04.05.1970

„UM ETWAS LEBENSWICHTIGES ZU REGELN“

Früher hatten wir die Todesstrafe. Heute haben wir nur noch die Psychiater und die Gerichtsmediziner. Ein Mann tötet seine Kinder, seine Frau, sich selbst. Und schon stellen sich die Experten den Gazetten zur Verfügung. Ohne die Einzelheiten des Falles und die Persönlichkeit des Täters zu kennen und darum behindert, wie zu betonen sie nicht versäumen, sind sie dennoch zu erläuternden Anmerkungen fähig. Die Herren von Seele sel. Wwe. und tötender Gewalt Ex. & Imp. können mit starker Verunsicherung, mit Fassadendenken, triebhaften Motiven und Kurzschlußhandlungen dienen. Wie die Lieferanten von Bücklingen, Käse, Teigwaren und anderem befriedigen die Experten Bedürfnisse.
Der Mann, der seine Kinder, seine Frau und sich selbst tötete, hat seiner Umwelt das Bedürfnis hinterlassen, über die Umstände dieses befremdenden Ausscheidens aus ihrer Mitte aufgeklärt zu werden. Für dieses Bedürfnis sind starke Verunsicherung, Fassadendenken, triebhafte Motive und Kurzschlußhandlung sättigende Worte. Nach Verzehr dieser Worte braucht es nicht mehr viel, damit das Befremden weicht. Es reicht, wenn etwa das Wort Fassadendenken angereichert wird. Große Ansprüche, fünf Autos in fünf Jahren, Eigenheim, neue Möbel, Farbfernseher, Schulden, Verschuldung: um der Fassade willen, aus Geltungssucht.
Worte breiten sich wie ein Leichentuch über die Toten. Endlich kann man hinschauen. Der Anblick ist nun ein gewohnter Anblick. Schulden führen dahin, wohin Schulden führen. Jetzt darf man sogar beginnen, sich zu empören. Seine Frau und sieben Kinder hat der Mann getötet, bevor er sich selbst tötete. Er ist nicht nur ein Selbstmörder: er ist ein Massenmörder.
Vierundvierzig Jahre alt ist der "Massenmörder" Harry Kecinski geworden. Er wuchs in Hamburg auf. Für das, was man fröhlich das Berufsleben zu nennen pflegt, was aber in Wahrheit ein Kampf auf Leben und Tod ist, brachte er nicht mehr als eine kaufmännische Lehre mit. Ihm öffnete sich, als er 1946 anzutreten hatte, kein Weg. Er war bis zur Währungsreform Arbeiter in Süddeutschland, danach, wieder in Hamburg, kaufmännischer Angestellter und auch einmal längere Zeit arbeitslos. Er hat in einer Zuckerfabrik gearbeitet, war beim Versorgungsamt, ging wieder in eine Fabrik und landete endlich 1963 beim Finanzamt. Er fing in Schleswig beim Finanzamt ganz unten an, mit einfachem Bürodienst. Zuletzt entsprach seine Tätigkeit und sein Einkommen dem Rang eines Oberinspektors.
1949 heiratete Harry Kecinski die Tochter eines Bauern im Kreis Schleswig. Er war damals 23, seine Frau Lisa 19 Jahre alt. Jeweils vier Jahre lagen zwischen der Geburt der ersten drei Kinder. Fünf weitere Kinder wurden 1961, 1962, 1963, 1964 und 1966 geboren. 1959 war Harry Kecinskis Schwiegervater gestorben und hatte Grundbesitz hinterlassen. 60 000 Mark haben die Kecinskis in den sechziger Jahren für sich aus diesem Grundbesitz erlösen können; einen Betrag, der nur dem gewaltig scheint, der vorher und drumherum nichts als seinen Lohn hatte und hat. 60 000 Mark sind eine tödliche Gefahr für den, der es sich auf seinem Platz in jener Weit schon eingerichtet hat, in der man angestellt wird und entlohnt. 60 000 Mark scheinen in der Unfreiheit frei zu machen und Urlaub von ihr zu gewähren, wann immer es einem beliebt.
Harry Kecinski hat Geld ausgegeben in der Annahme, ihm wachse Geld in Gestalt der Güter nach, für die er Geld ausgab. Er handelte dabei aus einer Haltung heraus, die zur Anregung des Konsums tagtäglich von neuem gestiftet und gefördert wird. Konsum -- aber doch nicht so, schreit die Gesellschaft angesichts von neun Toten entsetzt. Sie wäscht sich die Hände, wenn eines ihrer Mitglieder tatsächlich annimmt, es sei nur dadurch existent, daß es konsumiert.
Die Liste der im Kecinski-Nachlaß vorgefundenen, von übergroßem Anspruch des Verblichenen zeugenden Bestände krönt in den Berichten -- ein Farbfernseher. Er ist in der Tat die Krone angesichts der Tatsache, daß Fernsehen in immer größerem Umfang farbig produziert wird; angesichts der Tatsache, daß auf der erdrückenden Mehrheit der nur für Schwarzweiß eingerichteten Geräte das Immer häufiger in Farbe ausgestrahlte Programm nur unvollkommen gesehen werden kann.
