15.09.1969

Revolution aus der Hüfte

1. Fortsetzung
In Havana gingen die Lichter aus. Die farbigen Glühbirnen, die Abend für Abend auf der Hauptstraße La Rampa den Text "Los 10 millones van" (etwa: Die zehn Millionen sind zu schaffen) ausgestrahlt hatten, verloschen mit einem Schlag. Für Kubas Volk und Regime war es ein böses Vorzeichen.
Das Verlöschen der Glühbirnen signalisierte, daß Kubas hoffnungsvollstes Wirtschaftsprojekt in Gefahr war. Denn: Zehn Millionen Tonnen Zucker, so will es der ehrgeizige Plan der Regierung, sollen als Ernteertrag des Jahres 1970 der Welt vorgewiesen werden und damit die Leistungskraft des sozialistischen Systems beweisen. Zehn Millionen Tonnen Zucker sollen den Durchbruch der Insel zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit symbolisieren.
Die Pohl-Propagandisten beeilten sich denn auch, den Leuchtschrift-Kurzschluß des 27. Mai 1969 zu bagatellisieren: "Eine technische Panne," Die Bevölkerung wußte es besser.
Am Abend zuvor hatte der Premierminister der Revolutionsregierung, der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas und Oberkommandierende der Armee, Comandante Dr. Fidel Castro Ruz, in einer dreistündigen Rede den Schlußstrich unter die Zuckerernte dieses Jahres gezogen; auch für 1969, das "Jahr der entscheidenden Anstrengung" (Castro), war eine Rekordernte befohlen worden -- neun Millionen Zucker-Tonnen sollten eingebracht werden. Doch Castros Bilanz wies schließlich nur die Hälfte davon aus.
Im Spanischen Saal des 24stöckigen Hotel-Hochhauses "Habana libre". vom New Yorker Hotel-König Hilton einst als Millionärs-Herberge errichtet, gestand Kubas Chef-Revolutionär seinem Volk mit gewohnter Offenheit: "Die Ernte dieses Jahres war die Agonie des Landes."
Zürnte Fidel: "Die Bedeutung der ernte 1989 ist unterschätzt und die Aufmerksamkeit vor allem auf das Ziel 1970 gerichtet worden." Die Parolen vom "Jahr der entscheidenden Anstrengung" sollten "nicht nur leere Worte sein, die man an die Wand pinselt". Schuld an dem Defizit trügen Himmel und Erde, aber auch die Unzulänglichkeit der von der Regierung verordneten Zuckerkampagne.
Castro zählte auf: "Der Regen kam zu früh und war zu stark. 41 200 Caballerías (rund 553 000 Hektar) Zuckerrohr sind in den letzten 15 Monaten erstmals bepflanzt worden. Wir hatten Schwierigkeiten mit den Maschinen, dem Transport und den Ersatzteilen. Seit 1930 sind keine neuen Zuckermühlen mehr gebaut worden.
In der Tat sind Mahlwerke, Kesselhäuser und Zentrifugen der Zuckermühlen teilweise hoffnungslos überaltert; so wird noch heute eine Anlage aus dem Jahre 1796 betrieben, und 63 der Mühlen Castros stammen aus dem vorigen Jahrhundert. Uni dem geplanten Ansturm der zehn Millionen Tonnen gewachsen zu sein, muß die Kapazität der Mühlen dringend erhöht werden -- denn Zuckerrohr läßt sich nur kurze Zeit lagern.
Auf den ausgefahrenen Schlammwegen von San Germán etwa stauen sich die mit Zuckerrohr beladenen Ochsenkarren, eine schier endlose Kette von Güterwaggons, auf denen sich die grünen Stengel türmen, verstopft das rostige Schienennetz vor dem Fabriktor.
Die "Urbano noris", Kubas Zuckerfabrik Nummer 152, steht schon wochenlang still, und das mitten in der Saison. Die 67 Jahre alten cuchillas (Messer) der Brechanlage waren gebrochen. Nun klopft eine Arbeiter-Kolonne im ölverschmierten Overall mit Vorschlaghämmern ebenso lustlos wie ratlos -im toten Reißmaul des Zuckerfressers herum.
