30.06.1949

DIE NACHT DER LANGEN MESSER ...

7. Fortsetzung
Die SA- und SS-Führer rückten sehr bald in breiter Front auf dem Parkett der hauptstädtischen Gesellschaft vor: Ihr Urburschentum verbreitete eine hektische Jugendlichkeit. Selbst die Gesandtschaften und Botschaften überschlugen sich, die köstlichen Burschen als Gäste bei sich zu haben. Wenn der Protokollchef des Auswärtigen Amtes Bülow-Schwante mir mit größter Besorgnis nahelegte, einem Exzeß der SA gegen einen Ausländer nachzugehen und mich um eine Bereinigung der Sache zu bemühen, so wußte ich doch, daß der fesche Gruppenführer Ernst nicht nur seine Entschuldigung mit Erfolg anbringen, sondern bei dem Herrn Gesandten oder Botschaftsrat auch eine Einladung ernten würde. Dann wurde gottsmörderisch getrunken und Brüderschaft geschlossen. Man genoß das einmalige Erlebnis, einen Kondottiere und einen Revolutionär im eigenen Hause aus nächster Nähe zu erleben.
Der neue Zug hatte nichts mit Militarismus zu tun oder gar mit Kommiß. Nicht der alte Offizierstyp zog mit der SA herauf. Die Masse der ehemaligen Frontkämpfer stand im "Stahlhelm" abseits, und die SS verhielt sich abwartend, wenn sie auch zielbewußter als die SA schon mit der "Verleihung" ihrer schwarzen Uniform an solche Personen begonnen hatte, die sie sich dienstbar machen wollte. Erst nach der Turbulenz des Jahres 1933 und nach der Ermordung der Raufbolde am 30. Juni 1934 sank oder stieg, wie man es nehmen will, die SA unter der Führung von ehemaligen Offizieren der alten Armee wie dem einwandfreien Jüttner, von Jagow und schließlich auch Lutze auf das Niveau des Kriegervereins. Damals, war in der SA der "Kerl" und der Draufgänger Trumpf.
Benimm. Die reinste Kristallisation des Geistes, die auf der Sonnenseite der ganzen Geschichte herrschte, bildete sich bei den Festmahlen und Trinkgelagen der SA. Ernst hielt auf Lebensart. Er selbst war einmal Kellner gewesen und hatte gelernt, sich zu benehmen. Eines Tages mußte ich ihn wegen irgendeines Zwischenfalles in seinem Stabsgebäude aufsuchen. Er empfing mich in der aufgeräumtesten Stimmung: "Kommen Sie mit in den Standartensaal; ich gebe meinen Rabauken Unterricht im 'Benimm'."
Das war wirklich eine merkwürdige Szene. Eine Anzahl Standarten- und Sturmführer wurden von Ernst in einer unvorstellbar komischen Weise gedrillt wie junge Tanzstundenknaben:
"Sehen Sie, Herr Oberregierungsrat, das ist der Standartenführer 'stramme Wade', Kommunistenfresser vom Fischerkitz; er hat schon in der Kampfzeit seine Kerben in den Pistolenschaft geschnitten, wenn er einen roten Halunken umgelegt hatte. Jetzt bin ich seine Dame; also, Wade, fordere mich zum Tanz auf!"
"Wade" ein ehemaliger Eisendreher, machte in seiner neuen braunen Galauniform vor dem knixenden Gruppenführer eine ungelenke Verbeugung, die er mit den Worten begleitete:
"Darf ich gnädiges Fräulein zum Tanz bitten?" Und Ernst schrie ihn an: "Du machst eine Verbeugung, als ob ein Kamel Gras frißt, du blödes A. ...!"
Abends erschien Ernst mit solchem Gefolge beim Herrn Generaldirektor. Dieser durfte dann auch auf eine Einladung zu einem Galaabend im Zoo anläßlich der "Stiefelschlacht" der SA rechnen, bei dem es ihm eine Ehre sein mußte, einen Scheck für die militärische Ausrüstung des "Sturmes" zu unterschreiben, bei dem er von nun an als ein "förderndes Mitglied" geführt wurde.
Radau um Max Hansen. Auf Görings Befehl ließ ich in jenen Tagen SA-Männer aus Kinos und Theatern, wo sie durch wüste Radauszenen die Vorführungen von "jüdischen" Filmen unmöglich machten, hinausdrängen. Sie drangen in ein Theater ein, in dem der jüdische Schauspieler Max Hansen auftrat. Ich sah keinen anderen Ausweg, als mehrere Tage hintereinander die Karten für sämtliche Vorstellungen dieses Schauspielers und für Filme der Elisabeth Bergner aufkaufen zu lassen. Die Theater wurden durch Kriminalbeamte mit ihren Familienangehörigen besetzt. Unter Ausnutzung der Göringschen Grundhaltung zu diesem Thema gelang es uns, nach dem Verebben des ersten Lärmes ein Wiederaufleben der Judenhetze 1933 zu verhindern. Die SS allerdings ging von ihrem Columbia-Haus aus auf eigene Faust auf dem eingeschlagenen Weg weiter.
