01.11.1950

MOCHAuf dem Fuße der Ungleichheit

(s. Titel)
Nachtsitzung in der französischen Nationalversammlung. Die Abgeordneten haben gerade dem mit der Regierungsbildung beauftragten Innenminister Jules Moch *) das Vertrauen ausgesprochen. Der Abgeordnete Paul Reynaud meldet sich zum Wort. Moch sei in seiner Regierungserklärung mit keinem Wort auf die zukünftige Deutschlandpolitik seiner geplanten Regierung eingegangen: "Sie wollen nicht die Zulassung Deutschlands auf dem Fuße der Gleichheit. Das entspricht nicht der von
Außenminister Schuman eingenommenen Haltung." Jules Moch: "Glauben Sie, daß es eine Gleichheit zwischen einem besetzten Land und einer Besatzungsmacht geben könnte?"
Dieser Wortwechsel ist schon ein gutes Jahr alt. Jules Moch gab damals seinen Auftrag zur Regierungsbildung nach sechs Tagen zurück. Heute amtiert René Pleven als Ministerpräsident. Er leitet das 13. Kabinett seit 1945.
Kurz vor dieser Debatte in der Nationalversammlung hatte Jules Moch - zu jener Zeit gerade Innenminister - in dem Städtchen Sète eine Rede gehalten: "Wir wären verrückt, wenn wir den Deutschen die Arme öffnen wollten." Und: "Deutschland scheint seit seiner Niederlage nichts hinzugelernt und nichts vergessen zu haben; es ist heute wie gestern eine Beute des Nationalsozialismus." Paul Reynaud nannte diese Rede eine "förmliche Kriegserklärung an die Besiegten".
Heute ist Jules Moch Verteidigungsminister Frankreichs. "Ich bin der Minister für die Bewaffnung Frankreichs und nicht für Aufstellung deutscher Divisionen", hat er kürzlich gesagt. Er sitzt jetzt in New York und verhandelt mit den übrigen elf Verteidigungsministern der Atlantikpaktstaaten *) über Westdeutschlands Beitrag zur Europa-Verteidigung. Daß er selbst an dem Plan mitgearbeitet hat, den ihm die französische Regierung als Verhandlungsgrundlage mitgab, ging aus den Vorschlägen selbst hervor:
* Deutsche Einheiten erst nach Abschluß des Schuman-Planes,
* Deutsche Einheiten nur bis Regimentsstärke, auf alliierte Divisionen verteilt,
* Kein deutscher Generalstab.
Jules Moch wird mit seinen Vorschlägen in New York auf nicht allzuviel Gegenliebe der Amerikaner stoßen. Als er das letzte Mal drüben war, Anfang Oktober, zusammen mit seinem Finanzministerkollegen Maurice Petsche, hatten ihm die Amerikaner soviel materielle Unterstützung zugestanden, wie er kaum zu hoffen gewagt hatte. Sie taten es unter anderem, damit er
seinen Widerstand gegen deutsche Divisionen aufgebe.
Finanzminister Petsche hatte das große Kassenbuch der Vierten Republik mit in die Staaten genommen und offen vorgelegt. Das Defizit für 1950 allein von Mochs Verteidigungsministerium betrug danach 270 Milliarden Francs.
Jules Moch seinerseits legte dazu eine militärische Bedarfsliste vor, in der er die Preisspalte leer gelassen hatte. Die Sachverständigen in Washington hatten schnell ausgerechnet, daß die vergessenen Zahlen zusammengerechnet 2 Milliarden 400 Millionen Dollar ergeben würden.
Da Frankreich außerdem noch sein Haushaltsdefizit für 1951 aus dem amerikanischen Staatssäckel ausgeglichen haben wollte, fehlten den Herren Moch und Petsche im ganzen 3 Milliarden 170 Millionen Dollar. Das sind 13,6 Milliarden DM. Oder 1635 Milliarden Francs. (Das hört sich so phantastisch an, daß die französische Regierung es auch für den inneren Gebrauch lieber in Dollars ausdrückt.)
Zunächst einmal haben die Amerikaner den Herren Moch und Petsche für das erste Jahr 1000 Milliarden Francs gespendet. Das reicht für neun kriegsstarke französische Divisionen. Was an dem Riesendefizit nun noch fehlt, muß auf andere Weise in die Pariser Staatskassen gebracht werden. Maurice Petsche hat schon eine Menge Pläne in seinem Tresor:
* Erhöhung sämtlicher bereits bestehender Steuern um zehn Prozent,
* Wiedereinführung der Luxussteuer,
* Sondersteuer für Rüstungsbetriebe,
* Wiedereinführung der Lohnsteuer,*)
* eine Staatsanleihe, die "Atlantik-Anleihe" heißen soll und in allen elf Pakt-Staaten aufgelegt wird.
Trotzdem glaubt Maurice Petsche, daß Frankreich im nächsten Jahr aus eigener Kraft nicht mehr als 580 Milliarden Francs für die Landesverteidigung aufbringen kann. Man könnte gerade eine Division damit aufstellen.