"Neue Zuckermühlen in benötigter Menge zu installieren (Hauptlieferant ist die DDR-Firma VEB Sangershausen), dafür fehlt es uns an Devisen", beklagte José ein stämmiger Neger, das triste Bild, Nun versucht die Regierung das Problem nach einem Tauschsystem zu lösen: Wenn eine neue Maschine anstelle einer alten und unrentablen installiert wird, bringt man die alte in eine Mühle, die bislang eine noch ältere in Betrieb hatte,
Billiger wird damit der Zucker nicht. Die Produktions-Kapazität hat in überforderten Mühlen den Stand der Vor-Revolution noch nicht wieder erreicht, die Zahl der jetzt ganzjährig beschäftigten Arbeiter in der Zucker-Industrie ist dagegen um gut ein Drittel gestiegen. Grob geschätzt, haben sich die Herstellungskosten des Zuckers seit der Revolution verdoppelt.
"Wir haben objektive Schwächen in unseren Mitteln, und wir haben subjektive Schwächen in Organisation, Kontrolle und Effektivität", kritisierte Kubas Máximo Lider, der oberste Führer der revolutionären Zuckerinsel.
Eine der Schlüsselfiguren der Zuckerschlacht mußte daraufhin Castro weichen: Comandante Faustino Pérez, Guerilla-Kämpfer der ersten Stunde, wurde als Leiter des staatlichen Instituts für Wasserwirtschaft abgelöst und auf das Versuchsgut Sancti Spiritus in der Provinz Camagüey versetzt. Die Leitung des 16000-Mann-Instituts aber übernahm Fidel persönlich und vereinigte es mit der ihm ebenfalls unterstehenden Super-Behörde für die Entwicklung der Land- und Viehwirtschaft.
Zugleich wurde angeordnet, die Zafra (Zuckerrohrernte) 1970 habe drei Monate früher als gewohnt zu beginnen; als "moralischer Ansporn" sollten Tag für Tag die Ernteergehnisse der Provinzen und Regionen veröffentlicht werden. Castro prophezeite: "Wenn es genug regnet, haben wir Zuckerrohr für mehr als zwölf Millionen Tonnen.
Millionen Kubaner folgten dem neuen Einsatzbefehl. Mitte Juli setzte sich eine ganze Nation in Bewegung: die Campesinos (Kleinbauern), Cortadores und Macheteros (Zuckerrohrschneider) genauso wie die Voluntarios (Freiwilligen) aus den städtischen Fabriken, Banken, Läden und Büros, die jedes dritte Wochenende auf den Zuckerrohrfeldern arbeiten.
Jahrhundertelang war der Zucker Symbol von Ausbeutung und Abhängigkeit -- heute soll er zum Synonym kubanischer Selbständigkeit werden.
Fremde Eroberer und Protektoren hatten einst der Insel die Monokultur des Zuckers aufgezwungen, seither gibt es nahezu keine Misere. keine Fehlentwicklung der kubanischen Gesellschaft, die nicht auf die Diktatur des Zuckers zurückzuführen ist.
"Praktisch eine Sklaverei" nannte Castros Kampfgefährte und Chef-Ideologe Che Guevara die Zucker-Industrie des vorrevolutionären Kuba. Der kubanische Historiker Fernando Ortiz bestätigt: "Die Geschichte Kubas wurde von der Herrschaft bestimmt, die Fremde über den Zucker ausübten, und je größer unsere Produktion wurde, desto stärker war die Fremdherrschaft."
Spanische Kolonisten begründeten auf der 1492 von Kolumbus entdeckten Insel die Allmacht des Zuckerrohrs. Der extrem fruchtbare Boden und das feuchtheiße Klima der größten westindischen Insel, die knapp halb so groß ist wie die Bundesrepublik, eignete sich zum großflächigen Anbau von Zuckerrohr. Kuba wurde zu einem der größten Zuckerlieferanten der Welt.
Auf Kuba entstand eine Klasse selbstbewußter Landjunker, die immer weniger einsehen wollten, warum sie sich den von Madrid dekretierten Gesetzen beugen sollten. Als das spanische Mutterland von Kuba zusehends höhere Steuern verlangte, rüsteten die Landaristokraten der Insel zum Widerstand
Im Oktober 1868 rief der kubanische Großgrundbesitzer Carlos Manuel de Céspedes in Yara die Revolution gegen die spanische Krone aus. Um Freiwillige für die Guerilla-Truppe zu werben, versprach er den aus Afrika importierten Negersklaven die Freiheit. Zehn Jahre lang dauerte der Bürgerkrieg, er endete mit einem trügerischen Burgfrieden. Die Idee eines freien, unabhängigen Kuba aber war nicht mehr aus der Welt zu schaffen.