Zuerst schuf man eine Abhängigkeit. Nun nutzt man diese aus. Doch Harry Kecinskis ausschweifende Lebenshaltung krönt -- ein Farbfernsehgerät. Und endlich heißt es in einem der Berichte gar, denn das Ehepaar Kecinski hatte acht Kinder: "Harry Kecinski liebte seine Frau. Er liebte sie eigentlich recht rücksichtslos."
Das System ist perfekt. Der kleine Mann, der scheitert, hat falsch verstanden. Zwar hat man ihm erzählt, es gäbe ihn, den kleinen Mann, nicht mehr; es drehe sich alles um ihn, den mündigen Bürger, und nichts sei ihm unmöglich, nichts dürfe ihm unmöglich sein. Doch wie kann sich der kleine Mann nur so unmöglich benehmen, so falsch verstehen. Konsum -- aber mit Maßen, Familie -- aber nach Maßgabe der Verhältnisse: Ist das nicht alles ganz einfach? Man beschuldigt, um sich zu entschuldigen.
1968 floß den Kecinskis noch einmal Bargeld aus dem unseligen Erbe zu. 1969 bezogen sie ein neues Haus in einer Siedlung für Kinderreiche in Fahrdorf bei Schleswig. Das Haus Am Lundbarg 27 ist ein bescheidenes Haus trotz seiner sechs Zimmer. Es war Herbst, als die Kecinskis einzogen. Sie kamen zu einem zähen Winter in Fahrdorf an; zum Winter, in dem man auf dem Lande ohnehin nicht anwächst unter den Nachbarn, denn jeder verkriecht sich in seinem Bau.
Schon seit Anfang 1969 war Harry Kecinski in seinem Arbeitsplatz, im Finanzamt in Schleswig, Gegenstand einer immer kritischeren Aufmerksamkeit seiner Kollegen und Vorgesetzten. Ein Finanzamt muß ein seltsamer Arbeitsplatz sein. Da beschäftigen sich Männer und Frauen, die in der Regel zu nicht mehr als einem Höchstverdienst von um die 2000 Mark vorstoßen können, mit Erklärungen, in denen es um stattliche, um erstaunliche, um phantastische Beträge geht. Diese Männer und Frauen geraten an Kniffe und Machenschaften, denen sie sachlich zu begegnen haben, sosehr sie angesichts dieser Kniffe und Machenschaften in Wallung geraten mögen. Diese Männer und Frauen haben es sogar mit Unerträglichem zu tun, das der Gesetzgeber gestattet hat. Wie soll man Finanzbeamter sein. hochspezialisiert und wach und zugleich doch auch empfindlich für sich selbst, für das, was in einem immer wieder hochkochen muß?
Man tut, was alle tun, die über Gebühr und vor allem über den Entgelt hinaus beansprucht werden: Man entwickelt eine hohe Auffassung vom eigenen Beruf. Man macht eine Tugend daraus, daß man aushält, was einem zugemutet wird. Kollegen gegenüber, die nachlassen, die nicht in Reihe und Glied bleiben, muß man streng sein. Es hat trotzdem nicht an Bemühungen gefehlt, mit Harry Kecinski ins Gespräch zu kommen, nachdem er begonnen hatte aufzufallen. Seine Leistungen "fielen ab", Es hieß darüber hinaus, Harry Kecinski beeinflusse seine Kollegen ungünstig.
Hat Harry Kecinski, der ausgerechnet als Finanzbeamter das Danaergeschenk eines nur zu überschätzenden, nur in Versuchung führenden Erbes erfuhr (eines Erbes. das ihm nichts anderes offenbarte als seinen lange zuvor entschiedenen Ausschluß von jeder Chance, ein Besitzender, Vermögender zu werden), innerlich rebelliert? Man wird es nicht mehr erfahren.
Im März dieses Jahres platzte ein Wechsel Harry Kecinskis. Die Gläubiger wandten sich an das Finanzamt. Harry Kecinskis Vorgesetzter forderte reinen Tisch von seinem Untergebenen: eine Übersicht über die Art und das Ausmaß seiner Verschuldung. Harry Kecinski weigerte sich, eine solche Aufstellung zu machen, deren Endsumme bei mehr als 125 000 Mark gelegen hätte. Man werde ihm, so meinte er, in Kenntnis dieser Aufstellung genauso kündigen, wie man ihm auch ohne eine derartige Aufstellung kündigen werde. Am 7. April dieses Jahres wurde Harry Kecinski fristlos entlassen.
