13.05.1964

ZEITGESCHICHTE / HOGGANEinfach schön

Ein 1,92 Meter großer US-Historiker mit den melancholischen Augen Montgomery Clifts und den schlaksigen Bewegungen Cary Grants kam in die Bundesrepublik und präsentierte den Deutschen eine kühne Idee: daß Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg weder gewollt habe noch an dessen Ausbruch schuldig sei.
In schlotterndem Konfektionsanzug entstieg der Mann, der sich entschlossen hatte, Deutschlands Geschichte umzubügeln, am vorletzten Sonntag in Düsseldorf-Lohausen einer Caravelle der "Air France" aus Paris. Regentropfen rannen an den attraktiv ergrauten Schläfen des 41jährigen herab. "Ist er nicht nett?", fragte eine Dame vom Empfangskomitee.
Sie hieß Annemarie Ritzdorf - einst zeitweise im Goebbels-Ministerium tätig, später längere Zeit Mitglied der rechtsradikalen Deutschen Reichs-Partei (DRP), heute Angehörige der Gemeinde der Hoggan-Huldiger. Und Hoggan war zu seinen Anbetern in der Tat nett. Tags darauf erklärte er auf einer Pressekonferenz: "Ich bin ein amerikanischer Nationalist und fühle mich auch in Deutschland unter Nationalisten am wohlsten."
Deutsche Nationalisten aller Schattierungen waren es, die ihn zu Feier und Vorträgen in der Bundesrepublik erwarteten. Aus Dankbarkeit für die historische Frontbegradigung, die Hoggan in seinem Buch "Der erzwungene Krieg" versucht hatte, offerierten sie ihm
- einen mit 10 000 Mark dotierten
"Leopold-von-Ranke-Preis" der "Gesellschaft zur Förderung geschichtswissenschaftlicher Forschung" (Düsseldorf) - dazu der Präsident des Verbandes der Historiker Deutschlands, Professor Karl Erdmann: "Die Verbindung dieses jedem Historiker
ehrwürdigen Namens Ranke mit diesem unverschämten Pamphlet (kommt) einfach einer Beleidigung gleich";
- einen mit 5000 Mark dotierten "Ulrich-von-Hutten-Preis" der "Gesellschaft für freie Publizistik" (Neustadt an der Weinstraße) - dazu erklärten sieben Wissenschaftler des Historischen Seminars der Universität Heidelberg, daß dieser Ehrung "in bezug auf die deutsche Geschichtswissenschaft" keinerlei repräsentative Bedeutung zukomme: "Das Buch von Hoggan ist... für die zeitgeschichtliche Forschung wertlos";
- einen eigens angefertigten "Hoggan -Leuchter für geschichtliche Wahrheit" des "Deutschen Kulturwerks e.V." (München) - dazu der SPD -Pressedienst: "Diese Hoggan-Leuchte
hat vermutlich ihre Tradition in den in der Nazizeit üblichen 'Jul -Leuchten'."
Noch hatte er keine dieser Ehrungen entgegengenommen, da erteilte Bundesdeutschland dem David Leslie Hoggan eine Abfuhr. Der "Tagesspiegel" in Berlin schrieb, die für Hoggan gestifteten Preise seien "kein Geschenk des deutschen Volkes". Die "Welt" in Hamburg notierte: "Das ist... Rattenfängerei in der Historie."
Wo Hoggan gefeiert werden sollte, war er mit einem Male nicht mehr erwünscht - weder im Schloß Burg an der Wupper noch im Heidelberger Schloß noch im Münchner Herkules -Saal. Die Feierstätten-Vermieter zogen ihre Genehmigung zurück, nachdem ihnen klargeworden war, wes Geistes Kind ihnen da ins Haus stand. Auch der angesehene Rhein-Ruhr-Klub in Düsseldorf, vor dem er sprechen sollte, lud Hoggan wieder aus: Auf eine Anfrage der Klub-Leitung hatte das Innenministerium in Bonn wissen lassen, es mißbillige die geplante Veranstaltung. Und das Düsseldorfer Park Hotel schließlich versagte dem Geschichtsdeuter aus Übersee die Möglichkeit, eine Pressekonferenz abzuhalten.