Die Unabhängigkeitsbewegung fand schließlich in dem Dichter und Redner José Marti einen Führer, an dem sich Fidel Castro heute gerne mißt.
In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Marti zum Apostel des kubanischen Nationalismus.
Auf Reisen durch Nordamerika gelang es ihm, Interesse für Kuba zu wecken, doch er machte sich kaum Illusionen darüber, daß diese Anteilnahme fast nur wirtschaftlich-strategische Gründe hatte. Er wußte, daß genug Gringos darauf warteten, die ganze Insel in eine amerikanische Zuckerfarm zu verwandeln. Vergebens warnte Marti seine Landsleute: "Ein Volk begeht Selbstmord an dem Tage, an dem es seine Existenz auf einem einzigen Produkt aufbaut."
Die Kubaner hörten nicht auf den Warner. Ein Landsmann verriet ihn: Am 19. Mai 1895 geriet Marti in einen Hinterhalt spanischer Soldaten und fiel im Kampf. Sein Vermächtnis aber lebte weiter: "Kuba muß frei sein -- von Spanien und von den Vereinigten Staaten."
Frei von den Spaniern wurde Kuba 1898 -- mit Hilfe der Vereinigten Staaten. Der US-Präsident William McKinley erklärte dem spanischen Hof den Krieg, nachdem auf der Reede von Havana das amerikanische Schlachtschiff "Maine" in die Luft geflogen war.
Gemeinsam mit einem kubanischen Freiwilligenheer schlug ein Armeekorps der Yankees die Spanier, die freilich längst von den einheimischen Guerrilleros demoralisiert worden waren. Der "nette kleine Krieg", so US-Außenminister John Hay, forderte auf amerikanischer Seite 2500 Tote, meist Opfer insularer Krankheiten.
Die Kuba-Intervention Washingtons diente vor allem amerikanischen Interessen. Die reiche Insel fiel den Vereinigten Staaten zu, wie es US-Außenminister John Quincy Adams schon 1823 prophezeit hatte:
"Es gibt Gesetze der politischen und physikalischen Schwerkraft. Wie ein Apfel, der durch einen Sturm von seinem Ast getrennt wird, zu Boden fallen muß, so wird Kuba, gewaltsam getrennt von seiner unnatürlichen Verbindung mit Spanien und unfähig, sich selbst zu helfen, sich nur zur nordamerikanischen Union hinwenden können, die es wiederum, auf Grund derselben Gesetze der Natur, nicht von ihrem Herzen zurückweisen wird."
Washington war entschlossen, den abgefallenen Apfel zu behalten. Im Mai 1902 mußten zwar die Vereinigten Staaten ihre Besatzungsarmee zurückziehen und der Errichtung einer selbständigen Republik Kuba zustimmen, aber sie behielten die ökonomische Macht auf Kuba in ihren Händen. Che Guevara: "Kuba wurde eine Wirtschaftskolonie der USA und blieb es ein halbes Jahrhundert lang."
Die Vereinigten Staaten zwangen sogar die eben befreiten Kubaner, in ihre Verfassung eine Klausel aufzunehmen, in der Kuba den USA das Recht zugestand, jederzeit auf der Zuckerinsel zu intervenieren.
Bereits damals hatten amerikanische Geschäftsleute kubanischen Grundbesitz im Wert von 36 Millionen Mark aufgekauft, 21 Prozent der gesamten kubanischen Zuckerproduktion kamen 1905 aus amerikanischen Mühlen. US-Konzerne teilten die ertragreiche Provinz Oriente unter sich auf, die Zuckerrohrfelder der United Fruit Company und der Cuban American Sugar Company reichten von Kubas Nord- zur Südküste. Amerikanische Gesellschaften installierten moderne Großmühlen und zwangen die einheimische Konkurrenz zur Fusion oder zum Bankrott: 1914 waren 35 Prozent der kubanischen Zuckermühlen in amerikanischen Händen, 1926 waren es 63 Prozent.
Obst- und Gemüsekulturen, später sogar ertragreiche Tabakfelder und der spärliche Waldbestand kamen unter den Pflug, weil man neue Anbauflächen für Zuckerrohr schaffen wollte. Überdies ließen die US-Gesellschaften jahrelang mehrmals 400 000 Hektar Kulturland als Landreserve brach liegen.