In jenen Tagen, in denen Sensation und Aktivität um jeden Preis die Gemüter in Anspruch nahmen, mußte Robert Ley nach dem Glanz des friedlichen Festes auf dem Tempelhofer Feld in Berlin auch seinerseits einen Beitrag zur Revolution leisten. Am 2. Mai trafen mit den größen Ueberschriften der Morgenausgaben die Meldungen der Polizeibehörden aus dem Lande ein, daß die Arbeitsfront die Häuser der Gewerkschaften besetzt habe. Außer daß der oder jener Gewerkschaftsbeamte sich weigerte, die Schlüssel zu einem Kassenschrank herzugeben, um dafür Prügel zu ernten, gab es kaum Gegenwehr. Göring war auch durch diese Aktion überrascht worden. Als ich an diesem Vormittag in seine Villa gerufen wurde, war er dabei, den Doktor Robert Ley wegen seines eigenmächtigen Vorgehens wie einen Schuhputzer abzukanzeln. Göring forderte die Uebergabe der besetzten Gebäude an die preußische Polizei und die Ueberleitung des gewaltigen Vermögens der Gewerkschaften auf den preußischen Staat. Robert Ley, den im nüchternen Zustand ein Sprachfehler störte, reagierte auf Görings Zorn damals noch mit allen Zeichen der Zerknirschung und des Einlenkens. Doch bei dem Führer konnte er sich gegen Göring durchsetzen. Das geraubte Erbe der deutschen Gewerkschaften verblieb der "Arbeitsfront", und Ley, von Natur aus asketischem Wesen abhold, hatte sich die Basis geschaffen, ein zweiter Göring zu werden.
Nach 1933 war Leys Bruder vom Bergmann im Kölner Braunkohlengebiet zur Stellung des "Sozialreferenten" in einer Braunkohlenzeche heraufgerückt. Er hatte bei seinen ehemaligen Arbeitskameraden Gelder für eine Unterstützungskasse gesammelt und sie verjubelt. Der große Ley griff über Freisler ein, als der tapfere Oberstaatsanwalt Hattingen in Bonn ein Verfahren gegen den Defraudanten eröffnet hatte. Auch der Kölner Gauleiter Grohe drängte auf Niederschlagung bei dem wegen seiner rechtlichen Gesinnung verhaßten Hattingen. Der wehrte sich gegen die These, daß man mit Spenden machen könne, was man wolle, und verspottete in einem Bericht an Joel diese "NS-Rechtsansicht".
Joel kam von Berlin her Hattingen zu Hilfe. Da wurde für den Beschuldigten behauptet, er leide an Geistesschwäche. Joel ordnete die Untersuchung seines Geisteszustandes an. Ich mußte den Amtsarzt wissen lassen, daß er keine Gefahren zu fürchten habe, und sein Untersuchungsergebnis lief darauf hinaus, daß Mutter und Vater Ley Gewohnheitstrinker gewesen seien, der Vater Ley eine achtjährige Zuchthausstrafe wegen Brandstiftung verbüßt und daß "hereditäre Trunksucht" auch die Nachkommen befallen habe. Doch Robert scheine eine Ausnahme zu sein; er möge wohl einem Fehltritt der Mutter mit einem jüdischen Kaufmann entstammen, der seine Schul- und Universitätsausbildung bezahlt habe. Der Bruder Leys wurde verurteilt, obwohl ihm "verminderte Zurechnungsfähigkeit" zugebilligt worden war.
Göring Triumphator. In diesen Monaten durchlebte Göring die hohe Zeit seines Ruhmes und seiner Macht. Er war vor allen herausgehoben, die ihm die Gunst des Führers streitig machen konnten. Alle erkannten sie ihn an als Hitlers "ersten Paladin". Die totalitäre Macht hielt er für Hitler in Preußen in seiner Hand. Daß es nur Preußen war, daß die übermütige SA noch wühlte und Himmler sich schon herandrängte, waren nur Wölkchen am blauen Himmel seines Glückes.