Vor dem Bundestag schloß sich Bundesinnenminister Höcherl der Ansicht der Anti-Hoggan-Kommentatoren an. In der Antwort auf die Anfrage eines SPD-Abgeordneten klassifizierte der Minister als "unerhörte Geschichtsklitterung", was Hoggan in "Der erzwungene Krieg" behauptet hatte:
- Hitler sei kein Diktator gewesen, in Wort und Tat vielmehr "friedlich", "maßvoll", bewundernswert" und "entgegenkommend".
- Schuld an dem "sinnlosen Vernichtungskrieg gegen Deutschland" seien das "perfide" England, das "größenwahnsinnige" Polen und der "blutdürstige" US-Präsident Roosevelt gewesen.
An die Stelle Hitlers, dem bis dahin die Alleinschuld am Kriegsausbruch zugesprochen worden war, rückte Hoggan zwei Außenminister der Anti-Hitler-Koalition, die er mit der Hauptschuld belastete: den britischen Außenminister Lord Halifax (1938 bis 1940) und den polnischen Außenminister Joseph Beck (1932 bis 1939). Mit einer Vielzahl von Dokumenten suchte er diese These zu untermauern.
Aber die Deutschen mußten nicht befürchten, daß ihr mühsam erworbenes demokratisches Weltbild wieder der Retusche bedürfe. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte wies in einer Dokumenten-Zusammenstellung (siehe Kasten Seite 44) akribisch nach, daß Hoggan eine ganze Reihe von historischen Dokumenten sinnentstellend wiedergegeben oder falsch interpretiert hatte. Und in einem SPIEGEL-Gespräch (siehe Seite 36) bestätigte sich überdies, daß andere, entscheidende Dokumente von Hoggan überhaupt nicht berücksichtigt worden sind.
Angesehene Historiker fällten ein vernichtendes Urteil über die wissenschaftliche Qualifikation Hoggans. Aus den USA schrieb der Historiker Eugene Davidson, Präsident der "Foundation for Foreign Affairs" in Chikago: "Hoggan macht auf mich den Eindruck eines Paranoikers; er ist nicht so sehr unehrlich als unfähig, sich mit Fakten auseinanderzusetzen, die nicht in sein Konzept passen. Wenn Fakten etwas diesem Konzept Widersprechendes besagen, interpretiert er sie falsch oder ändert sie."
Das Urteil deutscher Gelehrter unterschied sich nur durch den Verzicht auf die medizinische Mutmaßung:
- Dr. Hans Rothfels, emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen: Es "lassen sich dem Autor eine Reihe glatter Fälschungen von Quellen nachweisen, ferner die Verzerrung, wobei von Mitteln falscher Zitierung, unzulässiger Isolierung, irrtümlicher Chronologie und damit der Verkehrung von Ursache und Wirkung ausgiebig Gebrauch gemacht wird".
- Dr. Percy Ernst Schramm, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Göttingen: "... jeder Fachmann weiß: Hier handelt es sich, gelinde gesagt, um einen groben Stümper."
- Dr. Helmut Krausnick, Generalsekretär des Instituts für Zeitgeschichte in München: "Der sogenannte Historiker Hoggan geht mit den Dokumenten in einer Weise um, daß man sein dickleibiges Elaborat als eine glatte Scharlatanerie bezeichnen muß. Mit Geschichtsschreibung hat das nichts zu tun."
Umgekehrt befand Hoggan: "In Deutschland ist seit 1945 und 1933 eine grauenhafte Vermischung von Propaganda und Geschichte eingetreten, so daß eine wahrheitsgemäße Geschichtsschreibung nur noch am Rande zu bestehen scheint." Für ihn blieb Wahrheit, daß der Zweite Weltkrieg das Werk der anderen, nicht der Deutschen gewesen sei.
Diesem seitenverkehrt projizierten Geschichtsbild entsprach ein abstruses politisches Ideal, das Hoggan dem New Yorker SPIEGEL-Korrespondenten schon vor zwei Jahren so erläuterte: "ein Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten, Deutschland und Rußland".
Rußland, woher die Eltern seiner Frau stammen, müßte sich allerdings erst von seinem "marxistisch-atheistischen weltrevolutionären Regime" befreien.
Deutschland, wo er - als Assistent am Amerika-Institut der Münchner
Universität (1949 bis 1952) - seine wissenschaftliche Karriere begann und sein Deutsch verbesserte, müßte sich erst von den "seelischen Verheerungen" erholen, die durch "die Schuldlüge (in der Frage des Kriegsausbruchs) und die Verzerrung des ganzen deutschen Geschichtsbildes" angerichtet worden seien.