Amerikanische Zuckerinteressen überschatteten Kubas Innen- und Außenpolitik. Sie entschieden über Sturz oder Stützung der Staatspräsidenten, sie bestimmten den Ausbau des Schienennetzes nach den Bedürfnissen der Großgrundbesitzer. Ein amerikanisch-kubanischer Vertrag über gegenseitige Zollerleichterung versorgte die US-Raffinerien mit dem billigsten Rohrzucker der Welt.
Die Macheteros auf den Zuckerrohrfeldern nahmen freilich an dem "Tanz der Millionen", wie man später die "goldene" Ernte von 1920 nannte, nicht teil. Sie erhielten selbst damals nur einen Tageslohn zwischen 25 und 60 Cent. Die meisten von ihnen mußten froh sein, in der Viermonats-Saison überhaupt einen Job zu finden -- Arbeitsplätze außerhalb der Zuckerfelder gab es von Jahr zu Jahr weniger.
Von der kurzen Ernte-Saison lebten auch alle anderen Gewerbezweige. In dem "tiempo muerto", der toten Zeit zwischen den Ernten, gaben die dann arbeitslosen Zuckerarbeiter ihr Geld rasch aus und gerieten in die Schuldabhängigkeit von Dorfläden, die wiederum in der Mehrzahl den Latifundien- und Zuckermühlenbesitzern gehörten.
"Die Zukunft des Kubaners, seine Ernährung, Erziehung und Erholung wird in irgendeinem New Yorker Direktorenzimmer festgelegt", notierte 1928 der amerikanische Sozialwissenschaftler Leland H. Jenks. Wo immer kubanisches Schicksal entschieden wurde, setzten die USA ihre Interessen durch. Schlagzeile einer Zeitung in Havana im Juni 1922; "Der Haß gegen Nordamerika wird die Religion der Kubaner sein.
1946 war mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche Kubas mit Zucker bebaut, Kuba" die fruchtbare Insel, mußte 30 Prozent seines Lebensmittelbedarfs importieren, oft wider alle wirtschaftliche Vernunft.
So kamen, wie ein Report der Weltbank aufdeckte, von den elf Millionen Kilogramm Tomaten, die Kuba jährlich exportierte, neun Millionen Kilogramm in Form von Tomatensaft und Ketchup wieder in das Land zurück. Kuba importierte aus den USA auch fast seinen gesamten Bedarf an Leder auf den kubanischen Schlachthöfen aber wurden tierische Häute zum Abfall geworfen.
Amerikanische Konzerne und Banken machten die einst von Spanien befreite Kolonie innerhalb weniger Jahrzehnte vom US-Dollar abhängig. Amerikanisches Kapital beherrschte über 90 Prozent der kubanischen Telephon- und Energieversorgung, 50 Prozent der Eisenbahnbetriebe und 40 Prozent der gesamten Rohrzucker-Produktion. Ein Viertel aller Geldeinlagen war auf amerikanischen Banken oder deren kubanischen Filialen deponiert.
Der 1959 an die Macht gekommene Fidel Castro und seine Bewegung aber waren entschlossen, die Abhängigkeit Kubas von den USA zu beseitigen. Die Unabhängigkeit von dem "Koloß aus dem Norden, gehörte zu den frühesten Programmpunkten des Fidelismus.
Schon das vorerst noch gemäßigte Reform-Programm der siegreichen Guerrilleros brachte sie in schärfst n Gegensatz zu den USA. Die Enteignung der Großgrundbesitzer in der ersten Landreform vom Mai 1959, die den privaten Landbesitz auf 400 Hektar beschränkte, mehr aber noch Fidels Kampf gegen das imperialistische Erbe der Zucker-Monokultur, machten Fidel zum Gegner amerikanischer Interessen. Der Konflikt mit den USA war eine schier unvermeidlich Konsequenz, mit Ideologie hatte das zunächst wenig zu tun.
Im Gegenteil: Noch im April 195. war Castro bereit, mit den USA über ein Entwicklungsprogramm zu verhandeln. freilich unter einer Bedingung Washington sollte Kubas Souveränität respektieren. Der von der US-Presse gefeierte Revolutionsheld aber konnte bei seinem Amerika-Besuch Präsident Eisenhower nicht für den Plan gewinnen; der Herr des Weißen Hauses hatte es vorgezogen, am Tag des Castro-Besuchs zum Golfspielen zu gehen. Vizepräsident Nixon, der Kubas selbsternannten Premier empfing, beschränkte sich auf gute Ratschläge.