Der Uniformwahnsinn hatte unmittelbar mit seiner Ernennung zum Minister und bald zum Ministerpräsidenten von Preußen, zum Reichsjägermeister und Luftfahrtminister eingesetzt. Die Offiziere, SA-Führer, Jägermeister, Baumeister und Uniformenzeichner, die Staatssekretäre, Polizeigenerale und vortragenden Räte batten ihre Mühe, über die Adjutanten und Adjutanturen ihre Termine zu "bekommen". Wie der Herr Ministerpräsident gut fünfmal am Tag die Uniformen wechseln konnte, so auch seinen Aufenthalt. Er empfing während des "Lever", im Bett, badend, und in gewaltigen Schlafmänteln und Morgenanzügen in der "Villa Göring" oder in der Schorfheide. Er regierte eine Stunde als Minister des Innern Unter den Linden und die nächstfolgende als Ministerpräsident im Preußischen Staatsministerium in der Wilhelmstraße. Dann wechselte er in die neuen Räume des Luftfahrtministeriums in der Behrenstraße. Seine Betriebsamkeit dauerte in die Pausen der Oper hinein Seine Willensäußerungen erreichten, die Adressaten nur telegraphisch oder durch Polizeifunk. Alles war eilbedürftig und von erstklassiger Wichtigkeit.
Nur hin und wieder bereitete Göring seine Empfindsamkeit gegen böse Nachreden Verdruß. Er wollte ein so fleckenlos reiner Siegfried sein wie die weißen Uniformen, die er für alle verschiedenen Ränge in diesem schönen Sommer trug. Es kränkte ihn, daß ihm die ausländische Presse immer wieder auftischte, er sei ein Morphinist. Es war ein Festtag für ihn, als ihm ein deutscher Agent die Krankenpapiere des schwedischen Krankenhauses aushändigte, die Anhaltspunkte für seinen Morphinismus geben konnten, der ihn, nach meinen Beobachtungen, 1933 nicht mehr oder nicht wieder beherrschte. Es war ein Anlaß für einige Stunden seinen Groll und sein Mißtrauen gegen meine Eigenmächtigkeiten fahren zu lassen. Daß Photokopien der Papiere längst existieren mußten, und daß sich die gewerbsmäßige Verleumdertätigkeit seiner Feinde am Mangel echter Unterlagen nicht stoßen würde, übersah er in seiner Einfalt.
Reemtsma kaufte sich los. Zu den "monopolkapitalistischen" Hyänen, die der preußische Justizminister abwürgen wollte, gehörte der Hamburger Großkaufmann Reemtsma. Es wurde ihm vorgehalten, daß er seinen Zigarettenkonzern durch Bestechung aufgebaut habe. Der große Eifer, den die SA in dieser Sache entfaltete, wurde dadurch befeuert, daß die Zigarettenfirma Trommler die SA subventionierte. SA-Männer durften nur Trommler-Zigaretten rauchen. Die Verkäufer von Reemtsma-Zigaretten wurden verprügelt, und ihre Ladenfenster wurden eingeschlagen. Als die Berliner SA Reemtsmas selbst nicht habhaft werden konnte, stellte sie das Ansinnen an das Staatspolizeiamt, ihr bei der Festnahme des Großkaufmanns behilflich zu sein. Es kam im August zu einer Aussprache zwischen Göring und Reemtsma, die damit endete, das der kluge Kaufmann Göring klarmachte, es sei sinnlos, die Henne zu schlachten, die die Eier legen sollte. Göring sträubte sich nicht, das einzusehen, und Reemtsma zögerte nicht, sich loszukaufen. Göring brauchte Mäzene für seine Kunstsammlerleidenschaft, für die Berliner Oper und für die Züchtung von Auerochsen und Elchen.
Es war in diesen Junitagen, daß eifrige Leute einem Komplott gegen die deutsche Währung auf die Spur gekommen waren. Otto Wolff, der Kölner Kaufmann, war in den Verdacht gekommen, eingefrorene Markkredite im Ausland, hohe Beträge, erworben und durch Finanzmanöver, durch die er sich gesund und die Mark krank machte, jenes Attentat vorbereitet zu haben. Jedenfalls führte man ein Nachlassen des Markkurses in Holland auf seine Machenschaften zurück.
Es gab eine Kabinettssitzung, in der beschlossen wurde, dem "staatsgefährlichen Spekulanten" das Handwerk zu legen. Der Reichswirtschaftsminister ersuchte mich nach der Sitzung telephonisch, Otto Wolff zu verhaften, und zwar eilends bevor er nach Holland entfliehen könne ich lehnte es ab; der Rechtsstaat sei genug aus dem Geleise gekommen, als daß man unberechtigte Haftbefehle durch Kabinettsbeschlüsse ersetzen könne. Ich hatte den Minister für einen wohlerzogenen Mann gehalten, dem dieser Hinweis genügte. Doch einige Tage später ließ mich Hitler kommen.
Erfolgsmeldung. Sie haben den Otto Wolff, diesen Riesengangster, entwischen lassen. Er ist schon in Holland, wie mir "mein eigener Nachrichtendienst" mitgeteilt hat. Sie haben mich dadurch in große Verlegenheit gebracht. Es muß alles getan werden, um die Pläne dieses Verräters zu durchkreuzen. Es war ein Fehler, ihn nicht rechtzeitig dingfest gemacht zu haben. Sie sind doch über sein Treiben schon lange im Bild gewesen."