Amerika, wo die Vorfahren seiner Mutter im Jahre 1636 mithalfen, das weltberühmte Harvard-College zu gründen, müßte einer generellen Erneuerung teilhaftig werden: Denn seit 1920 unterdrückten die amerikanischen Parteibürokratien jeden Ansatz einer selbständigen Meinungsbildung,
Freilich: Schon ehe sich ihm die vermeintlich wahren historischen Zusammenhänge erschlossen, hatte Hoggan sein Herz für Deutschland entdeckt. "Aus Protest" gegen Roosevelts Politik der bedingungslosen deutschen Kapitulation gab er 1943 seinen Job als Junglehrer des amerikanischen "Army Student Training Program" auf.
1948 promovierte er in Harvard über den "Zusammenbruch der deutsch-polnischen Beziehungen im Jahre 1939" und avancierte - nach seiner Assistententätigkeit in München - zum außerplanmäßigen Professor an der angesehenen kalifornischen Berkeley-Universität. 1955 mußte der schon damals zur historischen Simplifizierung neigende Wissenschaftler auf Drängen des Professoren-Kollegiums allerdings seinen Abschied nehmen.
1961 gab er eine neue Professur am State College von San Francisco vorübergehend auf, um einige "bedeutende Untersuchungen" voranzutreiben. Seine Briefköpfe versah er mit dem Institutsnamen "Center of American Studies" eine Firmierung, unter der sich amerikanische Historiker nichts vorstellen konnten.
Zu dieser Zeit hatte Hoggan sein Kriegsschuld-Manuskript bereits fertiggestellt - im Druck ein Wälzer von 896 Seiten mit dem ausführlichsten Quellenverzeichnis, das je einem Werk über den Kriegsausbruch von 1939 beigegeben war. Trotz dieses Aufwands wurde das Buch in Amerika bisher nicht veröffentlicht. Die Geburt fand in Deutschland statt*.
Hebamme war der bei der Entnazifizierung als "Mitläufer" eingestufte Dr. phil. habil. Herbert Grabert, der seit Jahren in Tübingen die "Deutsche Hochschullehrer-Zeitung" schrieb und redigierte, eine Art Amtsblatt für die wie er "amtsverdrängten" akademischen NS-Lehrer.
Allmorgendlich stand Grabert, der gern seine Hochschullehrerlaufbahn fortgesetzt hätte, "am Kochtopf; denn seine Frau aus baltischem Rittergutsadel wirkte als Oberlehrerin, und so hatte er tagsüber für die Familie zu sorgen", wie "Christ und Welt" 1960 über ihn schrieb. "Des Abends aber, wenn der Mond über den spitzen Dächern der Neckarstadt aufgegangen war, saß er in seinem stillen Stübchen und meditierte. Da überkamen dann den... Nachfahren der Mystiker die peinigenden Zweifel vom Sinn solchen Daseins, und er suchte die Schuld bei der politischen Führung, die er vermißte."
So gab er denn auch seinen zu Papier
gebrachten Meditationen Mitte der fünfziger Jahre den Titel: "Volk ohne Führung". Darin verwarf er die bundesrepublikanische Demokratie als funktionsunfähige Staatsform ("Muß-Demokratie von fremden Gnaden") und propagierte statt dessen einen autoritären Wehrführer-Staat - Dem aus "Armut und Arbeitslosigkeit aufgestiegenen Volksführer" Adolf Hitler bescheinigte er napoleonische Qualitäten; die NS -Epoche "mißgünstig oder feindselig zu werten", nannte er ein "armseliges Unterfangen".
Der damalige BHE-Vorsitzende und Bundesvertriebenenminister Professor Dr. Dr. Theodor Oberländer war davon offenbar so beeindruckt, daß er bei dem Verleger des Buches - dem Göttinger Leonhard Schlüter, der 1955 durch öffentlichen Protest vom Sessel des niedersächsischen Kultusministers gestoßen wurde - etliche Exemplare bestellte: zu ermäßigten Preisen für BHE-Schulungszwecke.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hingegen wertete "Volk ohne Führung" als verfassungsfeindliche Schrift. Im Jahre 1960 verurteilte er den Verleger Schlüter zu 1200 Mark Geldstrafe anstelle einer verwirkten Gefängnisstrafe, den Autor Grabert zu neun Monaten Gefängnis mit Bewährung; und das hieß, daß sich der "Erneuerer in Schlafrock und Pantoffeln", wie Grabert von einem Vertreter der Bundesanwaltschaft charakterisiert worden war, bei seinen nationalen Gefühlsäußerungen einiger Zurückhaltung befleißigen mußte.