Fidels damaliges Wirtschaftskonzept kreiste noch um das Zauberwort aller Entwicklungsländer: Industrialisierung, Der rasche Aufbau einer heimischen Industrie sollte Kubas fast totale Abhängigkeit von Importen mildern und das Problem der 700 000 Arbeitslosen lösen.
Doch Castros ehrgeiziges Programm ließ sich nicht verwirklichen. Kubas Bevölkerung, im Gefühl der Ohnmacht gegen die ökonomischen Gewalten aufgewachsen, blieb skeptisch gegenüber den Parolen von "der eigenen Kraft". Das Gift des "mañana" (morgen) wirkte länger nach, als die Revolutionäre erwartet hatten. Den neuaufgebauten Fabriken fehlten die nötigen Fachkräfte; die alte Techniker-Generation wanderte aus, mit ihr das dringend nötige Know how.
"Man hat in Kuba", so DDR-Ingenieur Rudi Baumann, der den Bau der Zementfabrik in Nuevitas leitet, zum SPIEGEL, "noch nicht ganz verstanden, daß auch und gerade eine sozialistische Wirtschaft rentabel arbeiten muß. Jede Woche holen sie uns einige Leute von dem ohnehin raren technischen Personal zu landwirtschaftlichen Einsätzen. Aber selbst neue ungelernte Kräfte sind auf dem Arbeitsmarkt nicht zu bekommen."
Durch die oft monatelangen Ernteeinsätze der Belegschaft büßt die Industrie bis zu 25 Prozent "ihrer Produktion ein. Andere Tributleistungen der Industrie an den Fidel-Sozialismus verschweigt die Statistik: Welchen Anteil die Betriebe für die Sozialleistungen des Staates, für kostenloses Essen und Wohnen der Betriebsangehörigen, für ärztliche Betreuung und Schulen aufzubringen haben, bleibt dunkel; die Frage nach der Rentabilität wird nicht gestellt.
Lohnprämien und materiellen Anreiz zur Mehrarbeit aber darf die Industrie auf Fidels Order nicht bieten, da der Máximo Lider darin bereits einen Einbruch in die Gleichheitsmaximen seiner Revolution wittert. Auf Akkordarbeit freilich wird nicht verzichtet.
Der Ehrgeiz des Regimes, keinen Kubaner geringer zu entlohnen als vor der Revolution, stellt die Tarife ohnehin auf den Kopf: Männer und Frauen erhalten zwar für die gleiche Arbeit das gleiche Geld, die jungen Führungskräfte aber bekommen für mehr Leistung und Wissen oft kaum die Hälfte der "klassischen Gehälter" ergrauter Hilfsarbeiter.
An die Stelle der Prämie setzt Fidel den moralischen Anreiz: Wie in den sozialistischen Ländern Osteuropas kämpfen Betriebe und Brigaden um ehrenvolle Titel und bunte Wimpel. Die schwarzrote Leistungsfahne mit der Inschrift "Héroes del Moncada" (Helden von Moncada) weht über Tabakfabriken, Bügelanstalten, Stahlwerken und der staatlichen Eisdiele Coppelia.
In einigen Betrieben wurden die Kontroll- und Steckuhren als "Instrumente kapitalistischer Unterdrückung" abgeschafft; es galt nur noch die "Uhrzeit des Gewissens". Aber die Arbeiter erkannten bald, daß dieser Wecker ihnen auch vorschrieb, früher zur Arbeit zu kommen und sie möglichst spät zu verlassen. Sie drohten mit Streik; seitdem steht das imaginäre Uhrwerk wieder still.
Dieser Vorfall offenbart, daß es Havanas neuer Führung schwerfällt, die Industrie-Arbeiter für selbstlose Opfer im revolutionären Kampf um eine sozialistische Zukunft zu begeistern. Viele Facharbeiter gehörten vor dem Revolutionssieg zu den privilegierten Schichten, die durch einen verhältnismäßig hoben Lebensstandard gegen Umsturz-Versuche immun gemacht werden sollten.
Den Industrie-Kubanern erscheint die Erfüllung ihrer Gegenwarts-Wünsche wichtiger als die Ausstellung ungedeckter Wechsel auf das kommunistische Paradies. Kühlschrank, Fernsehgerät, Auto, Auslandsreisen und ein üppiges Lebensmittel-Angebot nannten Fabrikarbeiter in Havana und Santiago de Cuba am häufigsten, wenn die Redakteure des SPIEGEL sie nach ihren Bedürfnissen fragten. Vom gerechten Lohn, von Sicherung des Arbeitsplatzes, sozialen Verbesserungen, Aufstiegs- und Ausbildungschancen oder gar von betrieblicher Mitbestimmung sprachen sie nur ganz am Rande.