"Ich weiß, daß Herr Wolff in Deutschland ist. Er wird seit langem beobachtet; er hat nichts unternommen, das Land zu verlassen."
"Das kann nicht stimmen; er ist gestern bei Aachen über die holländische Grenze gegangen."
"Auch das kann nicht richtig sein. Er ist heute abend 8 Uhr vom Anhalter Bahnhof aus nach Köln gefahren. Er wird im Schlafwagen morgen früh dort ankommen."
Solche exakte Angaben verblüfften Hitler. Er war noch ungläubig und fuhr fort: "Wenn es so ist, so befehle ich Ihnen nunmehr, ihn sofort festzusetzen, sobald Sie seiner habhaft werden. Doch ich glaube nicht daran. Fliegen Sie sofort nach Köln; Sie können jedes Flugzeug benützen, das mit Nachtfluggerät ausgestattet ist."
Ich flog mit einer alten "F 13" während einer kalten Vollmondnacht nach Köln. Nach einer Notlandung im Bergischen Land kletterte ich in ein Personenauto, das mein Begleiter auf der nahen Landstraße anhielt. Am Kölner Bahnhof meldete sich ein Polizeioffizier, der für die Absperrung schon einen großen polizeilichen Aufwand betrieben hatte. Vom Bahnsteig aus sah ich, wie der buddhaähnliche Otto Wolff seinem Schlafwagen entstieg. Auf seinen Butler gestützt, wandelte er gemächlich zu seinem Wagen. Ich ließ ihn unbehelligt. Als festgestellt war, daß er sein Bett aufgesucht hatte, erstattete ich Hitler telephonisch meine "Erfolgsmeldung". Ich kam nicht auf seinen Haftbefehl zurück, und er war beruhigt, tief befriedigt von solchem exakten Funktionieren seiner politischen Polizei. Er kam niemals mehr auf Otto Wolff zu sprechen.
Später, als ich mich in Köln mit Wolff befreundete, zeigte sich, daß er über alle Einzelheiten des Treibens hinter ihm Bescheid wußte. Auch er hatte eine Schwäche für "Nachrichtendienst" und hatte es sich viel Geld kosten lassen, Gegenspionage gegen die IA und das Staatspolizeiamt zu treiben. Gelegentlich erzählte er mir; daß sich immer irgendeine der Vorzimmerdamen im Alex oder in der Prinz-Albrecht-Straße mit Heiratsabsichten getragen habe und für das Geschenk einer Wohnungseinrichtung zur Hochzeit dankbar und hilfreich gewesen sei.
Ali Höhlers Ende. Zu den alten Prozessen, die der nationalsozialistische Justizminister Kerrl von neuem aufrührte, gehörte das Verfahren gegen Ali Höhler, den Mörder Horst Wessels. Als der Name des Sturmführers am Friedrichshain, Horst Wessel, wie der eines Heros in ganz Deutschland genannt wurde, sein Lied zur nationalen Hymne und sein Sturm 33 in Berlin zum Mittelpunkt der Heroenverehrung des Ermordeten geworden war, wurde Ali Höhler aus einem schlesischen Zuchthaus nach Berlin gebracht.
Ich interessierte mich für den schmächtigen, bleichen Jungen, der aus irgendeinem Berliner Gefängnis auch zu Vernehmungen in das Staatspolizeiamt geführt wurde. Schon früh hatte er seine Laufbahn als Berufsverbrecher im dunkelsten Berlin begonnen. Er war eines Abends an der Spitze eines kommunistischen Sprengtrupps in die Studentenbude Wessels eingedrungen und hatte ihn mit der Pistole in das Gesicht geschossen. Als Horst Wessel mit zerschmetterter Kinnlade im Krankenhaus Friedrichshain auf seinen Tod wartete, als der Gauleiter Goebbels damals an seinem Bette wachte, hatte sich um Horst Wessel und Ali Höhler der ekstatische Haß der SA gegen die Kommune schon entzündet. Noch den Leichenzug Horst Wessels hatten die Kommunisten angegriffen, und als das Riesengeleit der SA auf dem Friedhof angekommen war, hatten dort schwarz bemalte Inschriften über dem Grab gestanden: "Dem Zuhälter Horst Wessel ein letztes Heil Hitler!".
Wenn für einen feststand, daß er diese Zeit nicht überleben werde, so galt es wohl für den kleinen Zuhälter Ali Höhler. Sein nackter Körper war über und über mit obszönen Tätowierungen bedeckt. Er erschien vor mir im rostbraunen, plumpen Anzug des lebenslänglich verurteilten Zuchthäuslers, mit klobigem Schuhwerk. Müde und monoton berichtete er noch einmal von seiner Tat, nachdem er auch längst über die Einzelheiten seines Fluchtweges und seiner Helfer nach der vollbrachten Tat "ausgepackt" hatte. Mich jammerte die armselige Gestalt.