Am Donnerstag vergangener Woche ist in Kiel bekanntgegeben worden. "daß das Verhalten des Angestellten Kecinski zu einer Kündigung berechtigte". Kecinski selbst habe von einer monatlichen Schuldenlast von 1500 Mark gesprochen, so daß er also für seine Familie nur 400 Mark zur Verfügung gehabt habe. Im öffentlichen Dienst müßten aber, so sagte man in Kiel. an die Zuverlässigkeit der Arbeitnehmer besonders strenge Anforderungen gestellt werden und in der Finanzverwaltung die strengsten.
Harry Kecinski machte seinen Gesprächspartnern die Kündigung leicht. Er sei bereits in Süddeutschland gewesen und habe dort eine neue Arbeitsstelle in Aussicht, soll er gesagt haben. Harry Kecinski hatte das Visier heruntergelassen. Harry Kecinski hatte kapituliert. Zuletzt, am Montag, dem 20. April, hat wohl der Lehrer seiner Kinder mit ihm gesprochen. Den rief Harry Kecinski an. Er bat um einen Tag schulfrei für die Kinder. Man müsse nach Hamburg fahren, "um etwas Lebenswichtiges zu regeln". Irgendwann danach starben neun Menschen nacheinander. Frau Kecinski. man hat Gründe zu dieser Vermutung, war einverstanden. Harry Kecinski -ein Massenmörder?
Daß die Kecinskis ihre Kinder mitgenommen haben, wird ihnen vorgeworfen: sieben "vergeudete Leben, nicht ausgelotet in ihren Möglichkeiten, nicht genossen in ihren Freuden", Die Kecinskis werden eher an die ersparte Qual gedacht haben. Hätten sie ihre Kinder nicht mitgenommen, hieße es nun, sie hätten ihre Kinder im Stich gelassen. Hat Harry Kecinski seine Familie getötet, um die Fassade zu wahren; um auch und gerade vor seinen Kindern nicht als Bankrotteur dazustehen? Wir jedoch wagen es nicht, in ihm einen "Renaissance-Fürsten" zu sehen, wie es geschehen ist; einen Mann, der sich für berechtigt hielt, "zu küssen und zu köpfen, je nach Laune oder scheinbarer Unabwendbarkeit".
Eine Zeitung hat sich vom "Massenmörder" Kecinski an Massenmorde erinnert gefühlt, von denen die Welt erschüttert wurde. Es wäre aber an viele ganz andere Fälle als Jürgen Bartsch zu erinnern gewesen. An die unglückliche Frau Maaß etwa, die mit ihren fünf Kindern wirtschaftlicher Schwierigkeiten wegen sterben wollte und überlebte. Es ist so selten nicht, daß Eltern mit ihren Kindern gehen oder zu gehen versuchen. Doch diese schrecklichen Anlässe zur Selbstprüfung sind verdrängt worden. Das befremdende Bedürfnis, unsere Gesellschaft zu verlassen, hat sich noch immer beruhigend erklären lassen.
Vor dem "Uns ist nicht mehr zu helfen" derer, die sich selbst getötet haben, fliehen wir, wie vor der Pest. Denn es enthält die Feststellung, daß Hilfe von uns nicht mehr, zu erwarten war. Wir haben Rettungsstationen eingerichtet noch und noch. Es gibt Betriebs- und Personalräte, die Telephonfürsorge und andere Beistände von Amtes und privater Initiative wegen. Wir vergessen nur zu gern: daß der Verzweifelte diese Rettungsstationen aufsuchen muß. Es stört uns sehr. daß wir mehr denn je gehalten sind. einen Menschen im Wasser zu entdecken und hinterherzuspringen. Wäre Harry Kecinski zu seinem Vorgesetzten gekommen, hätte er gesagt, daß besondere Umstände eingetreten seien: Man wäre bereit zu einer "sozialen Auslauffrist" oder einer ordentlichen Kündigung gewesen. Hinterhergesprungen ist niemand. Niemand hat Harry Kecinski im Wasser gesehen.
Harry Kecinskis Schwiegermutter, krank seit Jahren, hat für eine Weile überlebt. Er hat sie ausgelassen. Und Klaus Kecinski, der nicht mehr zu Hause lebte, hat überlebt. Seine Freundin stand neben ihm über den Särgen auf dem kleinen Friedhof des Amtes Haddeby. "Diese Särge sprechen für sich", hat der Pfarrer gesagt. Doch zu wem werden die Särge sprechen? "Trauer kann nur dort entstehen, wo ein Individuum der Einfühlung in ein anderes Individuum fähig gewesen ist", schrieben Alexander und Margarete Mitscherlich in ihrem Buch über "Die Unfähigkeit zu trauern".
Dort ist auch von der "Verleugnungsarbeit" die Rede, die sich "gleichermaßen auf die Anlässe für Schuld, Trauer und Scham" erstreckt. Die Presse, die sich vor allem in Norddeutschland des Schicksals der Familie Kecinski tagelang in überwältigendem Umfang angenommen hatte, ließ das Thema unverzüglich fallen, als sich im "Blaubart von Fehmarn" ein ebenso umfänglich abzuhandelnder Stoff bot.
Von Gerhard Mauz

DER SPIEGEL 19/1970
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