02.03.1970

SPRACHREGELUNG

Die Assistenten der Bochumer Ruhr-Universität wollen die Pressestelle ihrer Hochschule kontrollieren. Nach Auffassung des Vorsitzenden der Assistentenschaft und stellvertretenden Vorsitzenden der Bundes-Assistentenkonferenz, Dr. Peter Hauck, 30, sind die Pressestellen zwar offiziell Organe der Gesamt-Universität, in Wirklichkeit aber "dem Rektorat zugeordnet". Weil in der Vergangenheit manche Erklärungen wegen ihrer einseitigen Tendenzen "nicht die Billigung der Assistenten und Studenten" fanden, legte Hauck dem Parlament der Ruhr-Universität jetzt eine "Ordnung über die Öffentlichkeitsarbeit" vor, die auf der nächsten Sitzung Ende April diskutiert werden soll. Kernsätze der " Ordnung": "Verlautbarungen der Organe der Universität" sowie "Pressegespräche" bedürfen "der vorherigen Zustimmung" eines aus vier Mitgliedern bestehenden, alljährlich vom Hochschul-Parlament zu wählenden "Ausschusses für die Öffentlichkeitsarbeit". Pressegespräche, an denen nicht alle Mitgliedergruppen teilnehmen können, seien "zu verweigern". Paragraph 5: "Die Pressestelle ... ist (dem Ausschuß) weisungsunterworfen."


DER SPIEGEL 10/1970
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