"Sie wissen, Ali, was sich inzwischen abgespielt hat. Die Nationalsozialisten sind an der Herrschaft. Sie fordern die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Sie. Was halten Sie davon?"
Er erwiderte im reinsten Berlinisch: "Det mir mal eene geballert wird, det is amtlich."
Die Forderung der SA-Gruppe auf Herausgabe des Ali Höhler, um ihn ihrerseits zu "vernehmen", hatte der Kriminalrat Heller abgelehnt. Als ich seine Weigerung bestätigte, führte die SA bei Göring Beschwerde. Göring war verständnislos für meine Gedankengänge und eröffnete mir, daß man der SA nicht verwehren dürfte, ihre Vergeltung an dem Mörder ihres Sturmführers zu üben. Schließlich ließ er sich noch einmal davon überzeugen, daß ein ordentliches Gericht diese Vergeltung viel eindrucksvoller herbeiführen könne.
Eines frühen Morgens entführten SA-Männer Ali Höhler unter dem Vorwand, ihn nach seinem schlesischen Zuchthaus zurückzubefördern, und mit Hilfe von SA-Männern, die im Gefängnis Dienst taten. Angehörige des Sturmes Horst Wessels erschossen ihn eine Stunde später im Morgengrauen auf einer Waldlichtung östlich von Berlin. Als ich Göring einige Tage später über den Fund der Leiche berichtete, hatte er nichts gegen den Vorgang einzuwenden. Als ich durch die Mordkommission die Ermittlungen aufnehmen ließ, schritt Freisler ein. Ernst leugnete seine Beteiligung an der Sache nicht. Er berief sich auf einen Befehl seines Stabschefs, des Ministers Röhm; als ich bei diesem in die Sache einzudringen versuchte, eröffnete er mir, Hitler selbst habe den Befehl zur "standrechtlichen Erschießung" Ali Höhlers erteilt.
Irrlichter alle beide. Nachdem mir Göring eine "Einmischung" in die Ermittlungen zum Reichtagsbrandprozeß verboten hatte, konnte ich nur aus den gelegentlichen Berichten der Kriminalkommissare Heissig und Zirpius, die für den Oberreichsanwalt in Leipzig tätig waren, schließen, daß bei einer gerechten Prozeßführung nur mit einer Verurteilung des Marinus van der Lubbe zu rechnen war. Der Oberreichsanwalt hatte, trotz der schwachen Indizien, die Anweisungen der hohen Chefs nicht desavouieren wollen und die Anklage auch gegen Torgler und die Bulgaren durchgeführt. An einer Verurteilung des kleinen schmutzigen Holländers allein bestand nicht das geringste Interesse. Die Dirigierbarkeit des Reichsgerichtes hatten Hitler und Göring überschätzt.
Den sensationellen Mittelpunkt des Prozesses, Georgi Dimitroff, hatte ich zum ersten Male gesehen, als ich die Bitte einer amerikanischen Freundin, sie zu dem Zweikampf zwischen Göring und Dimitroff zu führen, nicht abschlagen konnte. Es war der Höhepunkt des Schauprozesses, den Goebbels, von den Moskauer Vorbildern fasziniert, in seine lärmende Begleitmusik eingehüllt hatte, ohne daß sich die Richter und Ankläger dieser Atmosphäre hingaben.
Es war ein prächtiges Schauspiel für den Psychologen der Demagogie, als sich diese beiden Prachtexemplare ihrer marktschreierischen Despotien gegenübertraten, der eine so weltenweit entfernt von den Grundsätzen der Sittlichkeit und der europäischen Bildungstradition wie der andere. Der eine, in hohen lackledernen Reitstiefeln und in einem penetrant braunen Reitanzug, war des Beifalls der einen Seite des Gesindels gewiß; dem anderen waren Lob und Preis seiner Verwegenheit auf der anderen Seite der menschlichen Wildnis sicher. Irrlichter alle beide!
Abreibung. Auf der Rückreise von Papenburg hörte ich am 22. Dezember 1933 in Hannover durch einen Anruf aus Leipzig von dem Freispruch Torglers und der Bulgaren. Durch eine telephonische Anfrage bei dem Staatspolizeiamt erfuhr ich wenige Minuten später, daß Göring den Befehl erteilt habe, die Freigesprochenen aus dem sächsischen Gefängnis in das preußische Konzentrationslager Oranienburg zu bringen. Noch von Hannover aus instruierte ich meinen Vertreter Volk, daß er Görings Befehl überhören und vor keiner Machination zurückschrecken solle, die Ueberführung aus dem sicheren Gewahrsam des Reichsgerichtes in Leipzig zu verhindern. In Berlin wurde ich von meinen Freunden mit Ungeduld erwartet. Das Reichsgericht weigerte sich, die Gefangenen festzuhalten. Da wandte ich mich an Frick, den Reichsinnenminister, der sich über die Vorstellung einer Ermordung der Bulgaren durch die SA empörte und den Leipziger Polizeipräsidenten in den ersten Januartagen mit einer Anweisung versah, die freigesprochenen Bulgaren in Schutzhaft zu nehmen und in Leipzig festzuhalten. Für das Staatspolizeiamt gab es im Lande Sachsen keine Zuständigkeiten.
