23.12.2005

INDONESIEN„Die Menschen hier sind leidensfähig“

Der Tsunami hat die Provinz Aceh zerstört, er hat ihr aber auch ein bisschen vom ersehnten Frieden gebracht, den das ganze Land bitter benötigt. Indessen träumt Präsident Susilo davon, sein Reich aus 17 500 Inseln in einen gewaltfreien muslimischen Modellstaat zu verwandeln.
Freiheit und Demokratie begannen für Irwandi Yusuf, 45, am 26. Dezember des vergangenen Jahres. Er saß im Zentralgefängnis von Banda Aceh, es war genau 7.58 Uhr, als ihn ein schweres Beben aus seinem Bett auf den Zellenboden warf. Vor ihm tat sich ein kopfgroßes Loch in der Außenwand auf, durch das er ins Freie schauen konnte.
287 Gefangene waren auf engstem Raum zusammengepfercht, allesamt Guerilleros der Bewegung Freies Aceh (Gam), die seit 1976 für die Unabhängigkeit der Provinz von Indonesien kämpfte. Irwandi kommandierte die Rebellen und war ins Gefängnis gekommen, nachdem im Mai 2003 Friedensgespräche mit der Regierung gescheitert waren.
Banda Aceh, die Hauptstadt der Unruheprovinz, liegt auf einem flachen Küstenstreifen am Meer, und Irwandi ist ein ziemlich heller Kopf. Ehe er Guerillaführer wurde, hatte er Veterinärmedizin an der Universität von Bandung gelehrt. Er wusste, dass nach derart heftigen Erdstößen eine gewaltige Flutwelle das Gefängnis überrollen könnte und dass ihm nicht viel Zeit blieb. Er kletterte auf sein Bett zurück, stemmte beide Beine gegen die brüchige Decke und rettete sich gerade noch rechtzeitig auf das Gefängnisdach, bevor die Wassermassen auf ihn zurasten.
Was danach geschah, weiß er nicht mehr genau. Wenige Minuten später kam der Dachstuhl, an dem er sich festgekrallt hatte, vier Kilometer weiter landeinwärts zum Liegen.
Anders als seine Kameraden im Gefängnis überlebte Irwandi eine der größten Naturkatastrophen, die seit mehr als einem Jahrhundert über Asien hereingebrochen war. Der Tsunami, den der Erdstoß vor Aceh ausgelöst hatte, war mit ungeheurer Geschwindigkeit durch den gesamten Indischen Ozean gefegt, hatte in den Anrainerstaaten Süd- und Südostasiens verheerende Verwüstungen angerichtet und vermutlich 230 000 Menschen in den Tod gerissen.
Aus dem weihnachtlichen Seebeben entwickelte sich rasch ein Weltbeben, denn die Katastrophe hatte nicht nur abgelegene Regionen Asiens erfasst, sondern - vor allem in Thailand und auf Sri Lanka - einige Traumziele der weltweiten Touristenströme zerstört. Das globale Entsetzen löste einen Tsunami der Hilfe aus - gut zehn Milliarden Dollar Hilfsgelder wurden für den Wiederaufbau der Katastrophenregionen gespendet. Auch über Aceh brachen Helfer und noch mehr Hilfsversprechen herein.
Von allen Küstenregionen des Indischen Ozeans traf es die indonesische Provinz Aceh am schwersten. 15 000 Tote hatte der 30-jährige Unabhängigkeitskrieg bis zu jenem 26. Dezember gefordert. Jetzt wurden in wenigen Wochen 142 952 Menschen in Massengräbern beigesetzt, mehr als 37 000 gelten weiterhin als vermisst. 570 000 Menschen verloren ihr Zuhause, 90 Prozent
aller Straßen, Schulen und Krankenhäuser in der ohnehin bitterarmen Provinz zerstörte der Tsunami.
Und dennoch hat die Katastrophe auch ein kleines Wunder bewirkt, das inzwischen jeden Mittwochnachmittag im früheren Gouverneurspalast in Augenschein zu nehmen ist: Dann setzen sich im arabisch anmutenden Dekor eines Konferenzraumes Vertreter des indonesischen Militärs mit ihrem alten Gegner Irwandi zusammen und reden über Frieden.
