30.01.2006

BUNDESWEHRFeuer unterm Dingo

Bei ihren riskanten Auslandseinsätzen müssen die Soldaten der Bundeswehr vorerst auf die vielgepriesenen "Allschutzfahrzeuge" des Typs Dingo-2 verzichten. Die brandneuen Geländewagen, pro Stück rund 600 000 Euro teuer, wurden mit Fahrverbot belegt, weil immer wieder die Bremsen versagten. Erst qualmten bei einigen der gegen Minen und Granatsplitter geschützten Fahrzeuge die Bremsen an den Hinterrädern. Dann geriet ein Dingo-2 in Afghanistan wegen glühender Bremsen an der Vorderachse in Brand. Allein am Hindukusch sind derzeit 27 der 44 bisher gelieferten Dingo-2 im Einsatz. Mechaniker des Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des DaimlerChrysler-Konzerns, der das Unimog-Fahrgestell zuliefert, wurden zur Fehlersuche nach Kabul beordert. Für die Firmen stehen Renommee und Aufträge auf dem Spiel: Die Bundeswehr prüft den Kauf von 149 weiteren Dingo-2, Nato-Partner interessieren sich für das Fahrzeug. Auch Israel möchte rund hundert Exemplare erwerben.

DER SPIEGEL 5/2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 5/2006
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

BUNDESWEHR:
Feuer unterm Dingo

  • IS-Rückkehrer: "Wir können sie nicht einfach wegsperren"
  • Safaritour: Touristen treffen wütende Elefantenherde
  • Rassismusdebatte um Video: Schüler verklagt Washington Post
  • Plasmablitze in der Mikrowelle: Das Weintrauben-Experiment