Ich hatte inzwischen erfahren, daß sich der Gruppenführer Ernst, es muß am 28. Dezember 1933 gewesen sein, mit einer Kolonne der SA bei Jüterbog postiert habe, um den ursprünglich für diesen Tag vorgesehenen Transport der Entlassenen abzufangen. Ich fuhr noch am Abend dieses Tages nach Jüterbog. Es bereitete mir ein Vergnügen, Ernst zu überraschen, der in einer Kneipe sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte und durch Posten und Vorposten und Patrouillen den Bereich in eine Art Kriegszustand versetzt hatte. Die SA hielt alle auf der großen alten Heerstraße passierenden Wagen an, machte sich wichtig und gerierte sich als Polizei. Ernst sagte mir ins Gesicht, daß er die Bulgaren für eine "Abreibung" erwarte. Ich gab der Befürchtung Ausdruck, daß das unangenehme Folgen haben könne.
Held Dimitroff. Nach etwa drei Wochen konnten Dimitroff, Popoff und Taneff nach Berlin in das kleine Gefängnis des Staatspolizeiamtes gebracht werden. Sie waren seitens der SA nicht mehr gefährdet. Die durch die Komintern in allen Ländern der Erde für Dimitroff organisierten Aktionen, an denen sich die gesamte Weltpresse beteiligte, hatten Hitler und Göring noch beeindrucken können. Dimitroff wurde wie ein Held gefeiert.
Eines Tages ließ mich Göring kommen, um mir mitzuteilen, daß er über das Auswärtige Amt die Zustimmung der bulgarischen Regierung zur Auslieferung Dimitroffs nach seiner Heimat erwarte. Es stehe ihm dort die Vollstreckung des Todesurteils bevor, das im Jahre 1924 wegen terroristischer Akte gegen ihn verhängt war. Aber die Bulgaren lehnten Anfang Februar 1934 die Aufnahme ihres Landsmannes endgültig ab. Etwa Mitte Februar ließ mich Hitler zu sich kommen, um mir zu sagen, daß er sich mit dem Gedanken trage, Dimitroff den Russen auszuliefern.
Für diesen Fall bat ich den zuständigen Botschaftsrat der russischen Botschaft, in Rußland festgehaltene Deutsche gegen Dimitroff auszutauschen. Wir hatten eine beachtliche Zahl solcher Deutscher als Gegenleistung gefordert. Es waren Ingenieure, Wissenschaftler und Facharbeiter, und nach meiner Erinnerung drei Offiziere, die in russische Gefängnisse gewandert waren. Daß die Russen auf meinen Vorschlag eingingen, und daß sie sich immer eindringlicher um Dimitroffs Gesundheit sorgten, war mir ein Beweis, daß ihnen an Dimitroff viel gelegen sei. Ich hatte die Verhandlungen ohne Görings Kenntnis und Vollmacht eingeleitet. Daß Hitler den Erzfeind Görings in das Heimatland der Proletarier aller Länder expedieren lassen wolle, hatte Göring mit völliger Fassungslosigkeit hingenommen. Ich müsse Hitler mißverstanden haben, meinte er.
In völliger Stille. Am 26. Februar 1934 ließ mich Hitler wieder zu sich kommen. Er war allein. Ohne Vorrede begann er: "Ich habe mich entschlossen, diesen Dimitroff zu den Russen zu schicken. Morgen früh um 6 Uhr startet ein planmäßiges Flugzeug der Deroluft. Die Maschinen sind umschichtig mit deutschen und russischen Piloten besetzt. Morgen ist es ein Deutscher. Sie werden Dimitroff und seine Genossen an die Maschine bringen. Alle anderen Fluggäste müssen die Maschine räumen. Es hat in völliger Stille zu geschehen. Es darf kein Mensch von dieser Sache erfahren."
Ich warf die Frage auf: "Auch der Ministerpräsident Göring nicht?"
"Auch er nicht", war die brüske Antwort, die keine Zwischenfragen mehr gestattete.