Schon drei Tage nach dem Tsunami, am 29. Dezember, hatte die Gam einen Waffenstillstand verkündet. Es folgten Friedensverhandlungen unter finnischer Vermittlung. Acht Monate später, am 15. August, unterzeichneten die Bürgerkriegsparteien in Helsinki eine Absichtserklärung, einen der längsten bewaffneten Konflikte Südostasiens zu beenden.
Noch beäugen die erbitterten Feinde von einst einander misstrauisch. Jahrzehntelang hatte die Armee Rebellen gefoltert, besonders gern mit Hilfe eines einfachen Tisches: Dabei wurde ein Tischbein den Opfern auf einen Fuß gestellt, dann sprangen vier Soldaten auf die Tischplatte. Die Gam rächte sich, indem sie gefangenen Soldaten die Augen ausstach.
Vergessen ist das alles nicht. "Die Menschen hier sind aber sehr leidensfähig", sagt Generalmajor Supiadin Adi Saputra, dem die Garnison auf Aceh unterstand und der nun einen Teilabzug der Streitkräfte leitet. "Aber wie hätte man angesichts solcher Verwüstung noch weiterkämpfen können?"
Es war Präsident Susilo Bambang Yudhoyono im fernen Jakarta, der einsah, dass das Blutvergießen nie aufhören würde, solange er vornehmlich den Generälen die Kontrolle über die Unruheprovinz überlassen würde. Er ist selbst ein General a. D., seine Brust voller Orden verdiente er sich in zwei langen Kampfeinsätzen in Osttimor.
Als Staatschef hat Susilo eine Vision und einen Alptraum. In seinem Alptraum wird er gezwungen, so weiterzumachen wie seine drei Amtsvorgänger, die in den sechs Jahren nach dem Sturz des Diktators Suharto das Land nicht aus der ökonomischen Krise führen konnten. In seiner Vision macht er aus Indonesien ein demokratisches, tolerantes Land, ein Modell für die ganze islamische Welt. So hat er im September 2004 die Direktwahl für die Präsidentschaft gewonnen. In Aceh erhielt er 70 Prozent aller Stimmen, und der Tsunami hat ihn in seiner Vision bestärkt.
Wenn das Parlament in den nächsten Wochen ein Gesetz verabschiedet, das die Gam als Partei zu den Regionalwahlen zulässt, könnte Hasan di Tiro, 75, der politische Führer der Aufständischen, aus dem Exil in Schweden zurückkehren und im April zum Gouverneur gewählt werden. "In Aceh entscheidet sich, ob Susilo als Präsident und Indonesien als Demokratie bestehen kann", sagt di Tiros Sprecher Bakhtiar Abdullah.
Das ist sicher nicht die ganze Wahrheit. Denn der Tsunami und seine Verwüstungen, der Waffenstillstand und der Wiederaufbau, die Guerilla und die vier Millionen Acehnesen sind nur ein kleiner Teil der Probleme Indonesiens. In der größten muslimischen Nation der Welt leben 220 Millionen Menschen, von denen fast 90 Prozent dem Islam angehören. Sie verteilen sich auf 17 500 Inseln, was das Regieren und die Verwaltung des Landes sicher nicht vereinfacht.
In West-Papua zum Beispiel, größer als Deutschland, leben manche Ureinwohner noch in der Steinzeit. Hunderte Sprachen werden auf dem über 5000 Kilometer hingestreckten Archipel gesprochen, und über die Hälfte aller Indonesier müssen von weniger als zwei Dollar am Tag leben. Daneben aber gibt es auch moderne Hightech-Metropolen wie etwa Bandung, und überall floriert eine freche und agile Zivilgesellschaft.
