensburg!"
Flensburgs wachsame Kripo hat nie Bruno Grönings Mercedes-V 170-Limousinen durch die Bommerlunder-Stadt brausen sehen.
Am gleichen 1. Juli-Abend war Bruno Grönings Massenmeeting in Hamburgs "Planten un Bloomen" geplatzt. Konzertagent Collien wollte hier Herfords Wunderdoktor gegen zwei DM Unkostenbeitrag über seine Heilerfolge sprechen lassen. ("Später nehmen wir uns die Horner Derby-Bahn", weissagte Gröning. Die Weissagung erfüllte sich nicht.)
Rote Riesenplakate und die Eintrittskarten lagen bereits ausgedruckt in Wandsbecks Waldstraße, als Hanseaten-OB Max Brauer Grönings Hamburger Stützpunkt-Nummer 28 69 70 fernmündlich übermitteln ließ: "Wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht erlaubt!"
Da sich Hamburg als nicht zu eroberndes Pflaster erwies, war die anlaufende Kurierpost bereits nach Schleswig ins Hotel Raven dirigiert worden. Eine Tee-Unterredung mit Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Kurt Pohle hatte dem Wunderdoktor Hoffnung auf Kurierfreiheit von Küste zu Küste gemacht.
Als Hermann Lüdemann jedoch, um Parteifreund Max Brauer nicht in den Rücken zu fallen, über dpd erklären ließ: "Die Landesregierung von Schleswig-Holstein dementiert Pressemeldungen, die von Verhandlungen zwischen dem 'Wunderdoktor' Gröning und der Landesregierung über eine Tätigkeit Grönings in Schleswig-Holstein wissen wollen", wurde in Schleswigs Hotel Raven nicht einmal mehr die sich stapelnde Post abgeholt.
Im Düsseldorfer Mannesmann-Haus, in dessen zweitem Stock der nordrhein-westfälische Sozialminister Dr. Amelunxen amtiert, schüttelt man über Grönings norddeutsche Odyssee bedenklich den Kopf. Obermedizinalrat Dr. med. habil. Trüb, der Gröning rechtzeitig über den § 5 des Heilpraktikergesetzes und die Strafbestimmungen des Polizeiverwaltungsgesetzes (§ § 13, 14) stolpern ließ (Auftrittsverbot aussprach), ist zudem verärgert über Herfords Oberstadtdirektor Meister.
Der habe dem Drängen der Leute nachgegeben und immer wieder Ausnahmen vom Auftrittsverbot zugelassen, statt das frühzeitig genug erlassene Verbot konsequent und wenn nötig mit drakonischen Mitteln durchzuführen. Sonst wäre der Herforder Spuk schon längst vorbei.
Bei Dr. Amelunxen war am 17. Juni 1949 Detmolds Regierungspräsident Heinrich Drake erschienen, um die Ermittlungsakte Gröning-Herford abzuliefern. Sein Antrag: Betätigungsverbot für den Wunderdoktor. Denn ausgerechnet SPD-Landesherr Drake war Opfer einer Gröningschen Ferndiagnose geworden.
Blähungen. Wenige Tage vor Pfingsten - es war bereits ein Uhr nachts - waren noch sämtliche Räume des Herforder Hauptquartiers Wilhelmplatz 7 von Heilungsuchenden belagert. Ein Mann und eine Frau aus Bocholt, die für eine transportunfähig schwerkranke Verwandte um Heilung baten, mußten in der Küche Platz nehmen. Gröning kam. Man trug ihm den Wunsch vor. Nach einiger Zeit kam Grönings Stabschef Egon Arthur Schmidt in die Küche und verlas die Diagnose samt folgenden Etappen der Fernheilung.
Die Bittsteller aus Bocholt ließen sich das Schriftstück aushändigen, stürzten zum Fernsprechamt und fragten in Bocholt nach. Sie kamen mit der Mitteilung zurück, daß die Kranke sich erhole und alle Angaben Grönings richtig seien.
Als Heinrich Drake diese Bocholter Fernheilung ohne Namen, Anschriften, ärztliche Diagnose und medizinischwissenschaftlich überprüftes Krankheitsbild bezweifelte, beschloß Wunderdoktor Bruno Gröning, seinen Regierungspräsidenten Drake ebenfalls fernzukurieren.