Kubas total verstaatlichte Industrie blieb das Stiefkind der Nation. Ohne neue Investitionen, bei gestiegenen und willkürlich festgelegten Löhnen und einem ständig betriebsfremd beschäftigten Teil des Personals, dessen Löhne in voller Höhe weitergezahlt werden müssen, kann die Industrie nicht, wie vom Regime geplant, das Sozialprodukt entscheidend steigern.
Dabei ist die kubanische Industrie trotz der vielen Handikaps besser als ihr Ruf. Sie erzeugte im Jahr 1966 (neuere Statistiken wurden nicht veröffentlicht) immerhin 43 Prozent des Brutto-Sozialprodukts, fast dreimal so viel wie die Landwirtschaft. 1962 waren es sogar 48,2 Prozent.
Dennoch kann das Regime die Industrieproduktion nicht genügend ausweiten -- die Staatsmanager stoßen an eine Wand objektiver Hindernisse:
Kuba ist arm an Rohstoffen; Kohle ist nicht vorhanden, die Erdölvorkommen reichen bei weitem nicht aus. Für die Produkte gab es keine Marktchancen, selbst im eigenen Land waren Industrieerzeugnisse kaum abzusetzen. Noch heute verstauben in den Schaufenstern der Provinzstädte plumpe Zinktöpfe und lappige Baumwolltrikotagen dieser frühen "Made in Cuba"-Welle.
Der Ausbau der einzigen aussichtsreichen Industrie-Unternehmen -- der Eisen- und Nickellager in den Bergen der Provinz Oriente -- aber scheitert am Mangel an Investitionskapital Mit der Nickelgewinnung hatten schon amerikanische Firmen begonnen, aber den Arbeitern, die nach dem Abzug der US-Ingenieure die Gruben in eigene Regie nahmen, fehlte die Erfahrung.
Fidel Castro mußte erkennen: Durch eine schnelle Industrialisierung ließ sich die Allmacht des Zuckers nicht brechen. Wie zum Hohn brachten die Zuckerschläger gerade in den Jahren der Abkehr vom Zucker Rekord-Ernten ein, von denen sie heute nur noch träumen: je 5,9 Millionen Tonnen in den Jahren 1959 und 1960, im Jahr darauf sogar 6,8 Millionen Tonnen -- die größte Ernte in der Geschichte des sozialistischen Kuba.
Aber auch die parallel zur Industrialisierung weitergetriebenen Landreformen bereiteten ungeahnte Schwierigkeiten. 200 000 Campesinos waren zu selbständigen Produzenten geworden, Staats-Farmen und Kooperativen wurden erst gegründet. Der Staatsapparat, dem nun drei Fünftel des bebauten Bodens gehörten, war indes zu schwerfällig, um am richtigen Ort zur rechten Zeit mit Rat und Investitionen zu helfen.
Zudem ließen sich die Zuckerfelder nicht in einem Jahr in Mais- oder Zitruskulturen verwandeln: Ohne Fruchtfolge war das jedes Jahr neu aufsprießende Zuckerrohr auf demselben Feld geschlagen worden, seit sechs, manchmal sogar zwanzig Jahren, immer aus den gleichen Wurzelstöcken.
Kubas Wirtschaft torkelte 1962 in die Krise. Der üppige Konsum der ersten Revolutionsjahre, nicht zuletzt gefördert, um den Konsensus zwischen Bevölkerung und Revolutionären zu sichern, hatte die vorrevolutionäre Wirtschaftssubstanz erschöpft. Kubas Rinderherden waren durch sorglosen Fleischverbrauch gefährlich dezimiert, die Handelsbilanzen hatten sich jährlich um 250 Millionen Pesos (eine Milliarde Mark) verschlechtert.
Fidel mußte seinen Plan, Kuba nach dem Bruch mit den USA in kürzester Zeit in die Autarkie zu führen, wieder aufgeben. Ein interessierter Ausländer drängte ihn, rationaler zu wirtschaften: Moskaus KP-Chef und Landwirtschafts-Experte Nikita Chruschtschow.