Die ist beispielsweise im Utan Kayu Kulturzentrum in Jakarta zu besichtigen. Hier sind vor noch nicht allzu langer Zeit die Grundlagen für das moderne Indonesien gelegt worden. Im Sommer 1994, als Suharto drei Nachrichtenmagazine verbieten ließ, kauften Journalisten und Schriftsteller die heruntergekommenen Häuser mit der Adresse Utan Kayu 68 H und trotzten der Diktatur mit einem Buchverlag. Eine linksalternative Szene entstand, und 1998 nahmen die Massendemonstrationen, die zum Sturz des Diktators führten, von diesem Ort ihren Ausgang.
Ayu Utami, 37, sitzt im Gartenrestaurant des Zentrums, vor sich eine große Flasche Bintang-Bier. Die langen, schwarzen Locken fallen der jungen Frau über die entblößten Schultern, das T-Shirt ist weit ausgeschnitten, dazu trägt sie hautenge Jeans. Ayu Utami ist eine auf Java geborene Katholikin, sie ist Single und will, wie die bekannteste Schriftstellerin Indonesiens in einer ihrer zahlreichen Zeitungskolumnen verkündete, daran einstweilen nichts ändern. Heute redet sie allerdings nicht über Sex, das Hauptthema ihres Bestsellers "Saman", sie moderiert eine Diskussion über die Ereignisse am 6. August.
An diesem Tag hatten die Islamisten von der Front der Verteidiger des Islam versucht, das Kulturzentrum zu stürmen. Ihr Angriff galt dem Büro des Netzwerks für Liberalen Islam, das in seinen Studien Fragen beantwortet wie etwa diese: "Warum der Koran das Kopftuch nicht vorschreibt." Die liberalen Muslime werben für eine "grundlegende Neuinterpretation" ihres Glaubens.
"Ich werde mir von solchen Fanatikern nicht meine Religion erklären lassen", sagt die Netzwerkerin Lanny Octavia, 26. Sie passt eigentlich gar nicht in diese alternative Szene. Seit ihrem Theologiestudium an der Islamischen Universität im pakistanischen Islamabad trägt sie einen Schleier. "Der hat aber nichts damit zu tun, was in meinem Kopf vorgeht", sagt sie.
Offenbar hat sie keine Angst vor den radikalen Islamisten. "Wir sind gut aufgestellt",
sagt sie. Im zweiten Stock des Hauptgebäudes arbeiten etwa hundert Journalisten in drei Schichten an einem Radioprogramm, das 18 Stunden täglich Talkshows, religionskritische Essays und von der Regierung unterdrückte Informationen in landesweit 423 unabhängige Radiostationen einspeist. Im Frühjahr soll ein Fernsehstudio dazukommen.
Einige Stadtviertel weiter, in Menteng, versammeln sich an diesem Nachmittag die einstigen Gegner der Netzwerker zu einem gemütlichen Plausch.
In Menteng wohnen die Reichen und Superreichen Jakartas. Hinter einer Pforte aus Mahagoni treffen sich einige Veteranen aus den Geheimdiensten. Namen dürfen nicht genannt werden, ansonsten zeigen sie wenig Scheu vor Journalisten. Was halten sie von Präsident Susilo? "Ein Präsident muss in diesem Völkergemisch immer gegen die Fliehkräfte ankämpfen", sagt der Hausherr. Susilos Vorgänger Bacharuddin Habibie habe 1999 "die Wiederwahl vergeigt, weil er die Unabhängigkeit Osttimors zuließ". Sollte es keinen Frieden in Aceh geben oder sollten etwa die Papuas einen eigenen Staat fordern, sagt ein älterer Kollege, dann sei auch dieser Präsident "kaputt".
Die Tropen-Soirée der Geheimdienstler steckt voller Gerüchte und Intrigen. "Hast du gehört, dass die Chinesen schon wieder ihr Geld aus dem Land schaffen?", fragt einer. "Sie haben Angst vor einem Anschlag", entgegnet ein anderer. "Quatsch", sagt ein Dritter, "die Inflation von 18 Prozent vertreibt sie." Der Hausherr entkorkt eine Flasche alten französischen Cognacs.