In dieser bedrängten Situation traf der Erneuerer im Schlafrock auf einen Mann, der - wie die rechtsradikale "Deutsche National-Zeitung und Soldaten-Zeitung" später notierte - "Siegfried gleich, den Lindwurm der Kriegsschuldlüge und Diffamierung Deutschlands mit einem Streich erschlug": Nun war mit David Leslie Hoggan ein Siegfried und mit Herbert Grabert ein Mann da, dessen Nibelungenlied zu veröffentlichen. Doch fehlte es am Rheinschatz, am Geld für die Drucklegung.
Hilfe kam aus Düsseldorf, wo der Diplom-Ingenieur Hans-J. Ritzdorf residiert - Ehemann der Hoggan-Huldigerin ("Ist er nicht nett?") Annemarie Ritzdorf, Vorsitzender der "Gesellschaft zur Förderung geschichtswissenschaftlicher Forschung". Er war es, der durch eine Sammelaktion dazu beitrug, den Druck des Hoggan-Buches - erschienen im Verlag von Graberts "Deutscher Hochschullehrer-Zeitung" - zu bewerkstelligen.
"Viel Geld kam schließlich von großen Leuten in der Industrie", die ihren Namen nicht nennen wollen, erinnert sich Ritzdorf. "Die haben das Gefühl, sie dürften sich nicht an die Öffentlichkeit wagen. Sonst werden sie wirtschaftlich ruiniert."
Das Buch wurde ein Erfolg. Seit Herbst 1961 wurden von Hoggans "Der erzwungene Krieg" (Mitübersetzer: Dr. habil. Grabert) über 10 000 Exemplare zu einem Stückpreis von 48 Mark abgesetzt - offenbar vornehmlich an alte Kameraden, die von der deutschen Rechtspresse zur Lektüre animiert wurden.
"Der Paukenschlag der Wahrheit", jubelte der rechtsradikale "Reichsruf" in Hannover. "Sehr mutige Thesen in einer Welt voll Deutschenhaß und Antigermanismus", formulierte die "Deutsche National-Zeitung und Soldaten-Zeitung" in München. "Eine nationalbewußte deutsche Regierung müßte diesem Forscher die höchste Stufe des
Bundesverdienstkreuzes verleihen", forderte die "Deutsche Wochen-Zeitung" in Hannover.
In den "Druffel -Mitteilungen" des einstigen stellvertretenden Reichspressechefs Helmut Sündermann hieß es: "Die billige These vom ,Hitler-Krieg' ... bricht
erneut zusammen." Der "Sudetendeutsche Turnerbrief" frohlockte: "Endlich ist ein Werk erschienen, in dem die Wahrheit über den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gesagt wird."
Im Klappentext des Buches feierte der deutsche Historiker Hugo C. Backhaus Hoggans Publikation als "ein Meisterwerk moderner Geschichtsschreibung". Hinter "Hugo" verbarg sich Herbert, hinter "Backhaus" Grabert. Unter seinem wirklichen Namen schrieb er im Vorwort: "Der Stern der Kriegsschuld- und Greuellüge (ist) im Sinken begriffen."
Die Sternschnuppen fielen in alle Lande: Auf der 25. Versammlung deutscher Historiker beklagte sich der Tübinger Professor Hans Rothfels 1962 in Duisburg: "Aus mehreren kleinen Städten ist bekanntgeworden, daß das Hoggansche Buch von einer lokalen Notabilität dem Schuldirektor mit einem Anschreiben zugesandt wurde, das kategorisch auffordert, es hinfort dem Geschichtsunterricht auf der Oberstufe zugrunde zu legen. In so mancher Lehrerbibliothek findet es sich bereits."