Eines Morgens fand der 66jährige in seiner Frühpost eine aus 18 Punkten bestehende Ferndiagnose, darunter:
* Schmerzen im linken Unterkiefer,
* Schwindelanfälle im Hinterkopf,
* häufige Blähungen,
* bewegungsbehinderte rechte Schulter,
* Schmerzen in den Kniegelenken.
Drake, der in seinem Leben nie krank gewesen ist, ließ Medizinalrat Dr. Siebert kommen, machte Armkreisen rückwärts nebst Kniebeugen und fragte: "Wo ist denn meine bewegungsbehinderte Schulter?" Dann fuhr er ins Mannesmann-Haus zu Dr. Amelunxen.
Damit war der Herforder Wunderdoktor in den Reißwolf der Düsseldorfer Gesundheits-Administratoren geraten. Die Pressenotiz für das Auftrittsverbot in Nordrhein-Westfalen für den "paranoiden" Bruno Gröning verfaßte Dr. Amelunxen selbst. Persönlicher Referent Dr. Hundt brauchte sie nur der Landes-Pressestelle weiterzureichen.
Seitdem hat Grönings Herforder Hauptquartierchef Egon Arthur Schmidt, Jahrgang 02 und ehemaliger Polizei-Verbindungsmann zum Berliner Propmin, der Gröning-Bürokratie eine Rechtsabteilung angegliedert.
H. Henn und J. Asselborn, Inhaber des Herforder Detektivbüros "Hennas", Salzufler Str. 61, bereisen das Herforder Land und sammeln eidesstaatliche Erklärungen von Geheilten. Zum Auftrag vom 27. Juni 1949: "Es ist noch zu erwähnen, daß es in Herford noch eine große Anzahl Personen gibt, die zu eidesstattlichen Aussagen bereit sind. Falls Ihrerseits Interesse vorliegt, bitten wir höflichst um Auftragserteilung."
Hans Vogt und Kurt Viering, Rechtsanwälte und Notare in Bielefeld, feuern unterdes juristische Breitseiten gegen Amelunxen: "Die Ausübung der Heilkunde in freier Liebestätigkeit fällt nicht unter die Bestimmungen des Gesetzes", zitieren sie nach Pfundtner-Neubert Anm. 3 zum § 1 des Heilpraktikergesetzes und resümieren: "Damit entfällt die Anwendung des Heilpraktikergesetzes in diesem Fall."
Zweimal Tod. Inzwischen ist der Fall des Wunderdoktors Bruno Gröning jedoch längst von der immerhin noch mit psychotherapeutischen Maßen messenden Medizinalbürokratie hinausgewandert in die rauhen Hände der Staatsanwaltschaft.
In Medizinalrat Dr. Sieberts Herforder Gesundheits-Amtsbüro liegt eine amtliche Zuschrift des St. Marien-Krankenhauses in Hamm (Westf.), mit der Bitte um Stellungnahme. Hier wurde im Juni 1949 in tiefer Bewußtlosigkeit ein 17jähriger junger Mann aus Hamm eingeliefert. Die Diagnose des Kassenarztes lautete: Koma diabeticum. Es bestand unmittelbare Lebensgefahr. Mit 250 Einheiten Insulin und den schwersten Herz- und Kreislaufmitteln wurde der 17jährige unter Aufwendung aller nur denkbaren therapeutischen Kunst ins Leben zurückgerufen. Er war von Bruno Gröning gekommen.
Der Patient von St. Marien litt an einer Jugend-Diabetis. Er bekam tägliche Insulinspritzen zur Erhaltung seiner Arbeitsfähigkeit. Um diesen lästigen Injektionen zu entgehen, lief er zu Gröning. Nach einer nächtlichen Hypnose des Wunderdoktors fühlte er sich gebessert und setzte mit der Insulin-Kur aus. Das Ende war sein Zusammenbruch: Koma diabeticum.
"Jetzt ist eine lange Krankenhausbehandlung nötig, nur um den ursprünglichen Zustand bei dem jungen Mann wiederherzustellen," sagt Dr. Siebert. "Solchen Fällen sieht die Obrigkeit nicht müßig zu."
In Regierungsmedizinaldirektor Dr. Habernolls Düsseldorfer Amtszimmer liegen noch mehr Fälle dieser Art; darunter zwei mit tödlichem Ausgang.