In Jakarta, der Zwölf-Millionen-Stadt, werden zwar alle wirklich wichtigen politischen Entscheidungen getroffen, aber das Herz Indonesiens schlägt auf dem Land draußen, im restlichen Teil von Java. Auf einer Fläche fast so groß wie Griechenland leben hier über 120 Millionen Menschen, 900 auf jedem Quadratkilometer.
In Bogor etwa, berühmt für seinen ungewöhnlich artenreichen botanischen Garten, gibt es eine ziemlich bizarre Szene politischer Extremisten. "Können Sie noch heute Nacht kommen? Ich muss morgen wieder die Terroristen treffen", heißt es in einer SMS von al-Chaidar. Der Mann ist Ende dreißig, spricht gepflegtes Englisch und bezeichnet sich manchmal als Forscher mit dem Schwerpunkt "radikaler Islam", dann wieder als Aktivist der Bewegung Darul Islam (Haus des Islam), die seit den vierziger Jahren im Untergrund für einen islamischen Staat kämpft.
Chaidar kennt jedes Schlachtfeld der Dschihadisten zwischen Kunduz in Afghanistan und der Gewürzinsel Ambon im Osten Indonesiens aus eigener Erfahrung. Im November sprach er erstmalig über sein Treffen mit Noordin Mohammed Top, dem steckbrieflich gesuchten Bombenbauer der Terrororganisation Jemaah Islamiah, die im Oktober 2002 bei ihrem Anschlag auf Bali 202 Menschen tötete. Chaidar nahm im Auftrag der Regierung mit dem Terroristen Verhandlungen auf.
Der Emissär erscheint gegen Mitternacht in einer menschenleeren Hotellobby und erzählt, wie ihn ein paar Mitglieder der Jemaah Islamiah abgeholt, eine Kapuze über den Kopf gezogen und zu ihrem Chef gebracht hätten. 100 Kilometer seien sie durch die Nacht gefahren. "Noordin hat von der Regierung die Freilassung der Bali-Bomber gefordert und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit den USA", sagt Chaidar und muss selbst den Kopf schütteln. Darauf lässt sich Susilo natürlich nicht ein. So bleibt der Terroristenchef weiterhin "irgendwo da draußen in seinem Versteck auf Java", sagt Chaidar. "Und er wirbt weiter Selbstmordattentäter an, auch junge Frauen."
Die Fahrt von Bogor nach Surabaya, der zweitgrößten Stadt Indonesiens, dauert selbst mit dem Expresszug neun Stunden. Die Fahrt führt vorbei an Reisterrassen, Tempelanlagen, Vulkanen. Im Großraum der Metropole mit ihren 2,7 Millionen Einwohnern sind die meisten Pesantren des Landes zu finden: strenge islamische Internate.
Die Schule Tebu Ireng zum Beispiel hat der Großvater des ehemaligen Präsidenten Abdurrahman Wahid gegründet, eine Art Salem muslimischer Erziehung. 2000 Jungen und 200 Mädchen aus gutem Hause erhalten hier ihre Ausbildung.
Direktor Yusuf Hasyim ist mächtig erzürnt über die Ankündigung der Regierung, sie lasse künftig, als vorbeugende Maßnahme im Kampf gegen den Terror, Fingerabdrücke von allen Pesantren-Schülern nehmen. "Als würden wir zur Gewalt anstacheln", schimpft er. "Dabei verhalten wir uns neutral. Unsere Schüler können fernsehen, sie lesen Zeitung und erhalten eine moralische Erziehung. Das bringt sie auf die richtigen Ideen."
Oder auch nicht. In einer Klasse der Mittelstufe Eins sollen sie über Osama Bin Laden diskutieren. "Das ist mein Freund", brüllt der 13-jährige Mohammed. Dem Verwaltungschef der Schule ist die Antwort peinlich. Allerdings macht er wenig später selbst klar, dass auch er der Überzeugung anhängt, wonach die Anschläge vom 11. September 2001 eine amerikanische Verschwörung gewesen sein müssen: "Man weiß ja, dass keine Juden dabei starben." In Indonesien wächst der engstirnige, militante Islam.