Prompt öffnete Grabert die Spalten seiner "Deutschen Hochschullehrer -Zeitung" für eine Kampagne gegen Rothfels, einen Mann "von ehemals preußischer Gesinnung", wie Hoggan in Heft 3/1962 formulierte. Es war dieselbe Ausgabe, in der ein Epigramm über die Nürnberger Kriegsverbrecher -Prozesse zu lesen war:
Moralisierende Unmoral,
Mit Verbrechen ohne Zahl,
Saß in Nürnberg zu Gericht
über nationale Pflicht:
Rachsucht, in juristischem Gewande,
Für die Menschheit eine Schande.
In Heft 1-2/1963 wetterte Grabert gegen den "von einer kapitalstarken Hetzpresse genährten Dauerhaß gegen Deutschland" und ließ die Diskussion um Hoggan unter dem Tendenztitel "Wahrheitsforschung gegen Kriegsschuldpropaganda" weiter anheizen. Es war dasselbe Heft, in dem ein Professor namens Wilhelm Müller über die umwälzende Relativitätstheorie des gebürtigen deutschen Juden Albert Einstein notierte, man könne sie "mit Recht als eine parasitäre Erscheinung ansehen".
In Nummer 4/1963 kam auch Hoggan wieder zu Wort, der dem Historiker Rothfels "akademische Entgleisungen" vorhielt. Es war dieselbe Ausgabe, in der ein Professor namens Heinrich Quiering unter dem Titel "Eiszeit und Rassentrennung" formulierte: "In seinen geistigen Qualitäten und in seiner Kriminalität ist der Neger ein so geringwertiger Partner - es sei nur an die jüngsten Menschenfresser-Exzesse im Kongo erinnert -, daß jede Mischung (von Weißen und Schwarzen) zu einer Qualitätsverschlechterung der folgenden Generationen führen muß."
Dr. phil. habil. Herbert Grabert, der solche Sprüche in seinem Blatt erscheinen ließ, durfte sich derweil darüber freuen, daß die "Kriegsschuldfrage" unter deutschen Jungakademikern in Gang kam. Im Sommer 1962 wurde in Heidelberg ein "Diskussionskreis Kriegsursachen - Kriegsschuld" gegründet. "Ähnliche Gruppen bildeten sich von da aus", wie der Pressedienst "Neue Kommentare" meldete, "in mehreren anderen Städten der Bundesrepublik."
So veranstaltete der Marburger "Standort des Reichsverbandes der Soldaten" Anfang Dezember 1962 eine "Kriegsschuld-Diskussion"; 30 Studenten erklärten sich dabei bereit, im örtlichen Arbeitskreis an "der Aufhellung der Kriegsschuldfrage" mitzuhelfen. Ein Herr W. Runtsch schrieb der "Deutschen National-Zeitung und Soldaten -Zeitung" zwei Monate später: "Schon lange bemühe ich mich, in Gießen eine Kriegsschulddiskussion ähnlich Heidelberg, Marburg usw. zu veranstalten. Ich habe einen Freundeskreis, überwiegend Vertriebene, mit dem sich die notwendige Organisationsarbeit erledigen ließe... Wir denken auch daran, Professor Hoggan, wenn es irgend möglich sein sollte, nach Gießen zu bekommen." Der "Klarheit wegen" stellte sich Runtsch vor: "Kreisvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Stadtverordneter der CDU".
Während auf Versammlungen von Rechtssplittertrupps und Vertriebenengruppen das Interesse an dem amerikanischen Kriegsschuld-Revisor wuchs, schälten sich als Horte der Hoggan-Huldigung heraus:
- Die "Gesellschaft zur Förderung geschichtswissenschaftlicher Forschung", Stifterin des "Ranke-Preises". Zu ihren Gründungsmitgliedern zählen Dr. Carl Haidn (NSDAP -Gauredner und NS-Oberbürgermeister von Düsseldorf), Paul Zimmermann (SS-Brigadeführer), Georg Böhme (Träger des Goldenen Parteiabzeichens). Düsseldorfs Ex-Gauleiter Florian ist der Gesellschaft freundschaftlich verbunden; Mitglied ist er nicht. Vorsitzender Ritzdorf: "Der ist uns zu exponiert."