Hitler mußte seit langem über dem Entschluß gebrütet und die Einzelheiten der Durchführung genau ausgedacht haben. Ich dachte an meine Austauschverhandlungen, die einigen Deutschen die Freiheit bringen sollte. So bemerkte ich denn:
"Ich hatte auch schon an diesen Schritt gedacht, zumal Dimitroff inzwischen russischer Staatsbürger geworden ist. Es sind deshalb Vorbereitungen getroffen worden, daß die Russen für die Ueberlassung des Bulgaren einige Dutzend Deutsche ausliefern, die dort in Gefängnissen sind. Ich dachte an ein Junktim."
Bei diesem Ausdruck unterbrach er mich mit Heftigkeit: "Junktim, Junktim, wenn ich schon so etwas höre. Das haben Sie wohl von Stresemann. Nein. Das würde die Wirkung meiner Absicht ganz und gar vereiteln. Ich will keine Gegenleistung. Ich kann es mir leisten, den Herrn den Russen zu verehren ohne Ankündigung und Gegenleistung. Ich möchte die dummen Gesichter der Russen sehen, wenn er morgen abend in Moskau ankommt."
Göring verlor die Sprache. Als ich gegen Abend in die Prinz-Albrecht-Straße zurückkam, wartete der russische Botschaftsvertreter, um mir seine Besorgnis und versteckte Verdächtigungen wegen der Magenkrankheit Dimitroffs auszudrücken, über die ihn sein Arzt unterrichtet hatte. Ich vertröstete ihn nur mit Mühe.
Ich mußte einen verläßlichen Beamten in das Vorhaben einweihen, wenn ich diese Gefangenenentführung auf des Staatschefs Befehl inszenierte, und schließlich, ich konnte nicht den Chef des Geheimen Staatspolizeiamtes Göring unorientiert lassen. Es kam mir zustatten, daß ich ihn telefonisch nicht erreichen konnte. Aber am späten Abend hatte ich ihn am Fernsprecher. Göring verlor eine Weile die Sprache. Sein Herr und Gebieter wollte seinen schlimmsten und frechsten Feind, der ihn vor der ganzen Welt blamiert hatte, den er am liebsten unter der Erde gewußt hätte, hinter seinem Rücken in Freiheit setzen. "Ich werde sofort hereinkommen."
Er sprach aus der Schorfheide. Ich bedeutete ihm, daß das ganz unmöglich sei. Er könnte mich nicht vor Hitler desavouieren.
"Dann werde ich kommen, um mit Dimitroff zu sprechen."
"Das können Sie auch nicht tun", meinte ich. "Was wollten Sie mit ihm sprechen. Er ist morgen ein freier Mann in Rußland. Wollen Sie sich etwa um seine Freundschaft bemühen und ihn bitten, freiwillig hierzubleiben? Ich halte Dimitroff für eine ernst zu nehmende Persönlichkeit. Wenn Sie befürchten, daß er Sie künftig angreift und verhöhnt, so halte ich es bei seiner Ehrauffassung für möglich, daß er mir versprechen wird, es zu unterlassen."
Göring war damals noch von zartester Empfindlichkeit gegen ausländische Attacken und Verunglimpfungen. In der Morphiumgeschichte und während der Veröffentlichungen in der Bestechungsaffäre, die sich im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Reisender für Fallschirme zehn Jahre vorher ereignet hatte, hatte ich echte Depressionen bei ihm erlebt. Was konnte nun der redegewandte Dimitroff, der ihn hassen und verhöhnen mußte, alles anrichten! Mir tat der mächtige und prächtige Mann leid.
"Ich werde Dimitroff wissen lassen, daß er Ihrer freundlichen Gesinnung den Gnadenakt verdanke. Er wird mir zusagen, sich dadurch zu revanchieren, daß er verspricht, sich nicht rednerisch und publizistisch gegen Ihre Person zu betätigen."
Göring hörte mit Erleichterung auf diesen Ausweg. Meinen Sie, daß er sich daran halten wird?"
"Ich meine es."
Carepakete. Am kommenden Morgen ließ ich die Bulgaren vor Morgengrauen wecken. Als ich ihre Zelle betrat, packten sie verschlafen ihre Koffer und Schachteln. In der großen Doppelzelle - es war eine Wand herausgebrochen worden, um sie in zwei verbundenen Räumen bequemer unterzubringen - sah es nach Carepaketen aus. Dimitroff, der mich seit seiner Verhaftung nicht mehr gesehen hatte, sprang erregt auf mich und den begleitenden Beamten zu.
"Was haben Sie mit uns vor? Wollen Sie uns umbringen lassen?"
"Sie sollen verlegt werden. Sie werden mit dem Wechsel zufrieden sein. Sie werden bald in Freiheit sein."
"Warum verlegt man uns, wenn wir frei werden sollen. Lassen Sie uns frei. Hier in Berlin! Wir wollen studieren. Ich liebe Deutschland, seine Sprache und seine Literatur, ich will hier arbeiten", so sprudelte es aus ihm heraus.