Und noch zweimal Tod. Der Wunderdoktor im Schwarzhemd stammt aus Danzig und ist heute 43 Jahre. Sein Leben umrankt bereits die Legende: als der Danziger Maurerpolier Gröning seinen Sohn Bruno das erstemal in der Wiege sah, erschrak er und sagte: "Jetzt haben wir den Satan im Haus!" Bruno Gröning will sich an seine eigene Geburt erinnern können.
Die Familie fürchtete sich vor Bruno. Die Mutter holte Weihwasser, um den behaarten Säugling zu besprengen. Wenn der Alte nachts bezecht nach Hause kam, polterte es nebenan. Aber da schlief nur Klein-Bruno.
Erwachsen lief er aus der Zimmermannslehre. Danzigs Post beschäftigte ihn als Depeschenboten, der Krantor-Hafen als unständigen Arbeiter, bis er mit wechselndem Erfolg in Lack-, Zucker- und Schokoladenfabriken als Ungelernter untertauchte. Nach 1933 stanzte er Hoheitsadler.
Anfang 1946 kehrte der erst 1943 eingezogene Panzerjäger-Gefreite Bruno Gröning aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Als Entlassungsort gab er Dillenburg/Hessen an. Er bezog mit Frau Gertrud und dem achtjährigen Söhnchen Günther ein kümmerliches Flüchtlingszimmer am Nassebetten.
Vater Bruno versuchte sich in den verschiedensten Jobs: als Lumpensammler, um für Lumpen Stoffe einzuhandeln und diese wiederum gegen Tabak und Lebensmittel einzutauschen. Als Lacke- und Farbenvertreter, Tanzbodenkassierer, Radio- und Uhrenmechaniker und schließlich als Sammler ausgedienter Zeltbahnen, um Segeltuchschuhe herstellen zu lassen
1947 starb der damals neun Jahre alte Günther an Rippenfellentzündung und Knochen-Tbc. (Bruder Harald war bereits 1940 verstorben). Bruno Gröning wurde vom Tode seiner Kinder arg mitgenommen. Nachbarn fanden ihn manchmal weinend über den Kinderphotos.
Sie schildern ihn als hilfsbereiten Menschen, der sich mit viel Eifer, aber wenig Erfolg in der Wohnungskommission des Flüchtlingsdienstes betätigte. Vor allem war nie Geld im Hause.
Als letzte Hoffnung gründete Gröning Ende 1948 mit ein paar jungen Leuten eine Laienspielgruppe. Der Einakter "Falsch verbunden" fand bei den Dillkreisbauern nicht die erwartete Aufnahme. Sie lachten, wenn die Pointen längst vorbei waren und zahlten nur kleine Eintrittspreise.
Irene von Toth, entthronte Schauspielerin aus Prag und seit 1948 Grönings künstlerische Beraterin, schildert den Theaterdirektor als "schlichten, kleinen Mann aus dem Volke, immer freundlich und gefällig, trotz gelegentlicher Großspurigkeit und übersteigerten Redewendungen."
Als Laienspieler war er wegen seines fehlerhaften Hochdeutschs nur für Mundartrollen geeignet, dort aber ein Naturtalent mit instinktsicherem Komödiantentum. Er sei ihr immer sympathisch gewesen.
Um die Zeit der Laienspiele wurden Grönings Beziehungen zu seiner Dillenburger Hauswirtsfamilie Richter enger. Gröning hatte den Buchhändlersleuten die Küche renoviert und dabei den Kummer der Frau Hanna Richter erfahren. Die sorgte sich um ihre Duisburger Nichte Ilse, Gesangsschülerin und Tänzerin, bei der seit Jahren Krämpfe und Ohnmachtsanfälle auftraten.
Gröning bemerkte beiläufig: "Jemand in Dillenburg kann Ihre Nichte heilen!" Frau Richter fragte gespannt: "Sie etwa?" Sprach Gröning: "Sie sagen es!"
Er wolle den Geist der meist Bewußtlosen wieder einfangen und sich dazu mit guten Geistern in Verbindung setzen. Bereits am Donnerstag würde die entscheidende Stunde für die kranke Nichte kommen.
Bald bestätigte ein Brief alles: "Ilse fühlte sich Donnerstagnacht wie von einer unsichtbaren Faust aus dem Bett gestoßen und hat sich dabei am Fuß verletzt". Sie könne nun aber wieder gehen.