- Die "Gesellschaft für freie Publizistik", Stifterin des "Hutten-Preises". Prominente Mitglieder: Helmut Sündermann (stellvertretender NS -Reichspressechef), Wolfgang Welsperg (NSDAP-Mitglied von 1927 und Halbbruder Ribbentrops), Dr. Peter Kleist (SS-Obersturmbannführer und Angehöriger des "Büro Ribbentrop"), Dr. Hjalmar Schacht (Reichsbankpräsident), Ex-Minister Theodor Oberländer, Karl Mages (Redakteur der "Deutschen National-Zeitung und Soldaten-Zeitung") sowie der Rechtsanwalt Klaus Petri, der sich einst als Student zum Verteidiger der Konzentrationslager aufspielte (SPIEGEL 34/1957). Vorsitzender ist der Heidelberger Verleger Kurt Vowinckel; der Schriftsteller Kurt Ziesel ("Der rote Rufmord") ist noch Mitglied, aber nicht mehr im Vorstand. Vowinckel: "Der ist uns zu unheimlich."
- Das "Deutsche Kulturwerk", Stifter des "Hoggan-Leuchters". Prominente Mitglieder: Der HJ-Dichter Gerhard Schumann, Dr. Hans W. Hagen (Mitarbeiter im Reichspropagandaministerium), Walter Bloch (Oberbannführer). Vorsitzender ist der SA-Dichter Dr. Herbert Böhme ("Führer, führe uns, wir folgen Dir").
"Der Querverbindungen sind ... viele", formulierte die NDR-"Panorama"-Redaktion. "Die Herren schreiben und publizieren gegenseitig in ihren Organen. Zum Beispiel der ehemalige SS -Obersturmbannführer Dr. Kleist in der Zeitschrift des ehemaligen SS-Sturmbannführers Arthur Ehrhardt, 'Nation Europa', desgleichen der ehemalige stellvertretende Reichspressechef Helmut Sündermann, der an dieser Coburger Monatsschrift Anteile besitzt."
Zugleich ist Sündermann aber auch Verleger - wie der HJ-Dichter Gerhard Schumann (Inhaber des Hohenstaufen-Verlags in Eßlingen). In Sündermanns Druffel-Verlag, dem bedeutendsten Verlagsunternehmen der nationalen Rechten, veröffentlichte der Ex-Pressevize Erinnerungs- und Rechtfertigungsschriften ehemaliger Nationalsozialisten, für die wiederum Grabert in seiner "Deutschen Hochschullehrer-Zeitung" gelegentlich Reklame machte: etwa für das von der Ribbentrop-Witwe Annelies verfaßte Werk "Verschwörung gegen den Frieden, Studien zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs".
Andere Druffel-Bücher: "England -Nürnberg - Spandau", von Rudolf-Heß -Gattin Ilse; "Lächle ... und verbirg die Tränen, Erlebnisse eines deutschen Kriegsverbrechers", von Dr. Julius Lippert, dem NS-Oberbürgermeister von Berlin und "Angriff"-Hauptschriftleiter; "Von den Stukas zu den Anden", von Brillanten-Flieger Hans-Ulrich Rudel.
Der Vorsitzende der Neustädter "Gesellschaft für freie Publizistik" schließlich, Kurt Vowinckel, gründete die "Schamhorst - Buchkameradschaft der Soldaten". Das Mitteilungsblatt der Gesellschaft zu redigieren wurde die Aufgabe von Karl Mages, der gleichzeitig Redakteur der "Deutschen National-Zeitung und Soldaten-Zeitung" ist. Mitglied Dr. Peter Kleist ist zugleich Leiter des außenpolitischen Ressorts der "Deutschen Wochen-Zeitung" in Hannover.
Das "Deutsche Kulturwerk" in München verschaffte sich ein Sprachrohr in den "Klüter-Blättern, deutsche Sammlung". Das Kulturwerk versteht sich als eine "Gemeinschaft ... die dem offenbaren Zerfall der Volkheit das Volk -Bildende entgegenstelle". Und um dem Zerfall des Volkes vorzubeugen, ließ Kulturwerker Böhme, der 1931 der NSDAP beitrat, annähernd 100 "Pflegestätten" aufbauen, wo sich Mitglieder der, heimatlosen Rechten zu Dichterlesungen, volksnahen Tänzen und gemeinsamem Gesang zusammenfinden.