"Cousin Jules". Auf diesem brüchigen Zahlen-Fundament will Verteidigungsminister Jules Moch Frankreich zum "Eckpfeiler der europäischen Verteidigung" machen. Er tut es mit der Humorlosigkeit, der Korrektheit und der Nüchternheit, die Journalisten schon glauben ließ, er habe "einen Satz trigonometrischer Vermessungsinstrumente verschluckt".
Als er Innenminister war - irgendeinen Ministerposten hatte er bisher in jedem französischen Nachkriegskabinett - ließ er sämtliche Tore des Ministeriums Punkt 9 Uhr 01 schließen und alle Beamten, die zu spät kamen - um 9 Uhr begann die Arbeitszeit - notieren. Es seien 62 Prozent gewesen, sagte Moch später. Auch Ministerialdirektoren mit zweistündiger Verspätung seien darunter gewesen.
Eine Erklärung für diese Korrektheit ist die Tatsache, daß Jules Moch aus einer alten jüdisch-französischen Offiziersfamilie aus dem Elsaß stammt (er selbst ist in Paris geboren, 1893, spricht aber deutsch mit kaum merklichem französischem Akzent). Großvater Moch war noch im Elsaß geboren, kämpfte 1870/71 als Oberst und zog 1871 nach Paris, weil er nicht unter den Deutschen leben wollte. Auch Vater Moch war Oberst, er schied nach der Dreyfus-Affäre**) aus dem aktiven Dienst aus.
Jules saß 1911 in einem der ersten halsbrecherischen Flugzeuge der Gebrüder Wright und wurde von seinem Vater 1912 nach Paris zur Ecole Polytechnique geschickt. Der Pionieroffizier Jules Moch wurde im ersten Weltkrieg viermal im Heeresbericht lobend erwähnt. 1924 trat er in die Sozialistische Partei ein.
Der Akzent seiner sozialistischen Gesinnung lag bald auf den Gebieten, zu denen er nach Herkunft und Ausbildung besonders geeignet war: er liebte die Planung, die Ordnung und die Rationalisierung. Léon Blum wurde auf den großen (1,82 m), schwarzhaarigen Mann mit der gewaltigen Nase (dankbares Karikaturistenmotiv) aufmerksam. Er hatte bald seinen Spitznamen weg: "Cousin Jules". Aber er ist mit Léon Blum nicht verwandt.
Im Septembr 1939 meldete sich Moch freiwillig zur Marine und machte die Narvik-Expedition
mit. Am 10. Juli 1940 gehörte er in Vichy zu den sozialistischen Abgeordneten, die gegen Pétain stimmten. Er wurde dafür vorübergehend eingesperrt.
Sicherlich ist einer der Gründe für Jules Mochs Aversion gegen die Deutschen die Tatsache, daß sein ältester Sohn 1943 als Widerstandsmann im Kampf gegen die französische Miliz des Kollaborateurs Joseph Darnand gefallen ist. "Wenn man in 70 Jahren dreimal überfallen ist, wenn man die Gaskammern und die Verbrennungsöfen kennengelernt hat ...", begründete er diese Abneigung einmal.
Elfmal Mörder. Außerdem ist Moch noch ein Feind der Kommunisten. Er haßt sie mit der Leidenschaft, deren nur ihre sozialistischen Verwandten fähig sind. Die rote "Humanité" nennt ihn grundsätzlich nur "den Mann, der Arbeiterblut an den Händen hat". In der Tat hat er in der turbulenten Zeit nach dem zweiten Weltkrieg im politischen Leben Frankreichs eine ähnliche Rolle gespielt wie Gustav Noske nach dem ersten in Deutschland.
Statistiker haben gezählt, daß Jules Moch in jener Zeit in einer einzigen Parlamentsdebatte 17mal Lügner, 11mal Mörder, zweimal Spitzel und einmal Erpresser genannt wurde. Die französische Postverwaltung mußte einen kommunistischen Angestellten entlassen, weil er auf Hunderte von Telegrammen zusätzlich den Stempel "Jules Moch ist ein Mörder" gedruckt hatte.
Selbst Jules Mochs Name mußte schon zu Beschimpfungen herhalten. Als er einmal in der Kammer mit dem Abgeordneten Flandin debattierte - das ist freilich schon über zehn Jahre her - , sprach der den Namen so aus, wie es die französische Grammatik vorschreibt: "Mosch". "Mosch" ist aber auch die Aussprache des Wortes "moche", was so viel wie "widerlich, schlecht" heißt. Jules Moch bewahrte zunächst Haltung. Beim drittenmal fuhr er Flandin dazwischen: sein Name spreche sich nicht "Mosch" sondern "Mok" aus. Flandin entschuldigte sich glänzend: Er habe gedacht, man spreche Moch wie den Namen des Marschalls Foch aus.
Es riecht nach Volkssturm. Wie Ferdinand Foch anno 14 Frankreich an der Marne gerettet zu haben glaubte, will Jules Moch sein Land Anno 50 auf das Schlimmste vorbereiten.