Seitdem glaubte Frau Hanna Richter an die Gotteskräfte des erwerbslosen Danzigers. Sie empfahl ihren Untermieter zur weiteren Behandlung nach Duisburg. Wo der Schwager den Wundermann allerdings aus dem Hause warf, als er nachts mehrfach bei der Tochter schlafen zu müssen glaubte, "um bei wiederkehrenden Anfällen gleich zugegen zu sein."
Geisterstimmen. Frau Gertrud Gröning blieben die nächtlichen Heil-Sessionen mit der Richter-Nichte nicht verborgen. Nach Auseinandersetzungen ereiferte sich Gröning Frau Richter gegenüber: "Ich muß meine Frau oder sie mich verlassen. Mit ihr zusammen kann ich nicht wirken!" Ehe Bruno Gröning Dillenburg endgültig verließ, behexte er seine Frau nach zwanzigjähriger Ehe mit dem Fluch: "Dich soll der Satan holen!"
Seitdem leidet Frau Gertrud Gröning an Zwangsvorstellungen. Acht Tage nach dem Fortgang Grönings erwachte sie nachts und spürte, jetzt ist der Satan im Zimmer. Schreiend holte sie die Familie Richter und bat, nach allem zu suchen, was ihrem Manne gehöre. Am nächsten Morgen wurden sämtliche Bilder hinausgetragen. Der Spiegel wurde zerschlagen: überreizte Phantasie ließ Frau Gertrud Gröning im Spiegel immer das verzerrte Gesicht ihres Mannes und seine lichten, gar nicht suggestiven Augen sehen.
Schließlich brach sie zusammen. Der Arzt hatte viele Mühe mit Gertrud Grönings Nervenleiden. Wenn nicht allzu fern von ihrer Flüchtlingsstube die Eisenbahn rollt, glaubt sie immer noch Geisterstimmen zu hören.
Am 18. Juni 1949 kam als letztes Lebenszeichen von Bruno Gröning eine Postanweisung über 100 DM. Sonst hat sie in den Zeitungen nur die Bilder von ihm gesehen. "Er ist schrecklich abgemagert und hat ganze Büschel von Haaren verloren!"
Der Stern geht auf. Durch Duisburger Freunde erfuhr der Herforder Maschinenbau-Ingenieur Helmuth Hülsmann von den Wunderkuren Bruno Grönings. Hülsmanns 8jähriger Sohn Dieter leidet seit Jahren an progressiver Muskeldestrophie, also unheilbarem Muskelschwund. Helmuth Hülsmann ließ Bruno Gröning nach Herford kommen und seinen Sohn Dieter von ihm behandeln.
Der Fall Dieter Hülsmann aus Herford, Wilhelmplatz 7, hat den Wunderdoktor Bruno Gröning weltberühmt gemacht. (Auf dem Tisch des Gröning'schen Organisationsbüros liegt Londons "Daily Expreß", Ausgabe vom 25. Juni 1949, mit einer Sensations-Story über Gröning.)
Dieter Hülsmann stand am 1. Juli 1949 am Küchenfenster. Er blickte auf die im Hülsmann'schen Garten kampierenden Lahmen und Blinden. Der SPIEGEL-Reporter forderte den Jungen auf, zum Küchentisch zu laufen. Dieter Hülsmann wankte, mit dem Oberkörper stark pendelnd, heran.
"Das ist genau das gleiche Krankheitsbild wie bisher," erklärt Herfords Medizinalrat Dr. Siebert. "Er läuft nicht besser und nicht schlechter als zuvor."
Vater Helmuth Hülsmann aber war über die Heilung seines Sohnes so begeistert, daß er Villa, Auto, Hab und Gut Bruno Gröning zur Verfügung stellte und ein Jünger des Herforder Messias wurde. So kam Gröning nach Herford.
In Herfords Nächten endlich begannen Bruno Grönings okkulte Sterne hell zu strahlen.
Vor dem Auftrittsverbot umlagerten täglich bis zu 5000 Menschen die Hülsmann-Villa am Herforder Wilhelmsplatz. Tag und Nacht, bis sich der Wunderdoktor Bruno Gröning zeigte. An einem Tage parkten 170 Pkw's auf dem Wilhelmplatz. Die Herforder Polizei schritt mit Strafmandaten wegen verbotenen Parkens ein. Die Hypnotisierten zahlten anstandslos die Geldstrafen und blieben.