Unter den Leitern der "Pflegestätten" sind zahlreiche alte Parteigenossen, so
- in Essen Hannes Langer (NSDAP
1925),
- in Aachen Peter Pontzen (NSDAP
1933),
- in Bielefeld Julius Reckard (NSDAP
1932),
- in Bünde Dr. Robert Körber (NSDAP
1931),
- in Dortmund Hans Gerlinger (NSDAP
1928),
- in Düsseldorf Ferdinand Leyendecker (NSDAP 1928),
- in Köln Theo Seidenfaden (NSDAP
1932),
- in Wuppertal Hans Priebisch (NSDAP 1927).
Böhme selbst, Initiator der Gesellschaft, fand sich gelegentlich als Sprüchemacher bei alten Kameraden in der Deutschen Reichs-Partei und anderen Rechtssplittergruppen sowie beim
Reichsverband der Soldaten, der Hilfsgemeinschaft der ehemaligen Waffen -SS und bei den nationalen Jugendbunden ein. Er war ein gern gehörter Redner.
Er fand auch den rechten Dichtergruß für Hoggan, der schließlich sein Kommen ankündigte - zuletzt in einem Interview mit der "Deutschen National -Zeitung und Soldaten-Zeitung" Ende November letzten Jahres ("Auf Wiedersehen im Mai in Deutschland").
Damals sagte Hoggan auch: "Wenn ich das Leben Deutschlands im 20. Jahrhundert sehr genau betrachte, kann ich nur sagen: Wenn ich nicht als Amerikaner geboren wäre, dann möchte ich nationaler Deutscher sein und sehr stolz sein, einem so großen, hervorragenden Volke anzugehören." Und der Interviewer der "National-Zeitung" erwiderte: "Herr Professor, das ist ganz einfach ... schön! Ich möchte jetzt Ihre Hand drücken! Von Herzen Dank!"
Dichter Böhme war salbungsvoller: "So laßt uns angesprochen sein, aber auch dankbar für die Hilfe, die uns von außerhalb für unser geschlagenes Volk kommt." Er wollte auch gleich "Türme bilden, in unwiderruflicher Freundschaft und Treue. Wenn dann einer kommt, der einen von uns beschimpfen sollte, den jagen wir zum Teufel".
In der NS-Zeit hatte der Barde ähnlich gesungen:
Trutztürme wollen wir bauen
mit Mauern, stärker als Stein,
und für die Sprüche der Lauen
soll Pest und Schwefel sein...
Und auch jetzt zeigte er, wie alle Hoggan-Freunde, ein merkwürdiges Faible für Türme und Schlösser. Den "Hoggan -Leuchter", den Böhme bereithielt ("Erinnerung an den Jul-Leuchter? Das ist aber weit hergeholt"), sollte im Herkules-Saal der Münchner Residenz überreicht werden. Die "Gesellschaft für freie Publizistik" wollte sich zur Hoggan -Ehrung im Heidelberger Schloß einmieten. Und die "Gesellschaft zur Förderung geschichtswissenschaftlicher Forschung" in Düsseldorf sah im Rittersaal des Schlosses Burg an der Wupper die geeignete Kulisse.
Aber die Burgen blieben trutzig. In München entzog die "Bayrische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten
und Seen" dem "Deutschen Kulturwerk" die bereits erteilte Genehmigung zur Benutzung des Herkules-Saals, weil "die Veranstalter den dortigen Verwalter über den Zweck der Veranstaltung völlig im unklaren gelassen haben..." (Oberregierungsdirektor Hans Welsch).
Auch beim Münchner "Künstler-Haus -Verein e. V." blitzte Böhme ab - freilich, ursprünglich aus Termingründen. Erst später ging dem Vorsitzenden, Regierungsbaumeister Dr. Erwin Schleich, auf, daß das "wohl ein ziemlich rechtsextremer Verein" sei.
So quartierte sich Böhme schließlich für den 15. Mai im großen Saal des Hacker-Kellers ("Hacker-Bock bringt Stimmung") auf der Theresienhöhe ein, wo es laut Inschrift verboten ist, "brennbare Papierschlangen, ferner ... Knallerbsen und gasgefüllte Ballons mitzubringen, abzugeben, zu verkaufen oder zu werfen".
Ein Ausweichquartier mußte auch die "Gesellschaft für freie Publizistik" suchen, nachdem der Königssaal des Heidelberger Schlosses ihr wieder entzogen worden war. Junge Historiker der Heidelberger Universität hatten gegen die Veranstaltung protestiert und den nordbadischen Regierungspräsidenten Dr. Munzinger bewogen, sich für die Saalsperre einzusetzen.