Die Sowjets hatten sich Mitte 1960 bereit gefunden, die von den Yankees geräumte erste Stelle auf der kurz gewordenen Liste der kubanischen Handelspartner einzunehmen. Bald merkten sie freilich, daß Kubas Entwicklungskasse keinen Boden hat. Ab 1962 beschränkte die Sowjet-Union ihre Kuba-Kredite fast nur noch darauf, die negativen Handelsbilanzen der Insel auszugleichen.
Seither steht Havana in Moskau mit acht Milliarden Mark in der Kreide, die Schulden für die Ausrüstung der kubanischen Armee nicht mitgerechnet. Im vergangenen Jahr betrug der Kredit 1,7 Milliarden Mark: Mehr als 4,7 Millionen Mark täglich pumpte Moskau seinem westlichen Bruderstaat.
In einem langfristigen Handelsvertrag erklärte sich die Sowjet-Union im Jahr 1964 bereit, zum Festpreis von sechs Cent pro Pfund (höher als der Festpreis der USA und der heute um 2,1 Cent schwankende Weltmarktpreis> von Kuba jährlich steigende Quoten bis zu fünf Millionen Zuckertonnen abzunehmen, falls das Land keine anderen Märkte finden würde. In frei konvertierbaren Devisen wollte Moskau freilich nur ein Fünftel der Lieferungen bezahlen, der Rest sollte in Industriegütern und Konsumwaren beglichen werden.
Begeistert begrüßt haben die Kubaner ihre sowjetischen Helfer nicht. Ein kubanischer Wirtschaftsfunktionär zum SPIEGEL: "Wir lieben sie nicht, aber wir brauchen sie." In der Öffentlichkeit sind sie selten zu sehen, um so häufiger die Genossen aus Leipzig und Ost-Berlin.
Aus dem deutschen Arbeiter-und-Bauernstaat kommen die Maschinen für die Zuckermühlen und die Zementfabrik, kommen Dieselmotoren für Fischdampfer und Bewässerungsanlagen. Überdies berät Ost-Berlin die Kubaner in der Rinderzucht und beim Maisanbau, in der Metallurgie und in den Methoden des Mathematikunterrichts. "Made in Germany" hat in Kuba einen legendären Ruf -- hinter dem Markenzeichen für deutsche Tüchtigkeit steht die DDR.
Havanas Revolutions-Regierung blieb keine andere Wahl, als die Hilfe aus dem sozialistischen Lager zu akzeptieren. Damit aber hing die Entwicklung der Insel wieder von den verhaßten Zuckerquoten ab, abermals bestimmte ein "Koloß" über die Zukunft Kubas.
Fidel hatte einst seiner Revolution das Ziel gewiesen, das Volk Kubas von der Abhängigkeit durch die Monokultur Zuckerrohr zu befreien; jetzt versprach er ihm Freiheit und Wohlstand durch Zuckeranbau. Castro: "Meiner Ansicht nach gibt es kein anderes Land auf der Erde, das so wie Kuba über die natürlichen Bedingungen für den Anbau von Zuckerrohr verfügt." Allein mit den Mitteln der Landwirtschaft lasse sich die "schnellstmögliche Befriedigung der fundamentalen Bedürfnisse des Volkes, Nahrung, Kleidung und Wohnung", erreichen.
Über seine gescheiterten Industrialisierungspläne tröstete sich Castro mit schwacher Selbstkritik: "Wir haben Fehler gemacht, viele kleine Fehler, aber es sind uns keine ernsten Irrtümer unterlaufen, an deren Folgen wir lange tragen mußten."
Der Gutsherrn-Sohn Fidel sah sich in die Welt seiner Kindheit zurückversetzt: in die agrarische Heimat. Auf dem Lande aufgewachsen, in einer Agrarierfamilie erzogen, hat er die Stadt und deren Zivilisation nie gemocht: "Die Stadt ist mein Büro, doch die Berge sind mein Zuhause." Es war kein Zufall, daß auf dem Colegio Belén in Havana Agrarwissenschaft und Geschichte zu seinen Lieblingsfächern gehörten.
Der Chef-Revolutionär machte sich auf, die Energien einer ganzen Nation auf das Land zu verlagern.
Wer den Fortschritts-Glauben des Máximo Lider skeptisch beurteilt, dem empfiehlt die Regierung Landluft. Regierungschef Fidel Castro riet im Gebäude des Zentralkomitees in Havana SPIEGEL-Redakteuren "Sie müssen in die Dörfer fahren, dann wissen Sie, was wir wollen.