Als Oberstadtdirektor Meister zusammen mit Polizei-Inspektor Gebert das Auftrittsverbot überbrachte, stand Herford am Rande des Aufruhrs. "So bin ich in meinem Leben noch nicht beleidigt worden," erklärte Inspektor Gebert. Die fanatisierten Massen waren zu allem bereit. Als der Marsch zum Rathaus beginnen sollte, organisierte Egon Arthur Schmidt einen Ordnerdienst. Er stellte aus Möbelträgern, Kraftfahrern und Krankenwärtern 35 Mann zusammen, denen er gelbe Armbinden verschaffte. Diesen Ordnern Grönings gehorchten die Massen. Herfords Polizeiknüppel wären machtlos gewesen.
Allen Auftrittsverboten zum Trotz biwakieren ständig über hundert Lahme, Blinde, Nervenkranke und Prothesenträger in Hülsmanns Garten. Keiner läßt sich abweisen. Sie schlafen unter Bäumen. Drei Frauen sind über die Luftbrücke aus Berlin gekommen.
Alle paar Stunden tritt Egon Arthur Schmidt in den Garten und beruhigt die Massen. "Uns sind die Hände gebunden," bedauert er das Auftrittsverbot. Frauen schluchzen. "Dann kommen Sie doch nach München!" rufen die Bayern. Sämtliche deutschen Dialekte werden laut.
Die Sache mit dem Baum. Die Hauptquartiers-Villa gleicht einem Bienenkorb. Stabschef Egon Arthur Schmidt, der Detektive ansetzt, Reporter abfertigt, Drucksachen entwirft, wird assistiert von Leopold Stephan, einem Fischkonservenfabrikanten aus Budapest. Er gehört zu Grönings Jüngern.
Bis 1. Juli 1949 gingen in Herfords Wunderdoktor-Zentrale 58000 Briefe ein. Leitzordner bersten von bisher unbeantworteten Telegrammen mit bezahlter Rückantwort.
Im Postbüro des Wunderdoktors arbeitet Organisationschef Kuhlmann mit drei Sekretärinnen. Wenn Egon Arthur Schmidt vom Unterzeichnen der Einschreibebriefe die Rechte erlahmt, beginnt das Oeffnen der Briefe. Zwei Pappkartons stehen auf dem Tisch. In den einen fliegen die Marken für Rückporto, in den anderen die Geldspenden. Es sind 20- und 50-Markscheine dabei.
Gröning selbst ist Chesterfield-Kettenraucher, Bohnenkaffee trinkt er gallonenweise. Als ihn Hamburgs Reporter bei Kaffee und Kuchen überraschten, wurde Gröning wütend: "Eine Schüssel mit Kartoffelschalen ist mir lieber als ein Saftbraten!"
Abends sitzt der Messias mit seinen Jüngern zusammen. Es herrscht die Atmosphäre Edgar Allan Poe's. "Wie war die Sache mit dem Baum?" fragt Gröning Obst- und Gemüsegroßhändler Brinkmann, dessen Magengeschwüre er heilte. Brinkmann erzählt: "Als ich ihn bat, einer meiner Bekannten zu helfen, wollte er nicht. Als er doch kam und wir das Haus betraten, fiel sein Blick auf einen verkrüppelten Apfelbaum im Garten. Er lehnte jede Heilung ab.
Beim Verlassen des Hauses deutete Gröning auf den Baumkrüppel und fragte uns, was das für ein Baum sei. Ein Apfelbaum, antworteten wir. Nein, sagte Gröning, das ist ein Satansbaum. Er sei an der Krankheit und Teufelsbesessenheit aller in der Nähe Wohnenden schuld. Dieser Baum muß weg, forderte Gröning.
Dann bezeichnete er in dem gemauerten Sockel des Gartenzauns einen Ziegelstein. Bei diesem Ziegel, dem achten von der Pforte an gerechnet, müsse 40 cm tief gegraben werden, wo man auf die Wurzel des Satansbaumes stoßen werde. Sechzig Zentimeter weiter würde sich die Wurzel gabeln und dort müsse man sie mit der Axt durchschlagen. Dann würde der Baum eingehen und alles besser werden. Die Grabung traf später an der bezeichneten Stelle genau die Wurzel."