Prompt wurden die Freien Publizisten ausgeladen, deren Vorsitzender Vowinckel die Veranstaltung zu Ehren Hoggans so motiviert hatte: "Wir sind disqualifiziert ... Wir Deutschen können dagegen gar nichts machen. Jetzt kommt einer von außen, der sagt, das ist ja alles gar nicht wahr. Wir wären doch verrückt, wenn wir diesem Mann nicht wenigstens Gehör verschafften."
Und wie die Freien Publizisten in die Provinz auswichen, mußten schließlich auch die Düsseldorfer Hoggan-Anhänger von der "Gesellschaft zur Förderung geschichtswissenschaftlicher Forschung" ihre geplante Burg-Fete durch eine Gasthausfeier ersetzen. Die Hoggan-Gemeinde mietete sich in das Gasthaus "In der Straßen" zu Burg an der Wupper ein; Gastwirt Cuno Jäger fragte allerdings erst sein Bedienungspersonal, ob es unter diesen Umständen zu arbeiten bereit sei. Alle waren bereit.
Der DGB bereitete eine Protestaktion vor. Am Montagnachmittag setzten sich 400 Gewerkschaftler aus Solingen, Remscheid und Opladen in hundert Personenwagen nach Burg in Marsch, um Hoggan und seine Freunde mit Spruchbändern zu vertreiben.
Die DGB-Streitmacht kam zu spät. Vom 14. (politischen) Kommissariat der Düsseldorfer Polizei war ihr der Beginn der Hoggan-Ehrung mit 17 Uhr angegeben worden. Sie hatte aber bereits um 11 Uhr vormittags stattgefunden.
Peter Michels, stellvertretender DGB -Landesvorsitzender von Nordrhein -Westfalen: "Die politische Polizei war schlechter informiert als der SPIEGEL." Ein SPIEGEL-Redakteur war ebenso wie der Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur am frühen Morgen von den Hoggan-Bewunderern zu einem Taxi-Treffpunkt bestellt und von dort - ebenso wie ein Streichquartett - in einer Fahrt ohne Zielangabe in die Ausflugsgaststätte von Burg transportiert worden.
"Es ist ein außergewöhnlicher Anlaß, der uns zwingt, diesen Raum zu nehmen", leitete der Festredner Ritzdorf denn auch seine Ansprache ein. Dann stellte er die Schicksalsfrage: "Um was geht es?" Antwort: "In erster Linie um Deutschland." Er sprach von "vaterländischen Werten" und beklagte, ein ganzes Volk sei "neurotisch geworden, weil man ihm sein Elternhaus genommen hat". Hoggan bekam seinen Ranke-Preis.
Später teilte der Amerikaner mit, wie ihm bei der Festansprache im Lokal "In der Straßen" zumute gewesen war: Er habe innerlich jedesmal "Amen" gesagt, wenn von den "vaterländischen Werten" gesprochen worden sei.
Nicht nur im Gebet war sich David Leslie Hoggan mit seinen deutschen Bewunderern einig:
Die Thesen, die er in seinem Buch "Der erzwungene Krieg" vertritt, entsprechen genau den Thesen, die vor 20 Jahren, im Spätsommer 1944, der damalige stellvertretende Reichspressechef Sündermann im NSDAP-Zentralblatt "Völkischer Beobachter" propagierte.
Titel der Sündermann-Veröffentlichung: "Der erzwungene Krieg".
* Die amerikanische Ausgabe soll im Herbst im New Yorker Devin-Adair Verlag erscheinen. Titel "When peaceful revision failed. The origins of World War II."
Anti-Hoggan-Demonstranten in Burg: Den Lindwurm der Kriegsschuldlüge ..
US-Historiker Hoggan, Ehefrau in Düsseldorf
..mit einem Streich erschlagen?
Hoggan-Freunde Ritzdorf, Grabert
Erneuerer im Schlafrock
Handelsblatt
Nimm doch "Hoggan"
NS-Autor Sündermann
These und Titel..
Hoggan-Buch
... vom Erzwungenen Krieg ...
NS-Organ "Völkischer Beobachter" (1944)
... aus Großdeutscher Zeit

DER SPIEGEL 20/1964
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ZEITGESCHICHTE / HOGGAN:
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