"Wir müssen den Schutz des Glacis sicherstellen, das der Sieg von 1945 uns zu besetzen erlaubt hat. Es ist die Schaffung eines Vorfeldes ("dispositif") Elbe-Rhein, die ständig unsere Sorge zu sein hat. Unsere Bundesgenosen müssen verstehen, daß sie sich nicht eine parallele Anstrengung ersparen können, wenn wir die äußerste auf uns nehmen."
Die Idee, auch Deutsche den Raum Elbe-Rhein mit verteidigen zu lassen, ist für Jules Moch im Grunde indiskutabel. Die Engländer und Amerikaner sollen das machen. Dabei muß der Onkel aus Amerika schon zwei Drittel von Mochs Truppen aus seiner Tasche bezahlen.
Allein: mit der Armee ist es im modernen Krieg nicht mehr getan. Schon im April 1947 sagte Jules Mochs Vorgänger im Amt des Verteidigungsministers: "Es gibt nur ein Mittel, gleichzeitig die Landesverteidigung und das Weiterbestehen der Industrie zu sichern: schon in Friedenszeiten lokale Sicherheitskräfte aufzustellen. Auf diese Weise kann die Bevölkerung unverzüglich gegen Fallschirmjäger, gegen Luftlandetruppen, gegen Sabotageversuche und gegen jede feindliche Aktion eingreifen."
Der das sagte, hieß François Billoux. Er war damals und ist heute Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Frankreichs. Kommunistenfresser Moch setzte heute diese Pläne in die Tat um: Ein entsprechendes Dekret ist erlassen. Die kommunistische Presse spricht heute von einer "Massen-Gestapo".
In diese "Heimwehr" gehören jetzt schon die Gendarmerie und die Mobilgarden. Zusammen mit den Honoratioren der Dörfer und Städte sollen sie die Kader bilden. Einberufen sollen werden: Männer, die über 48 Jahre alt sind und Freiwillige, die aus irgendeinem Grund nicht aktiv zu dienen brauchen.
In Großstädten wird nach Betrieben, Straßen, Häuserblocks und Häusern eingestellt. Die Struktur soll militärisch und zivil zugleich sein. Departementspräfekt (etwa Regierungspräsident) und der Militärbefehlshaber des gleichen Bezirks kommandieren gemeinsam mit gleichen Vollmachten. Auf dieser Basis geht es nach oben und unten weiter. Es riecht alles ein bißchen nach Volkssturm. Heimwehr-Aspiranten sind sich noch nicht recht klar, ob sie mit Panzerfäusten auf feindliche Panzer losgehen sollen oder sich nur nächtelang längs der Eisenbahngeleise kalte Füße zu holen haben.
Kes kse ksa? Schwierigstes Problem wird sein, das Einsickern von Kommunisten in die Heimwehr zu verhindern. Denn gegen Moskaus fünfte Kolonne richtet sich ja das Ganze. Zwar werden in den französischen Polizeien "Sûreté Nationale", "Surveillance du Territoire" und "Renseignements Généraux" eifrig schwarze Listen aufgestellt. Aber was sie taugen, hat die kürzliche Aktion gegen spanische Kommunisten gezeigt. Es geschah mehr als einmal, daß den Inspektoren von der Portiersfrau gesagt wurde: "Aber der wohnt schon seit Jahren nicht mehr hier." In Marseille zum Beispiel waren die Adressen auf den Listen zu 60 Prozent falsch.
Indessen: so fest entschlossen Jules Moch ist, Europa ohne deutsche Divisionen zu verteidigen, so entschlossen ist er, eine kommunistische Invasion Westeuropas zu verhindern. Kürzlich bemerkte einer der Beamten des Verteidigungsministers, wie am Eingang zum Ministerium in der Rue Saint-Dominique eine phantastisch komplizierte und einbruchsichere Tür angebracht wurde, die nur mit den Stahltüren eines Banksafes zu vergleichen war.
Der Beamte faßte Mut, Jules Moch zu fragen: "Kes kse ksa?"*) - "Das soll mir die Kommunisten vom Leibe halten, wenn sie kommen", sagte der Minister. "Ich werde bei der Arbeit an meinem Schreibtisch sein und mich nicht um Asylrecht im Claridge-Hotel in London oder im Waldorf-Astoria in New York bemühen."
*) Sprich: Mok
*) Belgien, Dänemark, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, USA.
*) Vor zwei Jahren wurde die Lohnsteuer insofern abgeschafft, als nur noch die Arbeitgeber 5 Prozent der Löhne und Gehälter an den Fiskus abführen mußten. Zusätzlich müßten nun auch die Arbeitnehmer 5 Prozent zahlen.
**) Alfred Dreyfus (1859-1935), jüdischer französischer Artillerieoffizier, 1894 wegen angeblichen Landesverrats lebenslänglich nach Cayenne verschickt, 1906 freigesprochen.

DER SPIEGEL 44/1950
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