Auf der Rückfahrt von diesem Besuch im Brinkmann'schen Lieferwagen war Gröning äußerst unruhig. Seine Nervosität steigerte sich immer mehr, bis er plötzlich ausrief: "Rechts heran und halt! Der Satan ist hinter uns her." Ein Blick durch das Rückfenster ließ einen alten Mann erkennen, der sich langsam dem Wagen näherte. Obwohl auf der ganzen Straße Platz genug war, zwängte sich der Alte zwischen Auto und Straßengraben hindurch und lachte höhnisch.
Etwa 40 m voraus machte die Straße eine scharfe, unübersichtliche Kurve. "Hundert Meter hinter der Kurve steht jetzt der Satan!" orakelte Gröning. "Wir wollen schnell beten!" Man betet, setzt die Fahrt fort und genau 100 m hinter der Kurve steht das unheimliche Männchen. So sprechen Grönings Jünger an Hülsmanns Kamin.
Gehabt. Nach Nordrhein-Westfalens Kampfansage gegen Herfords Wunderdoktor setzte sich Bruno Gröning in Richtung Hamburg ab. 12 Tage lang lag über dem Zwei-Etagenhaus Waldstraße 16 in Wandsbeks Villenviertel Belagerungszustand. Elegante Wagen parkten in diskreter Entfernung von der grauen Masse der Krankheitsgezeichneten.
Briefträger und Telegrafenboten kämpften sich mit Stößen von Gröning-Post zur Pforte durch. Die Klingel zur ersten Etage mit dem Namensschild "R. Westphal" schrillte pausenlos. Rabiate Gläubige drohten mit handfesten Abordnungen, wenn der Meister sich nicht auf dem Balkon zeige. "Ich habe Verbot", rief Gröning resignierend in das brodelnde Volk. In dem sonst friedlichen Villen-Viertel trauten sich die Bewohner kaum noch auf die Straße.
Allzu aufdringlichen Gläubigen stellte sich Richard Westphal mit imponierender Statur entgegen. Der gewichtige Hamburger Kaufmann hatte seine Wohnung dem Wunderdoktor als Stützpunkt überlassen. Im Mai 1949 hatte der an schwerem Asthma und Herzmuskelschwäche Leidende die Salzuflen-Kur abgebrochen und war den Herforder Heilrufen gefolgt.
Sprach Gröning: "Machen Sie mal den Mund auf. Sie haben Asthma - gehabt!" Seitdem glaubt Kaufmann Westphal, kein Asthma und keine Herzmuskelschwäche mehr zu haben. Die Stiegen seines Hauses erklimmt er mühelos.
Hamburger und trizonale Journalisten folgten Bruno Grönings Ruf zu einer Pressekonferenz. Im "Wandsbecker Hof" öffnete Inhaber Theodor Utendorf gern das Nebenzimmer. Er gehört nämlich selbst zu den Geheilten. Furunkel und Flechten an der Hand sollen nach Grönings Willen über Nacht verschwunden sein.
In Führerpose erhob sich Gröning im gewohnten blauen Anzug mit dem dunklen, in den Nacken fallenden gelockten Haar. Im journalistischen Kreuzfeuer gelassen eine Zigarette nach der anderen rauchend, sprach er, er werde sich auch in Hamburg nicht dazu zwingen lassen, vor einer ärztlichen Prüfungskommission Heilungen durchzuführen. Er heile nie auf Befehl.
Eine junge blonde Dame zur Rechten Grönings stenographierte eifrig mit. Sie gehört zum Reise-Stab. Ihr Mann ist der Ex-Journalist Heidbrinks von Ernst Groß' Bielefelder "Freie Presse". Er gab den Journalismus auf und gehört heute zu Grönings Reisekolonne. Neben Helmut Hülsmann und Marschall Lanzenrath. Dazu die V 170-Fahrer.
Wie machen Sie Ihre Heilungen? fragten die Reporter den Wunderdoktor. "Ich lasse mich nicht fragen, wie ich das mache", antwortete Gröning. "Wer den göttlichen Glauben hat, der kann durch mich gesund werden. Denn was ich sage, geschieht!"
"Können Sie auch gesunde Menschen krank machen?" drangen die Reporter in Gröning. "Jawohl, das kann ich. Aber ich tue es nicht, weil das nicht gottgefällig wäre. Auch wenn es mein Todfeind ist. Darauf bin ich stolz."