Nun jährt sich der Tag, an dem der Tsunami hereinbrach, und vor allem in der Katastrophenprovinz Aceh stehen Gedenkfeiern bevor. Ausländische Würdenträger reisen an, Präsident Susilo will sich persönlich vom Fortschritt beim Wiederaufbau überzeugen. Nicht alles, was er zu sehen bekommt, wird ihn froh stimmen.
Die Straßen sind zwar geräumt, und das Krankenhaus in Banda Aceh ist mit Hilfe der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit wiederhergerichtet. Aber von den 120 000 dringend benötigten Wohnhäusern sind zum Jahrestag erst 16 500 fertiggestellt. Mehr als 107 000 Menschen leben noch in Notunterkünften und Zelten.
Leupung ist nur 30 Kilometer von Banda Aceh entfernt. Das Dorf liegt gleich hinter dem einzigen bedeutenden Industriebetrieb der Provinz, einem Zementwerk an der Westküste, dort wo der Tsunami mit der größten Wucht über den schmalen Küstenstreifen hinweggerast war. Von den 1476 Dorfbewohnern leben nur noch 378. "Ein paarmal waren Ausländer hier und versprachen, sie würden uns Häuser bauen", sagt Sakaria, der Gemeindesekretär von Leupung. Wenig ist bisher geschehen. Die Überlebenden tauchen im Meer nach Metallschrott, den sie dann verkaufen.
Vor dem Dorf verkündet eine riesige Plakatwand, dass hier die Straße ins gut 200 Kilometer entfernte Meulaboh von der US-Regierung gebaut wird. Aber wann? Die Sandpiste, die es jetzt gibt, wird die Regenzeit kaum überdauern.
Rund sieben Milliarden Dollar sind in den Wochen nach der Katastrophe Indonesien versprochen worden, vornehmlich für den Wiederaufbau von Aceh. Die indonesische Regierung hat Vorverträge in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar mit Hilfsorganisationen und Firmen unterzeichnet, aber erst 2,2 Milliarden sind bis heute auch ausgegeben worden. "Wo ist das viele Geld, das angeblich für Aceh gespendet wurde?", fragt Chik Rini, 30, eine prominente Journalistin. Sie sitzt im Fischrestaurant "Imperial Kitchen". Um die strengen Scharia-Gesetze zu umgehen, wird hier das Bier in Teekannen ausgeschenkt.
Chik Rinis Elternhaus lag direkt am Hafen von Banda Aceh. Weil dort die Eigentumsrechte an den Grundstücken noch nicht geklärt werden konnten, ist auch nichts wieder aufgebaut. Allerdings sind die Mieten und Preise für Häuser, die in anderen Stadtvierteln gebaut wurden, in die Höhe geschnellt - vor allem die zahlreichen Ausländer sind bereit, viel Geld für ihre Unterkünfte auszugeben.
Bereits im Mai legte die indonesische Regierung den ersten Generalplan für die Sanierung der Katastrophenregion vor. Dann gründete sie die Wiederaufbaubehörde für Aceh. Den Vorsitz führt seither Kuntoro Mangkusubroto, ein früherer Minister für Bergbau, dem der Ruf der Unbestechlichkeit vorauseilt. "Ende Dezember werde ich meinen Haushalt aufgestellt haben", sagt Kuntoro, "im nächsten Jahr geht es richtig los."
Eigentlich dürfte Jakartas oberster Helfer im protzigen Gouverneurspalast wohnen, der dem Tsunami getrotzt hat. Stattdessen hat er sich am Stadtrand eine kleine Villa gemietet. In seinem Garten geht es ziemlich geschäftig zu.
Kuntoro verspricht: "Wir werden 78 000 Häuser errichten. Das ist hochgegriffen, aber wir werden es versuchen." Dann sagt er noch: "Es muss klappen. Ich habe es dem Präsidenten versprochen."
JÜRGEN KREMB
Von Jürgen Kremb

DER SPIEGEL 52/2005
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