01.12.1969

SUCHE NACH SCHULD.

Dreizehn Strafanzeigen gegen Eugen Gerstenmaier liegen der Bonner Staatsanwaltschaft vor. Ein Teil der Anzeiger mag nicht glauben, daß Gerstenmaier ganz legitim zu den 281 107 Mark Wiedergutmachung gekommen ist; er habe als Bundestagspräsident Einfluß auf eine ihn (tatsächlich) begünstigende Fassung des Entschädigungsgesetzes ausgeübt, machten die einen geltend. Andere fanden, Gerstenmaier beziehe zu Unrecht eine Jahrespension von rund 30 000 Mark als Professor. was er laut Wiedergutmachungsverfahren hätte werden können, wenn die Nazis nicht gewesen wären; außerdem wurde Gerstenmaler in Anzeigen beschuldigt, er habe falsche Angaben über sein Anrecht auf eine Professur gemacht.


DER SPIEGEL 49/1969
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.