Zwischendurch gab er Autogramme auf eigenen Postkartenporträts. Jeder Autogramm-Bedachte hatte einen Wunsch frei. Theaterkassenmann Collien bat für seine trombose-erkrankte Frau. "Sie wird gesund!" sagte Gröning. Bis heute hat sie noch nichts davon gespürt.
Gröning bot einem Journalisten eine Chesterfield an. Der Journalist dankte. "Ich rauche nicht, denn ich habe ein Zwölffingerdarmgeschwür." - ... gehabt!" sagte Gröning. Zwei Tage später ließ sich der Journalist röntgen. Das Geschwür war immer noch da.
Sprach Gröning zwischendrin: "Die Heilungen, die ich jetzt tue, sind nur fünf Prozent meiner Fähigkeiten. Ich kann 95 Prozent mehr vergeben, will aber darüber nichts sagen. Ich sage aber im Vertrauen: die Welt wird sich wundern. Ich werde vor Wissenschaftlern und Staatsmännern sprechen. Wem geholfen werden will, der muß den göttlichen Glauben haben oder gewillt sein, ihn in sich aufzunehmen!"
"Ich brauche bei meiner Behandlung den Menschen nicht einmal zu sehen oder zu kennen. Ich brauche nur Papierschnitzel unter die Leute zu werfen und jeder, der eins findet, ist geheilt, wenn er den Glauben hat."
Hamburgs Journalisten waren hartnäckige Frager. Sie verlangten Auskunft über die beiden Todesfälle. Gröning antwortete:
"Man versucht, mir zwei Todesfälle anzuhängen. Ich gebe aber keine Medizin. Wieviele Todesfälle sind denn von seiten der Mediziner schon vorgefallen? Da sagt man: Operation gelungen - Patient verstorben! So ist es. Ich bin stolz, meine Feinde nicht zu strafen. Aber wenn man es nicht unterläßt, mir hier Schwierigkeiten zu machen - das Ausland ist bereits hinter mir her. Ich will es noch einmal mit Deutschland versuchen. Man soll froh sein und sagen können: das ist ein Deutscher, den sollten wir behalten. Wenn man mich verbietet, wird es Mord und Totschlag geben!"
"Und worauf gründen Sie Ihre Heilmethode?"
Gröning (die Antwort wurde stenographisch festgehalten): "Man hat sich von der Natur zurückgezogen, ist übergegangen zur Kultur. Das heißt, man hat sich erhöht, um erniedrigt zu werden. Wir kommen aber nicht ohne Natur aus. Also hat der Mensch kein Recht, sich von ihr zurückzuziehen.
Der Mensch ist bisher künstlich erhalten worden durch Medikamente und Kunstdünger. Man hat den Bauern Traktoren statt Pferde gegeben. Auch das ist künstlich. Durch Feldfrüchte mit Kunstdünger nehmen wir schon künstliche Stoffe in unseren Körper auf. Ich weiß das sehr genau, denn ich bin Fachmann auf jedem Gebiet."
Eingeladen. Während die Hansestadt bereits zur Derby-Woche rüstete, waren Hamburgs Aerzte bereit, ihr Wochenend zu opfern und den Sonnabend mit Bruno Gröning in der Universitäts-Klinik zu verbringen. Denn Dr. von Schindel, bekannter Hamburger Arzt, hatte öffentlich bekannt:
"Ohne alle gebräuchlichen Hilfsmittel der Therapie gelingt es oft, scheinbar unheilbare Personen zu heilen, allein durch die Uebermittlung der zu diesem Vorgang notwendigen seelischen Kraft des Glaubens. Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Kranken spricht jedoch darauf an und findet Heilung. Es sind vorzugsweise solche, deren Leiden auf seelische Ursachen zurückzuführen sind. Heilungen durch Gesundbeter und wie jetzt im Falle Gröning durch 'Abgesandte Gottes' betreffen nur 11 Prozent aller Patienten, die diese Wundertäter aufsuchen. Die stärkste Suggestivkraft wird aber nicht ausreichen, Knochenbrüche, Blinddarmentzündungen, Lungenentzündungen, Herzbeutelentzündungen und andere Krankheiten zu heilen."
Wunderdoktor Gröning kam nicht zum Hamburger Aerztekonzilium. Am Freitagabend bereits war er mit unbekanntem Ziel und fünfköpfiger Reisebegleitung mit zwei V 170 abgereist.