Zur Land-Partie gehören ein schwarz lackierter. vollautomatischer Cadillac. Baujahr 1958, ein Chauffeur und ein regierungsoffizieller Begleiter So fährt man durch die Gemüseparzellen des Grüngürtels von Havana, der bis in die 120 Kilometer entfernte Badebucht von Varadere reicht
An dem entlegenen Sandstrand hatten sich vor 20 Jahren amerikanische Snobs und ihre kubanischen Epigonen ein Dollar-Gelte errichtet, geschützt durch Schlagbäume und eine eigene Polizei. Nach dem Revolutions-Sieg der Fidelisten zogen Schüler und Lehrlinge in die verlassenen Villen.
Hinter dem verlorenen Paradies der Reichen aber beginnt die Zukunft der Besitzlosen. Die wichtigsten Baustellen des kubanischen Sozialismus liegen zwischen Tabak- und Sisalfeldern. zwischen Rinderweiden und Zuckerkulturen. Dort zimmert Fidel Castro den neuen Staat. seinen Staat
43 Prozent der kubanischen Bevölkerung leben und arbeiten auf dem Lande; in der Landwirtschaft sind doppelt so viele Menschen beschäftigt wie in der Industrie. Von den Städtern wurden die ländlichen Kubaner stets verachtet; man sah in ihnen ein primitives, ungebildetes Volk. das in Mangroven-Sümpfen oder im Urwald hauste. Wer sich in Kuba eine Zukunft sichern wollte, zog in die Stadt und vergaß schnell seine ländliche Herkunft.
Die Provinz, von den grollen Haciendas und den Filialen der Frucht-Gesellschaften im neo-kolonialen System regiert, verblieb im Mittelalter. während sich die Metropole Havana am American way of life orientierte.
1953 hatten nur 9,1 Prozent aller ländlichen Haushalte elektrisches Licht, 2,3 Prozent fließendes Wasser und 54,1 Prozent nicht einmal einen Abort. Dagegen verfügten 87 Prozent der Stadtbevölkerung über elektrisches Licht. 54,6 Prozent über fließendes Wasser im Haus -- nur 5 Prozent fehlten ein eigenes WC.
Castro war entschlossen, den Entwicklungsrückstand der Landbevölkerung radikal zu korrigieren -- ausdrücklich zu Lasten der Städter. Fidel begann. mit einer verblüffend unorthodoxen Methode das bis dahin von keinem sozialistischen System gelöste Stadt-Land-Problem aus der Welt zu schaffen: Er förderte die Dörfer und ließ die Städte verdorren.
Er brachte Telephon und elektrisches Licht in die Dörfer, Er ließ die Warenmagazine der Latifundienbesitzer schließen, in denen die Landarbeiter einst -- meist zu überhöhten Preisen -- gegen Schuldscheine einkaufen mußten. Er schuf 3000 "Tiendas del puebin" (Kaufhäuser des Volkes), in denen der Staat Waren zu verbilligten, ausschließlich von ihm diktierten Preisen verkauft,
Unter den Räumbaggern verschwand das weglose Gewirr der Bu híos, jener windschiefen, aus den Blättern und Stämmen der Königspalme gebauten Hütten.
Jugend- und Armee-Brigaden bauten Siedlungen von mehrräumigen Bungalows mit Elektroküche und Wasserklosett. Weit mehr Mühe kostete es freilich, die traditionsbewußten Landarbeiter auch zum Umzug in die Neubauviertel zu bewegen.
Die Regierung ließ auf dem Lande Schulen und Polikliniken bauen. schickte Lehrer und Arzte auf die Dörfer und versuchte, mit Sportplätzen, Büchereien. mobilen Kinos und Theatergastspielen die Landbevölkerung aus ihrer Apathie zu wecken und für den Sieg aus eigener Anstrengung" zu mobilisieren.
Gleichzeitig gab Fidel Order, die einstige karibische Vergnügungsmetropole bewußt zugunsten der Provinz zu vernachlässigen. Der Wasserkopf Havana, in dem vor der Revolution ein Viertel der Insel-Bevölkerung lebte, sollte nach dem Willen Castros "aufhören, eine Last zu sein".
IM NÄCHSTEN HEFT
Castro läßt Havana zugunsten der Provinz verkommen -- Professoren und Filmstars werden für die Feldarbeit mobilisiert -- Kubas Kommunisten versagen auf dem Land

DER SPIEGEL 38/1969
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