"Herr Dimitroff, Sie wissen nicht, daß sich hier einiges geändert hat. Wenn Sie hier studieren wollen, so werden Sie auf der Straße totgeschlagen."
"Herr Dimitroff, wenn Sie in Freiheit kommen, so erwartet der Herr Ministerpräsident Göring eine gewisse Würdigung seiner Haltung Ihnen gegenüber. Er möchte nicht zum Dank beschimpft und verhöhnt werden. Könnten Sie mir das versprechen,"
Dimitroff hatte inzwischen sein Mißtrauen aufgegeben. "Ich habe Herrn Göring nichts nachzutragen, wenn er mich meiner Arbeit nachgehen läßt. Ich habe nie etwas gegen Deutschland unternommen, und ich denke nicht daran, künftig gegen ihn oder Deutschland zu hetzen. Ich liebe dieses Deutschland."
Im Nonstop-Flug. Wir trafen uns im großen Dienstwagen. Auf dem Tempelhofer Feld hatte ein vorausgesandter Beamter die erstaunten Fluggäste, englische, amerikanische und deutsche Kaufleute und Studenten aus ihrer Flugkabine herausgebeten und im Restaurant des Flugplatzes festgehalten. Der Pilot hatte entsprechend dem "Führerbefehl" die Weisung erhalten, im Nonstop-Flug nach Moskau zu fliegen und sich dort seiner ihm selbst unbekannten Fracht zu entledigen. Als sich die Bulgaren der Maschine näherten, erblickten sie auf der Innenseite der offenstehenden Kabinentüre das Schildchen mit der Aufschrift: Berlin-Königsberg-Moskau. Ich wandte mich an Dimitroff, der ein höchst betroffenes Gesicht machte:
"Nun, sind Sie mit der Lösung einverstanden, Herr Dimitroff,"
Er verbarg seine Freude, die von den Gesichtern der beiden anderen leuchtete. Er kam noch einmal auf sein unterbrochenes Studium zu sprechen. Aber dann hatte er die Realität der Dinge begriffen.
"Ich komme zurück nach Deutschland", sagte er, in die Kabine einsteigend.
"Das wird noch nicht gleich möglich sein. Doch wenn Sie kommen, dann mit besseren Absichten, vielleicht als ein Botschafter der Freundschaft zwischen unseren Ländern."
Höllenmaschine. Der Pilot eröffnete mir, daß ein Nonstop-Flug mit der faßbaren Treibstoffmenge eine Unmöglichkeit sei. Er müsse in Königsberg zwischenlanden. Ich bat ihn, dann auf die Geheimhaltung des Unternehmens zu achten Der mich begleitende Beamte werde bis Königsberg mitfliegen. Dieser Pilot scheint eine starke Phantasie besessen zu haben. Nach Zeitungsmeldungen aus der russischen Zone hat er jetzt die sensationelle Aussage gemacht, daß ich ihm vor dem Start eine Höllenmaschine übergeben hätte. Der Tapfere habe sie in Königsberg beseitigt.
Die Sache hatte indessen einen anderen Schönheitsfehler. In den Pariser Abendblättern wurde veröffentlicht, daß die freigesprochenen Bulgaren in einer Maschine der Deroluft nach Moskau gebracht worden seien. Das verärgerte Hitler ebenso sehr wie die Wartezeit, die er vergeblich am Radio verbrachte, um etwas über die Ratlosigkeit der Russen bei der Ankunft der Maschine in Moskau zu hören.
Dimitroff hat sein Wort gehalten und Göring, der mir am kommenden Tag eröffnete, er respektiere jede Entscheidung des Führers, halte diese aber für verhängnisvoll, hatte niemals über "Indiskretionen" und Attacken des Mannes, an dem er seinen Meister gefunden hatte, zu klagen.
Ungefähr um Mitte Dezember hatte mir der Oberpräsident der Rheinprovinz, von Lünink, einen Bericht gesandt, dem eine minuziöse Zusammenstellung von rechtsbrecherischen Handlungen der Hitlerjugend innerhalb seiner Provinz beigegeben war. Es war eine Sammlung von über hundert Tatbeständen, die sich auf Vergehen der Führer an den ihnen anvertrauten Menschen, auf sittliche Vergehen untereinander, auf Kirchenschändungen, Aufruhr, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen bezogen. Im Staatspolizeiamt entstand aus den Berichten der Oberpräsidenten eine nach den Kapiteln des Strafgesetzbuches zusammengesetzte Denkschrift von der Dicke eines Folianten. Anfang Januar 1934 legte ich sie Göring vor.
(Fortsetzung folgt)
Copyright 1949 by Interverlag AG. Zürich. Nachdruck verboten.
Von Rudolf Diels

DER SPIEGEL 27/1949
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DER SPIEGEL 27/1949
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