"Die deutsche Aerzteschaft fürchtet doch nicht Herrn Gröning als Konkurrenten", bemerkt Prof. Schorsch, leitender Arzt der weltberühmten Bethel-Anstalten bei Bielefeld. "Wir haben Herrn Gröning eingeladen, nach Bethel zu kommen, um hier Kranke nach eigener Wahl mit seinen Methoden zu heilen. Aber er entzieht sich, wie schon in Herford, jeder ärztlichen Kontrolle.
Wir kennen Schockwirkungen. Als es noch keine Narkose gab, führte die mittelalterliche Medizin Teufelsgestalten in den Operationssaal. Während die Kranken gebannt waren, führte man die Operation durch. Und ein Lahmer in einem brennenden Hause wird die letzten Lebensenergien zusammenraffen, um zu entkommen."
Die medizinisch-kriminalistische Kleinarbeit zur Entlarvung des Wunderdoktors Bruno Gröning lastet unterdes auf Herfords Stadtmedizinalrat Dr. Siebert. "Gröning gibt an, Gebärmutterkrebs geheilt zu haben. Welcher Arzt hat dazu je die Diagnose gestellt?" fragt Dr. Siebert. "Was soll ich mit Laienbehauptungen über Gebärmutterkrebs anfangen? Krebs erkennen wir im Schnittpräparat. Wahrscheinlich war es ein harmloser Katarrh, den Gröning suggestiv beeinflußte.
Diese suggestiven Heilmethoden bestreitet heute kein Arzt. Es sind Erfolge, wie sie unsere Spezialistenkollegen, die Psychotherapeuten, jeden Tag erzielen. Sie stellen sich damit nur nicht auf den Jahrmarkt, sondern sie wirken in der Stille.
Wenn aber Herr Gröning angibt, Fälle von offener Tbc geheilt zu haben, dann glauben wir Aerzte nicht, daß Grönings hypnotische Kräfte ausreichen, Tb-Bakterien abzutöten. Wenn Gröning Gelähmte wieder gehend macht: bitte bringen Sie mir das Röntgenbild des Geheilten und wir werden unvoreingenommen prüfen, ob die Kalkspangen zwischen den Gelenken verschwunden sind. Wenn Gröning das fertig bringt, geben wir uns gern geschlagen."
Während Grönings Detektive durch Herford preschen, um eidesstattliche Versicherungen von Geheilten zu sammeln, häufen sich bei den Gesundheitsämtern Westdeutschlands die Zeugnisse der bitter Enttäuschten. Grönings "Heilungen" waren vorübergehende Suggestionen. "Bei der labilen, undifferenzierten Masse konnte es dabei durchaus zu Massensuggestionen kommen", fügt Prof. Schorsch hinzu. "Sie sagen, Sie haben Akademiker unter den Jüngern Grönings beobachtet. Auch ein akademisches Studium schützt nicht vor Hysterie."
In dieser kühlen, abgeklärten Atmosphäre der Wissenschaft fiel das Wort "Paranoia". Das ist eine bestimmte Form der Geisteskrankheit, die mit Verfolgungswahn endet. Bei der Paranoia wird von den Erkrankten im Anschluß an ein affektvolles Erlebnis ein System von Wahnvorstellungen entwickelt.
"Ich werde die Lahmen, die Blinden und die anderen Kranken auf großen Plätzen versammeln und Massenheilungen vornehmen. Denn ich bin von Gott gesandt", hat Bruno Gröning gesagt. 50000 wollte er bereits auf der Horner Derby-Bahn heilen.
Volksbank. Wunderdoktor Bruno Gröning hat seinen letzten Trumpf ausgespielt. Er gründete den "Ring der Freunde und Förderer des Werkes Bruno Gröning", Sitz Herford, Wilhelmplatz 7. "Weltgemeinschaft" werden wir hinzufügen, sagte Gröning zu Egon Arthur Schmidt.
"Sollten Sie den Wunsch haben, Herrn Gröning - falls Sie in der Lage dazu sind - den Weg mit ebnen zu helfen, so stelle ich anheim, sich dem im Aufbau befindlichen Ring der Freunde und Förderer anzuschließen und zu dessen Unterstützung einen Unkostenbeitrag zur Verfügung zu stellen. Die Einzahlung kann auf Konto 8271, Volksbank Herford, bis zur gerichtlichen Eintragung unter E. A. Schmidt erfolgen ... Behalten Sie Ihr Gottvertrauen!"

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